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Sommerski Scerscen [Wer hat hier wohl die Steine verloren?]
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- Kris
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Sommerski Scerscen [Wer hat hier wohl die Steine verloren?]
Wer hat hier wohl die Steine verloren? Was ist da los?
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>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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seilbahner
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
War mal viel mehr Eis und die Beschwerungsgewichte von einem Skilift? Italien?
Mir gehts auf den Keks, ich bin weg.
- Kris
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Seilbahner: Ein Steinadler? Glaube ich nicht, denn genau genommen handelt es sich hier um Beton-Hohlblocksteine. Betonhohlblockadler sind mir dort nicht begegnet 
Italien ist völlig richtig und auch naheliegend: In der tat sind es Gewichte einer Skiliftabspannung.
...
Italien ist völlig richtig und auch naheliegend: In der tat sind es Gewichte einer Skiliftabspannung.
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Zuletzt geändert von Kris am 14.08.2010 - 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
- Vadret
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Das Schmelzwasser von diesem Gletscher fliesst in den Fluss Braulio?
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Schmelzwasser aus Gletschern gibt's dort vieles. Manches Wasser wird so ein Stückchen weiter unten über hohe Wasserfälle durch gebeutelt. Aber einen Fiume Braulio? Diesen erkenne ich jetzt nicht auf der Landkarte....
Das dumme ist, daß wenn man über diesen Gletscher ins Tal absteigt, nicht klar ist wo in dieser Mondlandschaft überhaupt ein durchkommen möglich ist, Markierungen gibt es keine. Hinter weiten vom Gletschersschliff zu sanften Formen polierten Felslandschaften befinden sich abrupte Steilstufen die man von oben zunächst nicht erkennen kann....
Das dumme ist, daß wenn man über diesen Gletscher ins Tal absteigt, nicht klar ist wo in dieser Mondlandschaft überhaupt ein durchkommen möglich ist, Markierungen gibt es keine. Hinter weiten vom Gletschersschliff zu sanften Formen polierten Felslandschaften befinden sich abrupte Steilstufen die man von oben zunächst nicht erkennen kann....
Zuletzt geändert von Kris am 14.08.2010 - 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
ok, hatte den Platiglione im Gedanken.... dann tippe ich auf einem Gebiet in einem Seitental der Valtellina hinter dem höchsten der Ostalpen, von mir aus gesehen
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Dachte erst an den ehemaligen Dreieckslift am Borsgletscher, aber der war wohl kaum bei Talstation abgespannt. Bei näherem Hinsehen sieht es mir eher nach Überbleibseln des Rocchettelifts aus, die man auf der Zunge des Indrengletschers "vergessen" hat?
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Den Lift am Platiglione Seitengletscher (Gletscher vom Trincerone in Richtung Westen runter), den ich bislang nie im Bild gesehen habe sondern lediglich auf einer IGN Karte eingezeichnet fand, ist es ja nicht. Auch wenn man dort mal hingehen sollte...
Rocette könne fast irgendwie hinkommen von Felslandschaft, aber dessen Talstation steht ja fest auf Festland. Zudem würde dort jetzt so ein Funifording die Bildästhetik irritieren...
Ich fürchte, Corviglia Fan hat also den richtigen Riecher...
Rocette könne fast irgendwie hinkommen von Felslandschaft, aber dessen Talstation steht ja fest auf Festland. Zudem würde dort jetzt so ein Funifording die Bildästhetik irritieren...
Ich fürchte, Corviglia Fan hat also den richtigen Riecher...
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Ein mysteriöser Lift, nur über eine abenteuerliches Strässchen und anschliessender Wanderung erreichbar?
Probably waking up
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
...und ich dachte erst noch an Sommeiller - passt aber nicht so richtig - oder eben das was sich corviglia-fan gedacht hat. Nur: Wie kommt es, dass die Steine so weit unten an der Gletscherzunge liegen? Hat sie der Gletscher da unten ausgespuckt?
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- Kris
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
So ist es.
"Diego, vieni qui che c'è un signore che vuole sapere del Scerscen, il buco infinito nel quale hai colato i tuoi soldi" ruft die Hüttenwirtin nicht ohne häme im Wildhübsch gelegenen Rifugio Ventina ihren Ehemann und Direktor der Skilehrer aus Chiesa in Valmelenco. "Diego, komm her, hier ist ein Herr der nach dem Scerscen frägt, das schwarze Loch in das Du Dein Geld versenkt hast".
Mit bis zu 8 Jeeps gleichzeitig wurden die Skifahrer von der Talsohle bei Chiesa Valmalenco bis auf etwa 2800m chauffiert. Hier wurde umgeladen, Ski und Gepäck kamen auf die Materialseilbahn, die Gäste selbst mussten nochmals circa 200 Hoehenmeter zu Fuss bewältigen, um sodann auf knapp 3000m beim Rifugio Entova aufzusteigen. Anfang der 80er Jahre wurde es gebaut, in den 90ern war bereits wieder Schluss. Entova war mehr eine Luxus Raumstation denn ein Rifugio: Fanden hier bis zu 120 Gäste platz, zumeist in komfortablen 2er oder 4er Zimmern, sämtliche mit elektischem Heizkörper, fliessend Wasser, Dusche und WC. Eine über steile Felsen verlegte Nabelschnur verband das Raumschiff mit der Vitalstation bem Jeep Parkplatz auf 2800m: Hier befanden sich ein kräftiger Dieselgenerator zur Stromerzeugung des Hotels. Die ebenso durch den Generator gespeiste Pumpe schob vorgewärmtes Frischwasser durch die luftige Nabelschnur hinauf.
Im Hotel, das wie der gesamte Gletscherbetrieb von der Firma Spalding als Exklusivsponsor mitgetragen wurde, befand sich im Untergeschoss ein Skiservice nebst den üblichen Depots. Spalding dürfte dem einen oder anderen als Marke aus dem Tennissport bekannt sein. In Chiavenna wurden zudem Skis hergestellt, die heute nach der Firmenpleite unter dem neu gegründeten Label Blossom firmieren.
Am Gletscher beförderten 2 Lifte (wahrscheinlich von SACIF) mit je etwa 150 Höhenmeter die Sommerfrischler wieder an den Pistenanfang. Die Lifte wurde zwischenzeitlich abtransportiert, nur einzelne Teile verbleiben, diese waren für den Abtransport per Helikopter wohl zu schwer. Würde eine Pistenwalze heute aus ihrer Garage fahren, so käme sich nicht am ehemals ebenerdig anschließenden Gletscherfirn an, sondern würde auf einer steilen Geröllhalde mehrere dutzende Meter in die Tiefe stürzen.
Kurz nach Ende des Skibetriebes wurde das Hotel von Vandalen heimgesucht, vieles wurde zerstört oder landesüblich geplündert (vom Lichtschalter zur Waschbeckenarmatur etc.). Alsdannn wurde das Gebäude quasi mit Stahlplatten bestens zugeschweißt und versiegelt. Man kommt also anfürsich normal nicht mehr rein.
k2k: Die Betonsteine stammen vom unteren der zwei Lifte. Dieser Restgletscher dürfe quasi stationär vor sich wegschmelzen, da er vom ehemals speisenden Gletscher abgetrennt ist, hier ragt dutzende Meter hoch eine Felsstufe hervor. Der Scercsen Inferiore Gletscher ist generell eher flach und hat keine ihn signifikant überragende Steilflanke (vgl. nordseitige Gletscher auf CH-Seite) : Damit fehlt das Nährgebiet, sobald es warm wird taut das Eis flächig weg. Auf Höhe des Hotels "fehlen" jetzt etwa 20...30 Meter Eisdicke gegenüber der Situation anfang der 1990er Jahre...
Pasta fertig...momento...
"Diego, vieni qui che c'è un signore che vuole sapere del Scerscen, il buco infinito nel quale hai colato i tuoi soldi" ruft die Hüttenwirtin nicht ohne häme im Wildhübsch gelegenen Rifugio Ventina ihren Ehemann und Direktor der Skilehrer aus Chiesa in Valmelenco. "Diego, komm her, hier ist ein Herr der nach dem Scerscen frägt, das schwarze Loch in das Du Dein Geld versenkt hast".
Mit bis zu 8 Jeeps gleichzeitig wurden die Skifahrer von der Talsohle bei Chiesa Valmalenco bis auf etwa 2800m chauffiert. Hier wurde umgeladen, Ski und Gepäck kamen auf die Materialseilbahn, die Gäste selbst mussten nochmals circa 200 Hoehenmeter zu Fuss bewältigen, um sodann auf knapp 3000m beim Rifugio Entova aufzusteigen. Anfang der 80er Jahre wurde es gebaut, in den 90ern war bereits wieder Schluss. Entova war mehr eine Luxus Raumstation denn ein Rifugio: Fanden hier bis zu 120 Gäste platz, zumeist in komfortablen 2er oder 4er Zimmern, sämtliche mit elektischem Heizkörper, fliessend Wasser, Dusche und WC. Eine über steile Felsen verlegte Nabelschnur verband das Raumschiff mit der Vitalstation bem Jeep Parkplatz auf 2800m: Hier befanden sich ein kräftiger Dieselgenerator zur Stromerzeugung des Hotels. Die ebenso durch den Generator gespeiste Pumpe schob vorgewärmtes Frischwasser durch die luftige Nabelschnur hinauf.
Im Hotel, das wie der gesamte Gletscherbetrieb von der Firma Spalding als Exklusivsponsor mitgetragen wurde, befand sich im Untergeschoss ein Skiservice nebst den üblichen Depots. Spalding dürfte dem einen oder anderen als Marke aus dem Tennissport bekannt sein. In Chiavenna wurden zudem Skis hergestellt, die heute nach der Firmenpleite unter dem neu gegründeten Label Blossom firmieren.
Am Gletscher beförderten 2 Lifte (wahrscheinlich von SACIF) mit je etwa 150 Höhenmeter die Sommerfrischler wieder an den Pistenanfang. Die Lifte wurde zwischenzeitlich abtransportiert, nur einzelne Teile verbleiben, diese waren für den Abtransport per Helikopter wohl zu schwer. Würde eine Pistenwalze heute aus ihrer Garage fahren, so käme sich nicht am ehemals ebenerdig anschließenden Gletscherfirn an, sondern würde auf einer steilen Geröllhalde mehrere dutzende Meter in die Tiefe stürzen.
Kurz nach Ende des Skibetriebes wurde das Hotel von Vandalen heimgesucht, vieles wurde zerstört oder landesüblich geplündert (vom Lichtschalter zur Waschbeckenarmatur etc.). Alsdannn wurde das Gebäude quasi mit Stahlplatten bestens zugeschweißt und versiegelt. Man kommt also anfürsich normal nicht mehr rein.
k2k: Die Betonsteine stammen vom unteren der zwei Lifte. Dieser Restgletscher dürfe quasi stationär vor sich wegschmelzen, da er vom ehemals speisenden Gletscher abgetrennt ist, hier ragt dutzende Meter hoch eine Felsstufe hervor. Der Scercsen Inferiore Gletscher ist generell eher flach und hat keine ihn signifikant überragende Steilflanke (vgl. nordseitige Gletscher auf CH-Seite) : Damit fehlt das Nährgebiet, sobald es warm wird taut das Eis flächig weg. Auf Höhe des Hotels "fehlen" jetzt etwa 20...30 Meter Eisdicke gegenüber der Situation anfang der 1990er Jahre...
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Zuletzt geändert von Kris am 14.08.2010 - 22:02, insgesamt 1-mal geändert.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
- Vadret
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Wow, dieser Beschrieb mit der ganzen Geschichte um die Firma Spalding die jetzt nach Neugründung zu "Blossom" auferstanden ist, tönt schon extrem interessant. Hoffe es gibt bald noch mehr davon zu sehen aus der Scerscen-Gegend in deiner HP
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Nee, auf retrofutur.org kommt über den Scerscen diese Zeiten nix, es sei ich bekomme irgendwo einen grossen Korb Zeit geschenkt... 
Daher hier noch schnell lose ein paar Bilder:
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Zuletzt geändert von Kris am 14.08.2010 - 22:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Auf Spalding-Ski hat, wenn ich mich recht erinnere, der Gustav Thöni aus Trafoi seine Olympiasiege und Weltmeisterschaften eingefahren.
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Hui, tolle Recherche wieder mal, vielen Dank!
(Aber eigentlich viel zu schade um die Infos hier im Rateforum verschwinden zu lassen oder ist das Absicht? Ich wüsste jedenfalls ein Topic wo sie sehr gut dazu passen würden, magst nicht eine Kopie machen?)
Willy Bogner drehte ja offenbar einige Szenen von "Feuer und Eis" und auch James Bond auf dem Scerscen-Gletscher...
(Aber eigentlich viel zu schade um die Infos hier im Rateforum verschwinden zu lassen oder ist das Absicht? Ich wüsste jedenfalls ein Topic wo sie sehr gut dazu passen würden, magst nicht eine Kopie machen?)
Willy Bogner drehte ja offenbar einige Szenen von "Feuer und Eis" und auch James Bond auf dem Scerscen-Gletscher...
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Ist der Weg zum Hotel eigentlich noch irgendwie offiziell als Wanderweg ausgezeichnet oder ist es ein im Geröllnachschub verschwindendes Relikt?
Oder ist das Gelände unter der Ex-Seilbahn, da schon ewig gletscherfreier Südhang, stabil?
Übrigens ist Blossom angeblich vor einiger Zeit insolvent gewesen und wurde von Kappa Italia gekauft.
Spalding Ski waren eh Kult.
Ich erinnere mich noch an die Personalski "Spalding Corvatsch TEST".
Oder ist das Gelände unter der Ex-Seilbahn, da schon ewig gletscherfreier Südhang, stabil?
Übrigens ist Blossom angeblich vor einiger Zeit insolvent gewesen und wurde von Kappa Italia gekauft.
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Ich erinnere mich noch an die Personalski "Spalding Corvatsch TEST".
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Noch was, ist das ein Originalzitat? Falls ja: Genial. Falls nein: Genial ausgedacht!Kris hat geschrieben:"Diego, vieni qui che c'è un signore che vuole sapere del Scerscen, il buco infinito nel quale hai colato i tuoi soldi" ruft die Hüttenwirtin nicht ohne häme im Wildhübsch gelegenen Rifugio Ventina ihren Ehemann und Direktor der Skilehrer aus Chiesa in Valmelenco. "Diego, komm her, hier ist ein Herr der nach dem Scerscen frägt, das schwarze Loch in das Du Dein Geld versenkt hast".
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
"Diego, vieni qui che c'è un signore che vuole sapere del Scerscen, il buco infinito nel quale hai colato i tuoi soldi" ruft die Hüttenwirtin nicht ohne Häme ihrem Mann zu
Das ist recht wortnah wiedergegeben. So hat sich am Rifugio Ventina unter sommerwarmen Sternenhimmel (Sternschnuppenzeit...) eine interessante schürfarbeit angebahnt, um den Protagonisten dort etwas über "ihren" Sci Estivo zu entlocken. Der Zufall wollte es, daß sich gleich einer der Hauptpersonen fand...
Gegründet wurde die Scerscen Initiative anfangs als kooperative offiziell aus "Skilehrern und Bergführern". Interessant ist, daß die Initiative von Einheimischen aus dem Tal gegründet und finanziert wurde. Erst später kamen schwergewichtigere Geldgeber aus Sondrio und Chiavenna hinzu, und übernahmen letztendlich dank der Finanzkraft die Führungsrolle.
Langfristig war fest angedacht, den Gletscher mit einer Seilbahn zu erschließen. Heute ist der Sommerski passé, aber manch einer möchte das Gebiet für den Winter erschliessen, und mit einer Talabfahrt zu versehen (über den Gletscher, mit Rückbringer zu Cime Nere oder wie das heisst). Topographisch kann ich mir eine Piste schwer vorstellen, aber heute ist ja nichts unmöglich...
Es erschien auffällig, daß das Thema Scerscen Sci Estivo für die Talschaft ein wenig beliebtes ist, die Leute reden nicht gerne darüber. Je nach Personenkreis (Skilehrer, Bergführer...) erhält man unterschiedliche Darstellungen, die auch jede für sich kein kohärentes Bild über das jeweils geschilderte ergeben...
Ja, ist vielleicht nicht das richtige Forum, das Rateforum, ein Moderator müsste das in den Scerscen thread schieben... ja ich weiß, das wäre dann auch für Sommerschi zu duplizieren, der Weltfrieden...
Das ist recht wortnah wiedergegeben. So hat sich am Rifugio Ventina unter sommerwarmen Sternenhimmel (Sternschnuppenzeit...) eine interessante schürfarbeit angebahnt, um den Protagonisten dort etwas über "ihren" Sci Estivo zu entlocken. Der Zufall wollte es, daß sich gleich einer der Hauptpersonen fand...
Gegründet wurde die Scerscen Initiative anfangs als kooperative offiziell aus "Skilehrern und Bergführern". Interessant ist, daß die Initiative von Einheimischen aus dem Tal gegründet und finanziert wurde. Erst später kamen schwergewichtigere Geldgeber aus Sondrio und Chiavenna hinzu, und übernahmen letztendlich dank der Finanzkraft die Führungsrolle.
Langfristig war fest angedacht, den Gletscher mit einer Seilbahn zu erschließen. Heute ist der Sommerski passé, aber manch einer möchte das Gebiet für den Winter erschliessen, und mit einer Talabfahrt zu versehen (über den Gletscher, mit Rückbringer zu Cime Nere oder wie das heisst). Topographisch kann ich mir eine Piste schwer vorstellen, aber heute ist ja nichts unmöglich...
Es erschien auffällig, daß das Thema Scerscen Sci Estivo für die Talschaft ein wenig beliebtes ist, die Leute reden nicht gerne darüber. Je nach Personenkreis (Skilehrer, Bergführer...) erhält man unterschiedliche Darstellungen, die auch jede für sich kein kohärentes Bild über das jeweils geschilderte ergeben...
Ja, ist vielleicht nicht das richtige Forum, das Rateforum, ein Moderator müsste das in den Scerscen thread schieben... ja ich weiß, das wäre dann auch für Sommerschi zu duplizieren, der Weltfrieden...
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Re: Wer hat hier wohl die Steine verloren?
Der Zustieg zum Rifugio ab Fahrstrasse über den Südhang ist problemlos möglich, man hat dort einen schönen Fussweg ohne Zauberteppichanspruch hingebaut.
Ad Blossom: Ich weiss nicht so richtig was von den Skis zu halten ist. Das Konstruktionsprinzip mit vertikal geschichteten und verleimten dünnen Holzsprisseln ist zwar günstig, erscheint mir aber technisch gesehen nicht so optimal...
Ad Blossom: Ich weiss nicht so richtig was von den Skis zu halten ist. Das Konstruktionsprinzip mit vertikal geschichteten und verleimten dünnen Holzsprisseln ist zwar günstig, erscheint mir aber technisch gesehen nicht so optimal...
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Sommerski Scerscen [Wer hat hier wohl die Steine verlore
Oh, schön, dass es endlich mal einer raufgeschafft hat. Da würd ich gern wieder die Zeit zurückdrehen :(
Hoffe noch mehr geschichtliches zu hören- und du hast doch sicher den Schlüssel für die Hütte dabei gehabt und auch innen fotografiert? :)
@Spalding: in Teglio liegen noch einige rum, falls jemand will ;)



Hoffe noch mehr geschichtliches zu hören- und du hast doch sicher den Schlüssel für die Hütte dabei gehabt und auch innen fotografiert? :)
@Spalding: in Teglio liegen noch einige rum, falls jemand will ;)
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Re: Sommerski Scerscen [Wer hat hier wohl die Steine verlore
Sehr interessante Infos mal wieder. Danke für die Bilder und die aufschlussreichen Infos.
Fotos vom Inneren aus dem Refugio würden mich auch interessieren, aber ich glaube da war doch leider fast alles zerstört.
Interessant zu wissen wäre mal, auf welchen Zeithorizont das ganze Skigebiet mitsamt Infrastruktur ursprünglich ausgelegt wurde. Was haben die Erbauer damals gedacht wie lange das in Betrieb sein kann, bzw. wie lange es dauert bis sich die Bauten etc. amortisiert haben?
Vermutlich dachten die Verantwortlichen der Sommerschi-Boom würde auf ewig anhalten und damit, dass der Gletscher mal so massiv und schnell zurückgehen würde, hatte damals auch keiner gerechnet.
Das Schild ist aber vermutlich auch seit kurzem verschwunden und steht nicht mehr an der Hütte, oder
?
Fotos vom Inneren aus dem Refugio würden mich auch interessieren, aber ich glaube da war doch leider fast alles zerstört.
Interessant zu wissen wäre mal, auf welchen Zeithorizont das ganze Skigebiet mitsamt Infrastruktur ursprünglich ausgelegt wurde. Was haben die Erbauer damals gedacht wie lange das in Betrieb sein kann, bzw. wie lange es dauert bis sich die Bauten etc. amortisiert haben?
Vermutlich dachten die Verantwortlichen der Sommerschi-Boom würde auf ewig anhalten und damit, dass der Gletscher mal so massiv und schnell zurückgehen würde, hatte damals auch keiner gerechnet.
Das Schild ist aber vermutlich auch seit kurzem verschwunden und steht nicht mehr an der Hütte, oder
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 16.08.2010 - 17:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sommerski Scerscen [Wer hat hier wohl die Steine verlore
Starli, da liegt ja der damalige Ski von meiner Schwester (der Salomon).
Es schon erstaunlich, wie gut sich viele Designs von Skis, die man Jahrzehte nicht mehr gesehen hat, im Kopf einprägt haben. Und daß man all diese Designs von damals im Müllhaufen heute doch wieder zuordnen kann....
Der Gletscherrückgang kam ja nicht abruput! Südgletscher schmelzen seit Jahrzehnten dahin. Habe eine Sequenz an Bildern vom Scerscen über einen Zeitraum von etwa einem Jahrhundert. Das müsste denen wohl bekannt gewesen sein. Mich wundert die naive Kurzsichtigkeikt der Investoren schon ein bisschen...
Auch problematisch waren die hohen Kosten, die der Hotelbetrieb im Vergleich zum Stilfser Joch mit sich brachte. Die Gäste wollen sich zudem abends austoben, was hier im Ggs. zum Livrio (dort Schwimmbad, Disco..) nicht ging. Und das Durchschütteln im Land Rover + 200HM laufen ist zwar einmal lustig, danach aber eher weniger...

Habe es aus dem Müllhaufen im inneren der Versorgungsstation herausgefischt, um es draussen zu fotographieren.
Mir war das Ding zu gross zum mitnehmen, schätze es jetzt mal auf 80...100cm Länge. War ja per Pedes unterwegs vom Bergell (Bondo) bis ins Poschiavo Tal (Alp Grüm), die Landestopographie war eh' schon schwer genug...
.
Ich finde das ist eines der stylishsten Schilder des Wintersports, die mir je untergekommen sind. Die Grafik ist genial druchdacht: Bemerke die schlaue Paarung des Anfangsbuchstabens "S" vom Schriftzug "Scerscen" mit dem darunterliegenden "Sci estivo": Man erkennt den Buchstaben "S" von Scerscen unzweifelhaft, weil es das darunterkliegende normalere "S" von "Sci estivo" sich deutlich als ein solches deklariert. Würde "Sci estivo" fehlen, würde man zunächst wohl "Cerscsen" erkennen, und das Anfangs-"S" als graphisches Gemüse misverstehen.
Der lange obere Linienzug vom "S" ist zudem unterbrochen, um den Buchstaben besser als einen solchen erkennen zu können. Und des Gleichgewichts wegen gleich zwei mal. Dazu die starke Neigung der scharfkantigen aber ansonsten minimalistischen Lettern nach vorne: Speed, Fortschritt...
Dazu dann noch das diametral anders gestaltete "Spalding" und das noch gegensätzlichere "Caber"... einfach ein perfektes Gesamtbild der 70er...
Das wäre halt die bessere "Sommerschi" Typographie gewesen.
Das Rifugio ist ziemlich effizient verschlossen worden: Fensterläden aus Metall wurden verschweisst, Türen ebenso. Somit kann ich hier keine Fotos von innen reinstellen, weil man ja anfürsich nicht mehr reinkommt.Mt. Cervino hat geschrieben:Sehr interessante Infos mal wieder. Danke für die Bilder und die aufschlussreichen Infos.
Fotos vom Inneren aus dem Refugio würden mich auch interessieren, aber ich glaube da war doch leider fast alles zerstört.
Das Rifugio wurde erstaunlich robust und qualitativ hochwertig gebaut bzw. ausgestattet. Ebenso erschien mir die Versorgungsstation "für die ewigkeit" erstellt worden. Langfristig wurde die Erschliessung mit einer Seilbahn angestrebt.Mt. Cervino hat geschrieben:Interessant zu wissen wäre mal, auf welchen Zeithorizont das ganze Skigebiet mitsamt Infrastruktur ursprünglich ausgelegt wurde. Was haben die Erbauer damals gedacht wie lange das in Betrieb sein kann, bzw. wie lange es dauert bis sich die Bauten etc. amortisiert haben?
Mt. Cervino hat geschrieben:Vermutlich dachten die Verantwortlichen der Sommerschi-Boom würde auf ewig anhalten und damit, dass der Gletscher mal so massiv und schnell zurückgehen würde, hatte damals auch keiner gerechnet.
Der Gletscherrückgang kam ja nicht abruput! Südgletscher schmelzen seit Jahrzehnten dahin. Habe eine Sequenz an Bildern vom Scerscen über einen Zeitraum von etwa einem Jahrhundert. Das müsste denen wohl bekannt gewesen sein. Mich wundert die naive Kurzsichtigkeikt der Investoren schon ein bisschen...
Auch problematisch waren die hohen Kosten, die der Hotelbetrieb im Vergleich zum Stilfser Joch mit sich brachte. Die Gäste wollen sich zudem abends austoben, was hier im Ggs. zum Livrio (dort Schwimmbad, Disco..) nicht ging. Und das Durchschütteln im Land Rover + 200HM laufen ist zwar einmal lustig, danach aber eher weniger...
Das Schild steht noch da. Wer es sich holen möchte, sei herzlich eingeladen dies zu tun.Mt. Cervino hat geschrieben:Das Schild ist aber vermutlich auch seit kurzem verschwunden nicht mehr an der Hütte, oder?
Habe es aus dem Müllhaufen im inneren der Versorgungsstation herausgefischt, um es draussen zu fotographieren.
Mir war das Ding zu gross zum mitnehmen, schätze es jetzt mal auf 80...100cm Länge. War ja per Pedes unterwegs vom Bergell (Bondo) bis ins Poschiavo Tal (Alp Grüm), die Landestopographie war eh' schon schwer genug...
Ich finde das ist eines der stylishsten Schilder des Wintersports, die mir je untergekommen sind. Die Grafik ist genial druchdacht: Bemerke die schlaue Paarung des Anfangsbuchstabens "S" vom Schriftzug "Scerscen" mit dem darunterliegenden "Sci estivo": Man erkennt den Buchstaben "S" von Scerscen unzweifelhaft, weil es das darunterkliegende normalere "S" von "Sci estivo" sich deutlich als ein solches deklariert. Würde "Sci estivo" fehlen, würde man zunächst wohl "Cerscsen" erkennen, und das Anfangs-"S" als graphisches Gemüse misverstehen.
Der lange obere Linienzug vom "S" ist zudem unterbrochen, um den Buchstaben besser als einen solchen erkennen zu können. Und des Gleichgewichts wegen gleich zwei mal. Dazu die starke Neigung der scharfkantigen aber ansonsten minimalistischen Lettern nach vorne: Speed, Fortschritt...
Dazu dann noch das diametral anders gestaltete "Spalding" und das noch gegensätzlichere "Caber"... einfach ein perfektes Gesamtbild der 70er...
Das wäre halt die bessere "Sommerschi" Typographie gewesen.
Zuletzt geändert von Kris am 16.08.2010 - 17:56, insgesamt 7-mal geändert.
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Sommerski Scerscen [Wer hat hier wohl die Steine verlore
hoffe es wurde eine rechte runde über den platz mit dem alten landi gefahren
...willst du die berge sehn,dann mußt du zum schi fahrn gehn...