Herstellung einer Industrieskipiste

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3303
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Re: Herstellung einer Industrieskipiste

Beitrag von 3303 »

starli hat geschrieben:Ich bin mir sicher, es wird Schnellfahrer geben, die trotzdem die "verschiedenen Geländekonturen" bevorzugen anstatt die eingeebnete Piste.
Ich fahre zwar auch nicht wirklich schnell, aber durchaus auch mal zügig.
Und gerade da kommt der Spaß mit interessanten Pisten, die nicht totplaniert sind.
Auf den stark planierten Abfahrten muss man tendenziell immer schneller und schneller fahren, damit es Spaß macht. Um den gleichen Spaß zu haben, muss man dann irgendwann den 194er RS Ski nehmen und richtig gas geben. Dann wird allers viel gefährlicher, was wiederrum dafür sorgt, dass ich nur noch bei fast komplett leerer Piste Spaß habe.
Zudem bringen die stark planierten Abfahrten eben diese langweilige Monotonie (auch im Bewegungsablauf) mit sich. Die Vielfalt der Schwungarten, Fliehkräfte etc. wird enorm reduziert. Erlebnisse wie leichtes Abhaben, um sich danach zB in eine Steilkurve zu legen, werden ebenfalls wegplaniert bzw. entstehen wenn, erst bei viel höherem Tempo. Das mag ich weniger, da tendeniell mehr Gefahrenpotential entsteht, was dann durch Zäume etc. vermindert werden soll. Dies stört ästhetisch dann noch mehr etc. etc.
Meine Idealvorstellung von Pistenbau (dort, wo es ohne nicht oder nur kaum geht) wäre, das Gelände formal so zu belassen, wie es ist und nur die Oberschicht quasi zu "schälen, also von Felsen etc. zu befreien. Auf solchen Pisten macht mir das fahren am meisten Spaß, und ich habe kaum den Drang, ins Gelände zu gehen.

Whistlercarver
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Re: Herstellung einer Industrieskipiste

Beitrag von Whistlercarver »

starli hat geschrieben:
Whistlercarver hat geschrieben:Auf so einer Piste kommt halt dann der Spaß am fahren durch die hohe Geschwindigkeit und nicht durch die verschiedenen Geländekonturen.
Ich bin mir sicher, es wird Schnellfahrer geben, die trotzdem die "verschiedenen Geländekonturen" bevorzugen anstatt die eingeebnete Piste.
(Ich bevorzuge lieber langsameres Skifahren auf interessanterem Untergrund. Wobei langsam und schnell ja immer relativ sind :)
3303 hat geschrieben:Ich fahre zwar auch nicht wirklich schnell, aber durchaus auch mal zügig.
Und gerade da kommt der Spaß mit interessanten Pisten, die nicht totplaniert sind.
Auf den stark planierten Abfahrten muss man tendenziell immer schneller und schneller fahren, damit es Spaß macht. Um den gleichen Spaß zu haben, muss man dann irgendwann den 194er RS Ski nehmen und richtig gas geben. Dann wird allers viel gefährlicher, was wiederrum dafür sorgt, dass ich nur noch bei fast komplett leerer Piste Spaß habe.
Zudem bringen die stark planierten Abfahrten eben diese langweilige Monotonie (auch im Bewegungsablauf) mit sich. Die Vielfalt der Schwungarten, Fliehkräfte etc. wird enorm reduziert. Erlebnisse wie leichtes Abhaben, um sich danach zB in eine Steilkurve zu legen, werden ebenfalls wegplaniert bzw. entstehen wenn, erst bei viel höherem Tempo.
@ starli: Ich meinte es so wie 3303 es beschrieben hat.
Man kann Spaß auch durch Herausforderung ersetzten. Bei einer tot planierten Piste muss ich rasen, dass mich die Piste fordert. Bei einer naturbelassenen Piste reicht eine mittlere Geschwindigkeit dass mich die Piste fordert.
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Re: Herstellung einer Industrieskipiste

Beitrag von TPD »

Immerhin passt der Spruch auf der Wurzelstockfräse (1:29) zum Projekt und der aktuellen Zeitepoche :lol:
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Re: Herstellung einer Industrieskipiste

Beitrag von starli »

Whistlercarver hat geschrieben:Man kann Spaß auch durch Herausforderung ersetzten. Bei einer tot planierten Piste muss ich rasen, dass mich die Piste fordert. Bei einer naturbelassenen Piste reicht eine mittlere Geschwindigkeit dass mich die Piste fordert.
Hm. Macht dir die Herausforderung dann Spaß oder nicht? (Weil du sagst, du ersetzt Spaß mit Herausforderung. "Ich hab keinen Spaß mit der totplanierten Piste, also rase ich wie eine Wildsau, nicht um Spaß zu haben, sondern um mich zu fordern"?)
Auf den stark planierten Abfahrten muss man tendenziell immer schneller und schneller fahren, damit es Spaß macht.
Von meiner Seite aus kann ich nicht behaupten, dass mir eine totplanierte Piste bei mehr Speed mehr Spaß macht. Oder generell dass sich bei mir der Spaßfaktor in irgendeiner Weise mit Speed zu tun hat. Ob man die Herausforderung als Spaßfaktor ansieht, weiß ich auch nicht, denn die für mich schlimmsten, herausfordernsten Pisten, sind schwarze Kunstschneeabfahrten (Harakiri z.B.) und da hab ich so 'was von überhaupt keinen Spaß, sondern bin froh, wenn ich heil unten ankomm :)
(Und auch anspruchslose Abfahrten können viel Spaß bereiten, wenn das "drumherum" passt.)
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3303
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Re: Herstellung einer Industrieskipiste

Beitrag von 3303 »

starli hat geschrieben:
Auf den stark planierten Abfahrten muss man tendenziell immer schneller und schneller fahren, damit es Spaß macht.
Von meiner Seite aus kann ich nicht behaupten, dass mir eine totplanierte Piste bei mehr Speed mehr Spaß macht. Oder generell dass sich bei mir der Spaßfaktor in irgendeiner Weise mit Speed zu tun hat. Ob man die Herausforderung als Spaßfaktor ansieht, weiß ich auch nicht, denn die für mich schlimmsten, herausfordernsten Pisten, sind schwarze Kunstschneeabfahrten (Harakiri z.B.) und da hab ich so 'was von überhaupt keinen Spaß, sondern bin froh, wenn ich heil unten ankomm :)
(Und auch anspruchslose Abfahrten können viel Spaß bereiten, wenn das "drumherum" passt.)
Volle Kunstschneeabfahrten sind für mich einfach nur Stress. Eine Herausforderung im negativen Sinn - nämlich die, ohne "near miss" oÄ heile unten anzukommen, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ein Sturz viel fatalere Folgen haben kann, als auf echtem Schnee.

Ansonsten kann eine Herausforderung in Form zB eines Tiefschneehanges für mich schon ein Spaßfaktor sein. Generell würde ich aber zustimmen wollen, dass es für Spaß nicht unbedingt die Herausforderung braucht.
Pisten wie in Vals sind keine Herausforderung (außer der vereisten Kunstschneetalabfahrt vielleicht), machen mir aber enorm Spaß. Man muss nicht so schenll fahren, die Pisten sind subjektiv dank Abwechslung und so vieler interessanter Details viel länger, die Skis sind viel einfacher zu kontrollieren, man kann entspannter fahren, da nicht so viele Leute "im Weg" sind. Dieses Empfinden ist aber nun mal eher die Ausnahme. Oft wird es offenbar gegenteilig empfunden.
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