Quelle: http://www.bmf-ag.ch/media/wirtschaft_r ... 151108.pdfKartellbusse für Doppelmayr
Wien. – Der Oberste Gerichtshof in
Österreich hat eine Kartellbusse gegen
fünf Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller
in Höhe von insgesamt 75,4 Mio.
Euro bestätigt. Die Bussen sind damit
rechtskräftig. Das Oberlandesgericht
Wien als Kartellgericht hatte im Dezember
2007 die Unternehmen Otis
GmbH (18,2 Mio. Euro), Kone AG
(22,5 Mio. Euro), Schindler Aufzüge
und Fahrtreppen GmbH (25 Mio.
Euro) und Haushahn Aufzüge GmbH
(6 Mio. Euro) sowie die Wolfurter Firma
Doppelmayr Aufzüge AG mit 3,7
Mio. Euro.wegen Absprachen über die
Aufteilung von Projekten, Preise und
weitere sensible Marktinformationen
verknurrt. Die Absprachen betrafen
Einbau,Wartung und Modernisierung
von Aufzügen und Fahrtreppen. Das
Verfahren war im September 2005
vom deutschen ThyssenKrupp-Konzern
in Gang gebracht worden, der dafür
Straffreiheit erhielt.
Schon im Februar 2007 waren
Schindler, ThyssenKrupp, Otis, Kone
und die Mitsubishi Elevator Europe
BV von der EU-Kommission wegen
ähnlicher Absprachen mit total 992,3
Mio. Euro gebüsst worden. Schindler
sollte umgerechnet 234 Mio. Franken
übernehmen, hat das Verdikt aber angefochten.
Ein Entscheid in diesem
Fall wird nicht vor 2009 erwartet. (ap)
Kartellbusse für Doppelmayr
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Kartellbusse für Doppelmayr
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Das betrifft aber nicht den Seilbahnhersteller Doppelmayr. Der hat seinen Lift- und Rolltreppenbereich schon vor einiger Zeit an Schindler verkauft.
Probably waking up
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Aber man produziert immernoch unter dem Namen Doppelmayr in Wolfuhrt? Fände ich ja ziemlich komisch. Denn in einem Fall wie diesem kann das ja sehr imageschädigend wirken, ohne das die bekannte Firma Doppelmayr etwas damit zu tun hat...GMD hat geschrieben:Das betrifft aber nicht den Seilbahnhersteller Doppelmayr. Der hat seinen Lift- und Rolltreppenbereich schon vor einiger Zeit an Schindler verkauft.
Edit: www.doppelmayr-aufzuege.at Also wenn die Firma nichtsmehr mit dem Seilbahndoppelmayr zu tun hat, dann weiss ich auch nicht mehr. Das Logo ist wohl Beweis genug
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Buße mit doppel "S" anstatt mit "ß" zu schreiben tut aber weh....
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Für den Klugscheisserpiotre22 hat geschrieben:Buße mit doppel "S" anstatt mit "ß" zu schreiben tut aber weh....
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Doppelmayraufzüge ist komplett getrennt von Doppelmayr Seilbahnen, und gehört soweit ich weiss komplett zum schweizer Unternehmen Schindleraufzüge (bin mir aber nicht 1005tig sicher).
Mit dem Bußgeld ist Doppelmayr Aufzüge betroffen.
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piotre22
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Ok, das wusste ich so nicht...Busse sind für mich die Dinger die mindestens 4 Räder haben und Personen von A nach B transportieren, oder die Busse in einem PCPilatus hat geschrieben:Für den Klugscheisserpiotre22 hat geschrieben:Buße mit doppel "S" anstatt mit "ß" zu schreiben tut aber weh....: In der Schweiz (und natürlich Lichtenstein
) wird kein Eszett verwendet. Seit den 1930er Jahren wird dieses Zeichen in den Schulen nicht mehr gelernt und 2006 wurde es im amtlichen Schriftverkehr offiziell abgeschafft. Natürlich kann jeder Schweizer das Eszett trotzdem lesen da es in zahlreichen Printmedien vorkommt - das Eszett ist im Volksmund als "Doppel-S" (entsprechend seiner "Übersetzung" -> "ss") bekannt.
Bei uns ist es halt so, wenn der Vokal vor dem ss/ß lang ausgesprochen wird, kommt das "ß" und wenn er kurz gesprochen wird "ss"
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Ja, DM-Aufzüge wurde 2003 vollständig von Schindler übernommen.
War ja bei Von Roll auch nicht anders.Aber man produziert immernoch unter dem Namen Doppelmayr in Wolfuhrt? Fände ich ja ziemlich komisch. Denn in einem Fall wie diesem kann das ja sehr imageschädigend wirken, ohne das die bekannte Firma Doppelmayr etwas damit zu tun hat...
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Naja, ich glaube es wurden mehr oder weniger nur noch die Anlagen mit Von Roll angeschrieben, deren Aufträge von unter Von Roll geholt wurden?! Und 2003-2008 ist doch eine ganz schöne Zeit - ich dachte diese Markenzeichen seien geschützt. Wie kann also eine fremde Firma einfach dieses Logo so lange behalten?! Unkontrollierbare Imageschädigungen sind ja schon fast unvermeidbar.
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Re: Kartellbusse für Doppelmayr
Es ist sicher klar dass Schindler die DM-Aufzüge nicht wegen dem Know-How gekauft hat. Sondern die wollten einen Konkurrenten ausschalten bzw. verhindern dass ein anderer Konkurrent den Betrieb kauft.
Darum gibt es folgende Möglichkeiten:
- Schindler wollte den Betrieb vollständig im eigenen Unternehmen integrieren. Doch irgendwie hatte das Kartellamt etwas dagegen und nun wird er halt als eigenständige Tochter-Firma weiter geführt.
Da eine Umbenennung des Unternehmens sicher den Verkaufspreis gedrückt hätte, musste wohl oder übel auch der Name verkauft werden.
- Schindler hat es wirklich nur auf den Namen abgesehen, da DM-Aufzüge in Tirol und Voralberg einen guten Ruf hat. Damit der Deal zustande kam (Schindler hat das beste Kaufangebot eingereicht) musste DM halt auch den Namen inklusive Logo verkaufen.
Dass durch den Verkauf des Namens ein Imageproblem entstehen könnte ist klar. Doch dieses Risiko ist gegenseitig ! Angenommen DM baut einen Mist, dann hat auch Schindler indirekt ein Problem.
Nun eine Kartellbusse oder irgend eine Steuergeschichte hat wohl keine grossen Auswirkungen auf das Image. Schlimmer wäre ein Unfall wegen eines Konstruktionsfehlers. Aber so was kann sich wohl weder Schindler noch DM erlauben. Von dem her war es sicher besser DM-Aufzüge an Schindler zu verkaufen anstatt an einen unbekannten Chinesen, der in Europa Fuss fassen wollte.
Darum gibt es folgende Möglichkeiten:
- Schindler wollte den Betrieb vollständig im eigenen Unternehmen integrieren. Doch irgendwie hatte das Kartellamt etwas dagegen und nun wird er halt als eigenständige Tochter-Firma weiter geführt.
Da eine Umbenennung des Unternehmens sicher den Verkaufspreis gedrückt hätte, musste wohl oder übel auch der Name verkauft werden.
- Schindler hat es wirklich nur auf den Namen abgesehen, da DM-Aufzüge in Tirol und Voralberg einen guten Ruf hat. Damit der Deal zustande kam (Schindler hat das beste Kaufangebot eingereicht) musste DM halt auch den Namen inklusive Logo verkaufen.
Dass durch den Verkauf des Namens ein Imageproblem entstehen könnte ist klar. Doch dieses Risiko ist gegenseitig ! Angenommen DM baut einen Mist, dann hat auch Schindler indirekt ein Problem.
Nun eine Kartellbusse oder irgend eine Steuergeschichte hat wohl keine grossen Auswirkungen auf das Image. Schlimmer wäre ein Unfall wegen eines Konstruktionsfehlers. Aber so was kann sich wohl weder Schindler noch DM erlauben. Von dem her war es sicher besser DM-Aufzüge an Schindler zu verkaufen anstatt an einen unbekannten Chinesen, der in Europa Fuss fassen wollte.
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