aber ich würde die Klassifizierungen vor allem von den Liften ableiten, weil auf der Steinplatte kann man sicherlich von dieser sogenannten Industrieskipiste sprechen, während z.B. der Jenner eher mehr Naturpiste bietet obwohl diese Vollbeschneiung und Geländekorrekturen haben. Aber ich finde man sollte dies abhängig machen ob 400 p/h oder 3000 p/h den Berg hochsausen weil auch kleinere Gebiete mit alten Anlagen ohne Beschneiung nicht mehr viel bieten können.
Definition "Industrieskipiste"
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alex96
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Re: Definition "Industrieskipiste"
wie wärs mit "Jedermannpiste"??? 
aber ich würde die Klassifizierungen vor allem von den Liften ableiten, weil auf der Steinplatte kann man sicherlich von dieser sogenannten Industrieskipiste sprechen, während z.B. der Jenner eher mehr Naturpiste bietet obwohl diese Vollbeschneiung und Geländekorrekturen haben. Aber ich finde man sollte dies abhängig machen ob 400 p/h oder 3000 p/h den Berg hochsausen weil auch kleinere Gebiete mit alten Anlagen ohne Beschneiung nicht mehr viel bieten können.
aber ich würde die Klassifizierungen vor allem von den Liften ableiten, weil auf der Steinplatte kann man sicherlich von dieser sogenannten Industrieskipiste sprechen, während z.B. der Jenner eher mehr Naturpiste bietet obwohl diese Vollbeschneiung und Geländekorrekturen haben. Aber ich finde man sollte dies abhängig machen ob 400 p/h oder 3000 p/h den Berg hochsausen weil auch kleinere Gebiete mit alten Anlagen ohne Beschneiung nicht mehr viel bieten können.
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Garnicht schlecht, aber die Besoffskipisten müssten seitlich fast gepolstert werden?? (bzw Netze, damit niemand sich in den Wald oder Tiefschnee verirrt).
Ich hät noch einen Bergiff Idealhang bzw Idealpiste
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Finde ich nicht passend, da "ideal" hier ein subjektives Beurteilungsergebnis wäre.Naturschneeliftler hat geschrieben:...
Ich hät noch einen Bergiff Idealhang bzw Idealpiste
Objektiv beurteilen kann man meines Erachtens nur anhand der Ausbaukriterien.
Ab einer bestimmten noch zu definierenden Summe von Ausbauelementen kann man von Industrieskipisten oder "ausgebauten Pisten" sprechen.
Kriterien sind:
- Markierung nach Art (beidseitig erzeugt einen anderen Charakter als nur mittig)
- Präparation nach Maß und Häufigkeit
- Geländeplanierung je nach Maß bis zur geländeunabhängigen Trasse
- Beschneiung grundsätzlich
- Vorhandene Beschneiungsinfrastruktur im Betrieb je nach Maß
- Zäune je nach Maß
- Polster je nach Maß
- Frequentierung
- Optische Belastung durch Beförderungsanlagen in Sicht, am Pistenrand, in der Piste
- Optische Belastung durch Schneiteiche etc. je nach Maß
- optische Massivität der Beförderungsanlagen je nach Maß
- Lärmbelastung durch Beförderungsanlagen ja nach Maß
- Trasse durch bauliche Anlagen gebildet je nach Maß (Stützmauern, Tunnel etc.)
- Elektrifizierung zB im Hinblick auf Beleuchtung je nach Maß
- Sonstige Elektrifizierung, vernetzung, Bereitstellung von wlan, Moilfunknetz, Notrufsäulen, "Audiopoints" etc.
- Luftverunreinigung durch Verbrennungsmotor betriebene Gerätschaften je nach Maß
- Lärmbelastung durch Verbrennungsmotor betriebene Gerätschaften je nach Maß
- Beschallung durch Musik, Werbung etc. je nach Maß
- Belastung durch optische Werbung je nach Maß (Plakate, Banner, Leuchttafeln (ggf. wechselnd), Objekte wie Autos etc.)
- Belastung durch Kontrollpersonal/Polizei je nach Maß
- Regulierung durch Tempolimit
- Regulierung mit Einfluss auf die persönliche Ausrüstung (Helmpflicht etc.)
- weitere Regulierungen wie zustandsbedingte oder ortsgebundene Fahrverbote, Ampeln, Stoppschilder, Anhalteverbote - Verkehrsregeln allgemein je nach Maß
- Kennzeichnungspflicht für Pistenbenutzer beispielsweise ähnlich KFZ-Kennzeichen
- Mitführungspflicht für ein Instrument zur Erfassung und Überwachung des persönlichen Verhaltens, des Aufenthaltsortes, der Fahrgeschwindigkeit etc.
- Aufzeichung und Speicherung dieser Daten
- Personalisierung dieser Daten
- Verwendung selbiger zwecks Verfolgung von Verstößen, Zusendung von Strafmandaten, personaliserter Webung nach Hause, per mail, auf das Smartphone etc.
- Regulierung des persönlichen Verhaltens allgemein
- Überwachungsintrumente wie Kameras, Radarkontrollen etc. je nach Maß
- Versicherungspflicht bei Pistenbenutzung
- Potentielle Möglichkeiten von (Geld-)Strafen bei Regelverstößen
- weitere Kriterien
(enthalten sind auch spekulative, aber mögliche Kriterien sowie Konsequenzen, die aus den Strukturen für den Benutzer entstehen könnten)
Sofern man eine Industriepiste als "Ideal" bezeichnete, wäre die Erfüllung der genannten Kriterien grundsätzlich als ein Idealisieren zu beurteilen.
Viele werden das auch so sehen, nur eben Manche nicht. deshalb erachte ich den Begriff "Ideal" als keine unabhängige und somit ungeeignete Bezeichnung.
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Nein der Idealhang bezieht sich mehr auf nur begradigte und breite Pisten, die einfach nur gut und ohne viel anstrengung zu fahren ist
Aber ein Synonym für Imndustrieskipiste ist es nur dann, wenn nur "Positive" Aspekte zutreffen
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Für dich rein subjektiv vielleicht, aber wieso gerade diese beiden Kriterien? Warum keines der anderen?Naturschneeliftler hat geschrieben:Nein der Idealhang bezieht sich mehr auf nur begradigte und breite Pisten, die einfach nur gut und ohne viel anstrengung zu fahren ist
Aber ein Synonym für Imndustrieskipiste ist es nur dann, wenn nur "Positive" Aspekte zutreffen
Gegenbehauptung: Begradigt ist negativ. Eine Idealpiste ist für mich nicht grundsätzlich breit und begradigt. Es kommt immer drauf an.
Mit Deinem posting bestätigst du also genau meine Aussage, dass alles rein subjektiv ist.
So funktioniert aber keine objektive Beurteilung.
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Für mich auch nicht, aber eben für die Industrieskifahrer
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Re: Definition "Industrieskipiste"
3303 hat geschrieben: - Kennzeichnungspflicht für Pistenbenutzer beispielsweise ähnlich KFZ-Kennzeichen
Wo gibt es das denn ? Habe ich noch nie gehört/gesehen ..
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Die Liste von 3303 hat was. Nicht jetzt unbedingt die einzelnen Punkte, denn es kommt ja sowieso nie wie man es sich vorstellt
, sondern die Tatsache dass es unaufhaltsam weitergeht.
Wenn man heute davon ausgeht, dass sich auf den bestehenden Achsen weder Lift- noch Pistenkapazität weiter erhöhen lassen, Pisten zur effizienten Bewirtschaftung inklusive sämtlicher Sicherheitseinrichtungen endmodelliert wurden, so wäre die Grundindustrialisierung vorerst mal abgeschlossen!
Jedenfalls sehe ich das für viele Gebiete in zB. in Tirol/Salzburg aber auch in Norditalien so.
Mehr geht da einfach nicht mehr rein (wobei ... beim Blick nach Südkorea...ohweh *g*).
Es würde somit eine Art Postindustriezeitalter beginnen, welches die bestehenden Strukturen und Gepflogenheiten durch weitere Möglichkeiten ergänzt. Hier wäre die Liste von 3303 durchzugehen.
Was wird noch kommen um das Industrielle weiter im Sinne des Marktes 'aufzuwerten'?
Das ist eine Interessante spannende Denksportaufgabe!
Manche Dinge sind bereits da, wie zB. die proliferation von Werbeautos die schamlos in der Winterlandschaft fernab jeglicher Strasse aufgestellt werden.
Wesentlich bei den Überlegungen, was da noch alles kommen mag, sind m.A.n. folgende Gedanken:
1.) Wer kann damit wie Geld verdienen?
2.) Da 1.) oft negative Auswirkungen für andere hat: Wie stark ist das Regulativ, dass 1.) ggf, in die Schranken verweist?
Spielen hier rein die Kräfte des Marktes, oder wirken noch Reste europäischen kulturellem Selbstverständnisses?
Beispielsweise verspricht sich der Autohersteller dank der Werbeautos im Skigebiet mehr Verkäufe, der Werbeagentur die das Ganze konzipiert öffnen sich auch neue Märkte, und sogar die Liftgesellschaft bekommt wohl eine interessante Standmiete. Stören werden diese Aktionen jedoch viele Skigäste (kulturelles Selbstverständnis). Ein Teil (wie gross?) des Vorteils (1.) würde somit gleichzeitig zunichte gemacht.
Anscheinend wird im Falle der Werbeautos im Skigebiet davon ausgegangen, dass der Störeffekt (2.) gering bleibt und die Werbung in gewohnter weise unterschwellig (manipulativ) auch tatsächlich wohlwollend vom Zielpublikum aufgenommen wird .
Andere von 3303 aufgezählte Maßnahmen würden hingegen keine substantielle neue Einnahmequelle ermöglichen, sondern das Zielpublikum u.U. über Gebühr nerven. Wie zB. eine Kennzeichnungspflicht für Skifahrer: Diese wird nicht kommen. Auch Maßnahmen zur Milderung von Skiunfällen sind eher unwahrscheinlich, sofern diese niemanden potenten (zB. Versicherung) unmittelbar nutzen.
In diesem Sinne wird hingegen Saufen und Skifahren weiterhin gerne gesehen, da das zugrunde liegende Geschäftsmodell vielen richtig gutes Geld bringt. Eine Kennzeichnungspflicht würde den dann privaten Ausgabestellen pro Skifahrer vielleicht so viel bringen wie drei große Bier kosten. Daher würde sich seitens der Wirtschaft Widerstand regen.
Zu den Möglichkeiten vielleicht: Ein technologisches Hindernis im Outdoorbereich stellen dzt. die im Sonnenlicht noch kaum lesbaren Displays dar. Sobald hier tageshelle grosse und robuste Displays möglich sind, werden diese an allen nur erdenklichen Stellen aufpoppen, hier bin ich mir ziemlich sicher. Zielgruppenorientierte Informationssäulen, mir Werbung durchsetzt weil von selbiger finanziert. Hier würden für entsprechende Märkte neue Opportunities entstehen, jemand also zusätzliches Geld verdienen.
Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft mehr Infotainment in das Skigebiet kommt, beispielsweise in den Gondeln. Irgendetwas mit Social Networks oder iTunes. In Tirol forschen auch hierzu staatliche Stellen und fragen sich, wie man auf biegen und brechen mehr Internet u.dgl. in das Skigebiet reinbekommt, welche neuen Marketingformen "ziehen" usw...
Eine Schwierigkeit ist zunächst, wie man den modernen Gast dazu bringen kann, all die schönen Dinge, die heute tw. schon möglich wären, tatsächlich auch zu konsumieren, also Abhängigkeiten und künstliche Bedürfnisse zu schaffen (vgl. Sitzheizung). Hier besteht noch viel Handlungsspielraum. Auch hier wird viel interdisziplinär geforscht in Innsbruck, aber dazu muss ich den Mund halten...
Aber eben, die Tourismusindustrie benötigt wie alles andere in dieser ergiebigen Wirtschaftsordnung auch ihre 3...5% Wachstum pro Jahr, und die wird sie sich auf biegen und brechen auch holen. Der Staat weiss ob dieser Abhängigkeit und wirkt so gut es geht auf vielen Ebenen unterstützend (in CH anscheinend weniger).
Haken für mich ist halt, dass Natur im allgemeinen und Berge im speziellen pro Jahr leider genau gleich gross bleiben, und eben nicht auch 3 bis 5% wachsen wollen...
Der vielgelobte Markt "Skigebiet" unterscheidet sich eben sehr wohl vom Markt für Snickers, Samsung Handies oder Red Bull Dosen...
Spannende Sache das alles wie ich meine
Wenn man heute davon ausgeht, dass sich auf den bestehenden Achsen weder Lift- noch Pistenkapazität weiter erhöhen lassen, Pisten zur effizienten Bewirtschaftung inklusive sämtlicher Sicherheitseinrichtungen endmodelliert wurden, so wäre die Grundindustrialisierung vorerst mal abgeschlossen!
Jedenfalls sehe ich das für viele Gebiete in zB. in Tirol/Salzburg aber auch in Norditalien so.
Mehr geht da einfach nicht mehr rein (wobei ... beim Blick nach Südkorea...ohweh *g*).
Es würde somit eine Art Postindustriezeitalter beginnen, welches die bestehenden Strukturen und Gepflogenheiten durch weitere Möglichkeiten ergänzt. Hier wäre die Liste von 3303 durchzugehen.
Was wird noch kommen um das Industrielle weiter im Sinne des Marktes 'aufzuwerten'?
Das ist eine Interessante spannende Denksportaufgabe!
Manche Dinge sind bereits da, wie zB. die proliferation von Werbeautos die schamlos in der Winterlandschaft fernab jeglicher Strasse aufgestellt werden.
Wesentlich bei den Überlegungen, was da noch alles kommen mag, sind m.A.n. folgende Gedanken:
1.) Wer kann damit wie Geld verdienen?
2.) Da 1.) oft negative Auswirkungen für andere hat: Wie stark ist das Regulativ, dass 1.) ggf, in die Schranken verweist?
Spielen hier rein die Kräfte des Marktes, oder wirken noch Reste europäischen kulturellem Selbstverständnisses?
Beispielsweise verspricht sich der Autohersteller dank der Werbeautos im Skigebiet mehr Verkäufe, der Werbeagentur die das Ganze konzipiert öffnen sich auch neue Märkte, und sogar die Liftgesellschaft bekommt wohl eine interessante Standmiete. Stören werden diese Aktionen jedoch viele Skigäste (kulturelles Selbstverständnis). Ein Teil (wie gross?) des Vorteils (1.) würde somit gleichzeitig zunichte gemacht.
Anscheinend wird im Falle der Werbeautos im Skigebiet davon ausgegangen, dass der Störeffekt (2.) gering bleibt und die Werbung in gewohnter weise unterschwellig (manipulativ) auch tatsächlich wohlwollend vom Zielpublikum aufgenommen wird .
Andere von 3303 aufgezählte Maßnahmen würden hingegen keine substantielle neue Einnahmequelle ermöglichen, sondern das Zielpublikum u.U. über Gebühr nerven. Wie zB. eine Kennzeichnungspflicht für Skifahrer: Diese wird nicht kommen. Auch Maßnahmen zur Milderung von Skiunfällen sind eher unwahrscheinlich, sofern diese niemanden potenten (zB. Versicherung) unmittelbar nutzen.
In diesem Sinne wird hingegen Saufen und Skifahren weiterhin gerne gesehen, da das zugrunde liegende Geschäftsmodell vielen richtig gutes Geld bringt. Eine Kennzeichnungspflicht würde den dann privaten Ausgabestellen pro Skifahrer vielleicht so viel bringen wie drei große Bier kosten. Daher würde sich seitens der Wirtschaft Widerstand regen.
Zu den Möglichkeiten vielleicht: Ein technologisches Hindernis im Outdoorbereich stellen dzt. die im Sonnenlicht noch kaum lesbaren Displays dar. Sobald hier tageshelle grosse und robuste Displays möglich sind, werden diese an allen nur erdenklichen Stellen aufpoppen, hier bin ich mir ziemlich sicher. Zielgruppenorientierte Informationssäulen, mir Werbung durchsetzt weil von selbiger finanziert. Hier würden für entsprechende Märkte neue Opportunities entstehen, jemand also zusätzliches Geld verdienen.
Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft mehr Infotainment in das Skigebiet kommt, beispielsweise in den Gondeln. Irgendetwas mit Social Networks oder iTunes. In Tirol forschen auch hierzu staatliche Stellen und fragen sich, wie man auf biegen und brechen mehr Internet u.dgl. in das Skigebiet reinbekommt, welche neuen Marketingformen "ziehen" usw...
Eine Schwierigkeit ist zunächst, wie man den modernen Gast dazu bringen kann, all die schönen Dinge, die heute tw. schon möglich wären, tatsächlich auch zu konsumieren, also Abhängigkeiten und künstliche Bedürfnisse zu schaffen (vgl. Sitzheizung). Hier besteht noch viel Handlungsspielraum. Auch hier wird viel interdisziplinär geforscht in Innsbruck, aber dazu muss ich den Mund halten...
Aber eben, die Tourismusindustrie benötigt wie alles andere in dieser ergiebigen Wirtschaftsordnung auch ihre 3...5% Wachstum pro Jahr, und die wird sie sich auf biegen und brechen auch holen. Der Staat weiss ob dieser Abhängigkeit und wirkt so gut es geht auf vielen Ebenen unterstützend (in CH anscheinend weniger).
Haken für mich ist halt, dass Natur im allgemeinen und Berge im speziellen pro Jahr leider genau gleich gross bleiben, und eben nicht auch 3 bis 5% wachsen wollen...
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>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Ach du liebe Sch.... das gibts ja alles schon:Kris hat geschrieben: Ich könnte mir vorstellen, dass in Zukunft mehr Infotainment in das Skigebiet kommt, beispielsweise in den Gondeln. Irgendetwas mit Social Networks oder iTunes. In Tirol forschen auch hierzu staatliche Stellen und fragen sich, wie man auf biegen und brechen mehr Internet u.dgl. in das Skigebiet reinbekommt, welche neuen Marketingformen "ziehen" usw...
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http://www.youtube.com/watch?v=1yr7XPq8 ... e=youtu.be
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Re: Definition "Industrieskipiste"
LAAX hat die 46" Bildschirme auch schon seit ein paar Jahren an Verteilpunkten im Skigebiet stehen. Da wird aber den ganzen Tag über nur der Skigebietsplan angezeigt mit dem Anlagenstatus Wetter und Lawinensituation. Das mit der Lawinensituation war im November genial, da stand "Nicht möglich".
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Da fehlt nur noch die TMC StauumfahrungLAAX hat die 46" Bildschirme auch schon seit ein paar Jahren an Verteilpunkten im Skigebiet stehen. Da wird aber den ganzen Tag über nur der Skigebietsplan angezeigt mit dem Anlagenstatus Wetter und Lawinensituation.
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Zumindestens von Anzeigen über Wartezeiten an bestimmten Bahnen hab ich gerade in Laax schon gelesen.
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Re: Definition "Industrieskipiste"
Auf den Bildschirmen in LAAX wird so viel ich weis bis jetzt nur angezeigt welche Anlagen offen oder gechlossen sind. Mehr nicht. Werde aber wahrscheinlich am Wochenende wieder dort sein nd kann dann genaueres sagen.
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Re: Definition "Industrieskipiste"
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Re: Definition "Industrieskipiste"
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