Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

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Kris
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Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Kris »


Ärger über Einstellung des Patscherkofellifts


http://tirol.orf.at/stories/533421/


Wobei der Artikel insofern komisch ist, als daß der Gipfellift im Sommer bereits seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb ist.

Mal sehen was sich Schröcksi da für den Winter einfallen lässt ...
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Arlbergfan
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Arlbergfan »

:( Nicht gut. Glaub auch gar nicht, dass sie sich da großartig was einfallen lassen - die Abfahrt vom Gipfel war ja immer recht abgeblasen. Aber halt schon ein tolles Panorama UND ein toller Einsersessel...
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Kris
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Kris »

Arlbergfan hat geschrieben::( Nicht gut. Glaub auch gar nicht, dass sie sich da großartig was einfallen lassen - die Abfahrt vom Gipfel war ja immer recht abgeblasen. Aber halt schon ein tolles Panorama UND ein toller Einsersessel...
Es sei denn man kennt Kris' Facebook ... ;-)

Fände es sehr schade wenn der ESL weg kommt. Am schlimmsten wär es jedoch, wenn dort ein lahmer fixer vierer hinkommt, mit der dann heute zwangsweise einhergehenden Pistenbulldozerierung- und Beschneiung.
Dann doch lieber einmotten und den Berg der Stille und den Tourengehern überlassen...
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von münchner »

Sehr schade, den wollte ich unbedingt nochmal fahren. Wahrscheinlich wird jetzt gleich auch noch der SL Kalte Kuchl am Glungezer eingestellt.
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Kris
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Kris »

Dachstein hat geschrieben: Ich bezweifle übrigens, dass es da einen schnellen Ersatzbau gibt
Was führt Dich zu dieser Annahne?
Dachstein hat geschrieben: [...] denn die Anlage soll noch einige Zeit stehen bleiben.
Welchen Zweck soll eine "noch einige Zeit stehen" bleibende Anlage erfüllen?
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Arlbergfan »

Also mich würden die genaueren Gründe interessieren. Was braucht man denn, was man nicht mehr bekommt? Liegt es am Seil? Oder lässt sich die Konzession einfach nicht mehr verlängern.

Ist halt extrem schade, weil es sich hierbei um einen Gipfellift handelt und nicht um irgendeinen Schlepper. Dadurch wird das Skigebiet ja auch von den Höhenmetern zurückgestuft...
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Dachstein
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Dachstein »

Einen stehenbleibenden Lift in einem Schutzgebiet, auch wenn er LSAP ist, würde ich als Platzhalter für einen etwaigen Neubau deuten. Aber wie gesagt, er soll mal stehen bleiben, ob und wann ein Neubau kommt, ist nicht gesagt. Diese Info ist jetzt gut 2 Monate alt.

Und alle, die dem alten "Graffel", auch wenn es schön nostalgisch sein mag, nachtrauern, bitte ich eines zu bedenken: die Elektrik dürfte noch ziemlich original sein; jeder Elektriker schlägt bei sowas meist alle Hände über dem Kopf zusammen und macht einem gar nichts mehr oder nur mehr dann, wenn er kein Risiko übernehmen muss. Das Risiko trägt dann der Betreiber. Elektrisch bedeutet das eine neue Steuerung. Technisch zwar möglich, steht jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die Wopfner Ersatzteillage ist auch so eine Geschichte. Einige Bergbahnen, die einen Wopfner haben, sind in den vergangenen 10 Jahren Leichenfeldern gegangen. Die Ersatzteillage ist denkbar ungünstig; viele Teile sind Einzelanfertigungen, was die Sache sehr teuer macht.

Jeder, der in Skigebieten Verantwortung zu tragen hat, kann diese Entscheidung verstehen und wird sie sogar begrüßen.

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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Chense »

Dachstein hat geschrieben:Einen stehenbleibenden Lift in einem Schutzgebiet, auch wenn er LSAP ist, würde ich als Platzhalter für einen etwaigen Neubau deuten. Aber wie gesagt, er soll mal stehen bleiben, ob und wann ein Neubau kommt, ist nicht gesagt. Diese Info ist jetzt gut 2 Monate alt.

Und alle, die dem alten "Graffel", auch wenn es schön nostalgisch sein mag, nachtrauern, bitte ich eines zu bedenken: die Elektrik dürfte noch ziemlich original sein; jeder Elektriker schlägt bei sowas meist alle Hände über dem Kopf zusammen und macht einem gar nichts mehr oder nur mehr dann, wenn er kein Risiko übernehmen muss. Das Risiko trägt dann der Betreiber. Elektrisch bedeutet das eine neue Steuerung. Technisch zwar möglich, steht jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die Wopfner Ersatzteillage ist auch so eine Geschichte. Einige Bergbahnen, die einen Wopfner haben, sind in den vergangenen 10 Jahren Leichenfeldern gegangen. Die Ersatzteillage ist denkbar ungünstig; viele Teile sind Einzelanfertigungen, was die Sache sehr teuer macht.

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Ganz ehrlich - Ich bin KEIN Seilbahnfachmann, aber wenn ich sehe was Elektriker heute so verbauen, wo sogar ich als interessierter Laie sehe, dass das einfach nur gemeingefährlicher Schrott ist und die Arbeitsweise sehe ... Da sollte eher die Elektrik Angst davor haben, dass sie ne Schadensersatzforderung bekommt, weil ein dämlicher Elektriker sich nen Schlag dran holt. Das sind nämlich zmd. nach den Erfahrungen die ich (bzw. meine Familie) mit Elektrikern / Elektromeistern gemacht haben nicht selten extrem mangelhaft ausgebildete Leute, die auch so nicht so viel im Oberstübchen haben.
Erst wenn der letzte SL stillgelegt,
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Dachstein »

Als Betreiber lässt man aber sicher nicht jeden einfachen Elektriker an die Steuerung einer Anlage ran. Ich kenne einige, und die sind sehr gut ausgebildet und kennen sich verdammt gut aus. Nebenbei gesagt, es gibt auch Betriebselektriker, die sich um die Anlagen kümmern. Nur was machst, wenn du keine Ersatzteile mehr bekommst? Eine neue Steuerung kaufen? Für eine 50 Jahre alte Anlage?

MFG Dachstein
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von ATV »

Neue Steuerungen für eine 50 Jährige Anlage ist absolut kein Problem. Die Frage ist einach ob man so viel Geld investieren will. Gibt einige Anlagen die nach 50 Jahren wieder eine neue Steuerung bekommen. So alle 20 Jahre sollte man die sowieso ersetzten.
Papier ist Geduldig. Den Wahrheitsgehalt der Aussage würde ich jetzt nicht unbedingt all zu viel Beimessen.
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Kris
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Kris »

Dachstein hat geschrieben: Nur was machst, wenn du keine Ersatzteile mehr bekommst? Eine neue Steuerung kaufen? Für eine 50 Jahre alte Anlage?

MFG Dachstein
Welche Steuerung? EInige industrielle Standardrelais, für deren Spezifikation es auch in 30 Jahren noch Ersatz gibt, sollten für einen Betriebselektriker keine unüberwindbare Hürde darstellen...

Es ist auch (nicht nur) eine Frage des Willens und der Kultur, ob man sich in der Lage sieht, bestehendes zu erhalten...

Wie ich nicht (und nie) müde werde zu wiederholen, ist die industriekulturelle Seite alter Anlagen (siehe Seilbahnarchiv Schweiz) ein Grund weshalb man nicht alles entfernen soll, was nicht dem Zeitgeist entspricht. Die andere die für den Erhalt des "Alten" spricht, ist dass das "Neue" immer als Massnahmenpaket daherkommt, also nicht nur 4 Personen am Sessel statt einer, sondern eben die anscheinend zwangweise nötigen Planierungen, Beschneiungen, Vernetzungen, Beschilderungen, Restauranterassungen etc....

Sprich: Der Erhalt des weitflächigen Gesamterscheinungsbildes und -erlebnisses steht und fällt mit dem Erhalt der Einzelanlage.
(Paradebeispiel: Hohe Mut ESL...das was da jetzt ist möge dem Patscherkofel erspart bleiben...).


Aber egal, wir rutschen zur Zeit relativ sicher und stetig in eine länger anhaltende Depression rein, vielleicht löst sich damit das Problem für die nächste Dekade ganz von alleine...
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von ATV »

Das grösste Problem bei alten Seilbahnsteuerungen ist die Leistungselektronik wie Stromrichter, Motorfeldregler, Generatorfeldregler, deren Ansteuerkarten, die Printkarten welche spezifisch zu den Anlagen zugekauft wurden und deren Firmen vermutlich nicht mehr bestehen oder die Produktion eingestellt ist und die zum Teil auch schon vor 20 Jahren eingesetzten SPS'en zu denen die Programmierschnittstellen die Software und vor allem damals zeitgemässe noch lauffähige Rechner fehlen (Jetzt mit Virtuellen Maschinen wieder weniger ein Problem) Aber das ist alles lösbar, man muss halt manchmal etwas Geld in die Hand nehmen.
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Dachstein
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Dachstein »

Kris hat geschrieben:Wie ich nicht (und nie) müde werde zu wiederholen, ist die industriekulturelle Seite alter Anlagen (siehe Seilbahnarchiv Schweiz) ein Grund weshalb man nicht alles entfernen soll, was nicht dem Zeitgeist entspricht.
Na dann bist du ja sicher der Überzeugung, dass du fähig und in der Lage währst, auf dein Risiko und deine Kosten die Anlage zu sanieren und weiter zu betreiben. ;) Tipp von meiner Seite: ich würde es lassen. Die Kosten lassen sich vermutlich noch managen, aber das Risiko... Bei alten Anlagen können nämlich sehr viele sehr unslustige Dinge vorkommen, von rissig werdendem Stahl bis hin zu rissig werdenden Fundamenten, Kabel die die Isolatiosnwerte nicht mehr erreichen - irgendwann ist die Anlage nur mehr ein Flickwerk und man sieht sich nicht mehr aus dem Sanieren raus. Sprichwörtlich schweißt man eine Naht neu, und die nächsten drei Nähte gehen auf.
ATV hat recht, es müsste eine neue Steuerung her. Nur der Kosten Nutzen Faktor spricht dagegen. Und dann hätten wir noch die recht schwierige Wopfner Ersatzteillage.

MFG Dachstein
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von ATV »

Du legst mir falsche Worte in den Mund. Ich habe nicht behauptet es müsse eine neue Steuerung her. Ich habe lediglich gesagt, dass es absolut kein Problem ist für eine 50 Jährigen Anlage eine neue Steuerung herzustellen und auch schon mehrfach gemacht wurde. Man beachte Beispielsweise die Luftseilbahn Altstafel aus dem Jahre 1962 oder die Standseilbahn Verbano von 1948.
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Chense »

Dachstein hat geschrieben:Als Betreiber lässt man aber sicher nicht jeden einfachen Elektriker an die Steuerung einer Anlage ran. Ich kenne einige, und die sind sehr gut ausgebildet und kennen sich verdammt gut aus. Nebenbei gesagt, es gibt auch Betriebselektriker, die sich um die Anlagen kümmern. Nur was machst, wenn du keine Ersatzteile mehr bekommst? Eine neue Steuerung kaufen? Für eine 50 Jahre alte Anlage?

MFG Dachstein
War auch nicht nur auf die Anlage an sich bezogen sondern allgemein auf die Elektriker und da hab ich in Deutschland schon die wildesten Sachen auch von sogenannten Meistern erlebt ... (Stromkabel von der Klingelplatte beim auswechseln der Sprecheinrichtung des Mieters nicht abgeklemmt - Stromschlag ... SECHS Stunden nach einem Kurzschluss auf einem eng eingegrenzten Stromkreis gesucht bis man auf die Idee kam die Steckdosen selbst mal zu prüfen ... etc.)

Allgemein versteh ich deine Ansicht schon auch wenn sie mich als Nostalgieliebhaber schmerzt ;)
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von kaldini »

Sorry, dann sag ich es anders: ich weiß, dass eine neue Steuerung her müsste. ;)
Quelle?
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von vovo »

Hier noch ein paar Abschiedsbilder...
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von münchner »

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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Kris »

kofelposter.jpg
Kris's simpler Nachruf:

Der alte ESL ermöglichte in den letzen Jahren dem geneigten Patscherkofelliebhaber eine schöne Aussicht und je nach Schneelage eine anspruchsvolle Abfahrt in weitem Gelände.
Das besondere daran war aber, daß man dank dem ESL aus dem mittlerweile vollplastifizierten und -banalisierten Hauptskigebiet entfliehen konnte. Einfach so. Kaum sass man im schwankenden Sessel, tauchte man von einer Minute zur nächsten in eine andere Welt ein. Es war etwas, was es sonst kaum noch gibt in Tirol: Abfahrten die sich in der Landschaft verlieren weil nicht abgetrennt von der sie umgebenden Topologie, die selbst im Sommer nicht auszumachen sind, es sei denn man kennt den Sinn der vergammelnden hölzernen Zäune. Der Kofelgipfel war einfach weisser freier Raum, kein Millimeter Fangnetz, keine orangenen Plastikpolsterleitplanken, keine Technoalpinplastik.
Dank dem ESL mit seiner adäquaten Förderleistung und dem fordernden Gelände. Wartezeiten gab es nie, es war genau richtig.

Oben orientierte man sich ganz ohne Panorama- und Hinwiestafeln welche heute in den Abmassen der Autobahnbeschilderung in nichts nachstehen. Freies Auge im Bad der Schönheiten. Man fuhr einfach, und sah wo es lang geht, auch der Tourist.

Es gab eine klitzekleine Gipfelstube mit ein paar Bänken davor, integriert in die modernistische 1950er Wopfner Bergstation mit ihrem filigranen Kragdach über der Umlenkscheibe. Unter der gemächlich hin und wieder Skifahrer vom Sessel stiegen.. Die nach der Bergfahrt erst mal rundum in die Landschaft schauten, überlegten was sie nun jetzt am besten machten...im Flow der Ruhe...
Und der Kris fand hier seine Hintenrumabfahrten, die auch zwei Wochen nach dem Schneefall noch schön pulvrig wenngleich nicht ganz Lawinenunkritisch waren ...

Nagut, besser den Gipfel stilllegen, als dort auch einen fixen Schröcksijet in moderner Plastikwelt. Irgendwann wird wohl auch die Pendelbahn fallen, dann empfehle ich eine Skigebeitspartnerschaft Patscherkofel - Reiteralm.


Der Tourist mag nichts merken, dem Plattpistencarver mag es egal sein, aber für viele Innsbrucker verliert der Kofel seine Seele...

So geht sie dahin, die Zeit die Zeit die Zeit...

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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Harzwinter »

Puh. ESL-Romantik hin oder her - in einem ohnehin wirtschaftlich schwächelnden Skigebiet mal eben die obersten 300 Höhenmeter ersatzlos stillzulegen ist aus Marketingsicht dämlich (unabhängig von der technisch bedingten Sichtweise der Maßnahme). Im Rahmen einer Großraum-Innsbruck-Tour wollte ich eigentlich auch zum Patscherkofel. Nun hat der Besuch dort für mich nur noch halben Sinn - was soll ich da, wenn ich als Skifahrer nicht mehr bis zum Gipfel befördert werde? Und was passiert, wenn ich weiter warte - ist in absehbarer Zeit mit der Einstellung des gesamten Skibetriebs am Patscherkofel zu rechnen?
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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von Dachstein »

Harzwinter hat geschrieben:Puh. ESL-Romantik hin oder her - in einem ohnehin wirtschaftlich schwächelnden Skigebiet mal eben die obersten 300 Höhenmeter ersatzlos stillzulegen ist aus Marketingsicht dämlich (unabhängig von der technisch bedingten Sichtweise der Maßnahme).
Das stehe ich eigentlich jetzt nicht so. Die Sichtweise von Kris stimmt zwar so weit, dass man da oben in einer anderen Welt war - nur die Welt war nur dann wirklich schön, wenn's auch ordentlich Schnee gab. Und leider ist der Kofel ein Fönloch, wo der obere teil schnell mal abgeblasen ist. Und dann kann man da oben eben gar nicht mehr so schön Skifahren. Die Route richtung PB war zwar landschaftlich wunderschön, jedoch meist abgeblasen und für die meisten Skifahrer untauglich, weil zu schwer. Der Skiweg war zwar nett von der Aussicht her, aber skifahrerisch uninteressant. Also warum sich diese 300 Höhenmeter behalten, wenn sie für 95% der Gäste nichts bringen?
Zur PB: auch die wird wohl in den nächsten 10 Jahren Geschichte sein. Es stellt sich aber die Frage, ob nicht hier ein Ersatzbau angebracht ist (in welcher Form auch immer). Weil sonst ist der Sommertourismus dahin, der Olex endet ja im touristischen Nirvana...
Ich bezweifle aber, dass wir ein Ende des Skibetriebes am Kofel erleben, denn dazu wurde in den letzten Jahren zu viel Geld hineingesteckt.

Und wer weiß, eventuell gibt es in nicht allzuferner Zukunft einen neuen Gipfellift, eine DSB vielleicht. ;)

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Re: Patscherkofel: Einstellung des Gipfelliftes

Beitrag von münchner »

Dachstein hat geschrieben:Und wer weiß, eventuell gibt es in nicht allzuferner Zukunft einen neuen Gipfellift, eine DSB vielleicht. ;)
Das ist ja schon eine halbe Ankündigung....

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