Also schön langsam wird es mir hier echt zu hart.... Allogorien schön und gut, gerade sie bewirken imo. aber ein Abdriften in den OT Bereich und sind daher gefährlich, verschleiern nebenbei Fakten (und dazu denke ich, dass eine Vielzahl von Usern sie gar nicht versteht und damit unfähig sind, der Diskussion zu folgen).
Ist es hier nicht mehr möglich, ohne irgendwelche Parallelschlüsse / -sprachen (absurde à la Zahnbürste) zu argumentieren, im Sinne einer sachlichen, für alle verständlichen Diskussion?
Und ich sehe schon - spätestens morgen darf ich hier zusammenräumen....
Also einen automatischen Schließbügel, mit der zunehmend schwindenden Entscheidungsfreiheit des Menschen durch Windows zu vergleichen ist nun wirklich sehr, sehr weit an den Haaren herbeigezogen.
Das manche Skifahrer unfähig sind Sessellifte zu benutzen, sieht man ja immer wieder, wenn man in einer "Zeitung" (oder Medien die sich so nennen) liest, ein Kind sei tödlich vom Sessellift gestürzt. Nachdem solch ein tragischer Vorfall in der heutigen Gesellschaft leider sofort auf die Masse aller Skifahrer projeziert wird, sind Seilbahnhersteller, wie teilweise auch Gesetzgeber, dazu gezwungen dem wachsenden Druck der Möchtegernmedien (und damit auch der allg. Bevölkerung) nachzugeben. Doch dabei handelt es sich um ein allgemeines Problem, das selbstverstämdlich nicht nur im Falle von Skiliften auftritt.
Grundsätzlich aber, halte ich einen automatischen Schließbügel (solange er die Bewegungsfreiheit nicht massiv einschränkt) für eine gar nicht so schlechte Sache. Mal anders gefragt: Worin besteht der Nachteil eines automatischen Schließbügels? Ich kann keinen erkennen. Und man sollte es mal positiv sehen: Ein Abstürzen aus dem Sessellift wird fast unmöglich. Klar, ein paar Lebensmüde werden es trotzdem schaffen drüberzuklettern und es hinauszuprovozieren, doch, wie man so schön sagt, "unabsichtliche" Unfälle können damit effektiv verhindert werden.
Und außerdem sparst du dir den ach so wahnsinnig großen Kraftaufwand beim Hinunterziehen des Bügels.
@Dachstein: Ich hoffe der Beitrag war dir nicht zu sehr OT
Oliver199 hat geschrieben:Mal anders gefragt: Worin besteht der Nachteil eines automatischen Schließbügels? Ich kann keinen erkennen.
Bin vor einigen Wochen die 8KSB am Ahorn gefahren, Fußrasterlos, und der Bügel hat nur automatisch aufgemacht, allerdings für meine verhältnisse viel zu spät. Da war man nämlich schon beim Auffahren auf die Ausstiegsrampe, d.h. man musste die Stecken schon hochhalten, damit sie nicht abknicken, außerdem brauch ich nach dem Aufmachen des Bügels noch 1-2 Sekunden um meinen Rucksack zu sortieren und sicher zu gehen, dass er nicht irgendwo hängt.
Bügel aufmachen bei Stationseinfahrt ist OK, aber Bügel aufmachen erst sobald die Skier am Boden der Abfahrtsrampe sind, find ich definitiv unsympathisch. Von den fehlenden Fußrastern mal ganz abgesehen.
Bin neulich mit dem Pancheron gefahren und hatte kein Problem.
Mir ist schon öfters aufgefallen, z. B. beim Findelnlift in Z, dass ich beim Aufsitzen keine klare Abgrenzung (sprich Vorderkante) spüre und jedesmal eine instinktive Unsicherheit (Rutschgefühl) verspüre, ob ich richtig sitze.
Es handelt sich um einen beheizten Sessel.
Kann mir vorstellen, dass Kinder ein noch diffuseres Hinsetzgefühl haben und das eine Risikoquelle ist.
Martin Leitner räumt inzwischen Versäumnisse ein: „Wir haben in der Planung sicher auch den Fehler gemacht, dass wir anfangs Probleme unterschätzt haben“
Die Kindersicherungssysteme werden sicherlich in den nächsten Jahren so verbessert das es kaum noch beschwerden geben wird von den Liftbetreibern und Gästen aber bis dahin gibt es noch viel Arbeit für Leitner und DM.
Ram-Brand hat geschrieben:In Fachkreisen wird der Ahorn 8er auch "Skistockmörder" genannt ;-) :D
Ahhh, klar. Vmtl. hat DM oder die BB Mayrhofen vorher in einen Skistockhersteller oder in ein Skistockfachhandelsgeschäft investiert ;)
Fairerweise wird man aber darauf hingewiesen, dass man die Stöcke hocheben soll. Bei Mittelstationen bin ich das ja gewohnt, bei dem Ausstieg fand ich das Schild im ersten Moment etwas kurios, bis ich mich fragte: Äh, dummer Bügel, wann gehst du jetzt endlich auf?
Bin ja am letzten Betriebs-WE noch die Königsleithe-Bahn in Serfaus gefahren. Ich fand diese klappbaren Fußraster absolut nervig, v.a. wenn man in der Mitte sitzt und links + rechts einen Ski draufstellen will und sonst keiner da ist, der auf der anderen Seite das Ding nach unten drückt ...
Warum muss man eigentlich immer so viel unnützes Zeug empfinden, das einem das Leben verkompliziert?!
Und überhaupt einen Lift, früher ist man noch zu Fuß hoch gelaufen. Und ganz früher auch zu Fuß wieder runter. Und Griechenland war eine Lebensreise, Goethe hat es nur bis nach Italien geschafft.......
Müsst ihr immer gleich vom einen Extrem ins andere kippen?
Ram-Brand hat geschrieben:Ja, schlimm dieses "unnütze" Zeug
Ob es sinnvoll oder nicht sinnvoll ist sei mal generell dahingestellt; meine persönliche Meinung ist ja hinlänglich bekannt.
Nur denke ich, daß beide großen Liftbauer mit der, auch in den Medien ziemlich hochgepushten Thematik ziemlich "überfallen" wurden und jetzt sicher mit Hochdruck an einer, sowohl komfortbezogen wie auch sicherheitstechnisch alle Liftbenutzer zufriedenstellenden Lösung arbeiten.
Gerade Neuentwicklungen brauchen Zeit und ausreichende Praxiserprobungen wenn dabei was Vernünftiges am Ende rauskommen soll.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
@gmd: Du, was soll ich dazu sagen? Wir leben in einer Zeit in der Veränderungen schneller stattfinden wie wir sie überhaupt nicht mehr war nehmen können. Es sind ja nicht nur die Bügel die sich verändern, sondern mal daran erinnert das vor 20 Jahren ein Lift mit 1200 Personen in der Stunde eine Hochleistungsanlage war! Heute sind wir schon über 4000 in der Stunde mit Popoheizung und das Problem ist diese Menschenmassen noch sicher abzufertigen, da ist nicht mehr so viel Zeit sich um das Anliegen eines jeden Gastes zu kümmern auch wenn der das noch gerne hätte, 6 Sekunden später ist der nächst Sessel da und die nächsten Bruchpiloten auf dem weg....
Und das schönste Beispiel der Veränderung ist das Mobilfunknetz, hätte sich einer so viele Möglichkeiten vor 15 Jahren überhaupt vorstellen können? Man erinnere sich noch bitte an das C-Netz und die dazugehörigen Geräte, so gelbe Kisten am Strassenrand gab es früher auch mal, die brauchten 20 Pfennig. Ganz am Anfang ist da auch gesagt worden das dieses telefonieren keiner braucht und zeige mir mal bitte jemanden der noch nie mobil telefoniert hat.
Und was jetzt noch alles im Liftbau kommt ist noch nicht abzusehen, aber das mit dem Wintersport war erst der Anfang, jetzt geht´s in die Städte. Da werden noch ganz spannende Sachen kommen. (Siehe der Schweizer Pavillion auf der Expo in der China)
citta dei sassi hat geschrieben:Wir leben in einer Zeit in der Veränderungen schneller stattfinden
Da hast du recht. Ende der 80er gab es noch 4 EUB´s und zehn Jahre später gab es schon 8 EUB´s, genau das selbe ist es auch beei Sesselliften und wer hätte im Jahre 2000 schon an eine Sitzheizung oder automatischen Schließbügeln gedacht.
Die Entwicklung geht halt weiter. Wer rastet der Rostet.
1994 haben ja auch noch 66MHz am PC ausgereicht.
Heute muss es ja schon ein Dual Core sein mit GHz.
Ram-Brand hat geschrieben:1994 haben ja auch noch 66MHz am PC ausgereicht.
Heute muss es ja schon ein Dual Core sein mit GHz.
Nur haben meiner Meinung nach die neuen Betriebssysteme die technisch höhere PC - Leistung durch ihren immer größeren Ressourcenhunger praktisch wieder aufgefressen; eigentlich verstünde ich unter Fortschritt was anderes...
Bei den Liften wird´s halt vemehrt dazu führen, daß die Abfahrten hinter den Kapazitäten der Aufstiegshilfen hinterherhinken und dann die Behörde wiederum aus Sicherheitsgründen Einfahrfreigabezählwerke bei den Abfahrten vorschreiben werden...
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
So, neue Saison, neue Diskussionen
In Serfaus-Fiss-Ladis kann man nun alle drei Systeme testen:
Doppelmayr ohne Fußraster (gibt es natürlich auch bei Leitner),
Doppelmayr mit Skippy Fußraster --> http://www.doppelmayr.com/uploads/media ... 0_01_D.pdfSeite 5,
Leitner mit klappbaren Fußraster und äh welche "Abstandshalter" hat nun die Königsleithebahn?
Wobei man aber dazusagen muss, dass an der Sattelbahn die neuen Krüppelfussraster nicht automatisch schließen oder öffnen, auch sind sie auf der Strecke nicht verriegelt, wie ein normaler Fussraster eben.
Mir persönlich gefällt das leitner system am besten.
jack90 hat geschrieben:Wobei man aber dazusagen muss, dass an der Sattelbahn die neuen Krüppelfussraster nicht automatisch schließen oder öffnen, auch sind sie auf der Strecke nicht verriegelt, wie ein normaler Fussraster eben.
Hab auch beim ersten Einstieg gedacht (und meine Mitfahrer auch), dass der Bügel alleine schließt. Aber dem ist irgendwie nicht so ... merkwürdig.
Verwirrung komplett. Ich sehe es schon, die Tatsache, dass jetzt mehrere verschiedene Systeme am Markt sind birgt womöglich ein Risiko. Nämlich jenes, dass der Kunde von der einen Bahn zur anderen nicht weiß, wie er sich zu verhalten hat, weil jedes System eine andere Verhaltensweise verlangt. Ein einheitlicher Standart wäre wünschenswert.
Ich glaube, die Bahn hat keine automatische Verrigelung bekommen, weil es technisch aufgrund des Altbestandes nur sehr schwer machbar gewesen währe.
Die Stationen sind nämlich schon sehr kurz, und eine 2. Betätigungsschine für den Schließbügel wird man in der sehr engen UNI schlicht nicht Platz haben.
Zusätzlich müsste der Bügel in der Station sehr früh oder dann schon in der Beschleunigungstrecke schließen.
Weniger Notstops werden durch das manuelle System verursacht, und das ist bei der kastrierten Förderleistung sicher kein nachteil!
jack90 hat geschrieben:Ich glaube, die Bahn hat keine automatische Verrigelung bekommen, weil es technisch aufgrund des Altbestandes nur sehr schwer machbar gewesen währe.
Die Stationen sind nämlich schon sehr kurz, und eine 2. Betätigungsschine für den Schließbügel wird man in der sehr engen UNI schlicht nicht Platz haben.
Zusätzlich müsste der Bügel in der Station sehr früh oder dann schon in der Beschleunigungstrecke schließen.
Weniger Notstops werden durch das manuelle System verursacht, und das ist bei der kastrierten Förderleistung sicher kein nachteil!
Habe auch gedacht, dass hier ein automatischer Fußraster verbaut ist. Liftler meinte, dass die Gäste den Schließbügel bei der Königsleithebahn kritisierten und die Fisser Bergbahnen sowas sowieso nicht haben wollen.
Und die Fußraster sind auch nicht wirklich besser... Gerade Snowboader haben mit denen ein Problem, und zwar dann, wenn sie ihr Boad in die Halterung hinten quer einklemmen wollen, weil dann kollidieren sie mit den Ski vom Nachbarn... So gesehen Vorteil bei Leitner...