Steuerungstechnik bei Seilbahnen
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- Dartfish
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Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren welche Steuerungen und Komponenten bei den Verschiedenen Herstellern der Elektrischen Ausrüstung bei Seilbahnen verwendet wird.
Bei Siemens wir ja eine S7 F CPU verwendet. Regler und der gleichen werden denk ich auch aus irgend einer Serie von Siemens sein. Aber wie schauts bei den Steuerungen von Doppelmayr, Elin etc. aus?
Weis da jemand mehr?
Gruß Dartfish
mich würde mal interessieren welche Steuerungen und Komponenten bei den Verschiedenen Herstellern der Elektrischen Ausrüstung bei Seilbahnen verwendet wird.
Bei Siemens wir ja eine S7 F CPU verwendet. Regler und der gleichen werden denk ich auch aus irgend einer Serie von Siemens sein. Aber wie schauts bei den Steuerungen von Doppelmayr, Elin etc. aus?
Weis da jemand mehr?
Gruß Dartfish
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Lagorce
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Suchfunktion. 
Z.B. Topic hier:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 39&t=20215
SIL 3 zertifizierte SPS gibt's nicht soviele auf dem Markt.
Bekannt sind u.a. Pilz, Siemens S7-200, S7-400F, S7-400FH (wobei zu beachten ist, dass für die S7-400F bzsw. S7-400FH leider keine direkt in die S7-400 Baugruppenträger steckbare sicherheitsorientierte I/O-Baugruppen verfügbar sind), Hima usw. ABB sowie Allen-Bradley haben ebenfalls Produkte im Sortiment wobei z.B. be Allen-Bradley z.T. OEM-angepasste Fremdprodukte angeboten werden.
Groupe Schneider/Telemecanique kenn ich zuwenig da ich deren Elektronik prinzipiell nie einsetze.
Prozesss-Sicherheitssteueurungen wie z.B. von ABB August (wenig bekannt), Triconnex/Invensys, die mehrfache-redundanten Steuerungen von Hima usw. eignen sich nicht für Seilbahnanwendungen, entweder aus Kostengründen oder aus technischen Gründen.
Nebst einer oder mehreren Sicherheists-SPS wird noch eine oder mehrere konventionnelle SPS eingesetzt, diese kann vom selben oder einem anderen Hersteller stammen. Theoretisch sind je nach Modell auch Aufbauten von sicherheitsorientiertem- und konventionnellem Teil im gleichen Baugruppenträger möglich.
Dazu kommt je nach Steuerungsarchitektur u.U. noch ein PC oder mehrere PC-Rechner dazu, dieser kann getrennt oder in der SPS integriert (oder ggf. auch als Bedienpanel) sein und dient oft u.a. dem Mensch-Maschinen-Interfacing sowie dem Datenlogging.
Soweit mal eine grobe Zusammenstellung, über Seilbahnsteuerungstechnik wurde bereits ausgiebig hier im Forum geschrieben, vermutlich mehr als irgendwo anders im Internet.
(Wenn ich dit Tippfehler in diesem Beitrag nicht korrigieren kann würde ich dies (...) finden. Früher konnte man editieren.)
Z.B. Topic hier:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 39&t=20215
SIL 3 zertifizierte SPS gibt's nicht soviele auf dem Markt.
Bekannt sind u.a. Pilz, Siemens S7-200, S7-400F, S7-400FH (wobei zu beachten ist, dass für die S7-400F bzsw. S7-400FH leider keine direkt in die S7-400 Baugruppenträger steckbare sicherheitsorientierte I/O-Baugruppen verfügbar sind), Hima usw. ABB sowie Allen-Bradley haben ebenfalls Produkte im Sortiment wobei z.B. be Allen-Bradley z.T. OEM-angepasste Fremdprodukte angeboten werden.
Groupe Schneider/Telemecanique kenn ich zuwenig da ich deren Elektronik prinzipiell nie einsetze.
Prozesss-Sicherheitssteueurungen wie z.B. von ABB August (wenig bekannt), Triconnex/Invensys, die mehrfache-redundanten Steuerungen von Hima usw. eignen sich nicht für Seilbahnanwendungen, entweder aus Kostengründen oder aus technischen Gründen.
Nebst einer oder mehreren Sicherheists-SPS wird noch eine oder mehrere konventionnelle SPS eingesetzt, diese kann vom selben oder einem anderen Hersteller stammen. Theoretisch sind je nach Modell auch Aufbauten von sicherheitsorientiertem- und konventionnellem Teil im gleichen Baugruppenträger möglich.
Dazu kommt je nach Steuerungsarchitektur u.U. noch ein PC oder mehrere PC-Rechner dazu, dieser kann getrennt oder in der SPS integriert (oder ggf. auch als Bedienpanel) sein und dient oft u.a. dem Mensch-Maschinen-Interfacing sowie dem Datenlogging.
Soweit mal eine grobe Zusammenstellung, über Seilbahnsteuerungstechnik wurde bereits ausgiebig hier im Forum geschrieben, vermutlich mehr als irgendwo anders im Internet.
(Wenn ich dit Tippfehler in diesem Beitrag nicht korrigieren kann würde ich dies (...) finden. Früher konnte man editieren.)
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Lagorce
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Kann nicht editieren. 
Regler werden womöglich softwaremässig ausgeführt, sowohl durch die SPS wie auch durch die Steuerelektronik der modernen drehzahlveränderbaren Antriebe (DC für zahlreiche ältere Anlagen und FU für die meisten "modernen" nicht-französischen Anlagen).
Regelungen für geregelte Betriebsbremsen (mit Druckservoventil) können durch die SPS ausgeführt werden, Antriebsregelungen sowie ggf. Master/Slave Regelungen werden fast immer direkt durch die Antriebselektronik gehandhabt (SPS gibt meist unipolaren Geschwindigkeitssollwert (Analogsignal) sowie digitales Fahrtrichtungssignal aus, auch wenn technisch die Antriebsansteuerung rein über Feldbus technisch möglich wäre, Feldbusanbindung des Hauptantriebes ist zwar bei modernen Seilbahnsteuerungen ebenfalls vorhanden).
Regler werden womöglich softwaremässig ausgeführt, sowohl durch die SPS wie auch durch die Steuerelektronik der modernen drehzahlveränderbaren Antriebe (DC für zahlreiche ältere Anlagen und FU für die meisten "modernen" nicht-französischen Anlagen).
Regelungen für geregelte Betriebsbremsen (mit Druckservoventil) können durch die SPS ausgeführt werden, Antriebsregelungen sowie ggf. Master/Slave Regelungen werden fast immer direkt durch die Antriebselektronik gehandhabt (SPS gibt meist unipolaren Geschwindigkeitssollwert (Analogsignal) sowie digitales Fahrtrichtungssignal aus, auch wenn technisch die Antriebsansteuerung rein über Feldbus technisch möglich wäre, Feldbusanbindung des Hauptantriebes ist zwar bei modernen Seilbahnsteuerungen ebenfalls vorhanden).
- Dartfish
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Vielen dank Lagorce
Du hast bei Siemens noch die S7 300F vergessen
Was mich aber mehr insteressieren würde ist welche SPS und Bedienpanel beispielsweise bei Doppelmayr und Elin verbaut werden. Und wie die Streckenverkabelung aufbegaut ist. Wird dort auch mit Bus gearbeitet und sitzt bei jeder Stütze ein Busteilnehmer (z.B. ET200s) oder wir das anders aufgebaut?
Gruß Dartfish
Du hast bei Siemens noch die S7 300F vergessen
Was mich aber mehr insteressieren würde ist welche SPS und Bedienpanel beispielsweise bei Doppelmayr und Elin verbaut werden. Und wie die Streckenverkabelung aufbegaut ist. Wird dort auch mit Bus gearbeitet und sitzt bei jeder Stütze ein Busteilnehmer (z.B. ET200s) oder wir das anders aufgebaut?
Gruß Dartfish
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Lagorce
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
[b]Schreibfehler meinerseits, war natürlich S7-300F gemeint.[/b]
Weshalb man nicht editieren kann, ist mir unbekannt und ich finde diese Einschränkung auch blödsinning, zumindest wenn man nicht mehr neu im Forum ist.
S7-200F gibt's soviel ich weiss gar nicht aber die S7-200 kenn ich eh nicht so gut. Bin eher an die S7-400 gewohnt (sowie S7-300), inbes. Hardwareprojektierung.
Als Zwitter zwischen echten SIL 3 SPS und nicht-programmierbaren SIL 3 Sicherheitsbausteine gibt's noch eingeschränkt programmierbare (bzw. z.T. eher parametrierbare) SIL 3 Sicherheitsbausteine.
Zu beachten ist ebenfalls, dass nicht alle SIL 3 Sicherheits-SPS CPU-seitig hardwaremässig mehrkanalig aufgebaut sind, darüber sind sich sogar Experten nicht einig (bei den S7-300F und S7-400F wird das Anwenderprogramm diversitär kompiliert und zeitverschoben ausgeführt, jedoch ohne echte CPU-Hardware-Redundanz; über die Gründe, weshalb dies vom TÜV zugelassen wurde, gibt es Spekulationen).
Weshalb man nicht editieren kann, ist mir unbekannt und ich finde diese Einschränkung auch blödsinning, zumindest wenn man nicht mehr neu im Forum ist.
S7-200F gibt's soviel ich weiss gar nicht aber die S7-200 kenn ich eh nicht so gut. Bin eher an die S7-400 gewohnt (sowie S7-300), inbes. Hardwareprojektierung.
Als Zwitter zwischen echten SIL 3 SPS und nicht-programmierbaren SIL 3 Sicherheitsbausteine gibt's noch eingeschränkt programmierbare (bzw. z.T. eher parametrierbare) SIL 3 Sicherheitsbausteine.
Zu beachten ist ebenfalls, dass nicht alle SIL 3 Sicherheits-SPS CPU-seitig hardwaremässig mehrkanalig aufgebaut sind, darüber sind sich sogar Experten nicht einig (bei den S7-300F und S7-400F wird das Anwenderprogramm diversitär kompiliert und zeitverschoben ausgeführt, jedoch ohne echte CPU-Hardware-Redundanz; über die Gründe, weshalb dies vom TÜV zugelassen wurde, gibt es Spekulationen).
- jojo2
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Es gibt einfach ein Kabel das durch alle Schalter geht, Bruchstab ok= 0Ohm WiederstandDartfish hat geschrieben:Vielen dank Lagorce
Du hast bei Siemens noch die S7 300F vergessen
Was mich aber mehr insteressieren würde ist welche SPS und Bedienpanel beispielsweise bei Doppelmayr und Elin verbaut werden. Und wie die Streckenverkabelung aufbegaut ist. Wird dort auch mit Bus gearbeitet und sitzt bei jeder Stütze ein Busteilnehmer (z.B. ET200s) oder wir das anders aufgebaut?
Gruß Dartfish
In jedem Bruchstab ist ein Wiederstand anderen Wertes parallel geschaltet, bricht der Stab ändert sich der Streckenstrom und man kann ausrechnen welche Stütze es betrifft.
Wie das aber bei System wie RPD funktioniert kann ich dir nicht sagen. RPD alleine ist aber auch,meiner Meinung nach, nicht SIL 3 und somit kann alles zum verabeiten der Signale genommen werden.
- ATV
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Aha mal was neues gelernt.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
- jojo2
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Hab ich was falsches gesagt? Ich habe es mehrmals so gesagt bekommen.ATV hat geschrieben:Aha mal was neues gelernt.
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Lagorce
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Das RPD wurde durch Doppelmayer in Zusammenarbeit mit ifm (Sensorenhersteller) entwickelt.
Ob es dann effektiv SIL 3 zertifiziert wurde, kann ich nicht mit Sicherheit (!) sagen, dies war jedenfalls seitens DM so vorgesehen. D.h. rein von der Sicherherheitstechnik her gesehen, wäre es ohne zusätzliche Bruchstäbe zulassungsfähig, wobei diesbezüglich ggf. länderspezifische Behörden abweichende Auflagen geltend machen können.
Die RPD Sensoren sind Vollvergossen und beinhalten u.a. analoge induktive Sensoren sowie ein (vermutlich herstellerspezifisches nicht dokumentiertes, zumindest was das Kommunikationsprotokoll betrifft, hardwarelayermässig würde ich auf was RS-485 basiertes tippen, muss aber nicht sein) Sicherheits-Businterface.
Da die einzel adressierbaren RPD Sensoren an einem nicht offen normierten Feldbus hangen, wird seitens der Steuerung für die sicherheistsorientierte Signalweitergabe vermutlich entweder ein Hardware Interface (z.B. mit zwangsgeführten Relaiskontaktausgängen) oder ein Schnittstellenumsetzer zu einem Sicherheists-Feldbus benötigt. Also eine direkte Anbindung and die SPS kann ich mir kaum vorstellen, ausser evtl. für die eigenen Doppelmayr Steuerungen. Was nicht sicherheitorientiert ist, kann man konventionnell interfacen.
Selbst hab ich noch nie gesehen, wie das RPD in die Steuerung genau integriert wird. Vielleicht hat jemand nähere Infos diesbzgl.
Ob es dann effektiv SIL 3 zertifiziert wurde, kann ich nicht mit Sicherheit (!) sagen, dies war jedenfalls seitens DM so vorgesehen. D.h. rein von der Sicherherheitstechnik her gesehen, wäre es ohne zusätzliche Bruchstäbe zulassungsfähig, wobei diesbezüglich ggf. länderspezifische Behörden abweichende Auflagen geltend machen können.
Die RPD Sensoren sind Vollvergossen und beinhalten u.a. analoge induktive Sensoren sowie ein (vermutlich herstellerspezifisches nicht dokumentiertes, zumindest was das Kommunikationsprotokoll betrifft, hardwarelayermässig würde ich auf was RS-485 basiertes tippen, muss aber nicht sein) Sicherheits-Businterface.
Da die einzel adressierbaren RPD Sensoren an einem nicht offen normierten Feldbus hangen, wird seitens der Steuerung für die sicherheistsorientierte Signalweitergabe vermutlich entweder ein Hardware Interface (z.B. mit zwangsgeführten Relaiskontaktausgängen) oder ein Schnittstellenumsetzer zu einem Sicherheists-Feldbus benötigt. Also eine direkte Anbindung and die SPS kann ich mir kaum vorstellen, ausser evtl. für die eigenen Doppelmayr Steuerungen. Was nicht sicherheitorientiert ist, kann man konventionnell interfacen.
Selbst hab ich noch nie gesehen, wie das RPD in die Steuerung genau integriert wird. Vielleicht hat jemand nähere Infos diesbzgl.
- mic
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Messtec und Konstrukteur hatten da von Jahren mal was drin…:
http://www.ifm.com/obj/messtec-automation_12-05.pdf
http://www.ifm.com/obj/konstrukteur_5-2007.pdf
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Die RPD Lösung is ja an sich nicht schlecht. Aber man wird wohl dafür ein Bussystem verwenden müssen. Da man sonst eher schlecht feststellen kann wo der Fehler liegt. Wo ich mir die Frage stelle, wie das funktionieren soll. Es gibt soweit ich weis kein herkömliches Bussystem das über solche Strecken wie bei einer Seilbahn voliegen mit normalen Kupferleitungen und ohne Repeater funtionieren. Wenn überhaupt dann wäre die einfachste Lösung mit ASI-Bus.
Der RPD Aufbau wird glaub ich nur von Doppelmayr angeboten. Mit welcher Steuerungshersteller arbeitet Doppelmayr?
Der RPD Aufbau wird glaub ich nur von Doppelmayr angeboten. Mit welcher Steuerungshersteller arbeitet Doppelmayr?
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Danke! In der ersten Veröffentlichung ist die Rede von einem Schalter. Ergo wird offenbar auch beim RPD nichts anderes gemacht als den Stromkreis zu unterbrechen.mic hat geschrieben:Messtec und Konstrukteur hatten da von Jahren mal was drin…:
http://www.ifm.com/obj/messtec-automation_12-05.pdf
http://www.ifm.com/obj/konstrukteur_5-2007.pdf
Die zweite Veröffentlichung gibt dann die endgültige Antwort, es gibt einfach zwei Ausgänge pro Sensor:
Wird das Bedämpfungselement (Seil) aus den Freigabebereichen, also der Normallage, entfernt, schaltet der Sensor die Ausgänge (SRA und / oder AOC) in den als sicher definierten, stromlosen Zustand. Für die Ausgangssignale AOC (Seil verläuft) und SRA (Seil fehlt bzw. ist zu nah) sind unterschiedliche Ausschaltabstände definiert.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Man braucht ja auch mindestens zwei Schaltzustände.
1x für Seil ist nicht in der Spur und 1x für Seil ist entgleist.
Die Steuerung soll ja die Bahngeschwindigkeit automatisch reduzieren wenn das Seil aus der Spur läuft und bei Entgleisung natürlich sofort abstellen.
1x für Seil ist nicht in der Spur und 1x für Seil ist entgleist.
Die Steuerung soll ja die Bahngeschwindigkeit automatisch reduzieren wenn das Seil aus der Spur läuft und bei Entgleisung natürlich sofort abstellen.
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Lagorce
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 39&t=38369
Sensoren sind auf einem Bus aufgeschaltet und einzel adressierbar, bei Fehlererkennung wird auf dem Display der entsprechende Sensor angezeigt, nicht nur die Stütze.
Dass das sicherheitsorientierte Interfacing mittels (ggf. potentialfreiem) Digitalsignalaustausch erfolgt, würde schon Sinn machen, da eine Solche universelle herstellerneutrale Einbindung einfacher ist als eine reine Sicherheitsbus-Anschaltung. Ggf. kann man dann zusätzlich ein getrenntes Display für das RPD einsetzen aber wie gesagt, ich habe noch keine Anlage mit RPD unter die Lupe nehmen können.
BTW Mir ist nach wie vor unklar, wie blockierte Rollen erfasst werden. Sind dafür zusätzliche Sensoren notwendig?
Sensoren sind auf einem Bus aufgeschaltet und einzel adressierbar, bei Fehlererkennung wird auf dem Display der entsprechende Sensor angezeigt, nicht nur die Stütze.
Dass das sicherheitsorientierte Interfacing mittels (ggf. potentialfreiem) Digitalsignalaustausch erfolgt, würde schon Sinn machen, da eine Solche universelle herstellerneutrale Einbindung einfacher ist als eine reine Sicherheitsbus-Anschaltung. Ggf. kann man dann zusätzlich ein getrenntes Display für das RPD einsetzen aber wie gesagt, ich habe noch keine Anlage mit RPD unter die Lupe nehmen können.
BTW Mir ist nach wie vor unklar, wie blockierte Rollen erfasst werden. Sind dafür zusätzliche Sensoren notwendig?
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Lagorce
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Da ich anscheinend meine Posts nicht editieren kann.
Doppelmayr PDF über RPD (Ausgabe 2010), Link wurde schon früher anderswo gepostet (glaub von ATV)::
http://www.doppelmayr.com/uploads/media ... 010_de.pdf
Auszug:
"Welche Situationen erkennt das RPD-Sicherheitssystem:
Seilverlauf aus der Rille
Seilentgleisung über Bordscheibe
Seilentgleisung über Fangschuh
Seilentgleisung nach innen
Blockierte Rolle
Unzulässiger Rollengummiverschleiß
Verlorene Rolle"
Doppelmayr PDF über RPD (Ausgabe 2010), Link wurde schon früher anderswo gepostet (glaub von ATV)::
http://www.doppelmayr.com/uploads/media ... 010_de.pdf
Auszug:
"Welche Situationen erkennt das RPD-Sicherheitssystem:
Seilverlauf aus der Rille
Seilentgleisung über Bordscheibe
Seilentgleisung über Fangschuh
Seilentgleisung nach innen
Blockierte Rolle
Unzulässiger Rollengummiverschleiß
Verlorene Rolle"
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Greifen die Steuerungen von einer Eub oder Ksb manchmal eigentlich auch automatisch in die Bahngeschwindogkeit ein?
bSp die Abstandsregelung oder der Windmesser? Oder wird die Geschwindigkeit ausschließlich vom Bediener vorgegeben? (Ausser RPD)
Beim Überbrücken ist die Geschwindigkeit begrenzt oder?
bSp die Abstandsregelung oder der Windmesser? Oder wird die Geschwindigkeit ausschließlich vom Bediener vorgegeben? (Ausser RPD)
Beim Überbrücken ist die Geschwindigkeit begrenzt oder?
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Re: Steuerungstechnik bei Seilbahnen
Bei Windalarm wird normalerweise automatisch auf L2 herunterreguliert. Wie lange genau weiß ich nicht, aber ich glaube, bis die Böe weg ist, und der Windalarm wegquittiert wurde.
Bei der Funktionskontrolle der Durchfahrsicherung wird die Steuerung indirekt auch automatisch abgeregelt (aber nicht von der Steuerung, sondern von einer Zwangsbedingung). Hier hält man einen Schlüsselschalter in einer tastenden Stellung gedrückt. Dieser aktiviert die Funktionskontrolle und schaltet die Bahn eben auf L2. Aber wenn man ihn zu früh loslässt, oder gar nicht drückt, kommt ne Abschaltung von der Steuerung.^^
Ansonsten wird die Geschwindigkeit mWn eigentlich fast immer vom Bediener vorgegeben (und natürlich der Betriebsart, und einigen anderen Schalterstellungen).
EDIT: Abstandsregulierung verursacht, wenn überhaupt, dann eher direkt nen Gefahraus/Nothalt.
Bzgl. Überbrücken: Da kann ich dir nicht weiterhelfen - mitunter auch, weil ich gar nicht weiß, ob das überhaupt gestattet ist
Bei der Funktionskontrolle der Durchfahrsicherung wird die Steuerung indirekt auch automatisch abgeregelt (aber nicht von der Steuerung, sondern von einer Zwangsbedingung). Hier hält man einen Schlüsselschalter in einer tastenden Stellung gedrückt. Dieser aktiviert die Funktionskontrolle und schaltet die Bahn eben auf L2. Aber wenn man ihn zu früh loslässt, oder gar nicht drückt, kommt ne Abschaltung von der Steuerung.^^
Ansonsten wird die Geschwindigkeit mWn eigentlich fast immer vom Bediener vorgegeben (und natürlich der Betriebsart, und einigen anderen Schalterstellungen).
EDIT: Abstandsregulierung verursacht, wenn überhaupt, dann eher direkt nen Gefahraus/Nothalt.
Bzgl. Überbrücken: Da kann ich dir nicht weiterhelfen - mitunter auch, weil ich gar nicht weiß, ob das überhaupt gestattet ist
LG, Max