Kontrolle auf der Piste: Jeder Dritte illegal

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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PB_300_Polar
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Kontrolle auf der Piste: Jeder Dritte illegal

Beitrag von PB_300_Polar »

Schwarzarbeit 23.02.2006

Kontrolle auf der Piste: Jeder Dritte illegal
Die Finanzbehörde hat Schwarzarbeit auf den Kärntner Skipisten aufgedeckt. Bei einer Kontrolle zeigte sich, dass fast jeder Dritte illegal beschäftigt wird.


Kontrolliert: Skihütten und Skischulen
Von zehn überprüften Skischulen wurden sieben beanstandet. Außerdem beschäftigt jede zweite Skihütte illegale Mitarbeiter.

313 Beschäftigte wurden überprüft, vom Skilehrer bis zur Küchenhilfe. 99 davon, also fast jeder Dritte, waren illegal beschäftigt, heißt es von der Finanzverwaltung.

Einige der illegal beschäftigten Mitarbeiter bezogen gleichzeitig Arbeitslosengeld, erklärte Rigobert Rainer, der Leiter der Kontrolle:

Rainer: Schein-Werkverträge für Skilehrer
"Es geht um in- und ausländische Arbeitskräfte, die nicht bei der Sozialversicherung angemeldet wurden, um kroatische Staatsbürger, die über Schein-Werkverträge als Selbständige tituliert wurden, in Wahrheit aber unselbständige Schilehrer waren.

Außerdem wurden Betriebe aufgedeckt, die nicht zur Steuer angemeldet waren. Auch alle lohnabhängigen Abgaben müssen da noch ins Kalkül gezogen werden".


Erstmalige Aktion
Rainer sagte, die Kontrolle sei erstmalig und als bundesweiter Aktionstag durchgeführt worden. Bisher habe es keine oder nur eingeschränkte Kontrollen bei diesen Betrieben gegeben.

Wie hoch die Straf- und Steuernachzahlungen der beanstandeten Skischulen und Skihütten sein werden, ist noch nicht bekannt.

Quelle:http://kaernten.orf.at/stories/91509/
Der Schnee kommt.....

Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Tja schaut am Jahresende in der Kasse der Bergbahn gut aus. Nur wie arbeiten diese Leute bei einem Notfall?? Sölden lässt Grüssen!!
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Kampf gegen Schwarzarbeit auf Pisten

Der Tiroler Skilehrerverband sagt der Schwarzarbeit auf den Pisten den Kampf an. Illegale Skilehrer ohne Ausbildung würden keine Steuern bezahlen und Menschenleben gefährden, so der Tiroler Skilehrerverband.

Neue Qualitätskriterien für Skischulen
Mehr als 6.000 Skilehrer und 193 Skischulen sind im Tiroler Skilehrerverband organisiert. Zentrales Thema der Landesversammlung sind neu ausgearbeitete Qualitätskriterien für Skischulen und der Kampf gegen Schwarzarbeiter auf den Tiroler Pisten.

Illegale werben via Internet
Vor allem auf den Pisten im Tiroler Unterland trifft man die vornehmlich auf Osteuropa und Holland stammenden Skilehrer. Sie werben ohne Ausbildung und ohne Arbeitsbewilligung via Internet Skigäste an, sagt Richard Walter, Präsident des Tiroler Skilehrerverbands.

"Schwarze" waren gängige Praxis
Erfährt der Verband von illegalen Skilehrern, wird Anzeige bei der BH erstattet. Vor zwei Jahren hat die KIAB - ein Team des Finanzamts, das gegen illegale Beschäftigung vorgeht - eine ganze Reihe von solchen Fällen an Tirols Skischulen aufgedeckt.

Der Skilehrerverband hat seitdem versucht, mit Aufklärungsseminaren zusammen mit der KIAB sowie mit Aussendungen mit Infos über Arbeitsrecht gegenzusteuern.

Nicht zuletzt werden es aber auch die empfindlichen Geldstrafen gewesen sein, die die Skischulen zum Umdenken bewogen haben. Jetzt muss man sich auf legale Weise behelfen, wenn für den Gästeansturm zu wenig Skilehrer vorhanden sind, sagt Walter:

"Spitzenzeiten abdecken"
"Wir motivieren die Skilehrer, länger zu arbeiten und mehr Stunden zu geben. Darüber hinaus haben wir mit unseren Gästen Kontakt aufgenommen und sie daran erinnert, ihre Privatbuchungen bereits jetzt vorzunehmen."

Preis für beste Skischule
Damit die Gäste weiterhin das Angebot der Tiroler Skischulen nutzen, sind jetzt zusammen mit der Tirolwerbung und einer Tourismusberatungsfirma eigene Qualitätskriterien für Skischulen erstellt worden. Künftig soll dann jährlich ein Preis für die beste Tiroler Skischule verliehen werden.
Quelle: ORF
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schifreak
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Illegal

Beitrag von schifreak »

Da muß ich jetzt was gestehn, hab auch mal in einer Schihütte mein Taschengeld aufgebessert-- iss doch klar, steht ja in dem Bericht, daß solche Kontrollen bisher so gut wie nie stattfanden-- die Kontolleure müßtn vermutlich erstmal s Schifahrn lernen-- wenn s net mal das Hüttenpersonal konnte.( Tatsache, der Koch war aus Hamburg, und stand noch nie auf Schi ) Und wenn wirklich mal ne Razzia iss, dann iss das illegale Personal aus m Freundeskreis, wo sowas ehrenamtlich macht...

Schlimmer schauts bei Liften aus, wenns mal wirklich n Unfall passiert( Versicherungen etc. )-- und bei Schilehrern iss natürlich krass. Wenn ich schon Geld für n Schikurs ausgeb, dann möcht ich auch n richtigen Lehrer.


Aber es iss halt auch für viele Kleinbetriebe problematisch, vor allem, wenns wegen Wetter kein Schibetrieb hat. Da ists immer gut, wenn ma a paar Bekannte hat, die mal einspringen, aber die man nicht ständig bezahlen muß. Eigentlich logisch.

Nochwas wegs Kontollen, man hat s auch versäumt, zu überprüfen, ob die Diesellifte auch wirklich mit Diesel fuhren. Da wurde genau so Heizöl reingeschüttet wie vermutlich auch in die Traktoren. Auf da Oim da gibts koa Sünd, und auch keine Kontrollen...so ungefähr wars doch.
Fabi,alpiner Schifreak

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Immer mehr illegale Skilehrer in Salzburg

Immer mehr Touristengruppen hätten ihre eigenen Skilehrer mit, obwohl diese in Salzburg gar keinen Unterricht geben dürften. Das kritisiert der Berufsskilehrerverband. Die Kontrollen gegen illegale Skilehrer seien zahnlos.


"Sicher um 500" illegalen Skilehrer
In Salzburg arbeiten in den 110 Skischulen insgesamt rund 2.000 Skilehrer. Es wären mit Sicherheit mehr, wenn nicht Reiseveranstalter mit ihren Urlaubergruppen Skilehrer mitnehmen würden, ist Wolfgang Viehauser, Sprecher des Berufsskilehrerverbands, überzeugt.

"Da kommen zu Spitzenzeiten sicher um die 500 Lehrer - vielleicht sogar noch mehr, wenn ich das landesweit rechne. Denn die großen Skigebiete füllen schon sehr viele Betten mit Reisebüro-Gästen - und die bringen auch sehr viele Skilehrer mit", sagt Viehauser.

Nur Skischulen dürfen Unterricht anbieten
Dabei ist die Rechtslage in Salzburg eindeutig: Skiunterricht dürfen nur gemeldete Skischulen anbieten sowie Sportvereine für ihre eigenen Mitglieder - nicht aber Reiseveranstalter, die zum Beispiel mit Bussen hunderte Skifahrer nach Salzburg bringen.


Reiseleiter werden "umfunktioniert"
"Das Problem ist, dass die Reisebüros weder in ihren Herkunftsstaaten noch in Österreich irgendeine Berechtigung haben, Skiunterricht zu geben", sagt Viehauser, "Die kommen bei uns an. Und die Reiseleiter werden dann einfach als Skilehrer umfunktioniert."

Es gebe für ganz Salzburg auch nur einen einzigen Kontrollor, betont der Skilehrervertreter: "Der überprüft Skilehrer, ob sie rechtmäßig unterwegs sind. Wir können das eigentlich nur aufnehmen, können das der Landesregierung melden. Die Betriebe werden daraufhin aufgefordert, dieses zu unterlassen oder im Rahmen des Skischulgesetzes zu handeln. Schlussendlich ist die Größenordnung so groß, dass das ein Tropfen auf den heißen Stein ist."

Strengere Kontrollen in Italien oder Frankreich
In anderen europäischen Ländern werde das Skilehrerwesen weit strenger gehandhabt, ergänzt Viehauser. In Frankreich oder Italien würde er niemand raten, illegal Skiunterricht zu geben. Dort könne es sogar passieren, dass man vorübergehend festgenommen wird.
Quelle: ORF
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Re: Kontrolle auf der Piste: Jeder Dritte illegal

Beitrag von snowflat »

Der Geschäftsführer der Liftgesellschaft ist gleichzeitig Bürgermeister und Steuerberater. :? :roll:
Kärnten: Schwarzarbeiter auf Simonhöhe entdeckt
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Re: Kontrolle auf der Piste: Jeder Dritte illegal

Beitrag von TPD »

Scheint so als wäre der Bürgermeister mit dem zuständigen Amt verkracht ;)
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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