Devisenkurse und Tourismus

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3303
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Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von 3303 »

Der Euro ist schwach, der Dollar ebenso. Der Schweizer Franken gilt als "Sicherer Hafen" für Investoren.
Besonders der Kurs des Euro erreicht derzeit historische Tiefststände. Mittlerweile sind nur noch ca. 1,15 SFr für einen Euro zu bekommen. Ein Ende der Entwicklung ist kaum absehbar; die EU droht, sich zu einer Transferunion zu entwickeln. Kurzfristige Hilfskredite können nach Ansicht vieler Volkswirtschaftler das Problem der Überschuldung vieler Staaten aber nicht lösen.

In Anbetracht dieser Situation zeigt sich in der Schweiz eine zunehmende Besorgnis. Zumindest hört man das Thema in vielen Gesprächen.
Wie tief wird der Eurokurs noch fallen?
Wenige Vorteile für die schweizer Wirtschaft wie beispielsweise derzeit niedrige Zinsen, scheinen überwiegenden Nachteilen, besonders auch im Tourismus gegenüberzustehen. Auswege werden gesucht, aber ausschalten lässt sich die Wechselkursproblematik nicht ganz.
Je "gewöhnlicher" die Destination, je weniger Anteil aus Touristen außerhalb des Euroraumes, umso problematischer kann sich für diese Schweizer Gebiete die kommende Saison gestalten.

Bezogen auf den Touristen aus dem Euroraum bedeutet das beispielsweise, dass die internationele Tageskarte in Zermatt in der kommenden Saison, gemessen am Kurs von 1,15 SFr pro Euro, enorme ca.75 Euro kosten wird.
Ich selbst habe gestern im Restaurant für ein Stück Kuchen, 2 Tassen Café und ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk umgerechnet 20 Euro bezahlt.
Da überlegt man sich schon genau, ob und wenn ja, was man bestellt.

Mich würde mal interessieren, wie sich das Thema erstens auf die Entscheidung der Touristen aus dem Euroraum auswirkt, gibt es jemanden, der in der kommenden deswegen nicht in die Schweiz fahren wird?
Wie sehen die Schweizer aus dem Forum das. Ist man noch eher gelassen, oder macht man sich teilweise ernsthafte Sorgen?

Rüganer
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Rüganer »

Ich hab ja wieder vom 10. - 17. Dezember ein Apartement in Zermatt gebucht. Bei 200 Euro pro Woche musste ich einfach zuschlagen , war ja schon mal da.
Ich bin aber doch ganz schön erschrocken, als ich eben mal den Skipasspreis berechnet habe 8O .
Naja, gibts wohl nur noch Tagesskipässe, um auf das Wetter reagieren zu können.
Bei einem Schlechtwettertag und Wochenskipass beisst man sich ja in den A....
Vielleicht gibts ja auch von Seiten der Bergbahnen noch ein Sonderangebot für arme Euro-Kunden :lach:
Aber NOCH ändere ich meine Reiseplanung nicht, bin aber sicher auch nicht repräsentativ.
Zuletzt geändert von Rüganer am 17.07.2011 - 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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OliK
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von OliK »

Tjo, also selbst ich als absoluter Schweiz-Liebhaber (wohne ja ganz in der Nähe) mache mir Gedanken wo wir nächste Saison schwerpunktmässig hinfahren. Vorallem unsere Tagestouren die in der Vergangenheit zu 99% in die Schweiz führten, stehen langsam doch auf der Kippe. Aber mal abwarten, vielleicht wird der € wieder etws stärker :lol: ...
Bei mehrtägigen Ausflügen - in ein Schigebiet - fällt ja aufgrund möglicher Packages (siehe letzten Winter die Euro-Aktion der Jungfraubahnen bspw.) der starke Franken nicht so sehr ins Gewicht.
Die normalen Schigebiete werden IMHO das stärker zu spüren bekommen als Top-Destinationen wie St.Moritz oder Zermatt, da es ja dem Klientel das dort die Kohle hinbringt eh mehr oder weniger egal sein dürfte, da sowieso alles auf schweizer Konten liegt ;)
Es grüsst der Oli
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Vadret
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Vadret »

Ganz klar, als Einwohner eines schweizerischen Hochtals der ohne Tourismus in dieser Art gar nicht existieren könnte, macht man sich als Privatperson schon sorgen, wie die Zukunft hier aussehen wird. Sei es um das Leben zu Unterhalten und sei es das Dach über dem Kopf finanzieren zu können, vor allem wenn eine Familie unterhalten werden muss. Auch unter dem einheimischen Volk gibt’s Stirnrunzeln wenn man das Thema ausbleibende Touristen, Höchstpreise im Immobiliensektor, Verkauf unserer Heimat, Geisterdörfer, staubige Baustellen und Wechselkurse anspricht.

Ich persönliche sehe in der momentanen Situation auch Chancen und viele Lichtblicke für eine „rosige“ Zukunft. Es tut gewissen „Sparten & Gruppierungen“ bei uns mehr als nur gut, wieder etwas in die Realität zurück geholt zu werden. In den letzten Jahren hat sich schon eine gewisse Arroganz und Abzocker-Mentalität gebildet die schleunigst wieder reduziert werden sollte. Es sollte vermehrt wieder um den Gast gekämpft werden und ihm die „Wilkommenheit“ besser rübergebracht werden als bisher. Die Selbstsicherheit alles richtig gemacht zu haben, sollte überdacht werden und vielleicht würde es auch nicht schaden, bei der Konkurrenz mal über die Grenze hinüberzuschielen und versuchen die „Erfolgsrezepte“ in künftige Strategien einzubauen, ohne dass man es immer dem Wechselkurs zuschiebt. Denn ich bin mir ganz sicher, dass wenn der Wille vorhanden ist, es machbar ist, dieses Umdenken während dieser Krise stattfinden zu lassen um später wieder voller Elan und mit neuen Ideen „Durchstarten“ zu können, denn am wichtigsten Gut für eine erfolgreiche Zukunft fehlt es nicht, nämlich das einmalige Naturerlebnis! (der leider wegen den Äusseren Umständen in letzter Zeit stark in den Schatten gedrängt wurde)
Zuletzt geändert von Vadret am 17.07.2011 - 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Bjoerndetmold
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

Mich interessiert natürlich das letztendliche Preis-Leistungs-Verhältnis, nicht allein der Wechselkurs.

Aber wenn ich mir angucke, dass ich nach derzeitigem Kurs in der Schweiz für eine Kalbsbratwurst mit Pommes und Sauche 20,70 Euro oder für eine Kinderportion Pommes mit Wiener Würstchen (nicht Schnitzel) 11,13 Euro zahle, da würde mir das Essen schon im Halse stecken bleiben... :-) Insbesondere, weil ich reflexartig alles noch x2 nehme und dann sind mir über 40 Deutsche Mark für eine Bratwurst einfach viel zu viel (Preise: http://www.alteschwendi.ch/cms/upload/G ... _10-11.pdf).

Allerdings liebe ich die Schweizer Küche und fand sie, obwohl es ja schon immer teurer als in Österreich war, bisher eher preiswert, denn man bekommt wenigstens ein echtes (Kalbs-) Schnitzel und die Beilagen sind auch mal selbstgemacht (Rösti pp.), während in D und A doch meist Tiefkühltruhe und Friteuse in Teamarbeit die Verpflegung übernehmen.
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Af
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Af »

Wenn du in A+D nur Tiefkühlware und Friteuse bekommen hast, bist in die Falschen Hütten...
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Bjoerndetmold
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

Af hat geschrieben:Wenn du in A+D nur Tiefkühlware und Friteuse bekommen hast, bist in die Falschen Hütten...
In den Berghütten geht es vielleicht sogar noch am ehesten. "Schlimmer" sind die Gasthöfe, Restaurants und Hotels.
Nimm das Schnitzel: Ein Kalbsschnitzel ist in deutschen Restaurants kaum mehr zu bekommen.
Ein Trend hin zu Knödel und Bratkartoffel aus dem Großmarkt wird wohl niemand abstreiten, oder?

Ausnahmen gibt es natürlich überall, aber die muss man auch finden...
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eMGee
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von eMGee »

Ich überlege mir schon, meine Besuche/Urlaube in der Schweiz einzuschränken. War die letzten Jahre immer im Sommer 14 Tage wandern, das ist gestrichen. Ausschlaggebend nicht ausschließlich die Kosten, aber das wurde berücksichtigt. Zermatt nächsten Winter ist schon gebucht, da ändere ich auch nichts.
Auswirkungen wird es mit Sicherheit haben, bleibt abzuwarten welche. Die großen Destinationen werden es vielleicht weniger spüren wie die kleineren.
Mich würde interessieren, wie es die Schweizer hier sehen. Der Wechselkurs ist ja für euch auch ein Anreiz den Urlaub verstärkt in Österreich oder Italien zu verbringen! Wenn die Schweizer verstärkt in der Heimat urlauben würden, können sie fehlende Gäste aus dem Euro-Raum ausgleichen. Sollten die aber wegfallen, dann wird es schon kritischer.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von skilinde »

Auf den Tourismus kann das Gnaze nicht ohne Folgen bleiben. Meines Erarchtens ergeben sich für Mainstream-lastige (wertfrei gemeint) Skigebiete allerdings im Moment durchaus große Potenziale, wenn man eine gewisse Kapitaldecke hat und ein wenig Risikobereitschaft an den Tag legt.

Im Moment könnten die Schweizer Seilnahnunternehmen sicher so günstig wie lange nicht mehr ihre Seil- / Sesselbahnflotte erneuern. Ich gehe mal davon aus, dass Leitner und DM überwiegend in € fakturieren, da ist der Moment günstig für eine Re- oder Neuinvestition.

Mir ist schon klar, dass das man von Heute auf Morgen keine Seilbahn hochziehen kann, aber mittels günstiger Devisentermingeschäfte (ggf. Absicherungen über Straddle oder Knock Out) können hier einige Betreiber ganz gut vorbauen.

Leider befürchte ich, dass das zuvor skizzierte Szenario (Kapitaldecke / Risikobereitschaft) nicht auf viele schweizer Seilbahnfirmen zutrifft.

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Mitleser
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Mitleser »

Vadret hat geschrieben:.... Es tut gewissen „Sparten & Gruppierungen“ bei uns mehr als nur gut, wieder etwas in die Realität zurück geholt zu werden. In den letzten Jahren hat sich schon eine gewisse Arroganz und Abzocker-Mentalität gebildet die schleunigst wieder reduziert werden sollte. Es sollte vermehrt wieder um den Gast gekämpft werden und ihm die „Wilkommenheit“ besser rübergebracht werden als bisher.
Letzes Juni-WE: In einem kleinen, alten Dorfrestaurant eine ganz normale Schinken-Pizza zu mir genommen (18,- SFR sind auch bei gutem Wechselkurs heftig) mit kleinem Mineralwasser macht dann 22,- SFR. "Kann ich in Euro bezahlen?" - " Klar, macht dann genau 20,- Euro" 8O 8O 8O

Tankstelle umgerechnet 18,- Euro Rechnung, 20,-€ gegeben, 2 SFR zurück :sauer:

Bin seither öfters mal zum Skilaufen ins Toggenburg, aber bei dem Wechselkurs derzeit ist mir der Skipass dort ja noch teurer als z.B. in St. Anton :nein:
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Foto-Irrer »

Bei uns ist die Folge des momentanen Devisenkurses, dass wir nächstes Jahr Mitte-Ende Januar anstelle nach Zermatt voraussichtlich wieder an die Sella Ronda fahren. Der Skipasspreis ist bei mir nicht ausschlaggebend, das gebe ich für ein entsprechend spektakuläres Skiurlaubserlebnis (Panorama, Pisten, Bahnen) gern aus. Aber die Nebenkosten eines Skiurlaubs (Verpflegung, Unterkunft) dürfen dann nicht zusätzlich ins Gewicht fallen. Und somit ist die Entscheidung nachvollziehbar, wenn eine Unterkunft (z.B. Halbpension in Colfosco direkt an der Sella Ronda für 55,- € p.P.) und ein Mittagessen (große Pizza im Skigebiet für 9,- €, die für zwei reicht, plus 1,- € Cappuccino) in Alta Badia halb so teuer ist wie in Zermatt.
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Af
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Af »

Bjoerndetmold hat geschrieben:In den Berghütten geht es vielleicht sogar noch am ehesten. "Schlimmer" sind die Gasthöfe, Restaurants und Hotels.
Nimm das Schnitzel: Ein Kalbsschnitzel ist in deutschen Restaurants kaum mehr zu bekommen.
Ein Trend hin zu Knödel und Bratkartoffel aus dem Großmarkt wird wohl niemand abstreiten, oder?
Komisch... ich such mir immer diese Gasthöfe raus, die mir eben die gewünschte Qualität bieten. Dafür zahl ich auch mal mehr. Aber da musst halt echt einige Karten lesen und mal ein vorbeilaufendes Essen begutachten um abschätzen zu können, ob das Essen passt.

Fertigknödel sind(ausser auf billigen grossen SB-Skihütten) mir aber noch keine Untergekommen und würd ich auch boykotieren.

In Skigebieten steuer ich zielgerichtet die älteste und urigste Hütte an. Damit bin ich noch nie schlecht gefahren. Ganz im Gegenteil...
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Bjoerndetmold »

Af hat geschrieben: Komisch... ich such mir immer diese Gasthöfe raus, die mir eben die gewünschte Qualität bieten. Dafür zahl ich auch mal mehr. Aber da musst halt echt einige Karten lesen und mal ein vorbeilaufendes Essen begutachten um abschätzen zu können, ob das Essen passt.
Karte lese ich auch vorher. Aber ich stelle mich nicht in einen Gasthof und setze mich erst, nachdem die Karte in natura an mir vorbeigelaufen ist. Ich bin auch gerne - wie geschrieben - in der Schweiz bereit, für bessere Qualität zu bezahlen.
Af hat geschrieben: In Skigebieten steuer ich zielgerichtet die älteste und urigste Hütte an. Damit bin ich noch nie schlecht gefahren. Ganz im Gegenteil...
Das mache ich auch so.

Vielleicht bin ich im übrigen auch nur zu doof und daher der einzige, dem sowas passiert... :?
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Af »

Nein, das glaube ich nicht, dass du zu doof bist... Evtl. hab ich auch nur Glück, immer die richtigen Hütten/Gasthöfe zu erwischen...
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Arlbergfan »

Also bei dem aktuellen Wechselkurs scheidet für mich persönlich die Schweiz auf jeden Fall aus. Wir hatten ja mal ursprünglich geplant, die kommende Saison eine Skisafari in die Schweiz zu machen, aber mehr als 50 Euro am Tag für den Skipass wollen wir nicht ausgeben. Durch den Wechselkurs liegen die meisten Skigebiete bei 60 Euro, das sind 15 Euro mehr als für die Top-Skigebiete in Österreich und soviel Unterschied ist bei den meisten dann doch nicht zu finden. Zum Skifahren gehört für mich dann eben auch eine gewisse Gemütlichkeit dazu und wenn ich mir dann bei jedem Kauf Sorgen um das Geld machen muss, dann kann ich nicht so richtig Spaß im Urlaub haben.

Ich sehe also den Wechselkurs als richtig großes Problem und wenn sich das bis in den Herbst nicht sehr ändern wird, dann sorgt das sicher für eine Nachfrageverschiebung Richtung günstigere Skidestinationen mit ähnlicher Qualität, ergo Richtung Österreich und Südtirol...
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Whistlercarver »

ChaosB99 hat geschrieben:Tjo, also selbst ich als absoluter Schweiz-Liebhaber (wohne ja ganz in der Nähe) mache mir Gedanken wo wir nächste Saison schwerpunktmässig hinfahren. Vorallem unsere Tagestouren die in der Vergangenheit zu 99% in die Schweiz führten, stehen langsam doch auf der Kippe. Aber mal abwarten, vielleicht wird der € wieder etws stärker :lol: ...
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Eigentlich brauche ich da nichts mehr hinzuzufügen.
Bis ich eine Endgültige Entscheidung fälle wird es sicherlich Herbst bis Januar. Da bei mir eigentlich nur Tagesfahrten geplant sind oder spontane Mehrtagesfahrten. Auch warte ich ab bis ich den Winterkatalog von meinem Skireisen Busunternehmen bekomme.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von piano »

Für die schweizer Exportwirtschaft wirds auch je länger je schwieriger. Herr und Frau Schweizer gehen natürlich auch viel mehr im Euroland einkaufen oder in die umliegenden Länder in die Ferien. Schweizer Zugbillete kauft man von hier aus auch besser über die Deutsche Bahn. Dies scheint aber den entsprechenden Bundesrat Schneider-Amman nicht gross zu stören. Sowieso scheint die Politik ziemlich untätig zu sein in dieser Problematik. Es gab ja von linken Kreisen einige Vorschläge wie z.B. vorübergehend fixe Bindung des Frankens an den Euro. Doch jene Leute, die sonst immer den Alleingang der Schweiz predigen, sind im Moment nicht zu hören.

Edit: Sinnvoll finde ich z.B., was man im Saasertal macht, um die zahlreichen Sommer-Stammgäste aus dem EU-Raum, die ihre Ferien schon länger gebucht haben, nicht vor den Kopf zustossen: In ca. 40 Hotels ist in diesem Sommer mit der Unterkunft die freie Benutzung sämtlicher Bergbahnen inbegriffen.

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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Pilatus »

Hier in Luzern werden mit dem Tourismus jährlich ca. 1,5 Milliarden CHF umgesetzt, der Grossteil davon wohl in der Stadt Luzern selbst, neben Sörenberg und Weggis/Viznau gibt es nämlich sonst kaum noch touristische Orte im Kanton. Das ist schon eine beachtlichte Menge.
Mein Vater kennt zufälligerweise einen Chef de Service in einem Luzerner 5*-Haus. Dieser hat aber gmeint, sie hätten im Moment kaum Umsatzeinbrüche, da sie sehr viele Asiaten (Inder, Chinesen, Japaner), Russen etc. hätten, und diese immer noch kommen würden.
Ich persöhnlich profitiere im Moment mehr vom tiefen Wechselkurs. Ich werde gegen den Herbst mit ein paar Kollegen für eine Woche Barcelona gehen. Als ich die Angebote auf ebookers gesehen habe, kam richtig Reisefreude auf. Eine Woche im 5*-Hotel inkl. Flug mit Swiss ist für weniger als 700 CHF zu haben, das ist ja unglaublich... für das gleiche Geld könnte ich hier in Luzern zwei Mal schlafen. Im besten Fall. Aber die Anreise zu Fuss.
Längerfristig wird es natürlich für alle unangenehm. Im Moment finde ich das jammern von gewissen Firmen aber auch etwas daneben. Viele haben volle Auftragsbücher, nur müssen sind die Margen unterdessen sehr tief. Viele schreien aber bereits jetzt nach dem Staat, obwohl sie noch längst schwarze Zahlen schreiben. Was soll das? Ich würde mich als wirtschaftsliberal bezeichnen, und da gehört halt beides dazu. Man kann nicht das ganze Geld einstecken wenns gut läuft, und dann nach dem Staat schreien, wenns mal ein bisschen happert (vorallem nicht, bevor man in die roten Zahlen rutscht! Dann kann es evtl. im Interesse der Gesellschaft sein, ein Unternehmen eine gewisse Zeit durchzureissen, siehe UBS).

Als Student bin ich noch weitgehend von der Gunst meiner Eltern abhänig. Und die arbeiten in Branchen, die absolut nichts mit Export und Tourismus zu tun haben. Von dem her, müsste die Situation schon einige Jahre dauern, bis es mich direkt betreffen dürfte. Von dem her bin ich - obwohl in einer Tourismusstadt wohnend, durchaus optimistisch. Aber so in Bergtälern wo es ausser dem Tourismus nichts anderes gibt, könnte es übel werden. Vorallem in den kleineren Orten, die von der europäischen Mittelschicht leben. Dort wo man vom internationalen Geldadel abhänig ist, wird man kaum was merken.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Schöditaz »

Gerade bei Tele Südostschweiz gehört: In Davos übernachteten heuer im Juni 10 % weniger Deutsche wegen dem schwachen Euro. Wenn das dann so weitergeht...
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von 3303 »

Danke für Eure zahlreichen Einschätzungen.
Was ich izunächst mal interessant finde, ist dass man wie Rüganer in Z eine Unterkunft findet, die für eine Woche weniger kostet als drei Tageskarten int. Skipass 8O
Aber der Europreis beruhte vermutlich noch auf einem anderen Eurokurs?

Ansonsten sehe ich es in etwa wie Vadret, es hat sich in den letzten Jahren eine bedeutende Abzockermentalität etabliert. da kann es nicht schaden, wenn man wie teils (nach den fetten 80ern) in den 90er Jahren mal wieder kleine Brötchen backen muss.
Auch ich, als fast immer Schweiz-Urlauber werde da sicher den einen oder anderen Aufenthalt anders entscheiden. ZB ist das Transalpin in Martigny zwar immer noch recht günstig, aber jetzt würde ich vielleicht nicht mehr wie letztens dort wohnen, wenn ich in der Gegend wäre, sondern vielleicht doch nach Frankreich oder besser Italien gehen.
Und wenn ich an die letzten Sommer(ski) Touren denke - die gingen schon nach F und IT, bereits damals nicht zuletzt wegen der Preise und des Angebotes. Aber jetzt wird die CH eben noch unattraktiver, besonders wenn man noch mit einbezieht, wie wenig bemüht man beispielsweise in Z ist, ein umfassendes Angebot bereitszustellen. Lieber nach Tignes, wo alles läuft was geht als für den doppelten Preis nach Z, wo die Hälfte dessen, was ginge geschlossen ist.
Das soll aber keinesfalls heißen, dass die Schweiz meiner Meinung nach grundsätzlich zu teuer ist oder besonders war.
Gerade vor beispielsweise 10 Jahren war sie mE völlig zu unrecht als überteuert angesehen worden. es war zwar vieles etwas teurer, aber im Vergleich mit gleicher Qualität in anderen Ländern kam das fast wieder auf das Gleiche raus.
Im Sommer ohne relevante Bergbahnbenutzung werde ich hinsichtlich Reiseland allerdings wohl nicht viel ändern. Abgesehen von der Unterkunft fallen da kaum Kosten an, wenn man nicht Essen geht und nicht Bahn fährt. Und die Ferienwohnungspreise werden ja wegen des Devisenkurses gerade auch tendenziell reduziert.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Foto-Irrer »

3303 hat geschrieben:Was ich izunächst mal interessant finde, ist dass man wie Rüganer in Z eine Unterkunft findet, die für eine Woche weniger kostet als drei Tageskarten int. Skipass 8O
Aber der Europreis beruhte vermutlich noch auf einem anderen Eurokurs?
Er hatte das an andere Stelle vor 1-2 Wochen bereits gepostet und ich hatte danach auch mal interessehalber geschaut. Zwar nix so billiges für 10.-17.12. gefunden, aber immerhin kann man tatsächlich ein Appartement in Z selbst für 300-400,- CHF die Woche bekommen.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Rüganer »

3303 hat geschrieben: Was ich izunächst mal interessant finde, ist dass man wie Rüganer in Z eine Unterkunft findet, die für eine Woche weniger kostet als drei Tageskarten int. Skipass 8O
Aber der Europreis beruhte vermutlich noch auf einem anderen Eurokurs?
Ja, bei dem Preis muss ich mir immer noch die Augen reiben...... und der Preis ist schon incl. Nebenkosten.
Dafür darf man dann jeden Morgen ca. 500m zur Gornergratbahn oder Matterhornexpress laufen, weil da kein Bus fährt.
Stört mich aber nicht, so ist man wenigstens schon ein bisschen locker geworden.
Der Gesamtpreis für die Woche ist aber schon grenzwertig, allein schon durch die lange Anreise.
Aber Z ist es (noch) wert.
Und andere Urlaube brauch ich nicht, ich lebe ja schon in einer super Urlaubsgegend. :D
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von eMGee »

Ich denke dieser Winter wird interessant werden bzw. die Entwicklung des Kurses bis dahin. Sicherlich spannend. Im Sommer wird sich das - wie von Pilatus geschrieben - durch Nicht-EU-Urlauber einigermaßen ausgleichen. Im Winter hingegen wird die Mehrheit schon aus Euro-Ländern kommen. Hab jetzt keine Zahlen parat, könnte man ja anhand von Statistiken nachvollziehen wie hoch der Anteil aus der EU ist.
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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von Latemar »

Man darf schon gespannt sein, ob es eine erkennbare Verlagerung der Touristen gibt.
a) von Schweizern selbst ins benachbarte Ausland
b) von Personen, die vorher überwiegend in der Schweiz Urlaub gemacht haben

Beim Euro Kurs von fast 1:1 ist eine Verlagerung doch sehr wahrscheinlich.


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Re: Devisenkurse und Tourismus

Beitrag von TPD »

Ja, für den Tourismus sind es bestimmt harte Zeiten. Aber es bleibt zu hoffen, dass gewisse Institutionen auch wieder mal auf den Boden der Realität kommen.
Andererseits könnte eine Tourismuskrise auch Auswirkungen auf das Ausland haben. Sind in dieser Branche doch recht viele ausländische Saisonarbeiter angestellt, die in diesem Fall zu Hause bleiben können.

In Sache Wirtschaft sehe ich noch nicht so schwarz.
1. Die meisten Rohstoffe müssen ja eh importiert werden.
2. Die Kursgewinne wurden dem Schweizer Konsumenten bis jetzt noch nicht durch Preissenkungen weiter gegeben. Da wird sich also das eine oder andere Unternehmen eine goldene Nase verdienen ! Und wenn sogar die "Wirtschafts-Behörden" sagen, man solle halt im Ausland einkaufen wenn man mit den hohen Preise in der Schweiz nicht einverstanden sei, dann kann es mit unserer Wirtschaft noch nicht so schlecht stehen.
3. Egal ob Krise oder Hochkonjunktur in gewissen Branchen wird immer Gejammert und mit dem Abbau bzw. Auslagerung von Arbeitsplätzen gedroht. Von dem her bin ich es langsam müde solche Drohungen anzuhören.

Nun wichtig ist, dass die Schweiz weiterhin politisch stabil bleibt und nicht versucht durch kurzfristige Hau-Ruck Aktionen irgend etwas zu verschlimmbessern.
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