Seilbahnjunkie hat geschrieben:Und wie sehe es aus ohne Kunstschnee?
Vorausgesetzt es ist genug da, sind Naturschneepisten weitaus besser. Kommt auch auf de Untergrund an und wie viel der jeweilige Betreiber macht, um die Naturschneepisten auch halten zu können.
@ Situation am Sudelfeld: Momentan laufen nur noch vier Lifte, alle mit Schneekanonen bestückt. Also neben einer Waldkopfbahn, die wirklich Sinn macht, muss eine flächendeckende Beschneiung errichtet werden. Meines Erachtens hat diese Priorität vor einer möglichen Sudelfeldkopfbahn!
Seilbahnjunkie hat geschrieben:
Und wie sehe es aus ohne Kunstschnee?
Vorausgesetzt es ist genug da, sind Naturschneepisten weitaus besser. Kommt auch auf de Untergrund an und wie viel der jeweilige Betreiber macht, um die Naturschneepisten auch halten zu können.
Au Contraire! Gibt nix besseres als schönen, harten, griffigen Kunstschnee (-> fahre Südtirol ).
Heute schon wieder ein Bericht über das Sudelfeld im OVB
Dennoch mag sich so mancher Wintersportler denken, dass am Sudelfeld die Zeit ein wenig stehen geblieben ist. Unter den 21 Liftanlagen befinden sich nur drei Sessellifte. Der Schleppliftanteil ist im Vergleich zu ähnlichen Skigebieten im benachbarten Österreich verhältnismäßig hoch. Einer der wenigen Sessellifte, der 1450 Meter lange Schwebelift, stammt sogar teils noch aus den Nachkriegsjahren. Nicht allein deswegen ist er bei vielen Wintersportlern inzwischen zum "Kult" geworden - ist die Gattung der "Einsersessel" deutschlandweit doch fast ausgestorben.
... auf den Punkt gebracht, oder
Interessant sind übrigens auch die Kommentare auf Rosenheim24.de. Sie spiegeln genau die bayerische "Mia-san-mia-Mentalität" wieder. Nur keine neuen Sesselbahnen, nicht dass noch fremde Gäste kommen und uns die heimischen Pisten verstopfen.
Ich benötige keine Sechserlifte die dann nur die Pisten voll machen.
Na dann benötigst du wohl auch bald kein Sudelfeld mehr ... Laut Stadler sind es noch zwei Jahre, dann kommt der Insolvenzverwalter daher und vorbei ist es mit der Skitradition in Deutschlands größtem Skigebiet ...
Sehr toll. Im Nachbarskigebiet Spitzingsee wurde modernisiert, danach die Preise erhöht, die Parkplätze gnadenlos überfüllt
An die logisch folgenden Preissteigerungen möchte ich schon mal gar nicht denken.
Die Preise erhöht? Selbst wenn es fünf Euro sind, ich bitte dich. Na und, dafür fahren am Spitzingsee auch alle Lifte, am Sudelfeld sinds übrigens derzeit ganze vier Stück. Zur Beruhigung: In der Schweiz kostet eine Halbtageskarte 50 Euro ...
Es ist wirklich nicht zu glauben. Armes Sudelfeld, armes Oberbayern, und auch armes Inntal.
Wer wettet mit: 2011 passiert WIEDER REIN GAR NICHTS.
Noja....das bestätigt mich aber nur in der Meinung, dass entweder dieses Jahr wirklich was geht, oder halt ein Teil des Gebietes in die Insolvenz geht...
Was mich viel mehr stört ist, dass die komplett kaputte Inntalautobahn ned saniert wird... Aber egal, fahr ich halt noch 2-3 Jahre Ausschliesslich auf der Linken Spur dort.
MartinWest hat geschrieben:
Interessant sind übrigens auch die Kommentare auf Rosenheim24.de. Sie spiegeln genau die bayerische "Mia-san-mia-Mentalität" wieder. Nur keine neuen Sesselbahnen, nicht dass noch fremde Gäste kommen und uns die heimischen Pisten verstopfen.
Über genau die Kommentare hab ich mich auch schon halb tot gelacht!
Liebe Sudelfelder,
baut also ja keine neuen Sessellifte, denn sonst könnte es ja passieren, daß diese bösen Touristen nicht mehr ihr Geld im benachbarten Ausland lassen, sondern vielleicht eher wieder bei uns.
Und das geht ja nicht! Die armen Österreicher haben es doch viel nötiger als wir.
Und wenn unsere alten Schrottlifte mal nicht mehr laufen sollten, auch nicht so schlimm. Dann haben wir noch mehr Platz auf unseren Pisten und viel billiger wirds auch noch. Statt einem teuren Liftticket brauchen wir dann nur noch alle paar Jahre neue Felle unter die Ski zu kaufen!
Ich sage es immer wieder: ein Skigebiet steht und fällt mit einer Region. Das Skigebiet ist ein Leitbetrieb für eine gesamte Region, und dem Skigebiet kann es nur dann gut gehen, wenn alle in der Region an einem Strang ziehen und das Skigebiet unterstützen. Dass manche Leute so an ihrem eigenen Ast sägen, auf welchem sie sitzen, ist ihnen offenbar nicht bewusst - das böse Erwachen wird aber kommen; das kann schon als sicher bezeichnet werden.
Wenn ich mich richtig erinnere, hatte Egid Stadler vor drei Jahren gesagt: Wenn nicht bald ein neuer Lift kommt, ist in spätestens fünf Jahren Sense am Sudelfeld.
Ich wünsche niemandem auf dieser Welt eine Insolvenz.
Aber das was da oben seit 40 Jahren abgeht, kann sich kein Mensch vorstellen.
Mein letzter Besuch in Bayerischzell liegt nun schon rund 4 Jahre zurück, aber damals hatte ich nicht den Eindruck, dass die Bayerischzeller hier gegen Tourismus sind. Anders als am Schliersee hatte man damals, beim Kontakt mit den Einheimischen, immer das Gefühl, willkommen zu sein. Rosenheim ist nun städtischer gerpägt und so manch einer wünscht sich vielleicht, dass Bayerischzell und Sudelfeld den ländlichen Gegenpool dazu bieten und sich nicht verändern.
DAB hat geschrieben:Mein letzter Besuch in Bayerischzell liegt nun schon rund 4 Jahre zurück, aber damals hatte ich nicht den Eindruck, dass die Bayerischzeller hier gegen Tourismus sind.
Ich glaub, man kann es so sagen: Es gibt viele, die für den Tourismus eintreten, weil sie wissen, dass sie unter anderem davon leben. Und es gibt einige wenige, die dagegen mobil machen und das leider sehr effektiv schaffen. Die Lokalen Zeitungen berichten dann natürlich darüber, was unter anderem nur Minderheiten machen, und diese Minderheiten lassen auch keine Möglichkeit aus, um sich Gehör zu verschaffen. Und durch moderne Kommunikationsmittel ist das (leider) sehr leicht möglich. Früher hat man von mancher Queräle gar nichts mitbekommen, heute schon.
Kleine Anregung von mir an die Mods: Könnte man es nicht speziell für dieses Topic vom Sudelfeld einrichten, dass jeder Beitrag, egal von welchem User, mit der Signatur "aber ich glaube es erst, wenn die Bagger anrücken" versehen wird? Damit würde man den Usern hier etwas Tipparbeit abnehmen.
Nach den Anträgen im Landratsamt Rosenheim für die neue Waldkopfbahn wurden jetzt auch die ersten drei Anträge beim Landratsamt Miesbach für die Erweiterung der Beschneiung von 20 auf 71 Hektar, einen 175000 Kubikmeter großen Speicherteich bei der Waller Alm und Wasserentnahme aus dem Auerbach gestellt.
Das Genehmigungsverfahren ist jetzt offiziell angelaufen, wird aber einige Monate in Anspruch nehmen“, sagt Frank Skodczinski, Pressesprecher des Landratsamts. „Es ist ein sehr breiter Kreis, der beteiligt und gehört werden muss.“ Die Unterlagen werden zunächst auch den Gemeinden Bayrischzell und Oberaudorf zur öffentlichen Auslegung zugeleitet.
Anträge für den Bau von Liftanlagen liegen dem Landratsamt noch nicht vor. „Das Ganze ist ja als zweistufiges Verfahren geplant“, so Skodczinski. „Erst wenn es grünes Licht für die künstliche Beschneiung gibt, kann man über die Investition in neue Lifte nachdenken.“