25.07.2011 | Gipfelüberschreitung Breitenberg | Hinterstein

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Hibbe
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25.07.2011 | Gipfelüberschreitung Breitenberg | Hinterstein

Beitrag von Hibbe »

Nachdem die Hochvogeltour vom 29.07. bereits im Forum steht hier jetzt eine meiner Aufwärmtouren. Langsam fang ich eh schon an die Details zu vergessen deswegen wirds Zeit.

Das Wetter war, wie eigentlich die ganze Woche über wieder einmal bescheiden aber ok. Die dichten Wolken haben sich den ganzen Tag über gehalten und die 0°c Grenze müsste auf ca. 2100m gelegen haben.
Morgens war ich zunächst im Hindelanger Bergführerbüro um mich für den Salewa Klettersteig am darauffolgenden Dienstag anzumelden, da ich meinen ersten Klettersteig wegen den Sorgen meiner Mutter nicht alleine machen sollte. Weil ich eh einmal da war hab ich mich noch kurz erkundigt, von wo aus man am besten auf den Breitenberg geht. Auf der Karte hat man mir dann gezeigt, dass man entweder vom Parkplatz "Säge" in Bruck und dann durch das Retterschwanger Tal aufsteigen kann oder aber vom letzten Parkplatz in Hinterstein also von dort, wo auch der Bus zum Giebelhaus startet.


Tourdaten:

Gipfel:

Breitenberg (1893m)

Anfahrt und Aufstieg sowie Abstieg:

Von Gailenberg (Ortsteil von Bad Hindelang) nach Hinterstein vllt 15 Minuten. So genau weiß ich das jetzt schon nicht mehr. Vom Hochsauerland aus allerdings 6-7 Stunden ;-)

Vom hintersten Parkplatz in Hinterstein (ca. 870m) (dort wo auch der Bus zum Giebelhaus startet) der Beschilderung folgend über die Älpe-Alpe zum Breitenberg (1893m). Über den normalen Weg hinunter zum Häbles Grund ins Retterschwanger Tal und von dort aus wieder durchs Tal nach Hinterstein zum Ausgangspunkt.

Aufstiegszeit bis Gipfel:

1 Stunde und 50 Minuten. Ausschilderung ab Hinterstein besagt 3 1/2 Std. Ca. 1000 Höhenmeter.


GPS Track von Sportstracker:

Leider hat das Programm anfangs gespinnt und deswegen musste ich es unterwegs neu starten. Da ich aber quasi nen Rundweg hatte kann man sich den Rest eigentlich fast selbst ergänzen. Die erste halbe Stunde müsste demnach glaube ich fehlen.
http://www.sports-tracker.com/#/workout ... epath1m98h

Tourbeschreibung:
Nachdem mir im Bergführerbüro die Gipfelüberschreitung von Hinterstein aus empfohlen wurde, weil der Boden sehr matschig und glatt ist gings mit dem Auto nach Hinterstein.
Morgens um ca. 9:45 Uhr rum in Hinterstein angekommen gehts vom Parkplatz in Hinterstein auf fast 900m der Beschilderung nach zunächst ein paar Meter über den geteerten Weg Richtung Giebelhaus.

Hinterstein:
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Nach sehr kurzer Zeit biegt man dann rechts ab und begibt sich über eine Brücke auf die andere Seite der glasklaren Ostrach. Die Gipfel sind leider noch recht wolkenverhangen.
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Aber erstmal gehts jetzt noch über einen teilweise recht steilen Schotterweg der wohl erst vor kurzem wieder neugemacht wurde bergauf. Schnell gewinnt man an Höhe. Schön laufen lässt es sich aber auf diesem Wirtschaftsweg nicht besonders und die Fichten sind auch nicht so schön anzusehen weil davon hab ich im Sauerland genug.
Nachdem man schon einiges an Höhe gewonnen hat wird aus dem breiten Wirtschaftsweg dann ein nicht mehr so breiter Pfad der sich durch den immer noch dichten Wald den Berg hinaufzieht. An den Seiten ist der Weg mit einem Elektrozaun gesichert :wink:
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Auf ca. 1200m verlässt man dann den dichten Fichtenbestand und ist nur noch wenige Meter von der Älpe-Alpe entfernt.
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Endlich kommt auch Aussicht hinzu. Man kann den Iseler (1876m)auf der linken Seite
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und Bschießer (2000m) sowie Ponten (2048m) auf der rechten Seite erkennen.

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Schön?
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Die Älpe-Alpe auf 1308m ist erreicht. Sehr schöne Lage und sehr schöne Landschaft die sich da im Hintergrund aufbaut.
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Ab hier wird die Tour dann auch richtig schön. Naja die Wege sind matschig wie sonst was und gleichen teilweise Bächen oder Schlammbädern aber das machts auch nicht viel unschöner.
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Auf etwa 1400m überhole ich ein Ehepaar mit 2 Kindern die ca. 10 Jahre alt sein dürften (vllt auch 12 keine Ahnung ich habs nicht so mit schätzen ;-)). Und die schienen auch den Breitenberg im Visier gehabt zu haben also nicht schlecht für das Alter.

Der Gipfel weiter hinten rechts im Bild war zum Teil frisch mit hacuhdünnem Schnee angezuckert:
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Der schmale Pfad schlängelt sich über Wiesen und einzelne Bäume weiter hinauf. Was ich mit Matsch und Fluss usw meine wird hier vllt ein wenig deutlich:
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Soviel ist bereits geschafft. Der Blick zum Ausgangspunkt in Hinterstein. Den Parkplatz kann man gut erkennen:
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Für ganz wenige Meter ist noch ein Drahtseil als Hilfe vorhanden:
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Und schon hat man die 1000 Höhenmeter fast hinter sich gebracht. Das Gipfelkreuz zeigt sich.
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In der Mitte erkennt man den Weg vom Aufstieg.
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Was erwartet uns wohl hier?
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Ziemlich steil gings hier runter. Der Blick ins Tal. Der Nebel lies es so gerade zu:
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Dann durfte ich mich wundern. Mehrere Steine rollten hier ins Tal. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Mensch darumläuft weil ich hätte mich da nicht hergewagt zwischen dem ganzen Geröll. Aber es war ja auch kein Mensch sondern Spider-Man:
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Wirklich erstaunlich was diese Tiere drauf haben. Ob er wohl auch schon den Hindelanger Klettersteig gegangen ist, der gleich nebenan ist? :biggrin:

Weil es sonst so still war hörte man die Steine noch ca. 40 Sekunden lang langsam runterrollen bis die Geräusche dann in der Tiefe verschwanden.

Im T-Shirt am Gipfel angekommen. Erst ist mir warm. Doch innerhalb von wenigen Minuten kamen dann erst der Pullover und im Anschluss daran die Winterjacke ausm Rucksack hervor. Ein ganz paar einzelne Schneeregenflocken hatten sich hierhin verirrt. Aber nur ganz minimal.

Der sehr imposante Gipfel der Rotspitze (2033m). Durch dieses Tal gehts nachher auch wieder zurück:
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Also der Aufstieg zur Rotspitze aus dem Tal sieht schon wirklich interessant aus und ist sehr steil:
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Während man auf Hintersteiner Seite bis ins Tal gucken konnte drückte von Hindelanger Seite aus immer wieder Nebel gegen den Berg sodass man sich das Tal nur vorstellen konnte. Hin und wieder zeigte es sich dann aber doch für kurze Zeit. Ich hatte eigentlich vor in der Ferienwohnung meinen Großeltern und Mutter bescheid zu sagen, dann hätten sei mich evtl mit dem Fernglas erkennen können (der Berg war aufjedenfall immer der erste, der morgens vor meine Augen trat) aber wegen Nebel und Funkloch hat das dann nicht geklappt bzw. keinen Sinn gemacht.

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Blick ins Ostrachtal. Man erkennt den Ausgangspunkt. Der Parkplatz in Hinterstein ist links im Bild zu erkennen:
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Luftbild von Bad Hindelang bzw. Bad Oberdorf:
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Jetzt hätte ich noch die Wahl gehabt zur Rotspitze raufzugehen. Mehr als 200 Höhenmeter hätte ich da nciht mehr machen müssen weil es über den felsigen Grat über die Hohen Gänge rübergeht. Aber das ganze sah auch ziemlich heftig aus und da es mein 2. Tag war gab ich mich erstmal mit dem Breitenberg zufrieden. Im Nachhinein ein wenig ärgerlich weil der Weg, wie man mir sagte der letzte Teil des Hindelanger Klettersteigs ist, der von vielen liegen gelassen wird. Eine Metallleiter konnte ich von unten auch erkennen. Aber dafür bin ich auch kein Risiko eingegangen und der Klettersteig steht eh fürn nächsten Sommer aufm Plan.

Durch Latschenkiefer geht es also auf der anderen Seite wieder hinab in eine Art Kessel oder wie auch immer man es normalerweise ausdrückt.

Gämse gabs wieder zusehen. Kein Wunder. In so einer schönen Landschaft würde ich auch leben wenn ich eine Gams wäre. Es waren mindestens 7. Immer wieder hab ich neue erkennen können.
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Daoben über den Grat verlaufen die Hohen Gänge. Sehr imposante und unglaublich schöne Landschaft in meinen Augen :D
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Danach gehts durch nen dichten Wald relativ steil runter ins Retterschwanger Tal:
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Nach einer Zeit biegt man dann rechts auf einem Wander bzw. eigentlich eher als Spazierweg angelegten Weg und läuft noch weiter bis nach Hinterstein. Da hätte ich gerne ein Mountainbike dabeigehabt weil zum laufen so leicht bergab über einfachen Schotter ist wieder nicht so das interessante.

Naja nach ca. 4 Std und 40 Minuten war ich dann wieder am Ausgangspunkt angekommen. Aufjedenfall eine schöne Tour, die schon ein wenig an Kondition fordert da 1000 Höhenmeter gemacht werden und auch eine ganz ordentliche Wegstrecke zurückgelegt wird. Gefährlich ist der Weg allerdings nicht wirklich. Abstürzen hätte man nur die paar Meter kurz vorm Gipfel wenn überhaupt. Und da ist die Gams auch hergekommen von daher ;-)

An sich ists ja dann auch eine Tagestour wenn man nicht so schnell wie ich unterwegs ist und bei schönem Wetter sicher sehr lohnend wobei es auch jetzt meiner Meinung nach lohnend war da man zumindest einen schönen Blick auf die Hohen Gänge und die Rotspitze hatte.

Ich hoffe der Bericht gefällt. Evtl stell ich die Tage noch ein paar vom Urlaub rein.
Bergsport im Sauerland und in den Alpen. www.bergsportkanal.wordpress.com

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