3303 hat geschrieben:Gab es denn dort keinen zweiten bzw. mehrfachen Fluchtweg?
In Gebäuden muss man für jeden Aufenthaltsraum mindestens zwei Fluchtwege Nachweisen. Ausnahmslos.
Ausbildung dessen je nach Nutzung. Bei nicht Benutzbarkeit eines Fluchtweges muss immer eine Alternativmöglichkeit bestehen.
Wie ist das bei Großveranstaltungen geregelt?
- PK am Sonntag wird als Unverschämtheit und absolute Arroganz der Verantwortlichen angesehen
- Bereits erste Schuldzuweisungen von div. Experten
- Von Experten vorgeschriebene Sicherheitselemente(Kameraüberwachung Tunnel etc.) wurden wegen der Kosten nicht verwendet
- Massive Einwände der Rettungsorganisationen, von Anwohnern etc. wurden nicht beachtet
- Die Offiziellen Zahlen versucht man zu beschönigen. Angeblich nur 350.000 Leute? Das Gelände für 250.000-300.000 Personen war bereits überfüllt und die Tunnels gerammelt voll. Abseits des Areals fanden div. Partys statt, da kein Weiterkommen war.
- Absolute Laienhafte Planung der Veranstalltung mit viel zu wenig geplanten Gästen. (es kammen ca. 3 bis 6 mal so viele)
- dem OB schwant auch schon arges und will "Konsequenzen" ziehen
Aber:
Wenn man sich den Panikforscher genau anhört, hat er Recht. Es ist keine grössere Panik entstanden. Wäre im Tunnel Panik entstanden, wäre die gesamte Masse an Personen in Bewegung gekommen und dann wärs nicht bei 19 Toten und 340 Verletzten geblieben. Trotzdem ist die Idee 250.000(lt. Planung) Personen durch einen Tunnel aufeinander zulaufen zu lassen und dann eine Rampe hinauf in ein umzäuntes Gelände sogar für jeden Laien absolut unverständlich.
Fazit:
Sobald es ums Geld geht ist eine Gute Idee vernichtet. Das war die letzte Loveparade auf absehbare Zeit. Duisburg ist derzeit weltweit Synonym für Panik und Tod.(Unter den geschädigten sind viele Ausländer; die Berichterstattung im Ausland ist sehr detailiert)
Ich hoffe die Verantwortlichen (OB, Polizeichef, Behördenmitarbeiter die das Ganze zu Prüfen hatten etc.) gehören verurteilt, der Veranstallter gehört wegen 19-fachen Totschlags ins Gefängnis, sofern sich die Anschuldigungen bewahrheiten. Ich befürchte aber wie gesagt, dass hier wieder die Schuld abgewälzt wird und ein Sündenbock gesucht und gefunden wird. Die Entsprechenden Personen aus der Polit-Kaste und Management-Kaste werden sich wieder Freikaufen, die betroffenen Beamten werden halt mit ordentlich Pension in den Ruhestand geschickt, die Opfer werden zu Tätern gemacht und das wars. Möglichst schnell Totschweigen
Ups, wenn das so stimmen sollte, möchte ich nicht in der Haut des Sachbearbeiters/Entscheidungsträgers oder des Planers/Antragstellers stecken.
Jetzt heißt es zu Recht "Wie kann man sowas planen, wie kann eine solche Befreiung erteilt werden?". Das hätte wohl so nie genehmigt werden dürfen.
Es wird interessant sein zu erfahren, wer im Endeffekt die Verantwortung zu tragen hat. Ob der Mitarbeiter angewisen wurde, zu genehmigen oder nicht und wenn ja von wem und besonders, warum.
Fragen über Fragen, die hoffentlich pragmatisch und sachlich geklärt werden um zu eruieren, wer tatsächlich verantwortlich zu machen sein wird.
Die Staatsanwaltschaft dürfte bereits in der Behörde gewesen sein, alle Akten beschlagnahmt haben und es wird wohl einen langen Prozess geben.
Worüber man aber mal nachdenken sollte ist, dass die Reaktionen des Betreibers und vermutlich der Öffentlichkeit, wenn die Behörde mit Verweis auf die Vorschriften die Genehmigung verweigert hätte, auch vermutlich wieder exemplarisch gewesen wären. Dann wird ja auch nicht selten gern die Floskel in den Mund genommen, die Behörden blockierten mal wieder. Ich denke, dass solche Sachverhalte durch die Katastrophe in Duisburg in ein anderes Licht gerückt werden.
Man weiß oft viel zu wenig über die Hintergründe und oft wird viel zu schnell ein nicht auf dem notwendigen Hintergrundwissen fundiertes (Vor)Urteil gebildet.
Weiter bestätigt das meine gelegentliche Verwunderung darüber, was so mancher Planer alles befreit haben möchte, auch wenn er selbst mit seiner Unterschrift geradezustehen hat und dann lebenslang haftbar ist. Aber gut, da hat man den Bauherren im Nacken, dem es egal ist, solange der Gewinn maximiert werden kann. Da braucht man sich nicht über die explodierenden Beiträge der Berufshaftpflichversicherungen zu wundern.
Af hat geschrieben:- Die Offiziellen Zahlen versucht man zu beschönigen. Angeblich nur 350.000 Leute? Das Gelände für 250.000-300.000 Personen war bereits überfüllt und die Tunnels gerammelt voll. Abseits des Areals fanden div. Partys statt, da kein Weiterkommen war.
Alle Zeitungen schreiben was von "überfüllt". Ich habe noch kein Bild vom Areal selber gesehen, wo dieses "überfüllt" ist...
Af hat geschrieben:Die Entsprechenden Personen aus der Polit-Kaste und Management-Kaste werden sich wieder Freikaufen, die betroffenen Beamten werden halt mit ordentlich Pension in den Ruhestand geschickt, die Opfer werden zu Tätern gemacht und das wars. Möglichst schnell Totschweigen
Ich finde, darüber kann man sich immer noch aufregen wenn es tatsächlich so eintritt.
@ 3303: Letztes Jahr wurde die Parade(ich glaube in Bochum) abgesagt, da die Verantwortlichen das Gelände für die zu erwartenden Menschenmassen als nicht geeignet empfanden. Das hat meinen Respekt den Verantwortlichen damals und meine Abneigung gegenüber dem Veranstallter, welcher ein Megaevent in ne "Kleinstadt" holen wollte, gebildet. Eigentlich hätte Duisburg genauso reagieren sollen...
@ Arlbergirrer: Dann schau dir mal die Bilder genau an, und auch die Aussagen der Ordner/Veranstallter. Die haben im TV selbst zugegeben, dass das Gelände voll war und der Eingang geschlossen wurde. Und zu der Zeit waren die Tunnels schon voll und wurden ebenfalls geschlossen. Aber wo sollen die Massen im Tunnel hin? Der einzige Ausgang war die Rampe ins Gelände. Zurück ging nicht.
@ McMaf: Ich hoffe auch, dass ich mich Irre. Aber die Geschehnisse der Letzten Jahre bestärken mich nur in der Meinung, dass "diejenigen mit Geld, es sich Richten können" wie man in Tirol so gerne sagt...(d.H. Mit genügend Geld kann man sich Freikaufen)
Bochum wurde vor allem deswegen abgesagt weil der Hauptbahnhof den Ansturm nicht verkraftet hätte. Ich war da schon, die Entscheidung war absolut richtig.
Meiner Meinung nach hätte die LoveParade nie aus Berlin weg dürfen. An der dort zuletzt genutzten Strecke gibt es rundherum eine ganze Menge S- und U-Bahnhöfe, drei Regionalbahnhöfe und den Hauptbahnhof. Dadurch kann man den Besucherstrom wesentlich besser entzerren.
Auserdem muss man sich mal vor Augen halten, dass keine der Städte im Ruhrgebiet eine Millionenstadt ist. Natürlich ist das ganze Ruhrgebiet fast wie eine Stadt, aber eben nur fast. Die Infrastruktur ist nicht annähernd für solche Menschenmassen ausgelegt.
Die TV Bilder die ich gesehen habe waren absolut erschreckend. Was da an Menschenmassen im und um den Tunnel zu sehen waren war gelinde gesagt schon mehr als überfüllt.
Ein totaler Wahnsinn wieviele Menschen da auf einen Haufen zusammengepfercht waren.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
Berlin (dpa) - Für Deutschlands führenden Konzertveranstalter Marek Lieberberg haben Profilierungssucht der Stadt Duisburg und eine amateurhafte Organisation die Loveparade-Katastrophe mit 19 Toten ausgelöst.
Das «war keine höhere Gewalt wie ein Treppeneinsturz oder ein Unwetter, sondern das Ergebnis eines verhängnisvollen Zusammenwirkens von völlig überforderten Behörden und inkompetenten Organisatoren, die weder mit derartigen Großveranstaltungen vertraut noch in der Lage waren, auf Notsituationen zu reagieren», teilte Lieberberg am Montag in Frankfurt mit.
Aus Sicht Lieberbergs war das Konzept eines einzigen Ein- und Ausgangs «eine Todesfalle». Sämtliche Grundlagen für Versammlungen seien missachtet worden. «Ein einziger Eingang über einen Tunnel ist nach der Gesetzeslage eigentlich überhaupt nicht zulassungsfähig. Aber offensichtlich wollten die Verantwortlichen der Stadt Duisburg die Veranstaltung um jeden Preis und haben deshalb offensichtlich über alle notwendigen Sicherheitserwägungen hinweggesehen.»
Der Ordnungsdienst hätte die Besucherströme leiten müssen. «Nach meinem Eindruck hätten bei einem Event dieser Größenordnung mindestens 4000 bis 5000 Ordner im Einsatz sein müssen. Es kann sich tatsächlich nur um einen Bruchteil dieser Anzahl, vielleicht 1000, gehandelt haben.» Außerdem müsse deren Professionalität entschieden angezweifelt werden. «Eher waren es wohl völlig unerfahrene Helfer, deren einzige Qualifikation im Tragen eines T-Shirts bestand.»
Völlig gefehlt haben laut Lieberberg stabile Ein- und Auslassschleusen. Ein einziger Tunnel und Notausgänge über die Autobahn seien «von vorneherein ein Rezept für den Untergang» gewesen. «Bei Gefahr im Verzug muss der Veranstalter einschreiten, um auf bestimmte Situationen spontan zu reagieren. Natürlich setzt dies Kompetenz und Erfahrung voraus.»
Überdies erinnerte Lieberberg daran, dass Polizisten bei Großveranstaltungen nicht als Ordner eingesetzt, sondern für Notfälle und die Regelung des Verkehrs bereitstünden.
Hi, die Claudia von den Bayern 3 Frühaufdrehern hat gsagt, die Hermann hat einen an der waffel ... die einzig richtige Aussage für ne Nicht Bayerin ( Zuagroaste), i hätt gsagt, die iss doch net ganz sauba...
Auf jeden Fall, als ich heut die Bilder gsehn hab von dem Tunnel, i wär da net einiganga, -- nee, vermutlich hätt ich gewartet bis sich die Lage entspannt, oder wär gleich ganz woanders hingfahrn -- irgendwo wo Gothics ( Gruftis) ne Party machen, da gfällts ma besser.
Wegs den erwarteten 500 000 Ravern, es wird vermutet, daß das absichtlich so gesagt wurde -- hätte man von 1.400 000 Menschen gesprochen, dann wären die Sicherheitsauflagen viel strenger, evtl wärs zur Absage gekommen. Das war auch heut im Bayern III. am nachmittag.
Was mich auch sehr wundert, wie kommt man eigentlich drauf, daß sich so und soviele Menschen auf eine kostenlose Party anmelden ? -- wo meldet man sich an, oder wo hat man sich in Berlin angemeldet ? -- die Zahlen kamen erst nach der Party, wer diese Leut allerdings gezält hat würd ich auch mal gern wissen. Also für mi iss das absurd.
Hätt man denn nicht irgendwie nen Weg entweder über die gesperrte Autobahn oder evtl übers Bahngelände mit Sonderzügen oder dergl. machen können ? ich kenn diese Situation nicht, aber lt. dem Plan schaut das so aus, als wenn das vielleicht möglich gwesen wäre... allerdings bei sovielen Menschen ... net ganz einfach.
Hier iss der Plan, war heut in unsrer Zeitung
Als erstes: Die Zahl der Toten ist soeben leider auf 20 gestiegen (Quelle: Polizei NRW).
Arlberg-Irrer hat geschrieben:wieso schreibt Ihr alle noch von 1,4 Mio. Teilnehmern????
Bei der Pressekonferenz gestern hat der Hannes von der Polizei doch ganz klar gesagt, dass die Bundesbahn gerade mal 105.000 Leute hingekarrt hat. Später hat er gesagt, dass er mit weiteren Anreisemöglichkeiten vielleicht auf 150.000 kommt. Und nach so vielen sehen mir auch die Luftaufnahmen aus.
Also mir erscheinen die Zahlen mit 1,4 Mio. auch realistischer. Hierbei wird schließlich der Andrang in der gesamten Stadt geschätzt. Und wenn die Bahn meint, sie hätte nur 105.000 transportiert, haben die wahrscheinlich die Standard-Fahrzeugkapazität oder die verkauften Tickets genommen, die Züge waren jedoch um einiges voller als im Berufsverkehr und ein gros der Reisenden aus der Region kann des Wochenends eh von Dortmund bis M'gladbach umsonst fahren. Ferner reisten auch nicht alle Leute mit der Bahn an. Auf dem Gelände selbst war auch nur ein Teil der Leute, der Rest befand sich auf den Wegen dorthin sowie in der Innenstadt, wo noch diverse Party-Ecken lagen, an denen sich auch teilweise jeweils ein paar tausend Menschen befanden.
Aber noch was anderes: Wenn ich mir ausrechne, dass der Tunnel bzw. die Unterführungen (im westlichen Teil der Straße) eine Gesamtfläche von ca. 6.000 m² aufweisen, könnten sich zum Zeitpunkt des Unglücks ca. 15.000 Personen alleine dort aufgehalten haben. Die Rampe zum Gelände war ja auch schon übervoll bis zum eigentlichen Eingang oben.
Schlussendlich hätte man von vornherein Blockabfertigung vor den Unterführungen machen sollen, die Sperren hierfür standen schließlich und reichlich Polizei befand sich auch an selbigen. Nichts desto trotz ist die Infrastruktur in DU insgesamt nie für diese Massen ausgelegt gewesen!
@noisi: Soweit ich mich recht erinnere, ist der Tunnel unterm Bochumer Hbf gerade mal 2/3 so breit wie in DU. Also kein wirklicher Unterschied. Selbst in anderen Städten der Region wäre die alleinige Abfertigung der Massen über den Bahnhof nicht machbar gewesen.
Klar, deswegen hab ich ja gesagt sie hätten nie aus Berlin weg dürfen.
Ich versteh nicht so ganz wieso man keine Zugänge von Norden, direkt vom bahnhof her gemacht hat. Da wär kein Tunnel gewesen und man hätte den südlichen Eingang entlastet.
Die Besucher wurden sicher nicht wirklich gezählt, aber es gibt Methoden die Menschenmassen auf einem Gelände relativ genau zu schätzen.
Natürlich waren die 1,6 Millionen beim letzten Mal nicht alle bei der Abschlusskundgebung, aber die wissen ja nichtmal wieviele auf das Gelände gepasst haben, ständig liest und hört man andere Zahlen.
Hier wurde ja schon geschrieben, dass das Gelände noch nicht voll war zum Zeitpunkt des Unfalls. Die Sperrung des Geländes kam scheinbar daher, dass gerade in dem Moment die Trucks am Eingang vorbeigefahren sind. Dadurch wurd's dort noch enger und der Eingang wurde gesperrt. Ich denke das wäre vorhersehbar gewesen und man hätte rechtzeitig den Tunnel an dessen beiden Eingängen sperren können statt erst an der Rampe dicht zu machen.
Es ist eine der erbärmlichsten Tragödien, die jemals in Deutschland stattgefunden hat. In den Medien wird es immer deutlicher. Die Verantwortlichen der Stadt Duisburg sind Schuld und haben die große Loveparade unbedingt in ihrer Stadt haben wollen. Deshalb sind Sicherheitsvorkehrungen und sonstige Vorsichtsmaßnahmen trotz Mängel genehmigt worden, was aber niemals durchgehen hätte dürfen. Alles nur, um in den Medien zu sein und als hype Stadt zu gelten. Jetzt ist die Stadt in aller Medien - aber als die lokalisierte "Hölle". Einfach nur traurig!
Seilbahnjunkie hat geschrieben:Ich versteh nicht so ganz wieso man keine Zugänge von Norden, direkt vom bahnhof her gemacht hat. Da wär kein Tunnel gewesen und man hätte den südlichen Eingang entlastet.
Auf der Nordseite des Geländes ist ein ca 10 m breiter Zugang in Bahnhofsnähe. Diesen hat man lediglich als Notausgang/Rettungsweg vorgesehen. Durch diesen sind die Leute nach Aussagen von Freunden ab ca. 18.30 raus. Es war dort auch nichts über das Unglück bekannt gegeben worden, sodass die meisten ohne Info weitergefeiert haben.
Seilbahnjunkie hat geschrieben:Hier wurde ja schon geschrieben, dass das Gelände noch nicht voll war zum Zeitpunkt des Unfalls. Die Sperrung des Geländes kam scheinbar daher, dass gerade in dem Moment die Trucks am Eingang vorbeigefahren sind. Dadurch wurd's dort noch enger und der Eingang wurde gesperrt.
Die Trucks sollten alle mit 100 m Abstand im Kreis fahren, damit sich die Massen durch die Bewegung besser verteilen. Auf manchen Fotos sieht man jedoch, dass diese Abstände nicht eingehalten wurden. Ich glaube jedoch nicht, dass hierdurch nochmals zusätzlicher Druck ausgeübt wurde, lasse mich aber hier gern korrigieren.
Alles in allem ein schreckliches Ereignis, das man schwer in Worte fassen kann, da es einen einfach fassungslos macht. Immer wieder hört man von Toten bei Massenpaniken in anderen Ländern, bei denen man denkt: "Okay, dort sind die Sicherheitsvorschriften nicht in der Form geregelt etc." Meine Hand würde ich nie ins Feuer legen, doch habe ich bisher vorausgesetzt, dass wir genug Vorschriften und Gesetze haben, die ein solches Drama bei uns unterbindet. Doch leider wurden wir am Samstag eines besseren belehrt. Ich will hier niemanden vorverurteilen, aber die Sachlage scheint eigentlich eindeutig zu sein. Ich hoffe die Schuldigen werden hier zur Verantwortung gezogen und Ihre Strafe bekommen. Liegt die Schuld tatsächlich bei Veranstaltern, Politik, Behörden, dann wissen sie dies jetzt wohl genau, was sie dort angestellt haben. Und dann finde ich es erbärmlich, sich von aller Schuld freizusprechen und so zusätzlich auf den Gefühlen der Hinterbliebenen herumzutrampeln und dies bewusst. Da fragt man sich, ob diese Leute Gefühle oder überhaupt ein Gewissen haben? Wenn sie bestraft werden, wird dies das Geschehen nicht rückgängig machen und die Toten nicht wieder ins Leben zurückholen. Unschuldige Menschen, die nur Ihren Spaß haben wollten und wohl so gedacht haben ich oder wir bisher: In Deutschland passiert so etwas nicht. Daher an ein solchen Worst-Case keinen Gedanken verschwendet haben.
bergfuxx hat geschrieben:Aber noch was anderes: Wenn ich mir ausrechne, dass der Tunnel bzw. die Unterführungen (im westlichen Teil der Straße) eine Gesamtfläche von ca. 6.000 m² aufweisen, könnten sich zum Zeitpunkt des Unglücks ca. 15.000 Personen alleine dort aufgehalten haben. Die Rampe zum Gelände war ja auch schon übervoll bis zum eigentlichen Eingang oben.
Heute haben Sie gesagt, dass man so mit 2 Menschen pro m² plant bei Veranstaltungen, so dass man gemütlich Platz hat ohne das sich die Leute bedrängt fühlen müssen. Im Bereich wo die Panik ausbrach befanden sich 7 Menschen auf dem m²!!! Also das 3,5fache. Hier davon zu sprechen, dass es zum Fehlverhalten der Besucher gehandelt hat, ist eine bodenlose Frechheit und schlägt dem Fass den Boden aus. Bei dieser Anzahl an Menschen pro m² handelt kein Mensch mehr rational, jeder denkt ans eigene Überleben, will einfach nur noch aus raus der Masse.
das war aber auch das vernünftigste was man machen konnte -- weiterfeiern und keine Panik verbreiten, wär die Musik abgestellt worden, dann wärs wie beim Ende eines Open Airi Konzerts, oder Fußballstadion, alle wärn vermutlich zum einzigen Ausgang geeilt -- und s Chaos wär noch größer gworden. Das wär dasselbe wenn man aufm Kitzsteinhorn den Schibetrieb abgebrochen hätte, und alle Schifahrer wärn zur einzigen verbliebenen Seilbahn -- wär genaus so ein Chaos gewesen, nur mit weniger Teilnehmern.
Mich wundert ja, daß es in München so ruhig war, da gibts jedes jahr in Riem eine Groß- Technoparty -- allerdings kostet die was, da war ich vorigs jahr mal vorbeischaun, da war nachmittags gar nix los am Eingang. Ich denk die echten Technofreaks macht das nix aus, daß da Eintritt verlangt wird, dafür isses auch wesentlich sicherer und kontrollierter.
Im Fall Duisburg, die Stadt iss angeblich hochverschuldet -- die Leidtragenden sind die Fans. Um ein Haar hätt das Ganze gar net stattgefunden, wegen finanziellen Problemen, aber auf Drängen der Veranstalter hatte die Stadt halt klein beigeben MÜSSEN ... sosnt wär man ne Spassbremse.
Ich kann mich noch an Bildern erinnern, als einige Schifahrer bei kaum Schnee im Dreck rumeierten ... normal hätt man eigentlich den Schibetrieb absagen müssen, aber man will halt die Gäste nicht enttäuschen , und hier wollte man halt auch net den schlechten Ruf als -- wie schon gesagt, Spassbremse dastehn. das hat man nun davon, der Wille an sich war ja net schlecht, aber man hätt doch vielleicht so ne Art Zugangskontrolle einführn müssen - wer ein Bändchen hat darf drauf, und wer keins hat muß auf Ausweichsmöglichkeiten umsteigen. Nur wie geht das mit sooovielen Menschen ? das iss das Problem. Das issn reiner Wahnsinn.
Was mich bei der ganzen Sache noch sprachloser macht:
Das ganze ist ja, wie es aussieht, ohne äußeren Anlass passiert.
Was wäre erst passiert, wenn es einen äußeren Anlass gegeben hätte?
Z.b. ein plötzlicher Gewittersturm....
Oder ein kleines Unglück (z.B: einer der Trucks fängt Feuer...)
Oder, oder, oder...
Aktuell Letzte Meldung : noch ein Opfer, jetz sind 20 Leute ums leben gekommen ... und über 500 Verletzte ( Stand heut nachmittag, 511) aber kaum mehr Leut in Lebensgefahr
Es gibt ein Mittel solche unkontrollierten Massen zu verhindern. Es ist zwar unbeliebt, aber Eintrittskarten helfen. Man muss ja nicht wirklich Eintritt verlangen, eine Art Schutzgebühr um die zusätzlichen Kosten zu decken, so ca. 5€, würden ja reichen. Man kann dann einfach den Besucheransturm vorher wesentlich besser abschätzen und z.B. auch das Gelände vergrößern wenn die Tickets zu schnell weg sind.
Hi, genauso wie beim Münchner `` Sommernachtstraum`` der letzten Samstag leider im Regen stattfand ( ohne mich), da wär sonst ein regelrechtes Chaos im Olympiapark. Da wird der ganze Park eingezäunt, und wer n Ticket hat kommt rein -- da war als ich damals dabei war jede Menge los -- mit Konzerten und Riesen Musikfeuerwerk , tolle Sache. Ohne Chaos und Gedränge -- der ganze Berg voller Leut ... wenns vorbei iss sind die Zäune offen und man geht raus . Mein Pech war nur, ich wollt zur Trambahn weil ich überfüllte U Bahnhöfe hasse, und ausgerechnet die vorderste Trambahn war defekt ... mußte dann mitm Bus zur Donnersberger Brücke und dann zur S Bahn.
Ich hab mir heute auch ein paar der Videos bei YouTube angeschaut. Wirklich grauenhaft!
Das einzige was noch richtig gemacht wurde ist wirklich dass die Party auch nach der Katastrophe weiterlief. Ansonsten verspüre ich grad auch ne ziemliche Wut auf die Organisatoren, obwohl ich niemand kenne der dort zu Schaden kam. Welcher Idiot auf der Rampe dann auch noch Polizeiautos abgesperrt hat und so noch zusätzlich für weniger Durchfluss gesorgt hat, ist mir völlig schleierhaft, teilweise kollektives Versagen...
Ich frag mich nur wo warn denn DIE Ordner der Loveparade, die sind doch für die Veranstaltung zuständig, auf den Videos standen die doch nur Plan- und Orientierunglos rum
Die Polizei ist nicht der Veranstalter und auch nicht Schuld an dem Chaos.