Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Switzerland, Suisse, Svizzera
Forumsregeln
Antworten
Benutzeravatar
Harzwinter
Wildspitze (3774m)
Beiträge: 3822
Registriert: 10.03.2004 - 19:58
Skitage 25/26: 11
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Ettlingen
Hat sich bedankt: 424 Mal
Danksagung erhalten: 1522 Mal

Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Beitrag von Harzwinter »

Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Am verlängerten Wochenende 26.-28.3.2010 war ich endlich wieder mit Frau Harzwinter auf kinderloser Skifahrt - dankeschön an die Großeltern. :-) . Der Plan: Da meine bessere Hälfte noch bis 10 Uhr arbeiten musste, sollte es wegen der kurzen Anfahrt ab Ettlingen einen Skifreitag im Südschwarzwald oder den Südvogesen geben. Den Samstag und Sonntag wollten wir in Zentralschweizer oder Berner Skigebieten verbringen, um den Nachwuchs am frühen Sonntagabend wieder rechtzeitig in Empfang nehmen zu können. Natürlich kam alles anders - mal wieder wetterbedingt, was auch sonst. Am Vorabend der Fahrt war klar, dass es exakt ab dem geplanten Startzeitpunkt der Fahrt am Freitagvormittag in den Vogesen und im Schwarzwald, auf der Alpennordseite und in der gesamten Schweiz bis in mittlere Lagen kräftig regnen, später schneien würde. Alternativ würden wir in bayrischen oder österreichischen Gebieten gleichzeitig mit dem Schlechtwetter eintreffen, und ab Samstag war dort ebenfalls Schlechtwetter angekündigt. Nur auf der Alpensüdseite sollte es am Samstag und Sonntag wieder recht sonnig werden, im Engadin Stand Freitag leider nicht.

Am Donnerstagabend also zunächst Ratlosigkeit - wohin jetzt? Einziger Ausweg, einmal mehr: Tessin und angrenzende Gebiete. Im Tessin waren laut Internet nur noch Bosco-Gurin und Nara geöffnet, im über rund 1,5 Stunden Zusatzanfahrt erreichbaren Raum Domodossola mehrere interessante Kleinskigebiete, auf Graubündens Alpensüdseite San Bernardino. Der Comersee wurde wegen der noch etwas längeren Anfahrt als Wochenend-Skiziel mit Anhang verworfen. Alles in allem eine arg eingeschränkte Auswahl. Also zunächst auf in den Raum Locarno, wo sich eine sehr schöne Hotelunterkunft als Stützpunkt anbot. Der Freitag wurde zähneknirschend vom Skitag zum reinen Reisetag umfunktioniert.

Auf der Anfahrt am Freitag dann das erwartete Bild: Statt Schwarzwaldblick graue Regenwolken, hinterm Jura statt Alpenblick ein nasser, grauer Schwamm, vor dem Gotthard Schneeflocken in Tischtennisballgröße, hinterm Gotthard im gesamten Tessin gewittriger Starkregen mit Straßenüberflutungen. Puh ... ich möchte nicht wissen, wieviele tausend Liter Regen während der Fahrt auf unser Auto niedergingen. Teilweise hatte ich den Eindruck, durch eine Autowaschanlage zu fahren. Für diese Fahrt war eine gehörige Portion Optimismus nötig. Exakt beim Bezug des Hotelzimmers in Ponte Brolla am Eingang des Maggiatals zogen die Regenwolken ab und erlaubten anschließend einen Spaziergang in schönster Tessiner Spätnachmittagssonne zum aufgeschütteten Maggia-Badestrand. Das tat gut!

Für den Samstag stand Bosco-Gurin als eines der einzigen beiden geöffneten Tessiner Skigebiete auf dem Plan. Der Betrieb sei unter der Woche eingestellt, aber man wolle den Wochenendbetrieb bis Ostern aufrecht erhalten, hieß es auf der Website. Weitere Details waren unter der Woche nicht in Erfahrung zu bringen. Die italienischsprachige Bandansage des Schneetelefons sprach am Samstagmorgen von vier geöffneten Anlagen. Von Ponte Brolla aus fährt man noch etwa 45 Minuten durchs Maggiatal und über eine passstraßenähnliche Serpentinensammlung ins 1500 Meter hoch gelegene Walserdorf. Hier war ich erst im März 2008 - somit gab es ein Wiedersehen. Die Anfahrt führte uns zielsicher ins einzige, komplett grau zugezogene Seitental der Maggia, während ringsum blauer Himmel vorherrschte. Doch zum Glück zog die Wolkenfront exakt bei der Fahrt auf den Liftparkplatz ab, gab die Sonne frei und hellte auch unsere Gesichter auf. Es sollte tagsüber bei einem Sonne-Wolken-Mix bleiben. Beim Kartenkauf die Enttäuschung. Wie schon 2008 waren die Skilifte Grossalp und Guriner Furka außer Betrieb. Darüber hinaus war auch noch die Talabfahrt gesperrt worden. Somit waren nur noch unten der Sessellift Rossboden und oben trotz Wochenendes und sonnigen Wetters der Sessellift Sonnenberg und der Übungslift Stafla (wozu eigentlich dieser Lift statt einer der "großen" Lifte???) und die Pisten 9 und 6 offiziell geöffnet; also volle zwei (!) Pisten und damit rund ein Fünftel des Gesamtskigebiets. Schwach, gaaanz schwach, Bosco-Gurin! :-(

Während auf dem Parkplatz Graupelkörner lagen und es am Vortag offensichtlich bis zur Mittelstation Rossboden geregnet hatte, gab es weiter oben Neuschnee, der mit steigenden Temperaturen schnell feucht wurde. Den Skilift Guriner Furka hatte man nicht nur außer Betrieb gelassen, sondern - bei bester Schneelage und trotz des angekündigten Oster-Skibetriebs - sogar bereits abgebügelt! Eine Frechheit und ein Musterbeispiel blanken Desinteresses an den zahlenden Gästen, von denen am Samstag geschätzt 200-300 vor Ort waren. :-( Somit waren auch die sonst per Ziehweg erreichbaren, unteren Abschnitte der Guriner Furka-Pisten im unpräparierten, schnell feucht werdenden Neuschnee nicht fahrbar, außerdem entfiel die schöne Fahrt durch die Alphütten der Grossalp. Zum Funpark hin hatte man von der Bergstation Sonnenberg zwar eine gute Raupenspur gelegt, vom Funpark weg kam man in dem weichen, schweren Schnee dagegen kaum noch. Trotz offizieller Sperrung war die Talabfahrt erfreulicherweise teilpräpariert. Wie erwartet fehlte ihr regenbedingt auf 50-100 Metern Strecke die Schneeauflage, was sich aber umfahren ließ. Auf unserer testweisen Ausweich-Talabfahrt über die unpräparierte Rodelbahn sanken wir im bremsenden Nassschnee ein - nicht nachahmenswert. ;-) Das Restaurant Rossboden in der Mittelstation lässt an Bausubstanz und gastronomischer Qualität zu wünschen übrig. Im hallenden Lärm von Stimmgewirr und polternden Skistiefeln nimmt der Gast bei 15°C Raumtemperatur sein kaltes Essen ein - Bahnhofsathmosphäre pur. Den trotz der eingeschränkten Verhältnisse noch als positiv empfundenen Skitag (wir waren froh, überhaupt irgendwo bei schönem Wetter fahren zu können) beendeten wir mit einer Kurzbesichtigung des schmucken Walserdorfs Bosco-Gurin.

Fazit: Bosco-Gurin könnte eine sooo gute Skilocation sein, wenn der Betreiber (Herr Frapolli) dort zuverlässig für halbwegs attraktiven Anlagen- und Pistenbetrieb sorgen würde. Wenn man Bosco-Gurin als Gast jedoch gleich zweimal trotz guter Schnee- und Wetterverhältnisse mit derart heruntergefahrenem Dienstleistungsangebot erleben muss, kann man einen Skibesuch dort beim besten Willen niemandem empfehlen. Herr Frapolli demontiert mit seinem Dienstleistungsverhalten den Ruf seines eigenen Skigebiets. Statt eines Fünftels des Skiangebots zum vollen Preis sollte man kosequenterweise besser gar keinen Skibetrieb anbieten, wenn man keine Lust mehr hat. Die Mehrtagesgäste und die Vermieter von Bosco-Gurin tun mir leid. Einen weiteren Besuch des Skigebiets Bosco-Gurin werde ich mir in der nächsten Zeit ersparen. -

Pistenplan:

Bild

Fotos:

Bosco-Gurin: Trasse 4KSB Sonnenberg. Linksseitige Piste leider weder geöffnet noch markiert.
Bild

Bosco-Gurin: Bergstation 4KSB Sonnenberg. Macht ihrem Namen heute alle Ehre!
Bild

Bosco-Gurin: Piste Sonnenberg. Pulverschnee Ende März im Tessin. In Serfaus, unserem Faschingsziel, wären auf diesem Foto 30 Skifahrer mehr zu sehen. ;-)
Bild

Bosco-Gurin: Mittelstation Rossboden mit Bahnhofs-Restaurant.
Bild

Bosco-Gurin: Schwarze Talabfahrt mit Blick aufs Dorf. Trotz offizieller Sperrung wegen 50m schneearmer Passage insgesamt normal zu fahren.
Bild

Bosco-Gurin: So dürften ruhig mehr Schweizer Wintersportorte aussehen.
Bild

Bosco-Gurin: Talstation 4KSB Rossboden. Nix los hier. Kurz vorher ist die flächendeckende Bewölkung abgezogen. :-)
Bild

Bosco-Gurin: Strecke 4 KSB Rossboden. Viel Platz.
Bild

Bosco-Gurin: Piste der 4 KSB Sonnenberg. Das Foto vermittelt fast schon Einsamkeit.
Bild

Bosco-Gurin: Schneebar an der Bergstation Sonnenberg. Einige Einheimische schienen mehr zum Plausch als zum Skifahren gekommen zu sein. ;-)
Bild

Bosco-Gurin: Der Autor auf der Zufahrt zum Funpark. Hin kam man gut, zurück nicht.
Bild

Bosco-Gurin: Funpark-"Piste". Wir waren froh über jeden präparierten Quadratmeter. Off-Piste war im Feuchtschnee nicht der Bringer.
Bild

Bosco-Gurin: SCHL Stafla. Wozu wird der statt Skilift Guriner Furka oder SCHL Grossalp geöffnet? Völliges Fehlangebot.
Bild

Bosco-Gurin: Trasse SCHL Stafla.
Bild

Bosco-Gurin: SCHL Stafla mit Mittelstation Rossboden.
Bild

Bosco-Gurin: Rückkehr von der Rodelbahn zur Talstation.
Bild

Bosco-Gurin: SCHL Guriner Furka. Wieso wird der schon vor Saisonschluss komplett abgebügelt? Unverschämtheit gegenüber dem zahlenden Gast.
Bild

Bosco-Gurin: Ein schönes Walserdorf!
Bild


Am Sonntagmorgen brachen wir nach sommerzeit-umstellungsbedingt verkürzter Nacht früh von Ponte Brolla in Richtung Biasca auf, um das Skigebiet Nara im Val Blenio zu besuchen. Die Alternativziele im Raum Domodossola hatten wir wegen der für uns langen Heimfahrt über den Simplonpass und der nicht ganz sicheren Wetterlage im Wallis verworfen. In Nara sei am Wochenende Saisonabschluss-Party, hatte die Website verkündet. Schon zweimal war mein Nara-Erstbesuch am schlechten Wetter gescheitert. Das war heute im sonnendurchfluteten Val Blenio nicht zu erwarten. Auf der Fahrt durchs Val Blenio passierten wir einige am Straßenrand geparkte Autos, deren in Skidress gekleidete Insassen über einer Landkarte diskutieren. Mehrfach kam uns Gegenverkehr mit Skiausrüstung auf dem Dach entgegen - talauswärts, wohlgemerkt. Wieso fuhren die hier weg??? Die Frage beantwortete kurze Zeit später das Schild am Straßenrand: "Nara chiuso". Das durfte einfach nicht wahr sein. Auch der dritte Nara-Versuch war gescheitert. Da hatten die Wolkenbrüche des Vortags mit dem Restschnee auf Nara wohl kurzen Prozess gemacht. Mist! Und was nun? Überm Gotthard hingen die grauen Wolken des schlechten Nordschweizer Wetters; Airolo, Cari und Cardada waren geschlossen. Da blieb nur die Möglichkeit, 90 weitere Anfahrtskilometer nach San Bernardino auf sich zu nehmen. Dort war ich erst im März 2009.

In San Bernardino erwarteten uns viel Schnee und das selbe sonnige Wetter wie im benachbarten Tessin - schöne Ausgangsbedingungen. Im Gegensatz zu Bosco-Gurin waren alle Anlagen geöffnet. Regenbedingt hatte man auch in San Bernardino die rote Talabfahrt offiziell geschlossen - nahezu grundlos, wie sich später herausstellte. An ganz wenigen Stellen schaute Erde durch die Piste; ansonsten war genug Nassschneeauflage vorhanden. Alle Pisten im oberen Skigebiet waren auf feuchtem Schnee sehr gut und mit viel Spaß und Speed befahrbar, ganz oben tauten sie nicht einmal an. Lediglich die Liftspuren der drei Schlepplifte waren in teilweise schlechtem Zustand, nämlich vereist und voller Rillen. Sie waren offenbar zuletzt am Samstagmorgen präpariert worden. Beim langen Schlepplift Tre Omen war die Spur so fies (und in den Steilstücken z.T. so eng), dass sie sich besser solo fuhr als zu zweit. Dafür entschädigten dann die schöne Tre Omen-Piste und eine Erholungsfahrt in der museumsreifen Müller-DSB. Bei der Talstation des Habegger-Schlepplifts Rotond ist leider die letzte Kabine der alten Müller-EUB, die dort noch vor einem Jahr als Deko stand, verschwunden. In die schwarze Talabfahrt, deren Buckel 2009 für mich bei niedrigeren Temperaturen sehr gut zu fahren waren, führten diesmal durch den Nassschnee nur sehr wenige Spuren, weshalb wir sie uns ersparten. Stattdessen gab es eine Genusspause auf der Sonnenterrasse des Bergrestaurants Confin, dessen im Alpinforum kritisierte Mahlzeiten bei unserem Besuch in Ordnung waren (selbst die Pommes!). ;-) Um 15:30 Uhr zog dicke Bewölkung auf, aber das war zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt bereits egal. Nach dem skifahrerischen Abschluss über die rote Talabfahrt traten wir vom furchtbar matschigen Seilbahnparkplatz zufrieden die Heimfahrt nach Ettlingen an. In der Nordschweiz hatte uns dann das schlechte Wetter wieder. Gut, dass wir uns das mit dem Aufenthalt auf der Alpensüdseite ersparen konnten!

Fazit: Der Besuch im Skigebiet San Bernardino war sein Geld wert und hat Spaß gemacht - vielen Dank ins Passdorf für einen schönen Skitag. Bloß die Schleppliftspuren könnten besser sein ...

Pistenplan (hängt im Restaurant Confin an der Wand):
Bild

Fotos:

San Bernardino: Talstation EUB Alpe Confin. Hübsch matschiger Parkplatz. ;-)
Bild

San Bernardino: Bergfahrt in der EUB Alpe Confin. Gegenüber der Ort San Bernardino mit der prägnanten Kuppelkirche und dem wohl bereits im Saisonschluss befindlichen Skilift Pian Cales.
Bild

San Bernardino: Alpe Confin, Bergstation der EUB, Restaurant und Skilift Tre Omen (Müller). Die längste und wichtigste Beschäftigungsanlage dort oben. Erschließt mehrere Abfahrten, darunter die Tre Omen-Piste, die wohl beste des Gebiets.
Bild

San Bernardino: Skigebiet Alpe Confin, typische Impression mit Skilift Lares. Alle Skilifte stehen mehr oder weniger nebeneinander. Gegenüber keinerlei Gebirgsprominenz. Schön ist es irgendwie trotzdem.
Bild

San Bernardino: Piste DSB Pan de Zucher. Wären doch alle Skigebiete so wenig überfüllt!
Bild

San Bernardino: Skilift Tre Omen vom Restaurant aus gesehen. Oben rechts die gleichnamige Piste.
Bild

San Bernardino: Müller-DSB Pan de Zucher im Gartenbankstil. Gemütliches Schaukeln am Berg. Die Anlage ist schon arg langsam, aber bei Schönwetter in einem Kleinskigebiet stört das nicht.
Bild

San Bernardino: Skigebiet Alpe Confin. Kontrastspielchen mit niedriger, lockerer Bewölkung.
Bild

San Bernardino: Skilift Lares, Müller-Anlage, mit breiten Pisten und weiten Hängen.
Bild

San Bernardino: Habegger-Schlepplift Rotond. Klassische Schweizer Skiimpression.
Bild

San Bernardino: Piste des SCHL Rotond. Weit und leer. Herrlich.
Bild

San Bernardino: Nochmal Piste SCHL Rotond. Ein paar andere Skifahrer dürfen mit aufs Bild. :-)
Bild

San Bernardino: Nochmal die Weite der Schneeschüssel Alpe Confin mit den SCHL Rotond und Lares. Auf der Alpe Confin fällt mir auf, dass dort nirgends Alpgebäude stehen.
Bild

San Bernardino: SCHL Rotond. Hier stand noch letztes Jahr die letzte Müller-Kabine der alten EUB.
Bild

San Bernardino: Restaurant Alpe Confin. Diesmal gar nicht so schlecht!
Bild

San Bernardino: Zwischeneinstieg SCHL Tre Omen.
Bild

San Bernardino: Bergstation Müller-DSB Pan de Zucher im Trapezbaustil.
Bild

Benutzeravatar
ATV
Mt. Vinson (6100m)
Beiträge: 6158
Registriert: 01.02.2009 - 22:12
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 1020 Mal

Re: Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Beitrag von ATV »

NULL Beiträge?? Echt jetzt da hat Harzwinter einen derart langen Bericht geschrieben und NIEMAND hat eine Antwort gepostet? Ganz schwach. Werd ich das mal ändern.
Harzwinter hat geschrieben:Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Fazit: Bosco-Gurin könnte eine sooo gute Skilocation sein, wenn der Betreiber (Herr Frapolli) dort zuverlässig für halbwegs attraktiven Anlagen- und Pistenbetrieb sorgen würde. Wenn man Bosco-Gurin als Gast jedoch gleich zweimal trotz guter Schnee- und Wetterverhältnisse mit derart heruntergefahrenem Dienstleistungsangebot erleben muss, kann man einen Skibesuch dort beim besten Willen niemandem empfehlen. Herr Frapolli demontiert mit seinem Dienstleistungsverhalten den Ruf seines eigenen Skigebiets. Statt eines Fünftels des Skiangebots zum vollen Preis sollte man kosequenterweise besser gar keinen Skibetrieb anbieten, wenn man keine Lust mehr hat. Die Mehrtagesgäste und die Vermieter von Bosco-Gurin tun mir leid. Einen weiteren Besuch des Skigebiets Bosco-Gurin werde ich mir in der nächsten Zeit ersparen. -
Bei meinem Besuch im letzten Winter kam ich zum selbigen schluss. Auch bei schönstem Wetter und Top Schneelage liefen zwar alle Lifte, man hatte es aber nicht nötig genügend Pisten zu präparieren. Lediglich zu jedem Lift eine einzige Piste mit zwei Raupenbreiten. Der Rest und vor allem die interessanten Pisten waren alle geschlossen. Zum Überfluss musste ich noch feststellen, dass Bosco Gurin sich wohl mit Seilbahnen Schweiz angelegt hatte? Jedenfalls ist man da nicht mehr dabei. :naja:
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
Benutzeravatar
Blue Boarder
Vogelsberg (520m)
Beiträge: 850
Registriert: 21.04.2005 - 22:42
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: ja
Ort: Ostschweiz
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 5 Mal

Re: Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Beitrag von Blue Boarder »

Ich liebe Berichte aus diesen Skigebieten, von denen nicht so oft berichtet wird. San Bernardino ist mir irgendwie ganz sympathisch. Kleines verschlafenes Dorf, völlig "abgelegen" :wink: (abgesehen davon, dass die A13 da vorbei führt). Mal schauen ob es irgendwann mal für Ferien dort oben reicht. Beim durchfahren ist das Misox auf jeden Fall ein super schönes Tal!! 8) Im Skigebiet von SanBernardino war ich auch noch nie, wenn sie Sommerbetrieb hätten, hätte es sicher schon ein paar Mal geklappt. Schade eigentlich, dass man im Sommer zwischen Bellinzona und Chur keine geöffnete Sommeranlage findet.
Bosco Gurin kenne ich nur von Bildern, umso erfreulicher wenn es jeweils wieder jemand aus dem Forum dort hin geschafft hat.
Benutzeravatar
ATV
Mt. Vinson (6100m)
Beiträge: 6158
Registriert: 01.02.2009 - 22:12
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 23 Mal
Danksagung erhalten: 1020 Mal

Re: Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Beitrag von ATV »

Naja wie lange sich San Bernardino noch halten kann ist fraglich.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
BlauschneeSäntisälbler
Alpspitze (2628m)
Beiträge: 2734
Registriert: 08.01.2005 - 07:23
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 96 Mal

Re: Bosco-Gurin & San Bernardino 27.-28. März 2010

Beitrag von BlauschneeSäntisälbler »

Hört sich nicht gut an da in Bosco Gurin, ob das mal besser wird. Schön wie leer die Pisten sind.... :ja:
Danke für die Infos. War mal zum Wandern dort und wehe dem der kein Vesper dabei hat!!!! Keine Hütte und auch sonst einfach nix....maximal ein Tischkicker und ein Essen im Restaurant (das war aber gut!!)

Trotzdem besser als Serfaus, Golm usw... :ja:
Antworten

Zurück zu „Schweiz“