Gestern gings ins Oberland, heute ins Unterland. Mayrhofen war angesagt, dort soll es ja eine Kombibahn geben, die neu ist und noch nicht so stark dokumentiert wurde.
Mit der Horbergbahn ging es hinauf ins Gebiet. Die Bahn lief vollgas - Wartezeiten gab es keine. Oben dann das übliche Chaos - im Horbergtal treffen auf engstem Raum eine 8 KSB, eine 6 KSB/B, eine 4 KSB und eine 8 EUB aufeinander. Zwischen Horbergbahn Bergstation und Hang wurde dazu noch ein Kinderland hineingepfercht.
Und so warfen wir uns ins Getümmel, um einen Sprung auf den Horberg zu schaun. Dieser Berg ist auch als Three Uni G Mountain bekannt, oben treffen die 6 KSB/B Schneekar, 6 KSB/B Gerent und 6 KSB/B Unterbergalm aufeinander. Allesamt in den typischen Farben der Mayrhofner Bergbahnen. Schaut irgendwie doch lässig aus.
Bereits bei der Auffahrt mit der Schneekarbahn fiel uns die schwarze Piste an ihrer Trasse auf. Diese war zwar bevölkert, aber zeigte noch einen guten Allgemeinzustand. Und so wurde kollektiv beschlossen, diese zu befahren. Dank kurzem Warten gelang und ein guter Run in edlem Firn. Und weils so gut war, gabs das gleich nochmal. Zwar waren gestern Gfall und Gonde besser, trotzem war auch diese Abfahrt gut.
Danach ging es runter zur Gerentbahn, deren Piste ebenfalls in gutem Zustand war. Dementsprechend gabs auch hier eine Wiederholung. Und danach dann noch Unterbergalm zwei Mal - sodann war dieser Gebietsteil ausgefahren und wir beschlossen, via Lärchenwandbahn zum Penken zu wechseln.
Wieder über die schwarze Piste runter und nach kurzen Wartezeiten ging es hinauf zum Penken. Gleich neben der Bergstation der Lärchenwandbahn steht sie nun, die Bergstation der hypermodernen Kombibahn Penken. Daher sei dieser Bahn eine längere, selbsterklärende Fotostrecke gewidmet.
Nungut, ein Fazit sei angebracht: Die Bahn an sich ist ein technisches Meisterstück, vor allem was die Programmierung der Stereung angeht. Die Bahn fügt sich durch das einheitliche Design gut in die Bahnserie der Mayrhofner Bergbahnen ein. Die 8er Sessel sind ja schon bekannt, die 10er von CWA nicht.
Und exakt diese Gondel wirkt etwas verunglückt. Einerseits ist die Konstruktion extrem breit, aber verhältnissmäßig kurz. Dadurch, dass man die Ski auch noch mit rein nehmen muss, wird der wenige Platz drinnen noch zusätzlich beschnitten. Die Kabinen wirken irgendwie wie eine 8er Gondel, die kein Aktivia bekommen hat, sie fühlt sich irgendwie aufgebläht, in der Länge aber gleichzeitig gestaucht. Und auf die Gehängestange wirkt insgesamt, für die wuchtige Gondel sehr kurz (gut, das ist technisch durch die Kombibahn bedingt). Eine ästhetische Gondel schaut anders aus - liebe CWA Konstrukteure, bitte Maierl anschaun und verbessern.
Soweit meine etwas subjektiv gesteuerte Kritik an dieser Gondel.
Dann ging es weiter über die Knorren und die Harakiri sowie die Nordhangbahn zum 150er Tux. Die PB schafft an Spitzentagen rund 9000 Leute hoch - dementsprechend hat dann auch die Panoramaabfahrt am Abend ausgesehen - Kampfski... Davor haben wir aber neben einem Essen die leere Abfahrt an der DSB Lämmerbichl genossen.
Dort gabs Firn vom Feinsten. Daher wurde diese Piste auch wiederholt, die Begleitung interessierte sich übrigens auffällig für die Klemmen und Gehänge dieser Bahn.
Auf der Horbergjoch und Wanglspitzbahn war übrigens einiges los. Nebenbei wäre es mal empfehlenswert, wenn die Kuppelschienen etwas geräuschgedämpft werden würden, die Kuppelgeräusche an der 8er sind extrem laut. Dennoch waren die Pisten in einem passablen Zustand. Nur die Zufahrt zu8 8 KSB/B war naja...
Dann ging es weiter über eine Skiroute, eher Skiweg in Serpentine zur Eggalm Nord. Dort war es viel leerer und sehr angenehm zu fahren. Nur die untersten 200 Höhenmeter wurden etwas zur Wasserschlacht. Noch schlimmer sollte dann die Piste zur Rastkogelbahn werden. Und oben auf der Eggalm steht die Bahn mit dem komischten Namen - 6y Lattenalm...
Angespornt durch diesen etwas verunglückten Bahnnamen (alle anderen Bahnen haben nahezu normale Namen, gut Hintertret Sunjet auch nicht unbedingt, aber Tappenalm, Horbergjoch, Knorren, alles nornmale Namen). haben wir dann eigene Bahnnamen erfunden, die lieber nicht genannt werden, da sonst noch Bahngesellschaften wie eine die ein paradiesisches Skigebiet haben soll, uns diese Namen abkaufen könnte. Und nein, wir wollen nicht, dass Bahnen so heißen.
Im Tal grünt es trotz unserer etwas krausen Gedanken weiter.
Ein Blick hinüber zur Lämmerbichl. Eine der besten Pisten an diesem Tag.
Der Beilspitzschlepper hat indes schon eine interessante Trasse mit etwas Botanik. Lange wird der auch nicht mehr gehen. Die Piste war auch ganz nett.
Auf der Eggalm treffen eben die beiden 6 KSB/s zusammen. Die 6y Lattenalm braucht man eigentlich kaum, die Eggalm Nord bedient eigentlich alle wesentlichen Pisten mit. Oben waren die Pisten erste Sahne, unten dann Wasserski.
Richtung Rastkoglbahn gabs dann Matschpflügen. Lange hält die Verbindung nicht mehr, die Piste zur Eggalmbahn ist schon geschlossen und allenfalls für Darkstars zu empfehlen.
Wieder oben am Horbergjoch ein Blick rüber zum Three Uni G Mountain. Dann ging es nochmal runter, und nach dieser Wiederholungsfahrt rüber zur Wanglspitz 6er. Hier läuft der Kuppelvorgang wesentlich dezenter ab...
Die Pisten dort waren auch nicht schlecht. Teilweise aber leider zu voll.
Der 150er Tux. Hat auch schon 10 Jahre am Buckel und war längste Zeit größte PB Österreichs. Bis die Ahornbahn kam und ihr den Titel streitig machte.
Finkenberger Alm - wurde heute links liegen gelassen - wir haben uns entschlossen, noch einen Kaffee zu genehmigen, bevor es ins Tal ging.
Davor sei das aber noch dokumentiert, lange gibts diesen Anblick nicht mehr zu sehen - vorne die alte 3er Penken (die mal von einer DSB gedoppelt wurde), dahinter die Lärchenwandbahn, einzige Bahn mit DS Klemmen bei den Mayrhofner Bergbahnen, und daneben wiederum die Penken Kombibahn, die Komischerweise AK Klemmen hat, und keine DT; ein Novum bei den Mayrhofnen.
Alt und Neu nebeneinander.
Gspiekopfschlepper. Kenne ich nur ohne Gehänge. Derweilen wäre er ja gar nicht so alt!
Fazit: ein durchwegs netter Tag mit Freunden. Wetter war gut, wenn auch zu warm. Hat dem Schnee ordentlich zugesetzt. Die Kombibahn am Penken ist technisch eine interessante Bahn, auch wenn ich mich mit den Kabinen nicht anfreunden kann, weder aus praktischen Gründen noch aus ästhetischen. Das Gelb hingegen ist extrem fotogen! Wenn es nach mir ginge gäbe es nur mehr Gelbe oder rote Kabinen.
Klassischer 5 von 6 Punkte Tag. SFL gestern ist unerreicht geblieben.
MFG Dachstein