Was erwartet man sich von einem Tag in einem Mittelgebirgs-Skigebiet? Recht kurze Abfahrten, viele alte Schlepplifte, wenig Abwechslung, zu Stoßzeiten großen Andrang, schlechtes Essen...? Diese allgemeinen Erwartungen und was sich davon schließlich als gemachte Erfahrung erweisen würde, findet sich eigentlich alles in der Überschrift Perfektes Timing mit Ärgernissen, dazu aber später mehr.
Nachdem mir Anfang Januar wichtige Prüfungen und wenig erfreuliche Schneebedingungen den für vor Weihnachten geplanten Skitag in Winterberg verunmöglicht hatten, fand sich am vergangenen Dienstag nun endlich der passende Zeitpunkt. In den letzten 2 Jahren war ich bei meinen wenigen Sauerlandsbesuchen immer an Winterberg vorbeigefahren, da sich an der Straße die Autos bereits stapelten (was in der Weihnachtsferienzeit aber auch zu erwarten war). Dafür hatte ich jeweils schöne Tage in Alt- und Neuastenberg. Dieser Dienstag bot sich nun deshalb als besonders günstig an, da zum Einen keine (mir bekannte) Ferienzeit war, der Wetterdienst traumhaftes Sonnenwetter angekündigt hatte und laut der Homepage des Skikarussells an den Vortagen bereits alle wichtigen Anlagen in Betrieb gewesen waren. Zudem hatten frostige Temperaturen die großflächige Beschneiung ermöglicht.
Sehr gute Bedingungen also, die eigentlich auch zu einem absolut gelungenen Skitag, meinem ersten in der laufenden Saison, führen sollten. Wären da nicht 4 größere und kleinere Ärgernisse gewesen, die sich im Laufe des Tages die Klinke in die Hand geben sollten...
^Wie bei meinen bisherigen Skitagen im Sauerland fuhr ich in Bochum schon recht spät los, es dürfte irgendwas zwischen 8Uhr und halb 9 gewesen sein. Dennoch war es ein tolles Gefühl den Großstadtmief einfach hinter sich zu lassen und rund 90 Minuten später mit Skiern am Lift zu stehen!^
^Am derzeitigen Ende der A46 bei Bestwig sieht man die fortgeschrittenen Bauarbeiten. Bis wann soll der nächsten Abschnitt fertig sein? Die Anwohner von Bestwig werden den Tag jedenfalls sehnsüchtig erwarten, bisher führt der Großteil des Verkehrs durch den Ort.^
^Irgendwo vor Winterberg wurde es dann eisig kalt! Im Skigebiet selbst würden die Temperaturen den Tag über irgendwo bei 0°C liegen.^
Sahnehang Winterberg
Als erstes Ziel wollte ich den umgebauten PHB-Teleskoplift am Sahnehang fahren. Bei der Anfahrt kam es prompt zum ersten hausgemachten Ärgernis... Ohne Navi wagte ich mich daran, den Weg von Winterberg zum Sahnehang eigenständig zu finden...und verfuhr mich prompt. Als irgendwann das Ortsschild von Neuastenberg vor mir auftauchte, drehte ich wieder um. Als nächstes bog ich kurz vor dem Ziel falsch ab und fuhr den Kahlen Asten nach oben... Naja nach einiger Flucherei erreichte ich endlich den Parkplatz am Sahnehang. Durch diese selbst verschuldeten groben Schnitzer bei der Navigation wollte ich mir den Tag nicht vermiesen lassen und löste eine 5-Punktekarte. Das Gebiet am Sahnehang besteht aus dem etwa 600m langen PHB-Lift, einem etwa 300m parallelen Rodellift und einem Seillift.
^Erste Auffahrt mit dem Schlepper, links daneben der Seillift und jenseits der Piste der Rodellift.^
^Zwischenstieg des Schleppers und Bergstation des Rodellifts.^
^Rückblick auf den Zwischenstieg, danach folgt ein Flachstück.^
^Vor dem Ausstieg gehts dann wieder ein Stück nach oben.^
^Überall in Winterberg lief den ganzen Tag über die Beschneiung.^
^Einer der PHB-Stützen als Niederhalter. Eigentlich eine pfiffige Idee diese Konstruktion, da sich die Höhe der Robas flexibel einstellen lässt.^
^Am Ausstieg erwartete mich bereits die grelle Sonne
^Der Zwischenstieg von der Piste aus.^
^Ausstieg Rodellift. Hat man diesen erst nachträglich auf Rodel umgerüstet oder wurde er direkt als solcher errichtet?^
^Talstationsbereich. Am Seillift gab es durchaus Wartezeiten, während ich am Schlepper immer durchgehen konnte
^Talstation des Schleppers und der Andrang am Seillift.^
^Rodellift^
^Eine letzte Fahrt mit dem Schlepper gönnte ich mir, bevor es zurück zum Skiliftkarussell ging.^
^Irgendwie wollte die Sonne sich ständig in die Fotos drängen...
^Was mich wundert ist, dass man am Sahnehang gleich 3 Bullys hat! Wird mit einem auch der Wanderweg geräumt? Wenn ich überlege, dass auf der Winklmoos 2 Bullys genügen?^
^Hier die beiden anderen.^
Skiliftkarussell Winterberg
Bereits auf der Hinfahrt hatte ich den Parkplatz am Nordhanglift entdeckt und festgestellt, dass dieser kostenfrei ist. Den Tip hatte ich glaube ich bereits vor einem Jahr bekommen, aber dass ich besagten Parkplatz an diesem Tag dann auch erwischt hab, war eher Glück. Der Pistenplan auf der Seite des Skiliftkarussells ist zwar nicht mehr ganz aktuell, die neuen Anlagen des letzten Jahres fehlen noch, aber für den Überblick reichts natürlich aus. Der Nordhanglift findet sich ganz oben links in der Ecke, etwas unterhalb des Sahnehanglifts. Die beiden Lifte sind nicht miteinander verbunden, sie werden von einer Straße getrennt. Auch gehört der Lift am Sahnehang nicht zum Kartenverbund des Skiliftkarussells!
An der Kasse löste ich ein Tagesticket ab 11Uhr für 24€. Auf die Nachfrage, ob es einen Studententarif gebe, erhielt ich sowohl am Sahnehang als auch hier die Antwort, dass man schließlich auch keinen Rabatt für Senioren anbiete und daher Studenten auch keine Vergünstigung bekämen. Dann solltens wenigstens konsequent sein und die Kindertarife auch streichen
^Der Nordhanglift liegt etwas abseits des restlichen Gebiets, um zu ihm bzw. zu den anderen Anlagen zu gelangen, muss man eine Straße queren. Die Anlage selbst ist recht kurz, bedient dafür aber einen interessanten Hang. Für sich allein genommen ist das ganze aber wenig interessant, daher beließ ich es bei einer Fahrt.^
^Immerhin gibt es hier ein klassisches Talstationsgebäude.^
^Nach der zweiten Stütze ist auch schon Schluss, direkt dahinter ist die Straße zum Kahlen Asten hoch, auf die ich mich vorher u.a. auch verirrt hatte...^
^Blick zum Brembergkopflift 2, über den ich dann in das Hauptgebiet gelangen würde.^
^Die Piste von oben, vom Gefälle her ganz nett, aber ohne Beschneiung auch nicht im besten Zustand.^
^Nach erfolgreicher Straßenquerung gelangte ich zum Brembergkopflift 2. Irgendwie haben alle Schlepper hier diese hässlichen Betonsteher, sogar die alten Leitner drüben...^
^Der Lift führt schön durch den Wald, wird ab der Hälfte aber sehr flach!^
^Blick zurück, hinten rechts liegt der Nordhang.^
^Mit einem Mal wurde es so flach, dass sich der Bügel verabschiedete und ich unfreiwillig ausstieg... Fotografieren während der Fahrt bietet also auch ein gewisses Risiko
^Kurz vor dem Ausstieg war es dann 2 Snowboardern dermaßen zu flach, dass sie ausstiegen und den Rest zu Fuß nach oben liefen.^
^Bergstation mit Antrieb und Abspannung.^
^Hier findet sich auch die Bergstation des Brembergkopf 6ers von 2010.^
^Im Wald dahinter liegen die Bergstationsreste der Vorgängeranlage.^
^Trasse der Anlage von DM.^
^Mich zog es aber erstmal nach links, vorbei am 2011 gebauten Große Büre-Bremberg 6ers von Leitner.^
^An der Abfahrt hat man den alten Bremberglift von Leitner stehen lassen, wohl als Entlastungsanlage, die es an dem Tag nicht brauchte.^
^Auf der Piste war die Beschneiung im Gange und am besten fuhr es sich (wie im Bericht von judyclt schon geschrieben) auf der Schleppertrasse am besten. Der Kunstschnee war stellenweise so pappig, dass man abrupt abgebremst wurde und fast vornüber fiel! Das passierte mir den Tag über leider noch einige Male...^
^Wo ist die schöne Leitner Standardantriebsstation hin?^
^Als nächstes ging es zum neuen Büre-Bremberg Express.^
^Talstation, dahinter sieht man bereits den ebenfalls 2011 neu errichteten fixen Vierer Kleine Büre-Poppenberg.^
^Stütze des Vorgängerschleppers.^
^Hinter der Kuppe ist dann auch wieder Schluss.^
^Die Piste hab ich mir gespart, kann auch sein, dass sie gesperrt war.^
^Die viel bejubelte neue Piste unterhalb der Anlage war ebenfalls gesperrt. Was daran interessant sein soll weiss ich nicht, im oberen Bereich ist sie eigentlich nur ein elendig flacher Ziehweg.^
^War schon ein komisches Gefühl in einer modernen 6 KSB zu sitzen, mit sehr hoher Geschwindigkeit Richtung Bergstation zu schweben und das nicht wie sonst in Österreich, sondern in NRW!^
^Bergstation mit offener Garagierung.^
^Gesperrte Zufahrt zur neuen Piste unterhalb der neuen Bahn. Ich glaub das Schild war auch neu?
^Weiter gings zum neuen Vierer Kleine Büre-Poppenberg. Erst zuhause ist mir aufgefallen, wie häufig doch gestürzte oder gerade stürzende Skifahrer auf den Bildern zu sehen sind.^
^Schlichte Talstation, für eine moderne Anlage eigentlich sehr angenehm. Im Hintergrund sieht man die Anlagen am Poppenberg, eine direkte Pistenverbindung gibt es von hier aus vorbei am Vierer aber nicht?!^
^Blick zum Büre-Bremberg Express^
^Der Vorgängerlift verlief auch gleicher Trasse nehme ich an?^
^Bergstation mit Antrieb und hydraulischer Abspannung.^
^Wieder so ein Zufallsbild, ich hatte die Kamera schon im Anschlag, als das Mädchen vorn über fiel und (aus Frust, hat sich wohl nichts weiter getan) erstmal liegen blieb.^
^Direkt links der Bergstation stehen die Anlagen am Poppenberg, ein fixer Vierer von LST und ein paralleler Leitner, der ebenfalls als Entlastungsanlage ausser Betrieb war.^
^Bergstationen der Poppenberglifte.^
^Die Piste links der Anlagen war wohl gesperrt, allerdings war diese Sperrung so bescheiden ausgewiesen, dass es prompt übersah. Ohnehin sollte so eine (stark untertrieben) schlampig ausgeschilderte Sperrung später noch zu großem Ärger führen...^
^Hier sieht man wohl den Grund der Sperrung. Die Querung nach rechts war diesmal mit Fangzaun dicht gemacht.^
^Talstationen der Poppenberglifte.^
^Auch diesen Leitner hat man seiner Antriebsstation beraubt, lediglich der Kasten unterhalb des Antriebs ist im Leitner-typischen Grün gehalten.^
^Auch wenn die Beschneiung bei mancher Abfahrt doch störte, ergaben sich dadurch wenigstens nette Motive.^
^Als stünde man an der Harakiri-Abfahrt...^
^Getreu dem Motto Jeder Lift will gefahren werden fuhr ich eine Runde mit dem Poppenberglift 2, einem sehr kurzen und flachen Schlepper, der wohl auch mehr als Zubringer und Anfängeranlage dient.^
^An dessen Bergstation endet auch der Vierer Poppenberg (links) und die 6-KSB Quickjet (rechts).^
^Am Quickjet gibt es 2 nette Abfahrten, hinten sieht man die DSB St. Georgs Schanze, die nicht in Betrieb war.^
^Kurze Waldabfahrt am Quickjet.^
^Die Vorgängeranlage war hier wohl ein Kurvenlift von Leitner, von dem sich noch 2 Stützen finden! So kam an diesem Tag auch noch etwas lsap-Feeling auf.^
^Bei dem Bewuchs war das hier wohl das talfahrende Seil?^
^Auch das Sauerland-typische Talstationshüttchen hat man stehen lassen, sieht noch garnicht so alt aus.^
^Links der beiden Skifahrer steht noch eine der Stützen.^
^Der ebenfalls geschlossene Schlepper Astenstraße, dahinter der gleichnamige Rodellift.^
^Talstation und komplette Trasse des Quickjets, erbaut 2005 von DM.^
^Daneben die Schanzen DSB von DM mit Portalniederhalter.^
^Blick auf die DSB. Kurzzeitig machte sich etwas Verwirrung bei mir breit, wie ich denn ohne die DSB rüber zum Rauhen Busch kommen würde...^
^Blick zurück zur DSB.^
^Als nächstes fuhr ich zur 6-KSB Brembergkopf, DM 2010. Mit einer Länge von 718m dürfte sie die längste Anlage hier sein oder? Jedenfalls ist man mit ihr ruckzuck oben.^
^Rechts verläuft ein weiterer Rodellift. Ist dieser eine verkürzte Version der Vorgängeranlage?^
^Fröhlich grüßt der Liftler
^Die Piste hier ist doch arg flach, dadurch aber ideal für Anfänger oder ein paar gemütliche Schwünge. Ich würd sogar behaupten, dass sie in etwa so flach ist, wie die an der Roßalm.^
^Bergstation des Büre-Bremberg Expresses.^
^Von links kommt der Schlepper Brembergkopf 2.^
^Jetzt fehlten noch die Lifte am Rauhen Busch. Auf dem Weg dorthin entstand wieder ein Sturz-Zufallsbild an der Talstation des Vierers Kleine Büre-Poppenberg.^
^Rechte Piste an den Poppenbergliften. Auch hier wär ich durch bremsenden Kunstschnee beinahe aus den Latschen gekippt.^
^Nach anfänglicher Verwirrung (...) fand ich den fixen Vierer Büre-Herrloh, über den ich dann auch zum Rauhen Busch gelangte. Bei der Bergfahrt begleitete mich ein Mitarbeiter, der mir dann auch den Weg zu Möppis Hütte verriet (den ich ebenfalls übersehen hatte... War irgendwie nicht so ganz mein Tag.).^
^Antrieb der LST-Anlage von 2000.^
^Wie genau läuft das eigentlich beim Loipolder? Bauen die ihre Anlagen mit Stützen von DM, Leitner und Co. oder sind das auch eigene Fabrikate? Beim Aufstellen von Occasionen ist LST auch ganz groß oder? Die Berg- und Talstationen hingegen scheinen in jedem Fall Eigenkreationen zu sein.^
^Soll dieser Hügel neben den Ferienhäusern nicht ebenfalls erschlossen werden?^
^Bergstation Büre-Herrloh^
^Anfängerbereich neben der Bergstation Büre-Herrloh, der mit diversen Aprés-Ski "Hits" beschallt wurde.^
^Die Abfahrt an der 4-KSB Rauher Busch empfand ich als nicht sonderlich spannend.^
^Dafür hat man hier die Möglichkeit direkt an der Piste zu campen
^Talstation der 2010 von fix auf kuppelbar umgebauten Anlage.^
^Schöne Stationsverkleidung!^
^Fahrt durch den tiefbeschneiten Winterberger Winterwald.^
^Dass der Liftler einen solchen Abstand zwischen sich und der Station hat, hab ich so noch nicht gesehen. Hilft wohl etwas gegen das Geschrei zur Hochsaison.^
^Bevor es zum Mittag zu Möppis Hütte ging, fuhr ich noch schnell zur Bergstation der geschlossenen DSB.^
^Alte DM-DSB mit neuen Sesseln. Muss ich wohl doch nochmal herkommen
^Rodelbahn am Rodellift Astenstraße.^
^Ein besseres Bild des Schleppers Astenstrasse ließ die Sonne nicht zu.^
Nun war es Zeit für das erste große Ärgernis des Tages, nachdem sich der Frust über die morgendlichen Navigationsfehler lange gelegt hatte. Es geschah in Möppis Hütte, über die bislang nur Gutes im Forum zu lesen war und die mich als Lokalität ansich ebenfalls überzeugte. Nur leider gab es da zwei Holländer, die mich mit ihrer aggressiven Vordrängelei anscheinend verärgern wollten. Dass es Holländer waren die sich vordrängelten, lag nur daran, dass gefühlte 90% der Skifahrer an diesem Tag aus Holland kamen, es hätte sonst auch gut jeder Deutsche oder sonstwer sein können! Jedenfalls trug es sich so zu, dass ich mich mit meinem Tablett und dem alkoholfreien Weizen von rechts (wie es scheinbar auch richtig war) an die Schlange bei der Essensausgabe anstellte. Eine Frau versuchte es von links aus, wurde dann aber von der Dame an der Theke auf ihren Fehler aufmerksam gemacht. Anstatt sich jetzt aber hinten in der Schlange anzustellen, versuchte sie es nun direkt vor der Theke, demnach vor mir. Sie würdigte mich keines Blickes und da ich mich nicht aufregen wollte, ließ ich sie. Das war wohl der entscheidende Fehler. Zwar bestellte sie nur 2 Bratwürste und eine Pommes (oder so) und wäre schnell fertig gewesen, allerdings gesellte sich dann noch ihr Mann dazu und bestellte seinerseits 2 Schnitzel und für die Balgen einen Zentner Fritten mit Mayo.
Mein Bier hatte inzwischen die Schaumkrone verloren und ich rang mich dazu durch doch etwas zu sagen. Meinen ersten Hinweis, dass das Ende der Schlange dort und nicht hier wäre, interessierte ihn nicht. Auch den zweiten Hinweis, dass ich und die Leute hinter mir bereits länger hier warteten ignorierte er gekonnt. Dabei war er mit seiner kalten Schulter so überzeugend, dass er dies mit Sicherheit schon oft vor dem Spiegel, wenn nicht sogar an seinen eigenen Kindern an deren Geburtstag geübt hat! Wutentbrannt beschimpfte ich ihn kühn als Vollidioten. Keine Reaktion, mein Arsenal war erschöpft und ich ergab mich schließlich... Eigentlich idiotisch, aber diese Aktion hat mich die nächsten halbe Stunde total entnervt, da half auch die leckere Frikadelle mit Kartoffelsalat nicht viel.
^Danach machte ich noch ein paar Wiederholungsfahrten an einigen der Anlagen. Am Brembergkopf 6er gab es dabei die längsten Wartezeiten des Tages, begründet aber hauptsächlich dadurch, dass die Leute es einfach nicht schafften, sich zu 6t anzustellen und die Sessel voll zu besetzen. Ich fürchte, dass das auch ein großes Problem zu Stoßzeiten und während der Ferien sein könnte.^
^Ich wollte noch zur DSB an der Kappe, dafür war die Abfahrt über die sehr flache Piste am Brembergkopf 2 Schlepper nötig, um zurück zum Auto zu gelangen.^
^Mit etwas Schieben ging es aber recht gut, zum Schluss gewinnt die Abfahrt dann auch an Gefälle.^
^Auch hier wurden netterweise mit der Piste gleich auch die Bäume beschneit, um ein angenehmes Winterflair zu schaffen.^
Kappe & Slalomhang
^An der Kappe kostete mich der Parkplatz für eine Stunde 1€, dafür war hier absolut nichts los. Den Käppchenlift benutzte ich nur einmal als Zubringer zur DSB.^
^Schnell ist die Bergstation erreicht. Über einen besseren Ziehweg geradeaus gelangt man zu den Abfahrten an der DSB.^
^Von dem Hersteller hab ich noch nie etwas gehört?!^
^Auf dieser schön trassierten und noch recht frischen Zufahrt zur DSB gewann ich schnell an Tempo und freute mich meines Lebens, bis ich von 100 auf 0 durch diesen besch* Kunstschnee abgebremst wurde
Anders als auf dem Pistenplan im Netz, sind vor Ort 3 Abfahrtsvarianten ausgeschildert. Eine schwarze links der DSB und eine blaue und rote rechts der DSB. Zunächst kommt man am Einstieg in die rote Abfahrt vorbei, die durch ein Schild gesperrt war. Wenige Meter dahinter gibt es eine Abzweigung, bei der es geradeaus zur schwarzen Piste geht und rechts zur blauen. Beide waren an dieser Stelle nicht gesperrt! Als Ortsfremder entschloss ich mich dazu, erstmal die blaue Piste zu fahren, um mir die schwarze von unten anzuschauen. Das war der größte Fehler des Tages und brachte das Fass endgültig zum Überlaufen! Nachdem die von mir genommene blaue Piste nach kurzer Zeit zurück auf die (oben) gesperrte rote Abfahrt führte (was man von der Kreuzung aus nicht erkennen konnte!), dachte ich mir nichts weiter dabei, da die rote unterhalb der Sperrung super zu fahren war. Wenige Schwünge später stand ich dann dem Bully gegenüber, der damit beschäftig war die Piste zu präparieren. Als ich vorsichtig und mit großem Abstand an ihm vorbeifahren wollte, wurde ich angehupt und mit wilden Gestikulationen zum Verschwinden aufgefordert. Direkt vor mir lag die nächste Kreuzung, ich hatte die Wahl zwischen der roten Piste, auf der der Bully beschäftigt war und einer blauen Umfahrung. Meine Gestik, welche ich wählen sollte, wurde nicht beantwortet und ich nahm die blaue Variante:
^Anfangs konnte ich neben der Piste fahren ohne direkt über die Steine zu rutschen. Ich hätte aber schon hier abschnallen und laufen sollen, denn es wurde schlimmer...^
^Unter den 5cm Schnee kam direkt der Weg durch, viel zu spät schnallte ich ab und hatte mir bis dahin den Belag unter den Ski komplett zerkratzt
^Das ist das letzte Stück der roten Piste ab der Kreuzung, das ich nicht befuhr, weil mich der nette Bullyfahrer wohl bestrafen wollte und mir nicht von der blauen Piste abriet.^
^DSB Talstation^
Nun bin ich was Vorwürfe angeht, ein vorsichter Mensch und wollte mir erstmal die Beschilderung an der Abfahrtszufahrt oben anschauen. Bei der Bergfahrt mit der DSB ging das sehr gut:
^Hier der Einstieg in die blaue Abfahrt. Vom Schlepper kommt man von der Bildmitte, wo diese Holzbrücke ist und dadurch an der Zufahrt rechts der Rutsche vorbei. Dort steht kein Schild, hinter der Kuppe, so, dass man es von oben nicht sehen kann, steht eines. Wer hat hier also den Fehler gemacht? Der unfähige Depp mit den Schildern oder ich, der hier als ortsunkundiger der Pistenbeschilderung gefolgt ist und sich als Dank (und wegen zu späten Abschnallens) den Skibelag kaputt gemacht hat!?
^Gegen den letzten Zweifel: die Zufahrt war nicht gesperrt!^
^Ich hatte den Kaffee auf und machte nur noch 2 Fahrten an der DSB.^
^Laut liftworld könnte sie vorher am Tegelberg gestanden haben?^
^Die alten Sessel, extra für vovo fotografiert
^Hinten ist irgendeine Bobbahn, an der auch eine Veranstaltung war.^
^Bergstation^
^Sieht man hier ein lsap?^
^Die schwarze Piste fuhr sich insgesamt sehr gut, das Gefälle und die Länge der Piste, dazu erschlossen von einer DSB, machen diese sehr attraktiv! Auch die rote Piste durch den Wald (zumindest das Stück, das ich gefahren bin....) war sehr interessant und nicht übermäßig planiert.^
^Um von der DSB zurück zum SL zu kommen, muss man hier etwas schieben. Ich schnallte ab und lief, wobei es bei meinen Skiern jetzt auch keinen Unterschied mehr gemacht hätte..^
Ruhrquellenlift
Zu guter Letzt, mein Zorn war eher einer Gleichgültigkeit gewichen, hielt ich für 3 Abfahrten noch am Ruhrquellenlift. Dieser ist ebenfalls nicht teil des Skiliftkarussells, die drei Fahrten kosteten mich aber nur 3€. So konnte ich noch einen Kurzbügler an diesem Tag mitnehmen.
^Komplette Strecke, nach 2 Stützen ist Schluss.^
^Pünktlich zur letzten Liftfahrt machten auch die Akkus der Kamera schlapp und ich stieg auf das Fotohandy um.^
Kurz vor Beginn der Rückfahrt erreichte mich über das Radio dann der Hinweis, dass die A45 zwischen Hagen und Witten wegen Bergbauschäden komplett gesperrt war. Der Umweg über Wuppertal kostete mich dann eine halbe Stunde extra, was dann letztlich auch das vierte Ärgernis des Tages war. Alles in allem war es eigentlich ein guter Skitag in einem interessanten Gebiet. Die 14 Liften, die ich an dem Tag gefahren bin, setzten sich aus 8 (!) Sesselbahnen zusammen und lediglich 6 Schleppliften und das nicht bei einem Skitag irgendwo im Zillertal, sondern im Sauerland. Wäre der Mist mit der mangelhaften Pistensperrung an der Kappe nicht gewesen,ich wäre insgesamt mit einem sehr guten Eindruck nach Hause gefahren. So überlege ich mir jetzt für das nächste Mla dort lieber Leihskier zu nehmen...