Sicherheit in Skigebieten

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missyd
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Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von missyd »


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3303
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von 3303 »

Justiz- und Polizeidirektorin Karin Keller-Sutter. Für sie liegt die beste Lösung für mehr Sicherheit im Schneesport immer noch in der Eigenverantwortung.
Für die Walliser Sicherheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten kommen Polizisten auf den Pisten indes nicht in Frage. Die Polizei habe andere Prioritäten,
Der Verband der Seilbahnen Schweiz weist darauf hin, dass in über 50 Wintersportgebieten Checkpoint-Tafeln installiert sind, die über das richtige Verhalten abseits der gesicherten, markierten und kontrollierten Schneesportabfahrten informieren. «Wir sind aber strikt gegen eine Pistenpolizei»,
Die Patrouilleure seien nämlich heute schon berechtigt – wie in verschiedenen Fällen praktiziert - bei Fehlverhalten die Personalien des Fahrers aufzunehmen und ihn bei der Polizei zu verzeigen. «Wir wollen unseren Gästen gegenüber Sicherheit auf den markierten Pisten garantieren. Die Sicherheit unserer Kunden steht im Vordergrund. Es geht nicht darum, polizeigemässe Kontrollen durchzuführen.»
:zustimm:
Beruhigend, dass es auch Länder wie die Schweiz gibt, in denen man auf den denkenden Menschen setzt.

Viel strenger zu und her geht es bei unseren Nachbarn. In Südtirol zum Beispiel patrouillieren Staatspolizisten auf den Pisten. Auf stark frequentierten Abfahrten regelt die Pistenpolizei an Kreuzungen sogar den Verkehr. Auch die Rettung von Verletzten erledigt die Polizei, die sogar büssen darf. Wer einem anderen Skifahrer etwa den Vortritt nimmt, wird mit 100 Euro bestraft.
Polizeistaat? :abgelehnt:
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OliK
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von OliK »

Gott sei dank bin ich schneller in der Schweiz als in Italien/Südtirol, langsam wirds echt :roll:
Hoffen wir mal, dass die Schweizer weiterhin auf den gesunden Menschverstand bauen...
Es grüsst der Oli
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anno_80
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von anno_80 »

ChaosB99 hat geschrieben:Hoffen wir mal, dass die Schweizer weiterhin auf den gesunden Menschverstand bauen...
Ich habe ja die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass alle aktiven Pistenbenutzer vielleicht das ein oder andere Mal mehr Ihr Hirn und den gesunden Menschenverstand einschalten und weniger rasen, weniger trinken und insgesamt rücksichtsvoller miteinander umgehen, so dass wir auch in Zukunft keine Pistenpolizei brauchen.

Ich bin aber andererseits auch so ehrlich um zu sagen, dass es schon genug Momente gegeben hat, in denen ich mir einen Ordnungshüter (in welcher Form auch immer) gewünscht hätte.

In einer Disco kann der Hausherr einen Störenfried rauswerfen, aber auf der Piste gibt es genug Leute, die glauben, das wäre ihr Reich; und so jemand gehört in Einzelfällen eben auch mal aussortiert!!
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3303
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von 3303 »

anno_80 hat geschrieben:
Ich bin aber andererseits auch so ehrlich um zu sagen, dass es schon genug Momente gegeben hat, in denen ich mir einen Ordnungshüter (in welcher Form auch immer) gewünscht hätte.

In einer Disco kann der Hausherr einen Störenfried rauswerfen, aber auf der Piste gibt es genug Leute, die glauben, das wäre ihr Reich; und so jemand gehört in Einzelfällen eben auch mal aussortiert!!
Die Patrouilleure seien nämlich heute schon berechtigt – wie in verschiedenen Fällen praktiziert - bei Fehlverhalten die Personalien des Fahrers aufzunehmen und ihn bei der Polizei zu verzeigen. «Wir wollen unseren Gästen gegenüber Sicherheit auf den markierten Pisten garantieren. Die Sicherheit unserer Kunden steht im Vordergrund. Es geht nicht darum, polizeigemässe Kontrollen durchzuführen.»
Skipassentzug gehört in der Regel auch dazu. Ist bereits seit ewigen Zeiten so, ganz ohne Pistenpolizei. :!:
Latemar
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von Latemar »

3303 hat geschrieben:
Viel strenger zu und her geht es bei unseren Nachbarn. In Südtirol zum Beispiel patrouillieren Staatspolizisten auf den Pisten. Auf stark frequentierten Abfahrten regelt die Pistenpolizei an Kreuzungen sogar den Verkehr. Auch die Rettung von Verletzten erledigt die Polizei, die sogar büssen darf. Wer einem anderen Skifahrer etwa den Vortritt nimmt, wird mit 100 Euro bestraft.
Polizeistaat? :abgelehnt:
Obwohl ich ca. 30 Tage im Jahr in Italien skifahre, habe ich dergleichen noch nie erfahren. Meist habe ich ehr das Gefühl, dass die Polizisten sich einen schönen Tag machen.
Allerdings sind sie bei Unfällen schon einmal im Einsatz. Zum Glück, und ich hoffe auch in Zukunft, habe ich das persönlich noch nie erlebt.

In diesem Zusammenhang von einem Polizeistaat zu sprechen finde ich absolut unangebracht.

Ich persönlich würde mir ehr eine stärkere Kontrolle wünschen. Natürlich ist das nur eine Minderheit, die über die Stränge schlägt, aber Selbst-Regulierungskräfte greifen da nicht.


Gruß!
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von trincerone »

In diesem Zusammenhang von einem Polizeistaat zu sprechen finde ich absolut unangebracht.

Mit einer auch sehr hohen Anzahl an Skitagen und auch -jahren in Italien meine ich sagen zu können, dass ich die jüngsten Emtwicklungen in Italien sowohl legislativer als auch executiver Natur gelinde gesagt für bizarr halte. Ich bin froh, dass die anderen Alpenländer diese Absonderlichkeiten bisher in dieser Form nicht mitgemacht haben, insbesondere Frankreich ist neben der Schweiz ein Vorzeigeland, was das angeht. Fast schon wieder komisch ein Erlebnis am Mottarone: wie fahren die Mautstraße raufgefahren (was sicherlich eine gute Dreiviertelstunde dauert und auch einige Euros kostet), um an einem klaren Märztag die geniale Aussicht von oben zu genießen. Die Straße endet an einem Parkplatz, ca. 30 Höhenmeter unterhalb des Gipfels. Von dort muss man den Rest aufsteigen, um auf der Seeseite hinunterschauen zu können, auf den letzten paar Metern muss man dazu eine blaue Piste (quasi eben, Neigung vielleicht 10°) an deren Rand außen entlang gehen (Gelände excellent einsehbar). Tja, und da hatten wir nicht mit der Borniertheit der Pistencarabinieri gerechnet, die aber sofort da waren, sich völlig echauffierten, wie gefährlich das sei, eine solche Pisten hinauf zu gehen, und uns wieder runter geschickt haben. Wäre das nicht verdammt ärgerlich gewesen, wegen all des Aufwandes (das Schigebiet war auch noch leer an dem Tag), hätte ich mich vermutlich totgelacht...
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Re: Sicherheit in Skigebieten

Beitrag von Wombat »

Man sollte klar unterscheiden zwischen der Situation auf der Piste und neben der Piste. Das ist der erste Punkt. Der zweite betrifft das Varianten fahren. Viele Leute die neben der Piste fahren sind sich A des Risikos nicht bewusst das sie selber eingehen und B nicht den Konsequenzen, wenn Sie eine Lawine auslösen. Wenn jemand unter eine Lawine kommt, muss man damit rechnen, das man wegen Körperverletzung angezeigt wird. Als grob fahrlässig muss man Lawinen bezeichnen die auf einer Piste enden. Was soll jetzt die Polizei in diesem Zusammenhang machen? 1. die Leute davon abhalten neben die Piste zu gehen? Oder 2. die Leute zur Rechenschaft ziehen wenn etwas geschieht? Der Artikel ist in diesem Zusammenhang einfach Schrott. Er vermischt 2 völlig unterschiedlich Situationen. Die Pisten Polizei in Italien soll ja dafür sorgen das Ordnung auf der Piste ist und erst in zweiter Linie sich um die Aufklärung von Lawinen-Unfällen kümmern.

Was wieder mal Typisch ist für unsere Politiker sind dann so Aussagen wie.
Lawinenauslöser sollen Rettungskosten selber bezahlen
Das ist einfach billiger Populismus. In der Schweiz ist Rettung abseits der Piste kostenpflichtig. Wenn man Glück hat zahlt die Versicherung, wenn Pech hat nicht und hat man keine zahlt man sowieso selber. Und ob die Versicherung alles Zahlt ist ein anderes Thema. Bei Fahrlässigkeit hat sie Anspruch auf Regress. Ob die Versicherungen das aber einfordern steht auf einem andren Blatt.
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