Vom Untergang der Ski-Kultur
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Stani
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
also die Gedankem mit dem Helm könnt ich absolut unterschreiben, manchmal fühl ich mich wie auf einem Kriegsgelände. und ja mir hat auch aufgefallen, wer Helm (aber keinen Hirn) hat fährt oft wie auf einer Rennstrecke
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gfm49
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Hallo,
nicht zuletzt mit solchen, die den Sprung über die Kante dann doch nicht beherrscht haben ...Dachstein hat geschrieben:Mit einem gestürzten Skifahrer unter der Kante ist meines Erachtens immer zu rechnen.
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911er
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Ich glaube das Hauptproblem ist das zu schnelle Fahren ohne Kontrolle über die Schi/Board zu haben.
Personen, die ihre Schi/Board perfekt beherrschen, können ohne andere zu gefährden auch schnell fahren.
Da können 80 km/h nicht zu schnell sein und bei anderen, die ihre Schi/Board eben nicht beherrschen sind 30 km/h schon zu schnell.
Das kann man nicht verallgemeinern.
..und ja früher war alles "gemütlicher" 10 min. Anstehen am Lift normal. Dann hat man sich halt mit seinem Nebenmann unterhalten.
Ebenso war das gemeinsame Schleppliftfahren mit "wildfremden" Menschen das normalste der Welt.
Grasflecken Slalom hat man hingenommen und Steine auf den Pisten haben nicht wirklich gestört.
Übrigens wurde da auch nicht unbedingt jeden Abend die Piste planiert... Es ging auch auf ungebügelten Pisten gut zu fahren.
Aber was ist in der heutigen Zeit schon normal. In Nauders sind bei meinem letzen Urlaub vor mir 2 Skilehrer aus dem Schlepplift gefallen (wie peinlich!).
Personen, die ihre Schi/Board perfekt beherrschen, können ohne andere zu gefährden auch schnell fahren.
Da können 80 km/h nicht zu schnell sein und bei anderen, die ihre Schi/Board eben nicht beherrschen sind 30 km/h schon zu schnell.
Das kann man nicht verallgemeinern.
..und ja früher war alles "gemütlicher" 10 min. Anstehen am Lift normal. Dann hat man sich halt mit seinem Nebenmann unterhalten.
Ebenso war das gemeinsame Schleppliftfahren mit "wildfremden" Menschen das normalste der Welt.
Grasflecken Slalom hat man hingenommen und Steine auf den Pisten haben nicht wirklich gestört.
Übrigens wurde da auch nicht unbedingt jeden Abend die Piste planiert... Es ging auch auf ungebügelten Pisten gut zu fahren.
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Vielleicht täuscht mich meine subjektive Wahrnehmung, aber ich sehe immer weniger Kantenspringer. Entweder weil es immer weniger Kanten gibt (weil sie entschärft werden) oder weil sich dieses Clientel dann tatsächlich in den Funparks tummelt, die ja in den letzten Jahren zugenommen haben.Dachstein hat geschrieben:Und ganz nebenbei, das was ich solchen Leute immer entgegenhalte - für sowas gibt es in vielen Skigebieten eigene Funparcs, dort können sie sich relativ gefahrlos austoben und stellen somit kein Risiko für die Allgemeinheit dar. Mit einem gestürzten Skifahrer unter der Kante ist meines Erachtens immer zu rechnen.
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OnlineWhistlercarver
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Hallo911er hat geschrieben:vor mir 2 Skilehrer aus dem Schlepplift gefallen (wie peinlich!).
Auch Skileher dürfen mal hinfallen und auch aus dem Schlepplift fallen. Als Skilehrer kennt man sein Gebiet natürlich besser und ist bei den Liftfahrten mit dem Kollegen nicht zu 100% aufs liften konzentriert. Wenn es dann mal eine unvorhergesehne Welle in der Spur gibt ist auch ein Skilehrer überrascht und kommt aus dem Gleichgewicht.
Gruß Andreas
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KeinCarver
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
bin ich froh, daß hier doch ein paar Leute sind, die auch die Funparks, zu denen die Skigebiete verkommen sind, nicht so berauschend finden!
Ich wollte eigentlich demnächst auch mal wieder Skifahren, aber irgendwie graust es mir davor, daß alles plattbetoniert ist, kaum mehr gemütliche Schlepplifte (außer am sogenannten Idiotenhügel) zu finden sind, sondern immer mehr Gondeln (die Abschnallerei geht mir auf den Geist), daß es nahezu keine unpräparierten Buckelpisten mehr gibt und die schwarzen Pisten auch inzwischen Seltenheitswert haben. Vielleicht gehe ich doch lieber auf eine Skitour, wenn die Lawinenlage sich ein bisserl entspannt hat.
Dafür sieht man auf den Pisten immer mehr Leute, die schneller fahren als sie es eigentlich können... und schön ist auch was anderes.
Vorbei die Zeiten, wo ein Ingemar Stenmark mit elegantem Fahrstil als Vorbild galt... was einem heutzutage serviert wird, hat mit Skifahren nichts mehr zu tun.
Sollte man vielleicht doch mal überlegen, ob man nicht einen Führerschein mit Prüfung einführen sollte, bevor man auf die Menschheit losgelassen wird.
Jahrzehnte konnte man wirklich ungefährdet mit Stirnband oder Mütze zum Skifahren und jetzt muß man sich wegen Trolls, die wie die Henker fahren und einen evtl. über den Haufen rennen, einen Helm anziehen?
Ja und überhaupt: als einer derjenigen, die schon in grauer Vorzeit auf Ballettski umgestiegen sind, wurde ich früher immer blöd angemacht "welchem Kind hast du denn die kurzen Ski geklaut". Daß man aber mit extrem kurzen Skiern auch extrem kurz (und dennoch elegant) in welchem Gelände auch immer noch schwingen konnte, hat wohl keiner erkannt. Weder die Langlattenfahrer noch die heutigen Carver (wenn auch letztere kurz sind) hätten in extremer Buckelpiste oder einer 2m breiten Rinne zwischen den Felsen überhaupt noch fahren können. Wobei ich auch gerne mal meine alten langen Latten fahre... dann gafft mich aber heutzutage jeder an (Kunststück bei 1,80 Skilänge und nur 1,58 Körpergröße).
Einstellen muß ich mir mein Material (4 Paar normale Ski auf Vorrat gekauft, als zu befürchten stand, daß man solche zukünftig nicht mehr kriegen würde, sondern nur noch Carver) schon seit Jahren ohnehin selber, weil das anscheinend kein Sportgeschäft mehr kann und will.
Ja, ich trauere den alten Zeiten nach, wo sich alles Volk bunt gemischt hat, sich auch noch vereinzelte Exemplare mit der Bundhose und den ledernen Skistiefeln auf den Pisten getummelt haben (ja auch damit kann man durchaus gut fahren), keine futuristischen "Hütten" a là Mondstation oder abartige Schirmbars gebaut wurden (die in die Alpen passen wie die Faust aufs Auge), und die Fahrt im Einer- oder Doppelsessel noch eine gemütliche Panoramafahrt mit viel Zeit zum Anbandeln war... wo Können (wie z.B. Wedeln) noch zur hehren Kunst erkoren wurde... und man die Alpen noch nicht vergewaltigt hat, um Tausende gleichzeitig in die Bergwelt zu befördern, wo nicht alles hinbetoniert wurde auf die Pisten (die sich manch einer mal im Sommer anschauen sollte)...
wo ist diese schöne Zeit nur geblieben?
Ich wollte eigentlich demnächst auch mal wieder Skifahren, aber irgendwie graust es mir davor, daß alles plattbetoniert ist, kaum mehr gemütliche Schlepplifte (außer am sogenannten Idiotenhügel) zu finden sind, sondern immer mehr Gondeln (die Abschnallerei geht mir auf den Geist), daß es nahezu keine unpräparierten Buckelpisten mehr gibt und die schwarzen Pisten auch inzwischen Seltenheitswert haben. Vielleicht gehe ich doch lieber auf eine Skitour, wenn die Lawinenlage sich ein bisserl entspannt hat.
Dafür sieht man auf den Pisten immer mehr Leute, die schneller fahren als sie es eigentlich können... und schön ist auch was anderes.
Vorbei die Zeiten, wo ein Ingemar Stenmark mit elegantem Fahrstil als Vorbild galt... was einem heutzutage serviert wird, hat mit Skifahren nichts mehr zu tun.
Sollte man vielleicht doch mal überlegen, ob man nicht einen Führerschein mit Prüfung einführen sollte, bevor man auf die Menschheit losgelassen wird.
Jahrzehnte konnte man wirklich ungefährdet mit Stirnband oder Mütze zum Skifahren und jetzt muß man sich wegen Trolls, die wie die Henker fahren und einen evtl. über den Haufen rennen, einen Helm anziehen?
Ja und überhaupt: als einer derjenigen, die schon in grauer Vorzeit auf Ballettski umgestiegen sind, wurde ich früher immer blöd angemacht "welchem Kind hast du denn die kurzen Ski geklaut". Daß man aber mit extrem kurzen Skiern auch extrem kurz (und dennoch elegant) in welchem Gelände auch immer noch schwingen konnte, hat wohl keiner erkannt. Weder die Langlattenfahrer noch die heutigen Carver (wenn auch letztere kurz sind) hätten in extremer Buckelpiste oder einer 2m breiten Rinne zwischen den Felsen überhaupt noch fahren können. Wobei ich auch gerne mal meine alten langen Latten fahre... dann gafft mich aber heutzutage jeder an (Kunststück bei 1,80 Skilänge und nur 1,58 Körpergröße).
Einstellen muß ich mir mein Material (4 Paar normale Ski auf Vorrat gekauft, als zu befürchten stand, daß man solche zukünftig nicht mehr kriegen würde, sondern nur noch Carver) schon seit Jahren ohnehin selber, weil das anscheinend kein Sportgeschäft mehr kann und will.
Ja, ich trauere den alten Zeiten nach, wo sich alles Volk bunt gemischt hat, sich auch noch vereinzelte Exemplare mit der Bundhose und den ledernen Skistiefeln auf den Pisten getummelt haben (ja auch damit kann man durchaus gut fahren), keine futuristischen "Hütten" a là Mondstation oder abartige Schirmbars gebaut wurden (die in die Alpen passen wie die Faust aufs Auge), und die Fahrt im Einer- oder Doppelsessel noch eine gemütliche Panoramafahrt mit viel Zeit zum Anbandeln war... wo Können (wie z.B. Wedeln) noch zur hehren Kunst erkoren wurde... und man die Alpen noch nicht vergewaltigt hat, um Tausende gleichzeitig in die Bergwelt zu befördern, wo nicht alles hinbetoniert wurde auf die Pisten (die sich manch einer mal im Sommer anschauen sollte)...
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
... ach ja, die gute alte Zeit - frueher hatte man auch noch keine Spuehlung auf'm Klo.
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
...und rannte mit ner Holzkeule ums Feuer in der Höhle...
Es grüsst der Oli
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Die Frage ist halt, wie viele davon nicht auch früher (da fehlendes Hirn) ohne Helm wie die Henker gerast sind.Stani hat geschrieben:manchmal fühl ich mich wie auf einem Kriegsgelände. und ja mir hat auch aufgefallen, wer Helm (aber keinen Hirn) hat fährt oft wie auf einer Rennstrecke
Ich denke auch, dass man das nicht verallgemeinern kann. Ein Bekannter war als Kind im Renntraining, der fährt auch abartig schnell, gleichzeitig aber sicherer als jeder andere. Das Problem sehe ich eher in einer fatalen Kombination von recht einfach zu beherrschendem Material in Kombination mit Selbstüberschätzung oder schlicht und einfach Unfähigkeit, das Material wegen mangelnder Übung wirklich sicher zu beherrschen. Das mag in 99% der Fälle gut gehen, aber in 1% ist's halt fatal. Am gefährdetsten sind damit wohl auch die Fortgeschrittenen, nicht die wirklich guten Fahrer.
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gfm49
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Hallo,
sicher nicht wenige, aber bevor es die heutigen glattgebügelten Pisten gab, hat es die halt spätestens nach dem dritten Buckel zerlegt, so daß die nie auf die Geschwindigkeit gekommen sind, mit der sie heutzutage unterwegs sind..thun hat geschrieben:Die Frage ist halt, wie viele davon nicht auch früher (da fehlendes Hirn) ohne Helm wie die Henker gerast sind.Stani hat geschrieben:manchmal fühl ich mich wie auf einem Kriegsgelände. und ja mir hat auch aufgefallen, wer Helm (aber keinen Hirn) hat fährt oft wie auf einer Rennstrecke
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Re: Vom Untergang der Ski-Kultur
Schau doch einfach mal ein paar Skigebiete in Frankreich an, da wird dir geholfen ;-)KeinCarver hat geschrieben:Ich wollte eigentlich demnächst auch mal wieder Skifahren, aber irgendwie graust es mir davor, daß alles plattbetoniert ist, kaum mehr gemütliche Schlepplifte (außer am sogenannten Idiotenhügel) zu finden sind, sondern immer mehr Gondeln (die Abschnallerei geht mir auf den Geist), daß es nahezu keine unpräparierten Buckelpisten mehr gibt und die schwarzen Pisten auch inzwischen Seltenheitswert haben.