Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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jens.f
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von jens.f »

abcde-institute.org hat geschrieben:Jens F., Hast nicht weitergelesen ?
abcde-institute.org hat geschrieben:Da es in der Studie um die Lärmemissionen beim Fahren geht, vermute ich, dass das die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Fahren ist, also ohne Aufenthalte. ( ... ) Je kleiner aber die Haltestellenabstände werden, umso geringeren Einfluß hat die mögliche Maximalgeschwindigkeit auf die Gesamtreisezeit.
Und?
Das betrifft aber alle Verkehrsmittel mehr oder weniger gleichmässig - die gesamt-reisezeit steigt bei ALLEN Verkehrsmitteln, wenn die Haltestellen-Abstände geringer werden. Natürlich kann ja nach Verkehrsmittel die Haltezeit verschieden lang sein.
Aber, wenn ich mir EUBs mit Mittelstation anschaue, ist hier die Durchfahrtszeit einer Gondel oftmals länger als die Haltezeit eines Busses/einer Strassen/U-Bahn.

Ausserdem stellt die Maximalgeschwindigkeit eine untere Schranke für die minimal nötige Reisezeit dar.

Bei einer Strecke von 10km hast Du somit (bei 6m/s) alleine eine Fahrzeit von 27,7 Minuten - OHNE jeden Zwischenhalt!
Mit Zwischenstationen werden daraus also leicht 45 Minuten.

Mal ein Rechenexempel:
Ich wohne (Luftlinie) 9km vom Karlsruher Hauptbahnhof entfernt.
Mit der Strassenbahn brauche ich 24 Minuten bis zum Hauptbahnhof - die Bahn fährt aber nicht Luftlinie und bedient zwischendurch noch 14 (!) Haltestellen.

Bei eine Gondelbahn, selbst wenn man jetzt exakt den kürzesten Weg wählen würde (was aber kaum geht, da man dann andere wichtige Punkte nicht bedient) wären das:
a) 25 Minuten reine Fahrzeit
b) Wie lange braucht man für eine Zwischenstation? Bremsen, Entkoppeln, Türen Auf, Ein/Aussteigen, Türen zu, Beschleunigen?
Von meinen Erfahrungen mit Mittelstationen würde ich ca. eine Minuten schätzen.
Aber sagen wir mal, wir schaffen es in 30 Sekunden - bei 14 Stationen macht es also nochmal 7 Minuten obendrauf.
Somit bin ich schon bis 32 Minuten.

Wenn ich jetzt aber noch die gleichen Haltepunkte wie die Strassenbahn ansteuern möchte, habe ich eine deutlich längere strecke.
Selbst, wenn ich die Haltestellen mit gerade Linie verbinde (also die "unnötigen" Kurven der Strassenbahn weglasse), kommt ich auf mindestens 14 km Strecke (Ich habe jetzt nur grob 5 Punkte verbunden - wenn man alle mit einbezieht, wirds noch länger)
Also: 38 Minuten Fahrzeit + 7-14 Minuten Stations-Zeit = 45 - 52 Minuten.

Selbst der Vorteil, dass ich nicht auf die nächste Bahn warten muss, wiegt also den Geschwindigkeitsnachteil nicht auf, solange die Bahn einen vernüftigen Takt bietet.
Bei einem 10 Minuten Takt warte ich im Schnitt 5 Minuten (wenn ich zufällig losgehe und nicht auf die Uhr schaue).
Somit habe ich eine mittlere Zeit von 29 Minuten. Maximale Zeit wäre dann 34 Minuten - immer noch mehr als 10 Minuten besser als die Gondelbahn.

Also: Gondelbahnen mögen bei speziellen Situationen (z.B. so grosse Steigungen, das man keine normale Trasse bauen kann, oder ein "kleines" Areal) Sinn machen - im "normalen" städtischen Nahverkehr aber nicht.
Vorstellen könnte ich mir natürlich Gondelbahnen dort, wo es keine grossen Entfernungen gibt - z.B. Campus, Einkauf-Zonen etc.
Oder Verbindung Grossparkhaus - Einkaufsmeile etc.
Sobald die Entfernungen aber etwas grösser werden, wird eine Seilbahn (nach bisherigen System) einfach zu langsam - und auch zu teuer.

Weitere Punkte:

- Investitions--Kosten:
Bei Seilbahnen sind gerade die Stationen sehr teuer. Eine Seilbahn mit vielen Zwischenstationen dürfte SEHR teuer wären

- Wartungs-kosten:
Jede Station mit Kuppeltechnik muss auch gut gewartet werden

- Reibungsloser Betrieb:
Bei eine "klassischen" Umlaufbahn steht die Gesamte Bahn, wenn auch nur an einer einzigen Station ein Problem auftritt (egal ob technisch oder weil jemand des Einsteigen verpeilt).
Bei einer Bahn mit einer grösseren Anzahl an Stationen ist dies aber nicht mehr akzeptabel.
Klar, die Strecke muss man eh als mehrere Sektionen ausführen - aber:
Entweder, man fährt die Sektionen einzeln - dann müssen die Leute aber dauernd umsteigen.
Oder, man fährt im Durchfahrbetrieb - Dann muss man aber auch wieder alle Sektionen anhalten - es sei dann, man hätte an jeder Station auch einen "Speicher" für Gondeln - sowas habe ich aber noch nie gesehen.

Gruß, Jens

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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von TPD »

Deine Rechnung hat einen Fehler. Bei einer Gondelbahn ist stetig eine Kabine da. Du kommst, steigst ein, fährtst, steigst aus. Normalerweise kommst du, wartest, steigst ein, fährtst, steigst aus.
Selbst der Vorteil, dass ich nicht auf die nächste Bahn warten muss, wiegt also den Geschwindigkeitsnachteil nicht auf,
Weshalb geht ihr eigentlich davon aus, dass es bei einer Gondelbahn keine Wartezeiten gibt und man immer sofort einsteigen kann ?
Denke gerade an einem Umsteigepunkt zu U- und S-Bahn wird es in der HVZ sehr wohl grössere Wartezeiten geben !
Und ob man jetzt 20 Gondeln abwarten muss oder auf den nächsten Bus wartet, macht keinen Unterschied.

Und bei Anlagen mit Mittelstation(en) wird die Sache erst recht lustig. Denn da muss dann irgendwie gewährleistet werden dass die Leute in der / den Unterwegsstation(en) auch mal einsteigen können.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von abcde-institute.org »

jens.f hat geschrieben: Aber, wenn ich mir EUBs mit Mittelstation anschaue, ist hier die Durchfahrtszeit einer Gondel oftmals länger als die Haltezeit eines Busses/einer Strassen/U-Bahn.
Ich geh mal davon aus, dass Sportbahnen nicht in Richtung kurze Aufenthaltsdauer in der Station optimiert sind (auch wenn davon die Transportkapazität bzw. die Amortisation abhängt).

Eine Gondelbahn soll nicht der Ersatz für alle anderen Verkehrsmittel sein, sie hat einen gewissen Einsatzbereich (Transportkapazitäten, Längen, Tageszeiten, Nutzergruppen, usw.), es geht um ein innerstädtisches Verkehrsmittel, das weniger klimaschädliche Emissionen verursacht als der Motorisierte Individualverkehr, bei ziemlich gleich bleibender Mobilität.

Wenn Straßenbahnen das Nonplusultra sind, warum werden dann so wenig Strecken neu errichtet?

Welchen Zeitaufwand wirst Du haben, wenn Du das Auto nicht mehr benutzen darfst?
jens.f hat geschrieben:Sobald die Entfernungen aber etwas grösser werden, wird eine Seilbahn (nach bisherigen System) einfach zu langsam - und auch zu teuer.
Stimmt, die innerstädtische Seilbahn hat ihre Einsatzbereiche, wofür sie geeignet ist.
jens.f hat geschrieben: Bei Seilbahnen sind gerade die Stationen sehr teuer. Eine Seilbahn mit vielen Zwischenstationen dürfte SEHR teuer wären
. Nicht jede Straßenbahnhaltestelle ist so gebaut wie die Straßenbahnremise. Bei den zukünftigen Seilbahnhaltestellen dürfte das ähnlich nötig werden.
jens.f hat geschrieben: Bei eine "klassischen" Umlaufbahn steht die Gesamte Bahn, wenn auch nur an einer einzigen Station ein Problem auftritt (...) Entweder, man fährt die Sektionen einzeln -dann müssen die Leute aber dauernd umsteigen. Oder, man fährt im Durchfahrbetrieb - Dann muss man aber auch wieder alle Sektionen anhalten
- Es wäre zweifellos für die Verfügbarkeit günstiger, wenn es möglichst viele Antriebsabschnitte geben würde. Da die Gondeln bei den Stationen abgekuppelt werden müssen, kriegen die Fahrgäste davon gar nix mit. Warum sollten sie umsteigen müssen? Abgekuppelt von Abschnitt A, angekuppelt bei Abschnitt B. Funktioniert glaub ich bei der bestehenden Grindelwald-Männlichenbahn in der Mittelstation auch so.
jens.f hat geschrieben: es sei dann, man hätte an jeder Station auch einen "Speicher" für Gondeln - sowas habe ich aber noch nie gesehen
. Darum solltest Du mal meine Website genauer anschauen. Wenn es bei jeder Station oder jeder größeren Station einen Wendekreis gäbe, könnten dort ja Gondeln garagiert werden, die etwa am Abend, wenn weniger Gondeln generell unterwegs sind, von dort abgerufen werden könnten.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von abcde-institute.org »

TPD hat geschrieben:Denke gerade an einem Umsteigepunkt zu U- und S-Bahn wird es in der HVZ sehr wohl grössere Wartezeiten geben ! Und bei Anlagen mit Mittelstation(en) wird die Sache erst recht lustig. Denn da muss dann irgendwie gewährleistet werden dass die Leute in der / den Unterwegsstation(en) auch mal einsteigen können.
Eine Gondelbahn hat eine andere Transportkapazität als eine U-Bahn oder Straßenbahn. Sie wird niemals deren Personenausstoß 1:1 übernehmen können. Allerdings ist sie flexibler, was bedeutet, dass außerhalb der HVZ weniger Gondeln unterwegs sein können.

Und die Gondeln könnten dann in Haltestellen garagiert werden (z.B. in einem Wendekurs) und bei Bedarf abgerufen werden.

Für die Rush Hour gibts ja noch das Japanische System:
http://www.youtube.com/watch?v=ySS5eMql ... re=related
:roll:
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Das ist China, steht groß drüber.
Abgesehen davon denke ich, dass du das System Seilbahn, oder besser Gondelbahn in seinen Möglichkeiten einfach überschätzt. Natürlich ist auch die Straßenbahn nicht das Nonplusultra, aber sie ist vor allem wesentlich besser in ein städtisches Umfeld integrierbar. Wie du auf die Idee kommst es würden wenige Strecken gebaut kann ich nicht ganz nachvollziehen. Dass man nicht überall Trams hin baut hängt mit den Kosten zusammen, aber Gondeln gibt's auch nicht umsonst. Auserdem frag ich mich dann wieviele städtische Gondelbahnen gebaut werden wenn sie doch so toll sind.
Dien Ziel "es geht um ein innerstädtisches Verkehrsmittel, das weniger klimaschädliche Emissionen verursacht als der Motorisierte Individualverkehr, bei ziemlich gleich bleibender Mobilität" ist ja absolut löblich und wenn es nach mir ginge gäbe es garkeinen motorisierten individualverkehr mehr, aberich verstehe absolut nicht, wieso du dich so auf Gondelbahnen eingeschossen hast. Wenn man unbedingt sehr kleine Takte haben will, dann gibt es dafür geeignetere Systeme, z.B. die Minimetro von Leitner. Leider gibt es von der erst eine Strecke und DM, die übrigens meines Wissens die erste funktionierende Anlage nach dem System gebaut haben, hat das Projekt als kuppelbare Version eingestampft und baut nur noch die fix geklemmte Version.
Beide Versionen teilen allerdings viele Nachteile mit Monorails die auch einen nur sehr begrenzten Erfolg aufweisen. Vor allem sind hier die schwierige optische Integration, die schwierige Zugangsmöglichkeit, vor allem in beengten Umfeldern und die unfähigkeit zur Netzbildung zu nennen. Und damit wären wir wieder bei den Gondelbahnen, den die weisen ebenfalls diese Probleme auf.
Natürlich verbraucht eine Straßenbahn auf eigener Trasse (das ist der wunschzustand) sicher mehr Platz, aber der optische Eindruck kann durch Rasengleise stark verbessert werden. Und wenn es richtig eng wird, dann liegt das Gleis in der Straße, die Bahnsteige fallen mit dem Gehweg zusammen und die Oberleitung wird an Häusern verankert oder fällt gleich ganz weg. Damit tendiert der permanente Flächenverbrauch in dem Bereich dann gegen Null und beschränkt sich auf ein bischen Bahnsteigmöbelisierung.
Ein weiteres Problem ergibt sich dann aus der Verknüpfung der Seilbahn mit anderen Verkehrsmitteln. Was nutzt es mir wenn alle 20 Sekunden eine Gondel kommt, wenn ich dann ewig auf die nächste Bahn beim Umsteigen warten muss? Umgekehrt wurde schon beschrieben, dass es dann auch zu Wartezeiten kommt wenn von z.B. einer Straßenbahn auf die Gondel umgestiegen wird.

Alles in allem denke ich du hast Grundsätzlich die richtigen Ansätze wenn du sagst jedes Verkehrsmittel hat seinen Einsatzzweck, nur definierst du den für Gondelbahnen in meinen Augen falsch.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von jens.f »

abcde-institute.org hat geschrieben:
jens.f hat geschrieben: Bei eine "klassischen" Umlaufbahn steht die Gesamte Bahn, wenn auch nur an einer einzigen Station ein Problem auftritt (...) Entweder, man fährt die Sektionen einzeln -dann müssen die Leute aber dauernd umsteigen. Oder, man fährt im Durchfahrbetrieb - Dann muss man aber auch wieder alle Sektionen anhalten
- Es wäre zweifellos für die Verfügbarkeit günstiger, wenn es möglichst viele Antriebsabschnitte geben würde. Da die Gondeln bei den Stationen abgekuppelt werden müssen, kriegen die Fahrgäste davon gar nix mit. Warum sollten sie umsteigen müssen? Abgekuppelt von Abschnitt A, angekuppelt bei Abschnitt B. Funktioniert glaub ich bei der bestehenden Grindelwald-Männlichenbahn in der Mittelstation auch so.
Ja - aber auch da ist es so: Problem an einer Station - das GANZE System (alle Sektionen) steht.
Und bei 17 Stationen ist halt die wahrscheinlichkeit, das irgendwo was schief geht, 17 mal höher...
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von abcde-institute.org »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Das ist China, steht groß drüber.
Das ist ein Streit um des Kaisers Bart
http://www.youtube.com/watch?v=STNWc7Rl ... re=related

http://www.youtube.com/watch?v=b0A9-oUo ... re=related
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von abcde-institute.org »

jens.f hat geschrieben: Problem an einer Station - das GANZE System (alle Sektionen) steht.
Und bei 17 Stationen ist halt die wahrscheinlichkeit, das irgendwo was schief geht, 17 mal höher...
Also ich stell mir das so vor:

Problem beim Antrieb: Seilstrecke steht, Ankoppeln sinnlos, Gondel bleibt stehen, ankommende Gondeln stauen im Stauraum.

Problem beim Wegfahren: Gondel bleibt stehen, ankommende Gondeln stauen im Stauraum.

Warum muss dazu das ganze System stoppen?

Oder aber: Haltestelle kann nicht angefahren werden, Gondeln fahren durch (ich kann jetzt hier nicht eine zweite Website schreiben, es könnte durchaus Möglichkeiten geben, eine Haltestelle "zu überholen" )

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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von jens.f »

abcde-institute.org hat geschrieben:
jens.f hat geschrieben: Problem an einer Station - das GANZE System (alle Sektionen) steht.
Und bei 17 Stationen ist halt die wahrscheinlichkeit, das irgendwo was schief geht, 17 mal höher...
Also ich stell mir das so vor:

Problem beim Antrieb: Seilstrecke steht, Ankoppeln sinnlos, Gondel bleibt stehen, ankommende Gondeln stauen im Stauraum.

Problem beim Wegfahren: Gondel bleibt stehen, ankommende Gondeln stauen im Stauraum.

Warum muss dazu das ganze System stoppen?
Wie gesagt: So einen "Stauraum" gibt es bei jetzigen System nicht - auch das wäre eine neu-entwicklung, die erstmal getan werde müsste.
Ausserdem wird das technisch sehr auffwendig - dann müsstes Du ja die Abschnitte getrennt steuern/anhalten. Mit "normalen" Kettenfördern, die einfach mit 1/x der Geschwindigkeit des Seils laufen, ist es dann nicht mehr getan.
Auch muss es den Stauraum erstmal geben..
Das ganze macht also auch wieder die Mittelstationen wesentlich teuer.

Auch das "ent-stauen" ist dann nicht so einfach - Du musst ja die minimalen Gondel-Abstände einhalten.

Das heisst: Wenn die Bahn mit voller Kapazität fährst, wirst Du den Stau nie wieder los.
Um überhaupt die Chance zu haben, einen Stau wieder abzubauen, musst Du also die bahn für eine höhere Kapazität auslegen (d.h. stärke Seile/Stützen), als Du sie im normalbetrieb fährst -> Kosten steigen gewaltig.

Noch ein Denkansatz:
Auch bei normalen Gondeln/Sesseln in einem Ski-Gebiet wäre es ja eigentlich sinnvoller, die FBMs nicht leer fahren zu lassen, sondern an der Station in einen Stauraum warten zu lassen, wenn keine Fahrgäste da sind - das würde ja Verschleiss und Stromkosten senken. (Also ein System ähnlich wie die kuppelbaren Poma Stangenschlepper)
Aber: Das wird nicht gemacht - hier werden dann haufenweise leer-runden Gefahren.
Warum wird das nicht gemacht?
Hier ist es ja sogar so, dass die Entwicklungskosten nicht der grosse Faktor währen, da es ja um tausende Anlagen geht.
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jens.f
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von jens.f »

abcde-institute.org hat geschrieben: Oder aber: Haltestelle kann nicht angefahren werden, Gondeln fahren durch (ich kann jetzt hier nicht eine zweite Website schreiben, es könnte durchaus Möglichkeiten geben, eine Haltestelle "zu überholen" )
Und was ist mit den Leuten, die Aussteigen wollen?
Die haben Pech gehabt?
Oder dürfen Abspringen?
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von seilbahner »

@Jens, gibs auf, der Checkts eh nicht mehr.
Und man kann ihm scheinbar nicht wiedersprechen, denn dann Reagiert er sofort beleidigt wie ein kleines Kind.
Ich denke der hat sich auch noch nie so eine Kuppelbare Bahn aus der nähe angeschaut, denn wenn er seit 1997 wie er schreibt sich um das ganze Interessiert ist noch nicht viel dabei herausgekommen, oder?
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von abcde-institute.org »

Danke jens.F. für die sachliche Kritik!
jens.f hat geschrieben:
Wie gesagt: So einen "Stauraum" gibt es bei jetzigen System nicht - auch das wäre eine neu-entwicklung, die erstmal getan werde müsste.
Registriert. Bekanntes Problem.
Ich geh mal von der Annahme aus, dass 2 Gondellängen als Stauraum genügen, bis dass 90% aller Probleme beseitigt sind. Wenn das Problem nicht beseitigt werden kann und der Stauraum voll ist — klar, dann geht nichts mehr und die Teilstrecke muß angehalten werden.
jens.f hat geschrieben: Mit "normalen" Kettenfördern, die einfach mit 1/x der Geschwindigkeit des Seils laufen, ist es dann nicht mehr getan.
Registriert.
Kettenförderer oder Reibräder wären zu unflexibel und nutzen sich angeblich zu schnell ab. Da dürfte kein Weg an Linearantrieben in der Station vorbeiführen. Auch wenn ich eine leere Gondel schnell mal garagieren will oder aus der Garage abrufen will wird ein Antrieb benötigt. Oder wenn die Garage ein Rundkurs ist, wo die Gondel auch wenden kann (weil die nächste Teilstrecke außer Betrieb ist).
jens.f hat geschrieben:
Auch das "ent-stauen" ist dann nicht so einfach - Du musst ja die minimalen Gondel-Abstände einhalten.
Logischerweise kann sich der Stau nur auflösen, wenn die Aufenthaltszeit der nächsten Gondeln in der Station verkürzt wird, d.h. die Gondeln schneller abgefertigt werden können und das System kürzere Gondelabstände verkraftet. Und wenn keiner in der Gondel den Halteknopf gedrückt hat, dass diese Gondel nicht stehenbleibt (sofern die Station das Überholen erlaubt, ich schreib hier keine 2. Website wie ich mir das vorstelle).
jens.f hat geschrieben:(Garagieren) hier werden dann haufenweise Leer-Runden gefahren. Warum wird das nicht gemacht?
Ich vermute mal, dass das an der schlechten Eigendynamik und Beweglichkeit der Gondeln in der Station krankt. Darum wäre auch der extra Linearantrieb praktisch, aber war bisher nicht Stand der Technik. Und wenn plötzlich weniger Gondeln den Berg hinauffahren, müssen die noch auf der Strecke abwärts fahrenden Gondeln gebremst werden(stärkeres Bremssystem erforderlich), und wenn keine Gondeln abwärts fahren und neue allein hinauf muss mehr Energie aufgewandt werden. Die Gondeln als Teil eines Schwungradspeichersystems sozusagen. Die abwärts fahrenden Gondeln ziehen die aufwärts fahrenden Gondeln hinauf (sozusagen im Gleichgewicht) und hinaufgehoben müssen nur die Fahrgäste (+Ausgleich der Reibungsverluste). Vermute ich. Genaueres muss ich sicherlich mal bei den Herstellern erfragen. Oder vielleicht gibt's Experten dazu hier im Forum.
jens.f hat geschrieben:
abcde-institute.org hat geschrieben: Haltestelle kann nicht angefahren werden, Gondeln fahren durch
Und was ist mit den Leuten, die Aussteigen wollen? Die haben Pech gehabt?
Ich weiß, das schaut auf den ersten Blick benutzerunfreundlich aus, aber deren Alternative bestünde darin, am Seil im Stau zu stecken und nicht aussteigen zu können, bis der Stau behoben ist oder geborgen zu werden. Da erscheint es plausibler, bis zur nächsten Station weiterzufahren und eine Teilstrecke zurück zu fahren.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von TPD »

Wenn Straßenbahnen das Nonplusultra sind, warum werden dann so wenig Strecken neu errichtet?
Wenig :?:
In den letzten paar Jahren wurden einige neue Strassenbahnnetze aus dem Boden gestampft oder bestehende Netze massiv erweitert.

Oder aber: Haltestelle kann nicht angefahren werden, Gondeln fahren durch (ich kann jetzt hier nicht eine zweite Website schreiben, es könnte durchaus Möglichkeiten geben, eine Haltestelle "zu überholen" )
Möchte ich mal sehen, wie dies in der Praxis funktionieren soll ?
Klar man könnte das Prinzip vom Double Embarquement auch bei Mittelstationen anwenden.
Jedoch dass einige Gondeln ausgekuppelt werden und die anderen am Seil bleiben erscheint mir zur heutigen Zeit nicht realistisch.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von Dachstein »

Was bitte ist jetzt an einer Friktionsplatte problematisch? Nichts, aber schon mal gar nichts. Warum wohl werden alle kuppelbaren Bahnsysteme so ausgeführt? Weil es praktikabel und technisch einfach ist. Aber gut, wenn du unbedingt das Rad neu erfinden willst... Ach ja... die Reifen, nicht vergessen, auf Winterreifen umstecken.....
Und wenn plötzlich weniger Gondeln den Berg hinauffahren, müssen die noch auf der Strecke abwärts fahrenden Gondeln gebremst werden (stärkeres Bremssystem erforderlich), und wenn keine Gondeln abwärts fahren und neue allein hinauf muss mehr Energie aufgewandt werden.
Wird dir in der Form sicher nicht genehmigt. Da sagt die Behörde njet.

Und jetzt noch ein Killeragrument: Sagt dir der Denkmalschutz und der Ensembelschutz? Nein? Dann red mal mit denen und schau, was die für ein Tehater aufführen, wenn du mit solchen Ideen kommst. Da blitzt du eiskalt ab.

Von all deinen technischen Problemen abgesehen bekommst du spätestens bei der Genehmigung ein Game over...

MFG Dachstein
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von Lagorce »

seilbahner hat geschrieben:@Jens, gibs auf, der Checkts eh nicht mehr.
Und man kann ihm scheinbar nicht wiedersprechen, denn dann Reagiert er sofort beleidigt wie ein kleines Kind.
Ich denke der hat sich auch noch nie so eine Kuppelbare Bahn aus der nähe angeschaut, denn wenn er seit 1997 wie er schreibt sich um das ganze Interessiert ist noch nicht viel dabei herausgekommen, oder?
Vermutlich lebt er in einer (noch) seilbahnfreien Bananenrepublik.

Dank dem Internet kann man nun Fachstudien über Gebiete verfassen von denen man keine Ahnung hat.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von abcde-institute.org »

Ach Dachstein. Du hast doch wissenschaftliche Vorbildung, oder?

Bitte zitiere richtig und nicht aus dem Zusammenhang gerissen:

Von jens f. stammt:
jens.f hat geschrieben:Noch ein Denkansatz:
Auch bei normalen Gondeln/Sesseln in einem Ski-Gebiet wäre es ja eigentlich sinnvoller, die FBMs nicht leer fahren zu lassen, sondern an der Station in einen Stauraum warten zu lassen, wenn keine Fahrgäste da sind - das würde ja Verschleiss und Stromkosten senken. (Also ein System ähnlich wie die kuppelbaren Poma Stangenschlepper)
Aber: Das wird nicht gemacht - hier werden dann haufenweise leer-runden Gefahren.
Warum wird das nicht gemacht?
Ich verkürzte es...
jens.f hat geschrieben:(Garagieren) hier werden dann haufenweise Leer-Runden gefahren. Warum wird das nicht gemacht?
...ohne den Sinn zu entstellen, siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Fullquote )

Meine Antwort darauf war:
abcde-institute.org hat geschrieben:Ich vermute mal, dass (...) Vermute ich. Genaueres muss ich sicherlich mal bei den Herstellern erfragen. Oder vielleicht gibt's Experten dazu hier im Forum.
Und Du zitierst aus dem Zusammenhang gerissen:
Und wenn plötzlich weniger Gondeln den Berg hinauffahren, müssen die noch auf der Strecke abwärts fahrenden Gondeln gebremst werden (stärkeres Bremssystem erforderlich), und wenn keine Gondeln abwärts fahren und neue allein hinauf muss mehr Energie aufgewandt werden.
Dachstein hat geschrieben:Wird dir in der Form sicher nicht genehmigt. Da sagt die Behörde njet.
Hast Du alter Wissenschafter das nicht gecheckt?
Ich definiere da Bergbahnen nicht neu, Bergbahnen sind für mich belanglos.
Ich gebe Jens F. eine Erklärung in Form einer deklarierten Vermutung auf seine rhetorische Frage.

Lagorce hat geschrieben:Dank dem Internet kann man nun Fachstudien über Gebiete verfassen von denen man keine Ahnung hat.
Besser sich mit einer Materie auseinandersetzen, als Auswendiglernen und alles nachplappern. Es geht hier nicht darum, einen Leistungscheck zu machen, wer wieviel Vorbildung schon hat, erlesener Seilbahnguru ist oder Dr.Dr.Seilbahngott. Histrioniker, spielt Eure Machtspielchen ( + Hunger nach Anerkennung) woanders. Ist ja sooo toll, einen anderen Menschen neben sich dümmer erscheinen zu lassen, um sich selbst zu erhöhen. Ihr seid alle sooo überlegen ! Bravo !

Im Übrigen. Wir haben uns vom Grundthema so weit entfernt. Über das Grundsätzliche wird hier diskutiert:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 3&start=50

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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Also ernsthaft Leute, ein Ausfall einer Sektion ist doch kein Problem für die ganze Bahn. Da werden die Gondeln einfach in den angrenzenden Stationen umgelenkt, das ist doch nichts neues.Da braucht man keinen Stauraum oder ähnliches.
Für kleinere Verzögerungen ssollte so ein Stauraum eventuell hilfreich sein, und neu ist das ja wohl auch nicht, wenn auch der Zweck bisher ein anderer ist.

Trotzdem bin ich noch immer der Meinung, dass hier das System Gondelbahn überschätzt wird. Öffne dich doch bitte mal für andere Ideen wie z.B. den Mountain Coster. Wenn das System mal funktioniert wäre es wesentlich besser für diese Lücke geeignet als Gondelbahnen. Wenn man es mit einem vernünftigen Weichensystem ausrüstet (gibt's da schon eine Idee, hab nichts gefunden) kann man sogar ein Netz schaffen bei dem man sich aussuchen kann von wo nach wo man fahren will ohne umzusteigen.
Es bleiben selbst dann sicher noch einzelne, sinnvolle Standorte für Seilbahnen, aber eben doch eher mit zwei bis drei Stationen als mit 15. Ein sinnvoller Standort wäre z.B. in Köln zwischen Hauptbahnhof und Bahnhof Deutz. Die Bahn möchte die Bahnhöfe praktisch zu einem vereinigen und da ist eine Gondel eigentlich genau das richtige. In dem Fall dann wohl am besten eine 3S. Aber das ist eben ein Sonderfall, eine ganz eng begrenzte Lücke. Dafür braucht man dann keine großen Neuentwicklungen, sondern nutz alt bewährte 3S Technik mit den ÖPNV Zetas die CWA eh schon entwickelt hat.
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Dachstein
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von Dachstein »

abcde-institute.org hat geschrieben:Ach Dachstein. Du hast doch wissenschaftliche Vorbildung, oder?
Sicher. Und wie ich zitiere und vor allem was, entscheide ich, und nicht du!
Ich definiere da Bergbahnen nicht neu, Bergbahnen sind für mich belanglos.
Ich geb dir einen Tipp: alle Seilbahnen, seien sie flach oder steil, fallen alle unter ein und das selbe Gesetz. Da kannst du Seilbahn definieren, wie du willst, der Gesetzgeber hat schon eine gültige Definition und nach der wirst du dich richten müssen.

MFG Dachstein
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von darkstar »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Also ernsthaft Leute, ein Ausfall einer Sektion ist doch kein Problem für die ganze Bahn. Da werden die Gondeln einfach in den angrenzenden Stationen umgelenkt, das ist doch nichts neues.
Wird ja immer besser! Auch noch jede Sektion über 200 m einen einzelnen Antrieb? :lach:
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Nee, das natürlich nicht. Aber wenn du in einem Schinensystem (O-Busse sind jetzt nicht so wirklich auf dem Vormarsch) in einem Abschnitt eine Störung hast fallen auch mehrere Stationen da rein. Da wird dann eben ein Busersatz gefahren.
Ich will ja auch nicht die Idee verteidigen, sondern nur drann erinnern, dass bestimmte Einrichtungen schon existieren.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von TPD »

Und wenn plötzlich weniger Gondeln den Berg hinauffahren, müssen die noch auf der Strecke abwärts fahrenden Gondeln gebremst werden (stärkeres Bremssystem erforderlich), und wenn keine Gondeln abwärts fahren und neue allein hinauf muss mehr Energie aufgewandt werden.
Wird dir in der Form sicher nicht genehmigt. Da sagt die Behörde njet.
Wieso sollte dies ein Problem sein ?
Gerade bei alten Anlagen, wo die Gondeln von Hand durch die Stationen geschoben werden, kommt es recht häufig vor dass die Kabinen nur bei Bedarf auf die Strecke geschickt werden.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von ATV »

TPD hat geschrieben: Wieso sollte dies ein Problem sein ?
Gerade bei alten Anlagen, wo die Gondeln von Hand durch die Stationen geschoben werden, kommt es recht häufig vor dass die Kabinen nur bei Bedarf auf die Strecke geschickt werden.
Die haben einen Schleiffringantrieb und der ist nucht Netzrückspeisefähig, daher musste man öfter leere Kabinen aufs Seil schieben um das aus zu gleichen.
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von TPD »

^^
Und wie weiss denn die Gegenstation dass sie auch eine Gondel los schicken muss ?
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Re: Gibt es eine Grenzgeschwindigkeit für Kurvenfahrten...

Beitrag von ATV »

Mööööppp
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