Generalversammlung der Säntis-Schwebebahn AG: Gasthaus-Neubau soll 2010 in Betrieb genommen werden
Schwägalp. Die SäntisSchwebebahn AG will das Berghotel Schwägalp durch einen mehrere Millionen teuren Neubau ersetzen. Die Aktionäre unterstützen die Strategie und verzichten auf die Ausschüttung einer Dividende.
David Scarano
Das Berghotel Schwägalp ist in die Jahre gekommen. «Es entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Die Infrastruktur ist sanierungsbedürftig und der Betriebsablauf nicht optimal», sagte Bruno Vattioni, Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn. So verfüge der verwinkelte, 75-jährige Bau über unterschiedliche Geschossniveaus und insgesamt 17 Treppen. Die Schwebebahn AG will nun die ehemalige Talstation durch einen Neubau ersetzen. Das Investitionsvolumen dürfte gemäss Bruno Vattioni einen zweistelligen Millionen-Betrag ausmachen. «Wir hoffen, dass wir den Neubau 2010 in Betrieb nehmen können», so der Geschäftsführer. Vorgesehen ist, dass das Berghotel erst abgerissen wird, wenn das Neue, das nebenan entstehen soll, steht. Geplant ist, den Neubau zuerst als reinen Gastrobetrieb zu erstellen. Auf Betten wird verzichtet. Der Hotelbetrieb könnte in einem zweiten Ausbauschritt wieder aufgenommen werden, so der Geschäftsführer. Das Berghotel Schwägalp verfügt aktuell über 30 Zimmer mit 70 Betten.
Auf eine gründliche Renovation der alten Gaststätte wurde nach eingehender Prüfung verzichtet, weil es zu teuer sei, so Vattioni. «Es hätte rund eineinhalbmal so viel gekostet wie ein Neubau.» Aber nicht nur das Berghotel allein, der gesamte Raum Schwägalp soll nach Angaben von Verwaltungsratspräsident Hans Höhener in einer Gesamtplanung berücksichtigt werden. Denn auch Strassen und Parkplätze seien sanierungsbedürftig. Zudem sollen die Verhältnisse für die Fussgänger verbessert werden. Genaue Konzepte liegen noch nicht vor. Gestern hat das Projekt eine erste Hürde genommen. Die Aktionäre stimmten an der Generalversammlung dem Antrag des Verwaltungsrates zu und verzichteten erstmals seit 1945 auf die Auszahlung einer Dividende. Dies solle auch in den Folgejahren so bleiben, sagte Hans Höhener. Mit diesen frei gewordenen Geldern (200 000 Franken) werden nun zusätzliche Abschreibungen und Rückstellungen getätigt, um die Fremdkapitalbelastung zu reduzieren.