Einen Tag nach meiner Tour auf die Tiergartenspitze ging es erneut ins Langtauferer Tal. Ausgangspunkt war der Parkplatz in Melag am Ende der Straße ins Langtauferer Tal, der auf 1900 m liegt. Ziel war zunächst die Weißkugelhütte (2542m), dann ging ich den Richterweg weiter Richtung Gepatscheisbruch. Der Weg führt zunächst am Hang neben dem Langtauferer Ferner entlang, wobei einige Rinnen und steile Bäche zu überqueren sind, was ich nicht so ohne fand. Anschließend wird es steiler und felsiger und der Weg wurde mit einigen Sicherungen versehen. Ich gelange in die Nähe des Gepatscheisbruches, wo mir dann der Weg doch zu anspruchsvoll wurde und kehrte in einer Höhe von etwas unter 3000m um. Nachdem ich wieder an der Hütte zurück war, führte mein Abstieg über den vor einigen Jahren errichteten Gletscherlehrpfad. Der Abstieg über diesen Lehrpfad dauert zwar eine Stunde länger als der Abstieg auf dem normalen Hüttenzustieg, aber das lohnt sich meiner Meinung durchaus.
Blick auf den oberen Bereich des Skigebiets Maseben, wo ich am Vortag war
Hier kann man zum Falginjoch hochgehen, an dem von der anderen Seite die Weißseefernerschlepplifte am Kaunertaler Gletscher ankommen.
Weißkugelhütte
Auch die Berge westlich der Weißkugel sind noch vergletschert (Äußerer Bärenbartkogel und Freibrunner Spitze)
Hier der Innerere Bärebartkogel, der eigentlich nur ein Vorgipfel der Weißkugel ist.
Gepatsch-Eisbruch
Zunge des Langtauferer Ferners
am Richterweg
weiterer Verlauf des Weges
einer der beiden zu querenden Bäche
Weißkugel und rechts davon der Innere Bärenbartkogel
Gepatsch-Eisbruch
Eisbruch von weiter oben an meiner Umkehrstelle
Hier bin ich umgekehrt. Nach 4 Stunden Aufstieg wollte ich mir das nicht mehr antun.
Blick zurück Richtung Gletscherzunge und Hütte
Langtauferer Spitze
Hier erkennt man knapp unterhalb der Bildmitte einen Teil des Lehrpfades, den ich später noch gewandert bin.
Jetzt befinde ich mich bereits wieder knapp unterhalb der Hütte. Am Lehrpfad sind eine Reihe von solchen Schautafeln aufgestellt.
Freibrunner Ferner zwischen Äußeren Bärenbartkogel und Freibrunner Spitze
Eisbruch
Eisbruch von weiter unten in der Nähe der Gletscherzunge des Langtauferer Ferners
Gletscherzunge. Mein Standort ist die Moräne von 1988, die der Gletscher bei seinen kurzeitigen Vorstoß von Mitte der 70er Jahre bis 1988 gebildet hat. Der Rückgang dürfte seit dem vielleicht 200 Meter betragen. Gut erkennt man, dass Schutt auf den Gletscher den Abschmelzprozess verlangsamt.
Blick vom selben Standort zur Seitenmoräne von 1850.
Blick zurück vorbei an einer markanten rötlichen Felsformation auf den Eisbruch
Der Gletscherlehrpfad führt ein gutes Stück entlang der 1850-Seitenmoräne des Gletschers, der bei seinem Höchstand Mitte des 19.Jahrhunderts noch den Talboden bei der Melager Alm erreicht hat.