Wetter: In höheren Lagen Schneefall bei ca. -2°C; im Rheintal und Murgtal Regen
Schnee: Ca. 20 cm Naturschnee
Anlagen geöffnet: SCHL Kaltenbronn (rechter Lift der Doppelanlage)
Wartezeit: Keine
Gefallen: Relativ steile Piste auf Neuschnee gut zu fahren; wenig Schnee gut präpariert
Nicht gefallen: Schlechte Sicht; Skipass fürs Gebotene zu teuer
Nach meinem Saisonstart an der Schwarzwaldhochstraße am 11. Dezember 2011 zerregnete es dort leider tagelang den Schnee, weshalb meine wintersportliche Stimmung einen Dämpfer erhielt. Um so mehr wunderte ich mich, dass am Samstag, 17. Dezember, der Skihang am Kaltenbronn in Betrieb ging. Der Kaltenbronn ist eine rund 900m hohe Passhöhe zwischen dem Nordschwarzwälder Murgtal und Enztal und ist rund 30 km Luftlinie von der Schwarzwaldhochstraße entfernt. Offenbar hat die Passhöhe ihr eigenes Mikroklima ... Am Kaltenbronn stehen zwei parallele, rund 500m lange Schlepplifte, die eine breite, mittelschwere Piste erschließen. Es gibt Flutlichtbetrieb, und neben der Liftstation befindet sich ein Hotel an der Straße.
Die Skipiste am Kaltenbronn ist zwar gut zu fahren, sie endet aber nicht genau am Lift, sondern ca. 60 Meter daneben, so dass man nach jeder Abfahrt zum Lift schieben muss. Das nervt etwas. Die Skipasspreise (Erwachsene): Nachmittagskarte EUR 14,50; Flutlichtkarte EUR 12,00; 12-Punkte-Karte EUR 12,00. Für einen Skihang mit nur einer 500-Meter-Abfahrt ohne Abwechslungsmöglichkeit, Beschneiung, Verleih und WC finde ich das etwas zu teuer; an der Schwarzwaldhochstraße bekommt man die gleiche Leistung für weniger Geld - oder fürs gleiche Geld mehr Abwechslung.
Wie man sieht, kann der Kaltenbronn als Skiziel anfahrts- oder schneelagebedingt trotzdem für ein paar Skistunden interessant sein. Bei besserer Schneelage kann man den Besuch mit Skifahren am Wildbader Sommerberg oder in Enzklösterle kombinieren. Angesichts des Wetters war ich froh, den Skitag im Mittelgebirge verbringen zu dürfen statt im Hochgebirge oberhalb der Baumgrenze.
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