Die Schneelage hervorragend, das Wetter fantastisch, die Massen der Jahresendurlauber sind abgezogen – was will man mehr? Da mir nach langen Anfahrten für einen Tagestripp in die großen Skigebiete momentan so gar nicht der Sinn steht galt heute für mich das Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ursprünglich hatte ich GAP auf dem Zettel stehen aber der aktuelle Liftstatus und die Bilder vom Vortag haben mir dann den Entschluss leicht gemacht, doch einfach um den Berg rumzufahren: Dorthin wo richtig Schnee liegt. Nach der „Schlechtwetterperiode“ wollte ich endlich mal wieder Sonne genießen, was in GAP z.Z. auch nur eingeschränkt möglich ist. Lange Rede kurzer Sinn: Ab ins Ausserfern mit Ziel Lermoos/Grubigstein.
Alles weitere bei ein paar Bildern:
Angekommen am Hochmoosexpress um kurz nach neun, dessen kleiner Parkplatz zu einem Viertel belegt war, gings mit selbigem zur ersten Etage des Grubigsteins.
First Run: Erst einmal runter zur Talstation der EUB Grubigstein. Die menschenleeren Pisten sahen einfach nur klasse aus und fuhren sich auch so. Schöner griffiger Naturpulver ohne das typische Fahrgeräusch auf dem ansonsten hier gewohnten Kunstschnee. Blick über den noch schattigen
Ehrwalder Kessel zum Wettersteinmassiv.
Schön!
Einfach nur Platz. Ich liebe die Woche nach den Ferien. Warum jetzt in die von Russen bevölkerten Hotspots fahren wenn das hier quasi vor der Haustür liegt?
Wieder oben. Bergstation EUB Grubigsteinbahn gleich neben der BS des Hochmoos-Express.
Mit der 4 KSB Grubigalmbahn gings von hier aus dann ein Stockwerk höher zum Gamsjet welcher eigentlich vollständig den Hauptteil des Gebietes erschließt. Mehr Leute waren’s nie.
Blick hinauf zum Grubigstein mit seinen diversen Abfahrtsvarianten. Werden alle durch die 6KSB Gamsjet erschlossen. Die DSB Skihuette dient praktisch nur als Entlastungsanlage.
Blick zu den Miemingern mit Ehrwalder Sonnenspitze, Biberwierer Scharte, Grünsteinmassiv, etc.
Rechts Biberwier/Marienberg im Schatten.
So langsam erobert die Sonne auch den Talkessel und die oberen Bereiche der Ehrwalder Alm.
Zoom zur Zugspitze mit Gipfelaufbauten. Ebenfalls gut eingewintert.
Will man zur Abwechslung mal eine Auffahrt in Ruhe genießen ist einem hierfür die DSB Skihuette gerne zu Diensten. Eine Genußfahrt bei diesen gar nicht januartypischen Temperaturen.
Langsam emporschwebend schweifen die Blicke über leere Pisten…
…und in die Winterlandschaft, während die Sonne nicht nur das Gemüt angenehm erwärmt.
Jagdhütte oben bei der DSB.
„Reduced to the max“
Bluebird
Grubigstein Gipfelkreuz.
Ehrwalder Kessel mit Zugspitze und dem Wettersteingebiet im Glanz der Wintersonne.
Zoom zu den Wettersteinliften
Sah bei dieser Schneelage recht verlockend aus dort drüben. Da ich bereits alles durch hatte und hier um diese Jahreszeit am frühen Nachmittag langsam der Schatten Einzug hält, beschloss ich nach der Mittagspause das Gebiet zu wechseln. Schließlich hatte ich mir ja einen Sonnenskitag vorgenommen.
Mit Blick zum „Ehrwalder Matterhorn“ ging es runter zum Parkplatz.
Lermoos im winterlichen Gewand.
Wettersteinbahnen:
Vom Parkplatz am Sonnenhang, wo absolut nicht los war ging’s im Übungslift zum…
Der Sonnenhang. Lecker leer und mal in voller Breite befahrbar.
Also rein in die alte Klamotte und aufi geht’s.
Sonnenhang von oben. Perfekten griffigen Naturschnee hat es hier auch nicht alle Tage.
Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass hier absolut nichts los war.
Pistenzustand am frühen Nachmittag. Auf nahezu allen Pisten waren noch Präparierungsspuren zu finden.
Piste an der 3KSB Wettersteinbahn. Das Skifahren direkt unterhalb der Steilabbrüche des Wettersteinmassivs macht neben den nett trassierten und kurvigen Abfahrten für mich den besonderen Reiz des Gebietes aus.
Blick talwärts. Den Begriff Privatskigebiet könnte man hier gelten lassen.
Im Hintergrund der Daniel.
Bergfahrt mit der heute auf Sparflamme laufenden KSB mit den ersten Vorboten des sogenannten „Crowding“.
„Racing-S“. Nett trassierte, kurvige Abfahrt.
dito
Die Pisten hier ebenfalls klasse und in Bereichen jungfräulich. So mag ich das.
Auch das Gipfelkreuz des Schneefernerkopfes präsentiert sich winterlich.
Blick rüber zum nun schattigen Grubigstein. Macht nix, hier scheint die Sonne bis zum Liftschluss.
Allerdings auch das große Manko der Wettersteinlifte im Frühjahr. Dan wirds hier schnell weich. Ist halt ein niedrig gelegenes Talskigebiet in südwestlicher Ausrichtung.
Immer wieder fällt der Blick in die Steilwände des Wettersteins.
Im Kurven-SL
Bei der Arbeit: Es wird gerade ein kleiner Funpark errichtet. Den Schnee schiebt man einfach von der Piste zusammen. Ist genug da.
Die Schatten werden länger. An der Gamsalm lassen sich die letzten Sonnenstrahlen bei einem Stück leckeren Apfelstrudel bestens genießen. Nur ein paar wenige Tische besetzt, die Hüttenbesatzung nach dem Jahreswechselrummel entspannt und freundlich.
Ein letztes mal geht’s kurz vor Betriebsschluss nochmal mit der Wettersteinbahn rauf um wieder zum Parkplatz am Sonnehang zu gelangen…
…und bis zum Auto vorzufahren.
Fazit des heutigen Tages:
Ein superentspannter Skitag bei traumhaftem Wetter- und Naturschneeverhältnissen in zwei netten kleineren Gebieten geht zu Ende und man tritt entspannt die Heimfahrt an. Der obligatorische Stillstand in GAP bringt einen dann auch nicht mehr aus der Ruhe.