Erneut von einer Erkältung heimgesucht und vom Skifahren abgehalten, habe ich mal wieder alte Fotos aus meinem Archiv aufbereitet und zusammengestellt – diesmal von einem verlängerten Skiwochenende in Meiringen im Februar 2008. (Das lenkt ein wenig vom Krankenbettfrust ab – zumal dieses Wochenende auch noch beste Bedingungen herrschen...)
Pistenplan:
http://www.meiringen-hasliberg.ch/de/pa ... Pistenplan
Historische Bilder:
http://www.seilbahnbilder.ch/galerie/th ... ?album=141
Im Tal herrschte damals fast frühlingshaftes Wetter und Schnee fand sich hier keiner mehr– aber Meiringen liegt ja auf ca. 600 Meter und eine Talabfahrt ist sowieso geländemäßig nicht machbar, so dass das Ganze nicht weiter tragisch ist.
Ein Bilderbuchort, der noch richtig Flair hat und nicht von Betonklötzen und dergleichen verschandelt ist.
Blick zur Zubringerbahn, der 80PB Meringen-Hasliberg/Reuti, zu deren Talstation aber wegen des steilen Geländes keine Talabfahrt möglich ist.
Wir liefen direkt vom Hotelskikeller durch den Ort zur Pendelbahntalstation – da hat man gleich eine gute Aufwärmübung und schwitzt die 10 Stangen vom Vorabend aus
Blick von der Talstation aus...
Blick von der Pendelbahn aus auf Meiringen.
Die Bahn geht recht flott – leider fehlen bei Liftworld Angaben zur Streckenlänge und Geschwindigkeit. Aber auch die Trasse ist ganz interessant – recht nah (für eine PB) am Boden dran zuerst steil durch den Mischwald rauf, dann über eine kleine Schlucht an einer Felswand vorbei, dann über Almwiesen und über die Siedlung Reuti drüber.
Die markante Betonstütze kurz vor der Bergstation.
Bild vom nächsten Tag, als hier die Sonne schien.
Ausblick von der Pendelbahn-Bergstation – hier sind wir auf 1.076 m Seehöhe angelangt und direkt nebenan befindet sich die Talstation der 8EUB Reuti-Bidmi, die einen auf einer 1,5 km langen Trasse auf 1.437 Meter bringt, wo man allerdings getrost sitzen bleiben kann...
8EUB Reuti-Bidmi – leider ging damals die nette Abfahrt zur Talstation nicht. Die ist immer am Ende vom Skitag ein guter Ausklang – vor allem auch wg. dem 1A-Panoramablick von hier oben aus. Bis 2005 verlief hier eine Oldtimer 4EUB aus den 70ern, die ich verpasst habe. Aber meine Spezln, die sie noch kannten, erzählten mir von endlosen Wartezeiten an der Talstation bei Hochbetrieb, wo die PB direkt nebenan alle 5 Minuten 80 Leute ausspuckt und es dann entsprechenden Stau gab.
Die zweite Sektion, „Bidmi-Mägisalp“, bringt einen auf einer Strecke von 1,4 km auf 1.700 Meter rauf. Auch hier fuhr bis 2005 eine alte 4EUB.
Bergstation – hier kann man nicht mehr sitzenbleiben – denn zur allerletzten 4. Sektion muss man umsteigen. Bilder gibt es gleich, denn die erste Abfahrt führte uns zum Spycherlift.
Ich wage als Bayer lieber nicht, zu versuchen, die Berggipfel hier zu benennen. Ich hab da leider keine Ahnung und tue mir da schon in meiner eigenen Heimat relativ schwer, sobald es mal nicht um die Zugspitze, den Grünten oder den Wendelstein geht...
Talstation des 1,5 km langen Spycherlifts, der zunächst ein bisserl durch den Wald geht und dann entlang der Abfahrt von der Station Mägisalp nach Bidmi runter den Berg rauf führt.
Der Lift dient – wie 2008 – auch als Rückbringer von der Fis-Abfahrt (von der Planplatte oben runter), wenn man nicht weiter in Richtung Reuti (Talstation der 8EUB) fahren kann. (Wobei man mit viel Schieben auch meiner Erinnerung nach zu einem Ziehweg zur Station Bidmi rüber kommt.)
Einfach eine nette Schleppliftfahrt...
Hier mussten's schon den Schnee zusammenkratzen, damit die Schleppspur noch zu fahren ist.
Zoom: Oben unterwandert der Spycherlift den „Eaglexpress“, der als 4.Sektion ganz rauf zur Planplatten führt. Dahinter sieht man die 4KSB Mägisalp-Hääggen und oben links die 4SB Hääggen-Glogghus.
Bergstation Spycherlift (hier läuft der Schlepper auf den letzten 100 m über einen kleinen See rüber). Dahinter die 4KSB. Wenn man den Schlepper – man kann vorher schon, wenn man nicht weiter hoch ins obere Skigebiet will, offiziell aussteigen und gleich auf der Piste wieder abfahren – weiter fährt, geht’s zwischendrin ein eine Senke runter, was immer eine kleine akrobatische Einlage erfordert.
Am Abend werden hier die Sessel an der 4KSB Mägisalp-Hääggen eingefahren.
Leider ist die Qualität etwas schlecht: Hier nochmal der Teil, an dem der Spycherlift unter der Planplattenbahn alias Eagleexpress (8EUB) hindurch führt. Hier sieht man gut, wie steil die Bahn am Anfang hoch geht.
Bis 1998 ging hier eine DSB hoch – muss an kalten Tagen ein wahrer Eisschranklift gewesen sein...
Fahrt zur Planplatte rauf...
Blick auf die Pisten; hinten ist der gut 1km lange Tschuggilift zu sehen.
Bergstation Planplatte – 2.234 Meter hoch gelegen. (Unten im Tal ist man auf 600m Höhe und man kann von hier oben bis auf 1.076 Meter (Reuti) runter fahren.)
Der Tschuggilift.
Blick vom Ausstieg.
Zoom ins Tal – hier gibt es noch einen Militärflugplatz.
Talstation der 1,2km langen DSB Bidmi-Käserstatt von 1975 – eine nette Oldtimeranlage, bei der man sich gescheit ausruhen kann – außer bei Sauwetter halt...
Trasse
Am Anfang geht’s über das Übungsgelände drüber.
Blick zurück – im Hintergrund befindet sich die Station Bidmi der 8EUB von Reuti herauf.
Interessante Stützen...
Schnee hat's damals nicht so viel gehabt.
Gleich nach dem Steilhang kommt die Bergstation und man ist im anderen Teil des Skigebiets.
Bergstation der DSB
Der Kernpunkt des anderen Gebiets „drüben“: Eine 6EUB kommt von unten rauf (vom Tal aus muss man aber über eine Passstrasse zur Talstation Wasserwendi fahren). In Lischen gibt es dann noch eine Mittelstation. Vor 1996 hat hier schon eine Umlaufbahn (Bj. 1960) gestanden.
Hinter der 6EUB kommt der Balisalplift, ein Kurvenschlepper, rauf, der bis Anfang der 90er seine Bergstation noch weiter rechts oben hatte. Um einen Steilhang zu entschärfen (?) wurde das obere Drittel der Trasse abgerissen, eine Kurve eingebaut und die Schleppspur von unten aus weiter nach rechts verlegt. Leider hab ich kein Foto vom alten Trassenabschnitt, aber man kann ihn noch mit viel LSAP_Phantasie erahnen.
Rechts der Bildmitte sieht man die 6KSB Hochsträss, die 2001 eine DSB ersetzt hat, deren Talstation hinter der 6KSB noch zu sehen ist.
Hinter der Bergstation der 6EUB geht noch der recht steile SL Hohbühl rauf. Früher muss hier noch mal ein viel älterer Schlepper gestanden haben. Vorne rechts – fast nicht erkennbar, ist die Talstation des Tellerlifts Winterhalde, der Mitte der 90er als Zubringer zu einer Abfahrt ins andere Gebiet zurück gebaut wurde.
Als LSAP-Narr fotografierte ich noch die alte DSB Talstation...
Talstation von hinten und rechts die neue 6KSB.
Hier kommt der Balisalplift rauf, der anfangs sehr flach dahergeht, am Ende nach der Kurve aber steil wird. Die Abfahrt vom Hohbühllift runter zu diesem Schlepper finde ich ziemlich gut.
In diesem Skigebiet gibt es immer wieder grandiose Ausblicke – leider weiß ich jetzt halt nicht, wie welcher Berg heißt....
SL Balisalp – Talstation
Trasse vom Einstieg aus.
Kurve und Steilstück.
1-SL Winterhalde; im Vordergrund die 6EUB Wasserwendi-Käserstatt und die 6KSB Hochsträss. Rechts der Bildmitte im Hintergrund die Bergstation der Planplattenbahn.
Bergstation Balisalplift; im Hintergrund die 6EUB.
Talstation SL Hohbühl
Trasse
Blick ins Tal
Blick vom Ausstieg.
Bergstation
Hier geht’s recht steil zur Mägisalp runter. Zu sehen sind die 8EUB zur Planplatte rauf, rechts der Spycherlift neben der 8EUB Bidmi-Mägisalp und die 4KSB Mägisalp-Hääggen ganz links.
Trasse Planplattenbahn bzw. Eagleexpress.
Hier sogar die vollständige Trasse mit Tal- und Bergstation
nochmals das Steilstück.
Kabinenblick 8EUB Bidmi-Mägisalp.
Hier noch ein Bild von einem anderen Tag; links die 4SB Hääggen-Glogghus.
Hier nochmal besagte 4SB.
Eindrücke von der Station Bidmi aus...
Noch mal eingekehrt...
Talfahrt mit der 8EUB Reuti-Bidmi.
Auf dem Weg zurück zum Hotel zu Fuß durch den Ort...
FAZIT: Ein schönes Skigebiet, das vor allem wegen der Aussicht ein sehr schönes Flair hat. Der größte Nachteil ist, dass man eigentlich zu jeder Talstation irgendwie anschieben bzw. ein längeres Flachstück bezwingen muss. Aber sobald es kälteres Wetter hat, sind diese Aufwärmübungen recht willkommen. Schade ist auch, dass die Abfahrt Hohfluh (Nr. 20) nicht von einem Lift erschlossen wird.