Vergangene Woche war ich des Öfteren im Hochkönigs Winterreich unterwegs und konnte dabei meistens ausgezeichnete Verhältnisse genießen – in der Region hat’s letzte Woche vergleichsweise wenig geschneit und so kam es nur am Donnerstag zu stärkerer Buckelbildung. Gestern gab’s dann zu den guten Pistenverhältnissen auch noch Kaiserwetter, im Gegensatz zu den vorangegangenen Tagen also auch ideale Bedingungen also um den Tag fotografisch festzuhalten.
Nach zahlreichen Stunden auf den Pisten in der ganzen Woche ging’s gestern erst gegen Mittag los, die Parkplätze am Aberg waren zu diesem Zeitpunkt schon bumvoll, aber ich wollte sowieso gleich nach Hinterthal – bei einem Start zu eher später Stunde muss ich nicht auch noch evtl. auf den Skibus warten. In Hinterthal war der Parkplatz auch schon viel besser gefüllt als die Tage zuvor, ganz voll wurde er aber den ganzen Tag nicht.
Der Einstieg ins Skigebiet erfolgt in Hinterthal mit der leicht antiquierten 2er-Sesselbahn Hochmais, doch obwohl ein Skibus gerade vor mir einen Schwall Menschen ausgespuckt hat, muss ich nur 1-2 Minuten auf die Bergfahrt warten – hier herzukommen war auch an diesem starken Tag keine schlechte Wahl.
Blick auf die Talstation der Bahn, unten werden auf einer Tafel der Bau der 8-EUB von Hintermoos auf den Gabühel sowie die Planung einer 6-KSB als Ersatz für die 2-SB und den SL von Hinterthal angekündigt – wenn’s dann mal so weit ist, wird man sich wohl auch hier an orange Bubbles gewöhnen müssen:
Die bestehende Anlage wirkt jedenfalls noch recht unscheinbar vor dem mächtigen Hochkönigmassiv:
Wie gut die Pisten die höhere Kapazität einer 6-KSB vertragen werden, bleibt abzuwarten, gegenwärtig hat man jedenfalls auch am Faschingssonntag genug Platz auf selbigen:
Der Hochmaisgipfellift mit dazugehöriger Abfahrt – ein herrlicher Carvinghang:
Was an der neuen Bahn sicherlich positiv wird, ist die Tatsache, dass man das Flachstück im Bereich Hochmaisalm nur noch einmal fahren muss – zur Zeit verlaufen Sesselbahn und Schlepper ja gerade in diesem nicht sonderlich spannenden Stück parallel:
Wenn’s so schön ist wie gestern, stört das ja nicht so, bei klirrender Kälte würde man aber an entsprechender Stelle am liebsten vom Sessellift springen
Die Hochmaisalm mit den Loferer Steinbergen links im Hintergrund:
Blick auf Hinterthal:
Perfekter Hochmaisabfahrt-Starthang – um 13 Uhr:
Das sind Aussichten:
Nach einigen Fahrten am Hochmais wage ich mich auf die Gabühelabfahrt nach Dienten, die an starken Tagen aufgrund der Sonneneinstrahlung nicht immer perfekt hält, diesmal gibt’s aber nicht wirklich was auszusetzen – es ist nun schon fast 14 Uhr:
Wenn der Schnee passt, lädt diese Abfahrt ja richtig zum Carven ein… Hier sieht man im Hintergrund die beiden Dachegg-Pisten:
Die Bürglalmabfahrt hat man frontal im Blick – ein Schlepper mit 530 m Höhenunterschied erschließt eine ideale Carvingabfahrt, v.a. im Bereich nach der Liftkreuzung, und nachdem viele Leute Schlepper dieser Länge eher meiden, ist die Piste auch nur selten überfüllt.
Weiter Richtung Mühlbach geht’s mit dem Wastlhöhelift, einem weiteren Schlepper in herrlicher Kulisse – man erkennt am Horizont u.a. Großglockner und Kitzsteinhorn:
Der Funpark erfreut sich großer Beliebtheit und wird auch beschallt, was mir persönlich nicht so besonders zusagt – am Schlepper hört man’s ja auch und die Musik trifft nicht jedermanns Geschmack, aber man kann’s halt nie allen recht machen
Mit dem Wastlhöhelift angekommen hat man die Wahl zwischen Anschieben und zur schwarzen Piste unter der Zachhofalmbahn Queren:
Die schwarze Zachhof-Abfahrt ist eine meiner liebsten im Gebiet, ganz oben knackig steil…
… und unten raus kann man’s richtig schön krachen lassen, wenn nicht zu viel los ist:
Aus der Zachhofalmbahn schweift mein Blick rüber zur Dachegg-Bergstation, dort schaut’s allerdings schon stärker zerfahren aus (es ist nach 15 Uhr) und so fahre ich lieber noch einmal die schwarze Zachhofabfahrt und dann wieder retour.
Impressionen von der Bürglalmabfahrt – oberer Teil:
Unterer Teil mit Gabühelabfahrt gegenüber:
Zum Abschluss gibt’s noch zwei winterliche Impressionen vom Hochmais…
… wobei natürlich der allgegenwärtige Hochkönig das letzte Wort hat:
Fazit: Wetter- und stimmungstechnisch ein traumhafter Tag, skifahrtechnisch war’s am Mittwoch – grau in grau, im Tagesverlauf einsetzender, leichter Schneefall – noch eine Spur besser, weil da absolut nix los war und so ein Quasi-Privatskigebiet halt was besonders Feines ist (die Hüttenwirten waren am Mittwoch sicher auch glücklich). Nichtsdestotrotz hat der aktuelle Slogan des Gebiets – „Gipfel der Gefühle“ – für den gestrigen Tag auch durchaus seine Berechtigung.