Am späten Nachmittag von Tag 1 jenes kleinen Südtirol-Trips mit Münchner besuchten wir das Vigiljoch bei Meran, wo eine steile Pendelbahn uns zu unserem Ziel hieven sollte – dem ESL Vigiljoch-Larchboden (1,5 km lang) aus dem guten, alten Jahre 1973 (Hersteller lt. Liftworld „Schwienbacher/ Larche“).
Eine malerische Talstation nahm uns in Empfang und bestätigte wieder, dass im Vergleich hierzu die modernen Stationen ein wahrer Schrecken sind. Aber hier ist es ja nicht anders wie bei Alt- und Neubauten generell. (Wobei natürlich in Bezug auf Wohn- und Geschäftsgebäude die Zeit von 1960-1980 mit ihren Bausünden sicherlich anders zu sehen ist als die in jener Zeit geschaffenen Tal- und Bergstationen alter, kultiger Sessel- und Schlepplifte...)
Blick aus dem Fenster der Talstation...
Innenleben.
Trasse der Vigiljochbahn – die läuft 7 Meter in der Sekunde...
Mit meiner Kompaktkamera konnte ich bequem durch die Luke fotografieren.
Hier sieht man nochmal, wie steil diese PB raufgeht. Im Winter dürfte es hier keine Talabfahrt geben, oder?
Am Ziel!
Was für ein schönes, altes Teil. („Echt stark“, hätte man in den 80ern gesagt...)
Die Nummerierung beginnt hier von oben und unten erwartet einen sogleich eine bis dato nie gesehene Stützenformation.
Danach kamen ein paar kantige Kerle – offenbar hat man wahrscheinlich mal einige der uralten Rundrohrstützen zwischendrin erneuert.
Die Trasse verläuft anfangs eher flach.
Ab hier geht’s wieder rund – in Bezug auf die Stützenformen...
Die kleiner werdenden Zahlen auf den Stützen kündeten die Bergstation an.
Münchner hatte totalen Hunger und so ging es erst mal in die Wirtschaft anstatt zu den Schleppern.
„Pistenplan“ im Innern.
Einer der beiden Slte, die hier oben enden. Ein dritter endete mal in diesem Bereich, wie ich zuhause bei Googleearth feststellte. Meine LSAP-Nase schlug zwar vor Ort schon an, da ich hinter dem Sender eine Schneise erahnte, doch wir waren schon recht spät dran und kehrten recht bald zur Bahn zurück. Na ja, vielleicht klappt es ja mal mit einem Winterbesuch hier oben...
So lässt sich eine Tour mit Münchner schon besser aushalten
??
Der andere Schlepper.
Da geht’s zum Himmel rauf.
Eins geht noch...
Die Wirtin hier oben hat ordentlich Holz vor der Hütte.
Abendstimmung am Vigiljoch...
Ein aufregender Tag ging zu Ende.
In der Früh noch die Langkofelscharte, dann die Kohlernbahn, das Vigiljoch und schließlich noch ein paar Nachtaufnahmen in Meran – da wurde die Festplatte bei der Rückkehr wieder ein ganzes Stück voller...
Wieder bei den interessanten Stützen angekommen...
Da hinten geht sicher auch irgendwo ne PB hoch – das ist lt. Wanderkarte in dieser Gegend ja oft der Fall.
Noch für die Klemmenfreunde.
Da hat sicher wieder so ein Münchner seine Kippe weggeworfen.
Bald sollte diese ESL-Fahrt wieder vorbei sein
Also den kann man echt weiter empfehlen!
Immer diese Liftspanner!
Der Liftler schaute grad nicht her...
Wieder unten im Tal angelangt.
Blick zurück.
Nun machten wir uns auf, unser Quartier in Algund zu beziehen, wo wir am nächsten Tag mit dem Korblift fuhren und einen Ausflug zum Hirzer sowie dem ESL in Meran anhängten, bevor schließlich das Stilfser Joch auf dem Plan stand.
Abends in Meran – es herrschte ein recht schöner Sommerabend. Bald wird man das Speisen unter freiem Himmel wieder vermissen, wenn der Sommer abgeklungen ist. (Zumindest hier in München braucht man jetzt schon wieder eine Jacke für den Biergarten am Abend.)
Brückenbild.
Im Hintergrund müsste Meran 2000 (oder 3000 ?) zu sehen sein. Außerdem eine Frau, die wahrscheinlich beim öffentlichen Dienst beschäftigt ist – während meiner Langzeitbelichtung bewegte sie sich kaum
Ein Mann im Anzug drehte sich um und schüttelte lachend den Kopf, während ich dieses Foto machte. Der dachte wohl, ich fotografiere den blanken Boden.
Auf der Brücke herrschte reger Verkehr.
Hier ebenso.
Im Parkhaus.
Auf dem Balkon unseres Algunder Domizils, wo man einen schönen Blick auf Meran hatte und dem Rauschen der Obstplantagenbewässerung zuhören konnte. (Aber 1.000 x besser als die Nacht zuvor an der alten Brennerbundesstrasse. Aber gut – ich wohne seit Jahren mitten in der Stadt - da stört es einen schon fast genauso, wenn dann absolute Stille herrscht.)
Trotz Müdigkeit herrschte unbändige Vorfreude auf den nächsten Tag, der die Korbliftpremierenfahrt bescheren sollte. Wie Münchner in seinem Bericht schon erwähnt hat, suchten wir auf dem Nachhauseweg noch verzweifelt nach einer offenen Tankstelle, doch das scheint in Südtirol nach Sonnenuntergang verboten zu sein. So mussten wir die Sommernacht trockener Kehle auf dem Balkon genießen. Selbst Rotwein aus dem Tetrapak oder Dosenbier hätte ich nicht verschmäht, um den Ausklang des ersten Tourtages zu krönen.
E N D E