Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 "
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Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 "
Die Schisaison 2010/11 steuert ja nun unausweichlich dem Ende zu. Zusammen mit Münchner machte ich mich am Samstag, dem 09.04.2011 noch einmal – wie so oft schon in den zurückliegenden Monaten – auf, um einen schönen, sonnigen, fotomotivreichen Tag in den Bergen zu verbringen.
Nun – dies sollte uns zum Finale dieser aufregenden, durch zahlreiche Ausflüge in vorher von uns nie besuchte Gebiete geprägten Saison dann auch noch einmal so richtig gelingen. Es herrschte bestes Wetter und die zwischenzeitlich durchziehenden Wolkenfelder nutzten wir, um die sich dadurch ergebenden Motive mit der Kamera einzufangen. Einziger meteologisch negativer Aspekt stellte der starke Wind an der gefroreren Wand oben dar, der eine Fahrt mit der oberen DSB verhinderte, die uns Oldtimer-Fundamentalisten durchaus interessiert hätte. (Dass auch die beiden Parallelschlepper nebenan nicht liefen konnten wir dabei noch getrost verschmerzen.) Ein weiterer Minuspunkt waren die vielen Leute, die sich ab dem späten Vormittag im Gebiet tummelten – doch irgendwie musste man trotzdem nicht nennenswert anstehen. Dies rührte vermutlich auch daher, dass ganze Kohorten von Sonnenhungrigen am Tuxer Fernerhaus (heißt doch so, oder?) verblieben und dort mit einem Weißbier bewaffnet das Kaiserwetter genossen. Den Stau an den Funitels umgingen wir durch Benutzung der EUBs, für die sich kaum einer der Massenmenschen interessierte. (Mich erinnerte das ans Fellhorn, wo die ganzen Leute sich immer an der 6KSB Mösern die Beine in den Bauch stehen, während man nebenan mit dem steilen Fellhornschlepper nahezu sofort den Berg hinauffahren kann.)
Auf jeden Fall hatte sich also wieder das überaus frühe Aufstehen (kurz vor 5 Uhr) gelohnt und ich hatte wieder mal ein vorher noch nie besuchtes Gebiet kennen gelernt. Darüber hinaus fuhr ich nun endlich einmal über den Achenpass nach Österreich, wo wir am Rückweg noch einen überaus interessanten LSAP-Abendspaziergang einlegten.
Doch nun erst einmal zurück zu den frühen Morgenstunden jenes ereignisreichen 09.04.2011, der mir wieder unendlich viele Bilder auf die Speicherkarte und meinen analogen Fotofilm „spülte“.
Ich vertrödelte die Zeit beim Kaffee, um dann erschrocken festzustellen, dass ich ja in einer guten halben Stunde in Wolfratshausen am Autobahnparkplatz zu sein hatte, wo ich mit Münchner wie so oft in den letzten Monaten verabredet war. Er hatte beim Telefonat am Vorabend auf 6 Uhr bestanden – verständlich, denn bei diesen Frühlingsbedingungen muss man früh am Berg sein, um den festen Schnee am Morgen noch genießen zu können.
Diesmal ging es dann nicht wie sonst auf der A95, sonder auf der B11 weiter. Nach Bad Tölz passierten wir – nun mehr auf der B13 - Lenggries, wo an der Talabfahrt vom Brauneck noch einige weiße Flecken an den vergangenen Winter erinnerten. Anschließend ging es weiter über den Achenpass. (Für mich zum ersten Mal wie gesagt.) In Achenkirch wurde getankt und ich spielte wie so oft unterwegs mit der Kamera herum...
Ein sonniger Apriltag brach an und die roten Sonnenstrahlen blendeten uns bei der Fahrt ins Inntal hinunter. Hier waren noch kaum andere Fahrzeuge unterwegs und auch auf der Zillertalbundesstrasse herrschte eher mäßiger Verkehr. Vor allem „hinter“ der Zillertalarena hatten sich die meisten bereits verabschiedet.
In der Früh war es am Parkplatz noch recht frisch und man war froh, die Schijacke mit eingepackt zu haben.
Auffahrt im Funitel – für mich war es eine Premiere. Aber ich mache mir aus solchen modernen Bahnen nichts. Außer – das muss ich zugeben – meine erste Begegnung mit einer 8KSB. Damals (so 2006) hatte ich gar nicht gewusst, dass es solche Dinger gab, kam ahnungslos nach Hopfgarten und staunte nicht schlecht über jenes Konstrukt.
An der gefroreren Wand oben war nichts mit Knipsen – der Wind blies äußerst unangenehm und wir machten uns flugs an die Talabfahrt, die wir noch in einigermaßen festem Zustand erleben wollten. Hier sieht man einen Windsack nahe der Talstation der 3.Sektion.
Hier kann man die Schneebeschaffenheit ganz gut erkennen. Dazu menschenleer und 1A-Bedingungen – es hatte sich gelohnt, „mitten in der Nacht“ aufzustehen. Später war hier schon einiges los und der Schnee weich wie die Marmelade zum Frühstück...
In der Früh stand die alte 4EUB noch – doch als sie später mal kurz angelassen wurde, nahmen wir sie für eine Fahrt nach oben. Später wurden die Kabinen dann so kurz nach Mittag wieder reingeholt.
Die 2. Funitel-Sektion mit der Lärmstange im Hintergrund. Woher wohl dieser kuriose Bergname stammt?
Alt und Neu in Alt
idyllischer Seitenblick aus der 6SB (meine erste Fahrt in einer solchen Anlage! Bisher nur kuppelbare 6er...)
Fahrt über die 6SB. Was stand denn hier vorher für eine Anlage?
Auf dem Weg ins Tal.
Zoom zur Piste des Tages – diesen Schlepper da oben sollten wir am häufigsten fahren, denn die Piste war auch nach 12 Uhr noch in einem 1A-Zustand.
Ohne Kunstschnee wäre da natürlich nix mehr gegangen!
Auch hier am Zielhang war die Piste nicht zu verfehlen.
Unterm Funitel noch eine alte Stütze – von der früheren 4-EUB. Bis 1981 fuhr die mit einem Wopfner-ESL zu ihrer Rechten, der dann einer DSB wich, die später in 2000 durch die mittlerweile schon irgendwie gebraucht wirkende 8EUB ersetzt wurde.
Unser nächstes „Opfer“ - der alte Gittermastenlift oberhalb der Bergstation der 1. Sektion. Hier hatte es sich zwischenzeitlich derart aufgeweicht, dass wir nach einer Abfahrt wieder nach oben fliehen mussten.
So müssen vor meiner Geburt in 1980 die Schlepplifte zumeist ausgesehen haben – mit roter, ganz bestimmt gesunder Rostschutzfarbe.
In der guten, alten 4EUB, wo NIEMAND anstand, während alle zum Funitel eilten. So konnten wir wenigstens die Füße ausstrecken, die Sachen ausbreiten und hin und wieder durch die geöffneten Fenster an der Kabinentüre fotografieren.
Weiterfahrt mit der 1. Sektion der gefrorenen Wand-DSBen. Die soll ja nun ersetzt werden, oder? Schade um den alten Lift! Hat der hier eigentlich noch eine alte Wopfner-Stütze des frühren ESL?
Weitere Bilder folgen am Wochenende...
Nun – dies sollte uns zum Finale dieser aufregenden, durch zahlreiche Ausflüge in vorher von uns nie besuchte Gebiete geprägten Saison dann auch noch einmal so richtig gelingen. Es herrschte bestes Wetter und die zwischenzeitlich durchziehenden Wolkenfelder nutzten wir, um die sich dadurch ergebenden Motive mit der Kamera einzufangen. Einziger meteologisch negativer Aspekt stellte der starke Wind an der gefroreren Wand oben dar, der eine Fahrt mit der oberen DSB verhinderte, die uns Oldtimer-Fundamentalisten durchaus interessiert hätte. (Dass auch die beiden Parallelschlepper nebenan nicht liefen konnten wir dabei noch getrost verschmerzen.) Ein weiterer Minuspunkt waren die vielen Leute, die sich ab dem späten Vormittag im Gebiet tummelten – doch irgendwie musste man trotzdem nicht nennenswert anstehen. Dies rührte vermutlich auch daher, dass ganze Kohorten von Sonnenhungrigen am Tuxer Fernerhaus (heißt doch so, oder?) verblieben und dort mit einem Weißbier bewaffnet das Kaiserwetter genossen. Den Stau an den Funitels umgingen wir durch Benutzung der EUBs, für die sich kaum einer der Massenmenschen interessierte. (Mich erinnerte das ans Fellhorn, wo die ganzen Leute sich immer an der 6KSB Mösern die Beine in den Bauch stehen, während man nebenan mit dem steilen Fellhornschlepper nahezu sofort den Berg hinauffahren kann.)
Auf jeden Fall hatte sich also wieder das überaus frühe Aufstehen (kurz vor 5 Uhr) gelohnt und ich hatte wieder mal ein vorher noch nie besuchtes Gebiet kennen gelernt. Darüber hinaus fuhr ich nun endlich einmal über den Achenpass nach Österreich, wo wir am Rückweg noch einen überaus interessanten LSAP-Abendspaziergang einlegten.
Doch nun erst einmal zurück zu den frühen Morgenstunden jenes ereignisreichen 09.04.2011, der mir wieder unendlich viele Bilder auf die Speicherkarte und meinen analogen Fotofilm „spülte“.
Ich vertrödelte die Zeit beim Kaffee, um dann erschrocken festzustellen, dass ich ja in einer guten halben Stunde in Wolfratshausen am Autobahnparkplatz zu sein hatte, wo ich mit Münchner wie so oft in den letzten Monaten verabredet war. Er hatte beim Telefonat am Vorabend auf 6 Uhr bestanden – verständlich, denn bei diesen Frühlingsbedingungen muss man früh am Berg sein, um den festen Schnee am Morgen noch genießen zu können.
Diesmal ging es dann nicht wie sonst auf der A95, sonder auf der B11 weiter. Nach Bad Tölz passierten wir – nun mehr auf der B13 - Lenggries, wo an der Talabfahrt vom Brauneck noch einige weiße Flecken an den vergangenen Winter erinnerten. Anschließend ging es weiter über den Achenpass. (Für mich zum ersten Mal wie gesagt.) In Achenkirch wurde getankt und ich spielte wie so oft unterwegs mit der Kamera herum...
Ein sonniger Apriltag brach an und die roten Sonnenstrahlen blendeten uns bei der Fahrt ins Inntal hinunter. Hier waren noch kaum andere Fahrzeuge unterwegs und auch auf der Zillertalbundesstrasse herrschte eher mäßiger Verkehr. Vor allem „hinter“ der Zillertalarena hatten sich die meisten bereits verabschiedet.
In der Früh war es am Parkplatz noch recht frisch und man war froh, die Schijacke mit eingepackt zu haben.
Auffahrt im Funitel – für mich war es eine Premiere. Aber ich mache mir aus solchen modernen Bahnen nichts. Außer – das muss ich zugeben – meine erste Begegnung mit einer 8KSB. Damals (so 2006) hatte ich gar nicht gewusst, dass es solche Dinger gab, kam ahnungslos nach Hopfgarten und staunte nicht schlecht über jenes Konstrukt.
An der gefroreren Wand oben war nichts mit Knipsen – der Wind blies äußerst unangenehm und wir machten uns flugs an die Talabfahrt, die wir noch in einigermaßen festem Zustand erleben wollten. Hier sieht man einen Windsack nahe der Talstation der 3.Sektion.
Hier kann man die Schneebeschaffenheit ganz gut erkennen. Dazu menschenleer und 1A-Bedingungen – es hatte sich gelohnt, „mitten in der Nacht“ aufzustehen. Später war hier schon einiges los und der Schnee weich wie die Marmelade zum Frühstück...
In der Früh stand die alte 4EUB noch – doch als sie später mal kurz angelassen wurde, nahmen wir sie für eine Fahrt nach oben. Später wurden die Kabinen dann so kurz nach Mittag wieder reingeholt.
Die 2. Funitel-Sektion mit der Lärmstange im Hintergrund. Woher wohl dieser kuriose Bergname stammt?
Alt und Neu in Alt
idyllischer Seitenblick aus der 6SB (meine erste Fahrt in einer solchen Anlage! Bisher nur kuppelbare 6er...)
Fahrt über die 6SB. Was stand denn hier vorher für eine Anlage?
Auf dem Weg ins Tal.
Zoom zur Piste des Tages – diesen Schlepper da oben sollten wir am häufigsten fahren, denn die Piste war auch nach 12 Uhr noch in einem 1A-Zustand.
Ohne Kunstschnee wäre da natürlich nix mehr gegangen!
Auch hier am Zielhang war die Piste nicht zu verfehlen.
Unterm Funitel noch eine alte Stütze – von der früheren 4-EUB. Bis 1981 fuhr die mit einem Wopfner-ESL zu ihrer Rechten, der dann einer DSB wich, die später in 2000 durch die mittlerweile schon irgendwie gebraucht wirkende 8EUB ersetzt wurde.
Unser nächstes „Opfer“ - der alte Gittermastenlift oberhalb der Bergstation der 1. Sektion. Hier hatte es sich zwischenzeitlich derart aufgeweicht, dass wir nach einer Abfahrt wieder nach oben fliehen mussten.
So müssen vor meiner Geburt in 1980 die Schlepplifte zumeist ausgesehen haben – mit roter, ganz bestimmt gesunder Rostschutzfarbe.
In der guten, alten 4EUB, wo NIEMAND anstand, während alle zum Funitel eilten. So konnten wir wenigstens die Füße ausstrecken, die Sachen ausbreiten und hin und wieder durch die geöffneten Fenster an der Kabinentüre fotografieren.
Weiterfahrt mit der 1. Sektion der gefrorenen Wand-DSBen. Die soll ja nun ersetzt werden, oder? Schade um den alten Lift! Hat der hier eigentlich noch eine alte Wopfner-Stütze des frühren ESL?
Weitere Bilder folgen am Wochenende...
Zuletzt geändert von vovo am 02.08.2023 - 21:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 " - Teil
Wie immer, super Bilder!
Ich kann mir aber nicht vorstellen dass alle Leute mit dem ESL alleine aus dem Loch heraus befördert wurden, da wahr wohl die DSB Lärmstange als Beschäftigungsanlage ziemlich gefragt!
Meines Wissens nach hatte der ESL, der vom GB2 ersetzt wurde, einen Zwischeneintieg "unten" in der Senke.vovo hat geschrieben:Fahrt über die 6SB. Was stand denn hier vorher für eine Anlage?
Ich kann mir aber nicht vorstellen dass alle Leute mit dem ESL alleine aus dem Loch heraus befördert wurden, da wahr wohl die DSB Lärmstange als Beschäftigungsanlage ziemlich gefragt!
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Re: Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 " - Teil
Laut alten Pistenplänen stand vor der 6-SB neben der Zwischeneinstiegsstelle des ESL ein SL. Das war aber vor meinem ersten Besuch 1996, so dass ich diese Anlagen nie selbst live zu Gesicht bekommen habe. Miki und Petz waren bspw. früher schon einmal dort, vielleicht können sie oder andere mehr dazu berichten.Meines Wissens nach hatte der ESL, der vom GB2 ersetzt wurde, einen Zwischeneintieg "unten" in der Senke.
Ich kann mir aber nicht vorstellen dass alle Leute mit dem ESL alleine aus dem Loch heraus befördert wurden, da wahr wohl die DSB Lärmstange als Beschäftigungsanlage ziemlich gefragt!
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Re: Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 " - Teil
Hallo,Emilius3557 hat geschrieben:Laut alten Pistenplänen stand vor der 6-SB neben der Zwischeneinstiegsstelle des ESL ein SL. Das war aber vor meinem ersten Besuch 1996, so dass ich diese Anlagen nie selbst live zu Gesicht bekommen habe. Miki und Petz waren bspw. früher schon einmal dort, vielleicht können sie oder andere mehr dazu berichten.Meines Wissens nach hatte der ESL, der vom GB2 ersetzt wurde, einen Zwischeneintieg "unten" in der Senke.
Ich kann mir aber nicht vorstellen dass alle Leute mit dem ESL alleine aus dem Loch heraus befördert wurden, da wahr wohl die DSB Lärmstange als Beschäftigungsanlage ziemlich gefragt!
ja der ESL hatte einen Zwischeneinstieg aber ich bin mir nicht sicher ob man damit zurück zur Sommerbergalm kam,
auf jeden Fall konnte man zurück zum TFH fahren, ohne den "Umweg" über die Sommerbergalm.
Der Schlepper zur Sommerberg war in etwa an der Stelle der heutigen 6erSB, etwas weiter rechts.
Die Piste zur Talstation hatte noch ein kleines Bergaufstück, deshalb musste man immer etwas schieben.
@vovo Zitat:
"Schaut irgendwie nach Wopfner aus. Verlief der ESL aber nicht dort, wo die jetzige 8EUB ihre Trasse hat?"
Die erste Sektion hatte die gleiche EUB wie die zweite und das war/ist glaube ich Girak.
An der Stelle der heutigen 8EUB stand zuvor eine DSB mit Skihalterungen rechts und links, wehe der Ski lag nicht richtig drin....
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Re: Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 " - Fortsetzung
Danke.ChaosB99 hat geschrieben:Sehr schön, vovo
Hier gibt es auch noch die restlichen Bilder:
Wir saßen hier in der unteren der beiden Doppelsesselbahnen zur Gefrorenen Wand – leider sollte die obere den ganzen Tag wegen des Sturms am Gipfel geschlossen bleiben.
Talstation der besagten oberen DSB.
Anschließend verloren Münchner und ich uns aus den Augen und fuhren beide, wie sich später herausstellen sollte, in Richtung Kaserer Lift, wo man vom Einstieg aus einen Blick auf die DSB Lärmstange hat.
Blick zum Nachbarschlepplift
Nach mir folgte eine ganze Gruppe Leute. Hier oben waren den ganzen Tag über beste Pistenverhältnisse zu „beklagen“...
Man konnte anständig carven, musste nicht befürchten, auf Kunstschneeplatten auszurutschen oder im Sulz ausgehebelt zu werden und hatte lediglich weiter unten ein lästiges Querstück zu bewältigen, um wieder zur Talstation des recht langen Schleppers zu gelangen.
Der andere Lift weiter drüben ist noch ein schöner, alter Gittermastenschlepper.
Wegen dem Wind hörte ich mein Handy nicht klingeln, aber an der Bergstation las ich eine Nachricht von Münchner, der schon in Richtung Tuxer Fernerhaus unterwegs war, um was zu essen. Es war zwar erst 11 Uhr, aber ich konnte auch schon was vertragen und von der Zeit her ist es da immer nicht so gesteckt voll wie ab 12 Uhr.
Noch ein Foto unterwegs geschossen...
Wir setzen uns nach drinnen, wo kaum Leute saßen, während man draußen schon fast keinen Platz mehr fand, die Musik dröhnte und lautes Geplärre herrschte. Hier hatte man seine Ruhe, konnte das Kantinenessen hinunterschlingen (Höhenmeterstress!
Meine alte Analogkamera hatte ich an jenem Tag auch mal wieder dabei.
Vorbei an der alten DSB ging es zum Gletscherbus 3, denn wir wollten noch zur Dreiersesselbahn oben, wo allerdings ein ziemlich ekelhafter Wind blies und die Bahn vermutlich deswegen im Schneckentempo lief. So beließen wir es bei einer einzigen Fahrt und suchten windstillere Gefilde auf.
Wie im Windkanal kam man sich hier vor...
Aber es hatte einen 1A-Ausblick!
Der frühere Verlauf der 3SB muss ja genial gewesen sein – er führte rechts unter den Rollen der Stütze direkt an der steilen Felswand hoch. Im LSAP-Forum kann man die Bilder noch bestaunen.
Leider nur 1x gefahren – schöne, alte Bahn aus den 70ern.
Nun hatten die Wolkenfelder Einzug gehalten, was wenigstens ein paar interessante Wettermotive erbrachte.
Wieder am Gittermastlift.
Und wieder zum Hang des Tages, wo wir es so richtig krachen ließen. (Hier hab ich mir erlaubt, einen Unbekannten abzulichten – Müncher fuhr immer lieber auf der anderen Seite vom Lift.)
Altes Liftstationsfundament neben dem Tuxer Fernerhaus und unterhalb der Talstation der DSB Gefrorenen Wand?
Hier nochmal die grafische Begründung, weswegen wir es vorgezogen hatten, Mittags im Innern zu speisen...
Beim Bagger müsste der SL Gefrorene Wand losgegangen sein. Leider war er sonst schon abgetragen – hätte noch ein gutes Motiv ergeben.
Die obere DSB blieb leider geschlossen.
Später zeigte mir Münchner noch die Aussichtsplattform auf der Bergstation des Gletscherbus III. Auf der anderen Seite ging es ziemlich steil runter.
Wir waren nicht die einzigen Fotografen hier oben...
Nun am Nachmittag lief der Schitag schon so langsam, aber sicher auf sein Ende zu. Wie immer konnten wir es kaum fassen, dass seit der Anreise vor gefühlten 20 Minuten so viele Stunden zerronnen waren. Aber andererseits begannen auch meine Füße zu schmerzen und ich merkte, dass ich Münchner kaum noch hinterher kam. Das frühe Aufstehen machte sich bemerkbar.
Nochmal an den besten Hängen des Tages gefahren...
Am Tuxer Fernerhaus trank ich noch schnell ein kleines Bierchen
Die Massen standen am Funitel an und wir nahmen natürlich die 8EUB.
Wenn man bedenkt, dass hier ganz früher nur ein einziger ESL hoch ging...
Nun – wir hatten also wieder einen Schitag unverletzt überstanden. Einen muss es aber erwischt haben, denn oben hatten wir noch einen Rettungshubschrauber starten sehen.
Unten herrschte warmes Frühlingswetter und wir machten, dass wir aus unseren Jacken kamen. Aber ich finde es schon besser, bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher nach Hause zu fahren, als wie sonst bei Dunkelheit, vereisten Straßen und klirrender Kälte. (Davon hat jetzt jeder sicherlich die Schnauze voll!)
Hintertux ist für einen Tag ein recht gutes Gebiet - Langeweile kommt da keine auf. Aber man ist halt auch nicht in einem urigen Retro-Areal, wohin sich kaum Leute verirren, uralte Diesellift laufen und man günstig und total gut in irgendeiner Almhütte essen kann. Wobei ja für Tiroler Verhältnisse noch recht viele alten Anlagen oben rumstehen.
Blick zurück zum Gletscher.
Die MUSS noch gefahren werden!
Auf der Rückfahrt legten wir noch in Achenkirch am LSAP-ESL und weiter in Richtung Grenze an der Schleppliftruine einen Zwischenstopp ein. Bilder hiervon gibt es hier.
Doch nach jenem kleinen Spaziergang hatten wir noch immer nicht genug und ich wie gesagt an jenem Tag zum ersten Mal über den Achenpass fuhr, besuchten wir auf deutscher Seite noch in der Dämmerung den Sylvensteinspeicher.
Unter der Brücke lag bis zur Flutung in den 50er Jahren die Ortschaft Fall. Leider hat man hier nicht wie am Reschenpass einen Kirchturm stehen lassen. Das wäre es noch gewesen! Aber lt. Internet wurde die Ortschaft komplett geschliffen. Ob man bei günstigem Wasserstand noch was erkennen kann??? (Verlassene Geisterorte oder auch sog. „Wüstungen“ sind ja auch ein höchst interessantes Thema.)
Ein Traumschitag ging nun endgültig zu Ende....
...und mit ihm wohl nun endgültig die Wintersaison 2010/11, in der ich es auf ganze 25 Tage gebracht habe.
Vor allem der letzte in Hintertux und der Ausflug ins höchst interessante Gebiet Hochjoch in Schruns (Kurven-DSB!) stachen prägnant hervor, doch auch das „Sommerschi“-Erlebnis in Kühtai, das absolut urige Gebiet am Hochfelln, die Fahrten mit dem wahnsinnig steilen, Ex-LSAP-Schlepper „Vorderer Wurmkogel II“ in Hochgurgl, der total kultige Sonnenhanglift in Erwald und der Fönschitag an der Loferer Alm waren einprägende Erlebnisse.
Ebenso auch sicherlich auch Obsteig, Seefeld, wie jedes Jahr Meiringen, das Rangger Köpfl und der alte Kolbenalmlift (mit knallroten Stützen) in Oberammgerau.
Bemerkbar haben sich all die Ausflüge nun auch auf meiner Festplatte gemacht – in dieser Saison sind tausende von neuen Bildern unzähliger Lifte und Landschaften hinzugekommen. Doch nun ist erst einmal eine Weile Schluss damit – bis zur Wandersaison halt, für die auch schon etliche Pläne geschmiedet sind.
E N D E
Zuletzt geändert von vovo am 02.08.2023 - 22:16, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 " - Teil
Bin leider erst jetzt dazu gekommen, die Fotos in Ruhe anzuschauen. Wie immer sehr schöne Motive dabei... der analoge Stil gefällt mir und den glänzenden Schnee hast du auch super erwischt.
Hier noch der Link zu Bildern, auf denen das alte Fall noch sichtbar ist:
http://www.br-online.de/content/cms/Bil ... 143108.jpg
http://www.br-online.de/content/cms/Bil ... 121801.jpg
Hier noch der Link zu Bildern, auf denen das alte Fall noch sichtbar ist:
http://www.br-online.de/content/cms/Bil ... 143108.jpg
http://www.br-online.de/content/cms/Bil ... 121801.jpg
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Re: Hintertuxer Gletscher | 09.04.2011 | "5 vor 12 " - Teil II
Ich war 2014 bei absolut miesem Wetter mal dort. Von den ehemaligen Anlagen, die ja auch in der Piefke-Saga zu sehen sind, hat ja leider keine mehr überlebt. Die 2. Sektion ESL zum Tuxer Fernerhaus wäre ja schon ein Erlebnis gewesen...naja, wenigstens die 4-er EUB hab ich noch erwischt. 
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