Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

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Fabsl
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Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

Jedem von uns ist bekannt, dass auf Pisten mit südlicher Ausrichtung und somit hoher Sonneneinstrahlung der Schnee schneller schmilzt als auf anderen. Genau das Gegenteil dazu sind Nordhänge, die sich meist sehr lange im Schatten befinden und somit hält sich der Schnee dort viel länger.

Ebenso wissen wir, dass der Einfluss von Schatten von Bäumen/Waldstücken eine ähnliche Wirkung wie ein Nordhang hat. Steht entlang einer Piste ein üppiges Waldstück, so ist die Piste immer lange im Schatten und somit hält sich auch hier der Schnee viel länger als auf freien Pisten, wo die Sonne ungehindert auf den Schnee einwirkt.

Ich habe mir nun überlegt, wie es der Titel bereits sagt, ob eine gezielte Aufforstung entlang von Pisten in allen Höhenlagen nicht eine, zwar nur langfristige, Maßnahme gegen Klimawandel und dem damit fallweise verbundenen Schneemangel und somit nicht-möglichem Liftbetrieb ist.
Natürlich würde das primär eine Geldbelastung bedeuten, die erst viel später Nutzen bringt. Man muss sich überlegen, ob man den nachfolgenden Generationen etwas Gutes tun will. Natürlich muss man auch die forstwirtschaftlichen Kriterien (richtige Baumartenwahl für die jeweilige Höhe, fortlaufend Maßnahmen zur Bestandespflege) erfüllen um einen möglichst gesunden, robusten, widerstandsfähigen und vor allem Schützenden Wald zu bekommen.

Was sind eure Meinungen dazu? Würdet ihr sowas sinnvoll finden?
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Fabsl
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

Hab noch schnell eine husch-pfusch Zeichnug gemacht, wie ich mir das vorstelle.

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LG Fabsl
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andyman1609
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von andyman1609 »

Die meisten Pisten verlaufen doch ohnehin in Waldschneisen und dort wo kein Wald neben der Piste ist, ist man schon oberhalb der Baumgrenze. Freie Flächen unterhalb der Baumgrenze sind meist Almen, wo im Sommer das Vieh gehalten wird. Diese Flächen mit Wald zu verbauen stößt bestimmt auch nicht auf Gegenliebe...

mfg Andi
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Fabsl
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

andyman1609 hat geschrieben:Freie Flächen unterhalb der Baumgrenze sind meist Almen, wo im Sommer das Vieh gehalten wird. Diese Flächen mit Wald zu verbauen stößt bestimmt auch nicht auf Gegenliebe...
Stimmt, stimmt, aber es würde auch schon eine Hecke oder Baumreihe (Allee) reichen.

LG Fabsl
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von 3303 »

Also, ich weiß nicht.
Die Fälle, bei denen ein solches Konzept wirklich funktionierte, dürften vermutlich rar gesät sein. Almen und Maiensässe sind ja nicht ohne Grund so baumfrei.
Weiter bedeutete eine Allee heutzutage dann auch noch ein Unfallrisiko (so absurd ich persönlich diesen Sicherheitsfetischismus finde) und man müsste mit Einzäunungen etc. reagieren, um bei Unfällen nicht mit Schadenersatzforderungen rechnen zu müssen.
Außerdem steht im kritischen Frühjahr die Sonne auch schon so hoch, dass bei den heute oft für erforderlich gehaltenen Pistenbreiten eine enorme Baumhöhe erforderlich wäre, um einen messbaren Effekt zu erzielen, wenn es den überhaupt gibt.
Soll heißen, dass ich das Konzept als wenn überhaupt sehr selten effektiv umsetzbar einschätzen würde.
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Powderjunky »

Würde alles kpautt gefahren werden...die müsstest die Pisten dann richtig einzeunen, dass man da nicht hin kommt...
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lanschi
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von lanschi »

Nenn uns mal ein Beispiel, auf welcher Piste das im Speziellen deiner Meinung nach Sinn machen würde? Ich habe gerade ein wenig nachgedacht, aber so richtig will mir da nichts einfallen?!

Vor allem haben Waldschneisen ja auch immer den Nachteil der deutlich (!!) schlechteren Sichtverhältnisse - vor allem im Dezember.
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Fabsl
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

3303 hat geschrieben: Weiter bedeutete eine Allee heutzutage dann auch noch ein Unfallrisiko (so absurd ich persönlich diesen Sicherheitsfetischismus finde) und man müsste mit Einzäunungen etc. reagieren, um bei Unfällen nicht mit Schadenersatzforderungen rechnen zu müssen.

Klare hat geschrieben:Würde alles kpautt gefahren werden...die müsstest die Pisten dann richtig einzeunen, dass man da nicht hin kommt...
Ihr meint, dass Jungbäume ein Unfallrisiko darstellen. Daran habe ich auch schon gedacht.
Und dass die Bäume niedergefahren werden, das könnte auch sein!
Ursprünglich habe ich eigentlich an einen Zaun wegen mögliche Wildschäden gedacht. Dies sollte glaube ich aber sowieso kein allzu schlimmes Problem sein. Vielleicht müsste man nun aber trotzdem einen Zaun aufstellen, diesmal aber wegen der Skifahrer. Den müsste man dann aber auffällig kennzeichnen, um keine weiteren Unfälle zu erzwingen. Also muss ich doch ehrlich sagen dass das ziemlich aufwendig werden könnte!


3303 hat geschrieben:Also, ich weiß nicht.
Die Fälle, bei denen ein solches Konzept wirklich funktionierte, dürften vermutlich rar gesät sein.
lanschi hat geschrieben: Nenn uns mal ein Beispiel, auf welcher Piste das im Speziellen deiner Meinung nach Sinn machen würde?
Da habt ihr wirklich recht! Konkret fällt mir jetzt auch keine Piste ein.
Vielleicht sollten wir die Fragestellung etwas umformulieren?:
Die positive Auswirkung vom entstandenen Schatten von Bäumen entlang von Pisten ist bekannt.
Vielerorts im Mittelgebirge ist dies auch der Fall.
Aber denkt ihr, dass gezielte Bestandespflege von bestehenden Waldstücken entlang von Skipisten sinnvoll wäre?

Bergwälder werden aufgrund der schwierigen Geländelagelage forstlich oft wenig oder garnicht genutzt. Sie wachsen oft einfach so, wie sie von Natur aus einfach wachsen würden, also wild dahin. Soch ein Wald hat zwar eine wertvolle ökologische Wirkung, er kann aber eine eingeschränkte Widerstandsfähigkeit gegen Wind und Krankheiten/Schädlingen haben.

Man müsst dann mit den Besitzern von Waldstücken entlang von Pisten reden, ob eine forstwirtschaftlich vertretbare Bestandespflege (entweder sowieso durch den Besitzer oder duch die Betreiber des Skigebiets) möglich wäre. Damit soll verhindert werden, dass der Wald plötzlich vielleicht wegen Borkenkäferbefalls zwangsmäßig gerodet werden muss. Dann würde nämlich die aus früheren Jahren bekannte Schutzwirkung auf die Piste sofort wegfallen und prompt andere Verhältnisse entstehen.


OK, ich weiß: Wie soll sowas finanziert und realisiert werden! Aber nur so zum mal drüber nachdenken ist dieses Topic vielleicht doch nicht so schlecht.

LG Fabsl
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Whistlercarver »

Hallo
Weist du wie schwierig es ist an einem Hang Bäume sicher zu fällen? Da die Pisten meistens in steilerem Gelände sind ist es fast unmöglich ohne großes technisches Gerät so einen Wald zu pflegen.

Zu deiner Idee: So schlecht ist diese Idee nicht einmal, aber bis sie zum tragen kommt wer weis ob wir da noch Skifahren können vom Wetter und von unserem Alter.

Gruß Andreas
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Powderjunky »

Fabsl hat geschrieben:
3303 hat geschrieben: Ihr meint, dass Jungbäume ein Unfallrisiko darstellen. Daran habe ich auch schon gedacht.
Und dass die Bäume niedergefahren werden, das könnte auch sein!
Ursprünglich habe ich eigentlich an einen Zaun wegen mögliche Wildschäden gedacht. Dies sollte glaube ich aber sowieso kein allzu schlimmes Problem sein. Vielleicht müsste man nun aber trotzdem einen Zaun aufstellen, diesmal aber wegen der Skifahrer. Den müsste man dann aber auffällig kennzeichnen, um keine weiteren Unfälle zu erzwingen. Also muss ich doch ehrlich sagen dass das ziemlich aufwendig werden könnte!
Du müsstest die Jungbäume so ein zeunenen, dass da keiner rein kann...nicht drüber nicht drunter und schon gar nich durch kann.
Das wird verdammt schwierig...
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von lanschi »

Fabsl hat geschrieben:Damit soll verhindert werden, dass der Wald plötzlich vielleicht wegen Borkenkäferbefalls zwangsmäßig gerodet werden muss. Dann würde nämlich die aus früheren Jahren bekannte Schutzwirkung auf die Piste sofort wegfallen und prompt andere Verhältnisse entstehen.
Ja, nämlich breitere Pisten. :wink: Und wenn man die letzten Jahre so verfolgt, dann ist eher das Gegenteil deines Vorschlags der Fall (vgl. Kyrill Hinterstoder/Lärchkogellift, vgl. Föhnsturm Gasteinertal/Pistenbau Stubnerkogel-Senderbahn, vgl. Föhnsturm Gasteinertal/Pistenbau Kaserebenbahn schwarze Piste). :)
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von schmittenfahrer »

Die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Das mit dem Einzäunen ( :wink: ) finde ich gar nicht mal so schwierig. Ein normaler Zaun aus Draht (wie er in Wäldern öfter verwendet wird) wird da schon reichen. Denn ich denke nicht, dass jemand für so ein kleines Stück neben der Skipiste sich die Skier abschnallen wird, über den Zaun klettern und sie wieder anschnallen wird. Den Zaun müsste man halt an der Skipist- zugewndten Seite mit einem orangenen Zaun oder mit Matten etc. versehen.
Ich fürchte nur dass:
-dieser Jungwald früher oder später einem Sturm zum Opfer fallen wird
-der Grunbesitzer (in den meisten Fällen) etwas dagegen haben wird.
Das Problem mit den "Sturmopfern" könnte man durch Laubbäume lösen, die aber im Winter wenig Nutzen haben werden, da sie ja keine Blätter drauf haben :wink: .
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Hochkönig »

Ein Beispiel wo dieses Prinzip vielleicht funktionieren könnte ist eventuell der alte Brecherspitzenlift in Spitzing.
Dort ist die Pistenrichtung Südwest und die Sonneinstrahlung ziemlich stark. Allerdings ist die Einstrahlung ein bicssche von der Seite und somit wäre das System eventuell möglich. Außerdem ist es auch nicht so hoch gelegen (ca. 1350-1600m, also deutlich unter der Baumgrenze.
Aber ich denke trtzdem nicht, dass es viel bringen würde.
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

Whistlercarver hat geschrieben: Weist du wie schwierig es ist an einem Hang Bäume sicher zu fällen? Da die Pisten meistens in steilerem Gelände sind ist es fast unmöglich ohne großes technisches Gerät so einen Wald zu pflegen.
Schon klar, über Forstwirtschaft im schwierigen Gelände musst du mir nichts erzählen. Aber solch ein Schutzwald müsste gar nicht so breit sein (würde ja auch eine Hecke oder Alle reichen). Mir war aber sowieso von Anfang an klar, dass alles nur schwierig zu realisieren ist, aber die Überlegungen sind es trotzdem wert!

Whistlercarver hat geschrieben: Zu deiner Idee: So schlecht ist diese Idee nicht einmal, aber bis sie zum tragen kommt wer weis ob wir da noch Skifahren können vom Wetter und von unserem Alter.
@ Wetter und Klima: Das war ja eigentlich mein Hintergedanke bei meiner Idee! Es sollte eine Maßnahme zur Verbesserung der schwierigen Situation des Skifahrens sein und auch nachhaltige Wirkung zeigen.

lanschi hat geschrieben: Fabsl hat geschrieben:
Damit soll verhindert werden, dass der Wald plötzlich vielleicht wegen Borkenkäferbefalls zwangsmäßig gerodet werden muss. Dann würde nämlich die aus früheren Jahren bekannte Schutzwirkung auf die Piste sofort wegfallen und prompt andere Verhältnisse entstehen.


Ja, nämlich breitere Pisten. Und wenn man die letzten Jahre so verfolgt, dann ist eher das Gegenteil deines Vorschlags der Fall (vgl. Kyrill Hinterstoder/Lärchkogellift, vgl. Föhnsturm Gasteinertal/Pistenbau Stubnerkogel-Senderbahn, vgl. Föhnsturm Gasteinertal/Pistenbau Kaserebenbahn schwarze Piste).

Am Beispiel Höss vermute ich, dass dieser Wald eben in einem nicht so tadellosen Zustand war. Deswegen wird er anfällig gegen diesen Sturm gewesen sein. Obwohl, wenn ich mich richtig erinnere, war das doch ein Lächenwald. Lärchen haben normal ein gut ausgebildetes Wurzelsystem und ihr Standort dort oben ist bezogen auf natürliche Waldgesellschaften absolut vertretbar.
Aber so kommen wir wieder zur Grunddiskussion zurück: Ich stelle in Frage, ob dieser Wald mit laufent richtiger forstlicher Bewirtschaftung dem Sturm nicht standgehalten hätte und heute noch stehen würde.
Aber: Dieser Wald auf der Höss ist ein schlechtes Bespiel. Ich denke kaum, dass er aufgrund der Ausrichtung der Piste einen positiven Einfluss auf den Schnee hatte und dass sich seit dessen Fehlen nichts verschlechtert hat.

schmittenfahrer hat geschrieben: Ich fürchte nur dass:
-dieser Jungwald früher oder später einem Sturm zum Opfer fallen wird
-der Grunbesitzer (in den meisten Fällen) etwas dagegen haben wird.
Das Problem mit den "Sturmopfern" könnte man durch Laubbäume lösen, die aber im Winter wenig Nutzen haben werden, da sie ja keine Blätter drauf haben.
Für mich war sowieso immer klar, dass die Aufforstung auf jeden Fall naturnah geschehen muss. Das bedeutet also: Mischwald (der wird dann doch genügend Schatten machen), Baumarten, die von Natur aus auf dieser Höhe wachen, keine „Grenzbaumarten“: damit meine ich Baumarten, die heute schon etwas problematisch sind und mit fortlaufender Klimaerwärmung absolut zu Problembaumarten auf der jeweiligen Höhe werden.



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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

Hätte hier ein (ok, schlechtes) Beispiel gefunden.
Es zeigt die 4KSB Quattralpina am Hauserkaibling (Quelle: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... lit=Planai) Würde der Lift nicht hier verlaufen, dann könnte man den Teil in der Mitte zwischen den beiden Pistenteilen aufforsten. Gut, ob das dann genau in diesem Fall Sinn machen würde, bezweifle auch ich stark, da ja sowieso am Hauptrand der Piste Wald steht, aber ihr wisst nun wie ich mir das in etwas größerer Dimension vorgestellt hätte.

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LG Fabsl
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Re: Gezielte Aufforstung entlang von Pisten

Beitrag von Fabsl »

Ich fasse noch einmal zusammen:
• Die positive Wirkung (Schatten) von Wald entlang der Piste auf die Piste haben wir anerkannt.
• Neue Aufforstung entlang von Pisten wird wohl nur in einzelnen Fällen möglich sein.
• Doch gezielte Bestandespflege könnte (man müsste natürlich die vielen angesprochenen Schwierigkeiten überwinden) durchaus (vielleicht nur in kleinem Bereich) realistisch sein und eine Nachhaltige Auswirkung auf die nächsten Generationen haben.

LG Fabsl
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