[gelöst] Gehängearm

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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[gelöst] Gehängearm

Beitrag von abcde-institute.org »

Im Seilbahnlexikon
http://seilbahnlexikon.alpinforum.com/i ... iebsmittel
habe ich gelesen:

Zitat: Darunter befindet sich der Gehängearm welcher beweglich befestigt wird. Er dient der Verbindung von Laufwagen oder Klemme mit dem eigentlichen Transportteil des FBMs. Er verhindert durch seine Länge ein Anschlagen des FBMs am Seil durch Pendelbewegungen.

Das versteh ich nicht.

Wie kann ein Fahrbetriebsmittel, das an einem Seil hängt, selbst an diesem Seil anschlagen?

Auch bei einer Längspendelung ist mir das nicht plausibel.
Zuletzt geändert von abcde-institute.org am 15.12.2010 - 01:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gehängearm

Beitrag von abcde-institute.org »

Das Ropewayballett kenn ich.

Aber wenn ich ein Senkblei-Pendel an einem Seil anhänge und es bis zur Berührung längs pendeln lasse, dann berührt die Pendelschnur das Seil auf der gesamten Länge, egal wie lang die Pendelschnur ist. Warum hat dann die Länge des Gehänges einen Einfluß noch dazu wenn die dann nötige Hebelkraft geringer wird ?
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4CLD_Gampebahn
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Re: Gehängearm

Beitrag von 4CLD_Gampebahn »

Gehängearme sind ja etwas ausserhalb der Seilmitte schon alleine wegen der Rollenbatterien und eine größere Pendelfreiheit ist bei Steilen oder Windanfälligen Bahnen durchaus Vorteilhaft.
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seilbahner
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Re: Gehängearm

Beitrag von seilbahner »

Schon mal überhaupt in Deinem Leben eine Seilbahn gesehen?
mark13
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Re: Gehängearm

Beitrag von mark13 »

Schon mal überhaupt in Deinem Leben eine Seilbahn gesehen?
Komm mal runter ...

Ich schätze er meint nicht die horizontale sondern ehr die vertikale bewegung. :naja:
Gruß Mark13
seilbahner
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Re: Gehängearm

Beitrag von seilbahner »

Runter? Von wo? Bin doch schon zuhause...
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Re: Gehängearm

Beitrag von abcde-institute.org »

abcde-institute.org hat geschrieben: Zitat: Darunter befindet sich der Gehängearm welcher beweglich befestigt wird. Er dient der Verbindung von Laufwagen oder Klemme mit dem eigentlichen Transportteil des FBMs. Er verhindert durch seine Länge ein Anschlagen des FBMs am Seil durch Pendelbewegungen.
Die Gondel kann in zwei Richtungen (positiv und negativ) des Koordinatensystems pendeln (und Mischbewegungen), wobei beidesmal die Bewegung natürlich auch in die dritte Richtung des Koordinatensystems nach oben geht, korrekt?

Bei der Querpendelung wird die Gondel nie das Seil erreichen, weil der Abstand vom Gehänge zum Seil konstant bleibt, korrekt?

Und bei der Längspendelung könnte theoretisch die hinauskragende Oberkante der Gondel das Seil streifen, korrekt?

Aber das tut sie, egal ob das Gehänge 2 m, 3 m oder 10 m lang ist, es wird nur die Amplitude länger.

Warum verhindert der Gehängearm "durch seine Länge" das Anschlagen?

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Petz
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Re: Gehängearm

Beitrag von Petz »

abcde-institute.org hat geschrieben: Zitat: Er verhindert durch seine Länge ein Anschlagen des FBMs am Seil durch Pendelbewegungen.
Ist meiner Meinung nach eine etwas unglückliche Formulierung denn das betrifft eher Tragrollenbatterien bei Umlaufbahnen oder Stützenköpfe bei PB´s. Je steiler der Seilwinkel bei einer Bahn verläuft, desto länger muß auch der Gehängearm sein um nicht schon bei einer geringfügigen Pendelbewegung in Fahrtrichtung an ungünstiger Stelle in Kollisionsgefahr zu geraten; deswegen haben besonders steile Bahnen wie beispielsweise die PB in Chamonix auf die Aguille de Midi auch deutlich längere Gehängearme.
Bei steilen Sesselliften mit kurzen Gehängerohren an den FBM´s (wie beispielsweise am ehemaligen Sessellift Hohe Mut in Obergurgl oder dem in Tschagguns - Grabs) kam man beispielsweise in den Steilstücken bei Tragrollenbatterien mit den Fingerspitzen sogar problemlos an die Seilrollenunterseite zum "Rollengummitest" ohne irgendwelche Turnübungen vollführen zu müssen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Gehängearm

Beitrag von doppgar »

Ing. Günther_ECKER, Dipl. Ing. Peter GENGLER, Dipl. Ing. Dr. Rupert PUNTIGAM hat geschrieben:Die Gondel kann in zwei Richtungen (positiv und negativ) des Koordinatensystems pendeln (und Mischbewegungen), wobei beidesmal die Bewegung natürlich auch in die dritte Richtung des Koordinatensystems nach oben geht, korrekt?

Bei der Querpendelung wird die Gondel nie das Seil erreichen, weil der Abstand vom Gehänge zum Seil konstant bleibt, korrekt?

Und bei der Längspendelung könnte theoretisch die hinauskragende Oberkante der Gondel das Seil streifen, korrekt?

Aber das tut sie, egal ob das Gehänge 2 m, 3 m oder 10 m lang ist, es wird nur die Amplitude länger.

Warum verhindert der Gehängearm "durch seine Länge" das Anschlagen?
Ihr tragt diese Titel und stellt dann ernsthaft diese Fragen? 8O
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Re: Gehängearm

Beitrag von Lagorce »

seilbahner hat geschrieben:Schon mal überhaupt in Deinem Leben eine Seilbahn gesehen?
Beste Antwort in all diesen leidigen abcde-Diskussionen.

:)

Ich staune nur über eure Geduld. Ich hab's schon lange aufgegeben.
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Re: Gehängearm

Beitrag von darkstar »

Lagorce hat geschrieben:
seilbahner hat geschrieben:Schon mal überhaupt in Deinem Leben eine Seilbahn gesehen?
Beste Antwort in all diesen leidigen abcde-Diskussionen.

:)
Nicht nur überhaupt gesehen, geschweige denn gefahren???
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Re: Gehängearm

Beitrag von abcde-institute.org »

Petz hat geschrieben: Je steiler der Seilwinkel bei einer Bahn verläuft, desto länger muß auch der Gehängearm sein um nicht schon bei einer geringfügigen Pendelbewegung in Fahrtrichtung an ungünstiger Stelle in Kollisionsgefahr zu geraten
Die Erklärung hat's gebracht. Danke !

Ich "Flachlandseilbahner" hab nicht an die Seilschräge bei steilen Bahnen gedacht.
Klar, je länger die Pendelamplitude, desto seltener eine Kollision.
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Re: Gehängearm

Beitrag von Seilbahnjunkie »

Petz hat geschrieben:
abcde-institute.org hat geschrieben: Zitat: Er verhindert durch seine Länge ein Anschlagen des FBMs am Seil durch Pendelbewegungen.
Ist meiner Meinung nach eine etwas unglückliche Formulierung denn das betrifft eher Tragrollenbatterien bei Umlaufbahnen oder Stützenköpfe bei PB´s. Je steiler der Seilwinkel bei einer Bahn verläuft, desto länger muß auch der Gehängearm sein um nicht schon bei einer geringfügigen Pendelbewegung in Fahrtrichtung an ungünstiger Stelle in Kollisionsgefahr zu geraten; deswegen haben besonders steile Bahnen wie beispielsweise die PB in Chamonix auf die Aguille de Midi auch deutlich längere Gehängearme.
Bei steilen Sesselliften mit kurzen Gehängerohren an den FBM´s (wie beispielsweise am ehemaligen Sessellift Hohe Mut in Obergurgl oder dem in Tschagguns - Grabs) kam man beispielsweise in den Steilstücken bei Tragrollenbatterien mit den Fingerspitzen sogar problemlos an die Seilrollenunterseite zum "Rollengummitest" ohne irgendwelche Turnübungen vollführen zu müssen.
Die Formulierung ist von mir und gefällt mir selbst nicht wirklich. Mir ist nur nichts besseres eingefallen. Aber es wäre schön wenn du was besseres hättest, dann könntest du es umformulieren.
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Re: Gehängearm

Beitrag von Dachstein »

abcde-institute.org hat geschrieben: Ich "Flachlandseilbahner" hab nicht an die Seilschräge bei steilen Bahnen gedacht.
Und die Stationen bringen wir einfach auf Rollenbatterieniveau? Na Sauber. Auch im Stadtbereich wirst du um möglicherweise stärkere Steigungen nicht rumkommen. Selbst zeichnest du nämlich die Station auf den Boden. Ich zitiere:
Bequemes Ein- und Aussteigen auf Gehsteigniveau. Zur Station hingehen, einsteigen und wegfahren.
Aber da gibts ja keine Steigungen - verstehe, alles klar. In der Stadt wirst du im heftige Steigungen nicht mal herumkommen, da du ja auf sehr begrenzen Platz agieren musst...

Also: Nichtgenügend - setzen.

MFG Dachstein
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Petz
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Re: Gehängearm

Beitrag von Petz »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Die Formulierung ist von mir und gefällt mir selbst nicht wirklich. Mir ist nur nichts besseres eingefallen. Aber es wäre schön wenn du was besseres hättest, dann könntest du es umformulieren.
Ich würde die Erklärung so versuchen - kannst Du gerne reinschreiben wenn es Dir so besser erscheint:

Darunter befindet sich der Gehängearm, welcher am Laufwerk bzw. der Seilklemme drehbar gelagert ist und diese mit dem eigentlichen Transportteil (Kabine, Sessel etc.) des Fahrbetriebsmittels beweglich verbindet. Er verhindert durch seine, individuell auf den topographischen Bahnstreckenverlauf abgestimmte Länge eine Kollision des Fahrbetriebsmitteltransportteiles an Stützenteilen (Rollenbatterien, Stützenköpfen) oder dem Seil, falls durch Beschleunigung, Bremsung oder Wind ausgelöste Pendelbewegungen des FBM´s in Fahrtrichtung auftreten sollten.
Zuletzt geändert von GMD am 16.12.2010 - 01:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: rot= Moderationshinweis in gravierenden Fällen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.

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