Die Müllabfuhr kommt mit dem Hubschrauber
Die Gattung Dreckfink stirbt nicht aus. Leider. Den Beweis liefert Jahr für Jahr der Alpenschutzverband.
Seit 1974 betätigt sich der Alpenschutzverband unter Obmann Lothar Petter österreichweit als Müllabfuhr in alpinem Bereich: Alte Deponien, die meist nur wenige Meter hinter den Hütten sind und damit für das Touristenauge unsichtbar bleiben, gibt es genug. Aber auch die Jausensackerl mancher Berggeher, die einfach zu faul sind, ihren eigenen Müll wieder mit nach Hause zu nehmen, belasten die Alpen.
20.000 Säcke
Was die Aktivisten Jahr für Jahr aus den Bergen holen, ist kaum zu glauben: Die Zwei-Millionen-Liter-Grenze (20.000 Hundertlitersäcke) wurde bereits im Jahre 2004 überschritten. Auch heuer wird sich die Zahl wieder um einiges erhöhen, ist sich Petter sicher: "Insgesamt werden es wohl gut 80.000 Liter Müll sein, den wir aus dem Hochgebirge holen."
Der Alpenschutzverband wird heuer in Tirol in verschiedenen Regionen tätig sein: Unter anderem werden im Nationalpark Hohe Tauern Altlasten bei der Prager Hütte gesäubert, im Alpbachtal Wanderwege und Gewässer - mit einem prominenten Besuch: Landwirtschaftsminister Josef Pröll wird am 21. August selbst zu den Umweltaktivisten im Alpbachtal stoßen.
Ende August, Anfang September gehen die Säuberungen weiter - diesmal mit dem Alpenschutzverein Tirol, dessen Dachorganisation der Alpenschutzverband ist.
Regenprogramm
Obfrau Christine Michelfeit leitet seit 1991 die Aktionen des Alpenschutzvereines. Heuer werden die acht bis zehn Aktivisten an zehn Tagen unterwegs sein: Vom Piburger See und Stuibenfall im Ötztal über die Innsbrucker Hütte im Stubaital bis zum Achensee erstrecken sich die Aktionen.
Und selbst Regen kann die Aktivisten nicht aufhalten. "Wenn wir wegen Schlechtwetters nicht in die Berge können, säubern wir die Parkplätze, von denen die meisten Routen losgehen. Die sind auch immer sehr voll mit Müll", weiß Michelfeit.
Unterstützung kommt von Bund, Land, dem Alpenschutzverband selber, der Stadt Innsbruck sowie Sponsoren wie Verbund und Arge Verpackung.
Quelle: TT
Sorry, aber ich habe bis heute noch nicht begriffen, warum die Leute, den Müll, den sich voll auf den Berg tragen, dort leer zurücklassen müssen. Ich finde es unverantwortlich wie solche (ich nenne sie mal) "Menschen", mit der Natur umgehen. Aber zu Hause wahrscheinlich penibel genau auf die Sauberkeit achten, ist ja auch in den eigenen vier Wänden
Ich könnt mich tierisch aufregen ... mach ich aber nicht, drohe dann Gefahr zu laufen ausfällig zu werden ...