Erfahrungsbericht Garmisch 02+03/2011, Teil 1, Oecher Carver

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Oecher Carver
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Erfahrungsbericht Garmisch 02+03/2011, Teil 1, Oecher Carver

Beitrag von Oecher Carver »

Bericht aus dem Jahr 2011 (!!!!!)


Der Skiurlaub liegt zwar schon laaaaaaange zurück, aber den Bericht will ich euch dennoch nicht vorenthalten:

Oecher Carver in GAP, Tag 1: Garmisch Classic
Datum: 28. Februar 2011 (Montag)
Wetter: starker Nebel
Schnee: genügend Schnee, aber lose Schneeauflage


Vorgeschichte

Da meine Freundin an einer Aktiv-Woche der BKK (Krankenkasse) in Garmisch teilnahm,
bot sich mit die Gelegenheit, sie dorthin zu begleiten und während ihrer "Kurseinheiten" die umliegenden Skigebiete zu erkunden. Eine Möglichkeit, die ich natürlich nutzen musste, auch wenn sie mich so nicht beim Skifahren begleiten konnte.

Die erste Entscheidung

Da ich schon morgens beim Frühstück feststellen musste, dass es in Garmisch wegen des starken Nebels
kaum Sicht gab, stellte sich die Frage, ob ich warte, ob es gegen Mittag aufklart oder einfach den
5-Tages-Skipass kaufe und diesen Tag in Kauf nehme.
In der Hoffnung, dass sich der Nebel im Laufe des Tages verzieht, aber vor allem aus dem Grund,
dass ich halt nur fünf mögliche Skitage in Garmisch verbrachte und in diesen Tagen einige Skigebiete besuchen wollte, entschloss ich mich, den 5-Tages-Skipass zu erwerben und auch an diesem nebeligen Tag ins Skigebiet zu fahren.

Damit erwarb ich die „Top Snow Card“, welche in folgenden Orten/Skigebieten gilt:
Garmisch-Partenkirchen (Zugspitze und Garmisch-Classic) - Grainau - Mittenwald - Ehrwald –
Lermoos - Biberwier - Bichlbach - Berwang – Heiterwang.

Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse wählte ich für diesen ersten Skitag das Skigebiet
Garmisch-Classic. Die Bilder des „Alpen-Panorama“ (Bayrisches Fernsehen) aus Ehrwald, Lermoos und anderen Gebieten des Skipassverbundes versprachen auch keine besseren Bedingungen.

Pistenplan


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Skiline
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Erlebnisbericht

Zunächst nahm ich die Hausbergbahn nach oben …

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und fuhr oben einige Meter hinab zum6er-Sessellift „Kreuzwankl-Ski-Express“, welcher mich dann zum Beginn der „Roten 7“ („Kreuzwankl-Abfahrten“) brachte.

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Die Rote 7 war mit Ausnahme der schlechten Sicht recht gut zu fahren, auch wenn ich gleich bemerkte, dass auf der Piste recht viel lockerer Schnee lag, der wohl über Nacht bzw. am Morgen keine Raupe/Walze mehr gesehen hatte.

Ich nahm erneut den „Kreuzwankl-Ski-Express“ nach oben, von wo aus ich nun die Rote 4 (“Olympiaabfahrt“) bis zum Einstieg in den modernen 4er-Sessellift „Kandahar-Express“ abfahren konnte.

Hier oben fand ich mich wegen des Nebels nicht wirklich zurecht.

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Ich suchte die Blaue 10 („Kreuzjoch-Hexenkessel Skiweg“ vergebens und fand auch den Einstieg in die „Blaue 12“ („Oberer Skiweg“) nicht.
Naja, dann wählte ich halt den Einstieg in die Schwarze 5 („Kandahar“), zu der wir später noch kommen.
Ich glaube nämlich, dass ich dann wieder irgendwie zurück auf die Rote 4 gelangte …
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… jedenfalls nahm ich lt. Skiline erneut den „Kandahar-Express“.

Dieses Mal nahm ich die Blaue 13 („Mittlerer Skiweg“) und gelangte durch den Skitunnel zum Trögllift, bei welchem ich mich gar nicht mehr erinnern, dass ich ihn nutzte, fuhr dann die Rote 1 („Kochelbergabfahrt“) bis zum Einstieg in den Adamswiesenlift.

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Diesen nutzte ich offenbar und fuhr dann die Rote 1 hinunter bis ins Tal.

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Mit der Hausbergbahn ging es dann wieder hinauf, um gleich wieder über die Schwarze 2 („Hornabfahrt“)
zurück zur Talstation der Hausbergbahn zu gelangen.

Nachdem ich wieder die Rote 7 am „Kreuzwankl-Ski-Express“ nahm, versuchte ich mein Glück auf der „Kandahar“ die sich lt. Pistenplan in die Schwarze 5a und 5b unterteilt.

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Die Kandahar kennen die Meisten sicherlich noch von der Ski-WM. Sie hinterließ ja bei einigen Stars keine guten Erinnerungen, sprachen Stars wie Lindsey Vonn von der „Streif der Frauen“ oder starteten erst gar nicht (Ivica Kostelic).
Naja, „ganz so rasant“ wie diese Damen/Herren wollte ich es ja eh nicht angehen lassen.

Ich bin dank des Nebels auch gar nicht so wirklich sicher, welche der Abschnitte der Kandahar ich nun wirklich gefahren bin. Ich hatte jedenfalls – auch bei meinen späteren Abfahrten - den Eindruck, dass ich die steilste Stelle, den so genannten „freien Fall“ entweder ausgelassen oder nie wirklich bemerkt hatte.

Wie dem auch sei, jedenfalls fand ich mich irgendwann vor den Resten des Skistadions am Ende der Piste wieder und konnte dort rechts Richtung Kreutzeckbahn abbiegen.

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Doch jetzt stand die Alpspitzbahn und der dortige Bereich des Skigebiets auf dem Plan, daher bog ich nach einigen Metern wieder links zur Alpspitzbahn ab.
Auf der Fahrt nach oben klarte es dann auf einmal auf, so dass ich wenigstens zu diesem Zeitpunkt ein wenig Panorama erhaschen durfte und einige brauchbare Fotos schießen konnte.

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Leider hielt das tolle Wetter nicht an, und die Sicht wurde wieder so schlecht, dass bei der Abfahrt der Osterfelder-Abfahrt gar nicht mitbekam, dass der dortige Schlepplift nicht in Betrieb war und ich
einige Meter hochsteigen musste. Den kleinen Skiweg ganz rechts, der dieses Hinaufsteigen vermieden hätte, sah man absolut nicht, so dass ich nicht der Einzige war, der sich den kleinen Aufstieg abrackern musste.

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Naja, erst einmal die Rote 15 („Osterfelder-Abfahrt“) hinunter …


… und noch einmal mit der Hochalmbahn hinauf. Da die Sicht wieder kurzzeitig besser wurde, erwischte ich dieses Mal auch problemlos den Skiweg rechts und ersparte mir das Raufsteigen. Dieses Mal erkannte ich auch gleich die Einfahrt zu einer der wohl schönsten Pisten des Skigebiets, der Roten 16 (Bernadein-Abfahrt“).

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Weil sie so schön zu fahren war, nahm ich den langen Schlepplift „Bernadeinlift“ gerne in Kauf und fuhr die Piste noch einmal hinunter, ehe ich die beiden Schlepper wieder auf die Rote 15 gelangte und von hier aus auf die Blaue 19 („Hochalmweg“) durchfahren konnte.

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Die Abbiegung zum 2er-Sessel „Längenfelderbahn“ entdeckte ich wohl nur deswegen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich geradeaus so viele Meter hinaufstiefeln sollte. Naja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben …

Nach einer kurzen Fahrt konnte ich die Rote 17 („Längenfelder Abfahrt I“) abhandeln
BildBildund nun stand der längere Aufstieg geradeaus dennoch an, zumal der seltsame Schlepper „Kreuzeckzubringer“ (nur so ein „Seil“) ebenfalls nicht in Betrieb war … ja prima !

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Nach der kleinen Verärgerung bog ich auf die Rote 11 („Hexenkessel“) ab und entdeckte dann nach dem Ausstieg aus dem 2er- Sessellift „Hexenkesselbahn“) die „lila Piste“.

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Auf dieser Piste kann man sich bei schönem Wetter wohl bei einem Riesenslalom mit der Zeit von Maria Riesch messen und wird dabei sogar noch gefilmt. Leider war an diesem Tag das Wetter sehr bescheiden, so dass diese Vorrichtung geschlossen blieb und sich auch keine Torstangen auf der Piste befanden (vielleicht sah ich sie wegen des Nebels auch nur nicht, wer weiß …).

Naja, erneut den Sessel und nun ging es auf der Blaue 13 („Mittlerer Skiweg“) zum ersten und nicht letzten Mal durch den Skitunnel. Die Blaue 13 war wirklich nett zu fahren, ein Skiweg, der doch Spaß macht.
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Irgendwie erwartete ich, dass ich mich jetzt auf der Blauen 9 („Kreuzwankl-Umfahrung“) befinde und damit so am Einstieg in den 6er-Sessellift „Kreuzwankl-Ski-Express“ auskomme.

Aber irgendwie nahm ich nur die Möglichkeit wahr, nach links abwärts auf die Olympia-Abfahrt und die Kandahar abzubiegen

Ich dachte schon, dass ich nur wieder zurück zum Hausberg gelange, wenn ich den 4er-Sessellift „Kandahar-Express oder die Kreutzeckbahn nutze.

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Irgendwie gelangte ich dann zum Kinderland bei den „Babyliften“ und dem „Rimmler-Moos-Lift“.

Jetzt entscheid ich mich für die Blaue 6 („Bayernhaus-Abfahrt“), die dann auf der Roten 1 auskam.
Über diese kam ich zurück ins Tal und beendete den Skitag.

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Fazit Skigebiet Garmisch-Classic

Da ich das Skigebiet an zwei weiteren Tagen und bei richtig gutem Wetter aufsuchte, möchte ich mich hier mit einer Bewertung zurückhalten.

An diesem Tag wäre die Bewertung deutlich schlechter ausgefallen, da die teilweise ordentliche und lose Schneeauflage (neben der schlechten Sicht) doch viele schlechtere Skifahrer vor Probleme stelle und ich die Beschilderung der Pisten als absolut unzureichend befand.

Es gibt im Skigebiet wirklich sehr wenige Hinweisschilder. Neben den Pisten sind nur sehr selten Schilder mit der Nummer der jeweiligen Piste zu finden. Und auf manche Abzweigungen wird man auch nicht wirklich aufmerksam gemacht.

Bei besserer Sicht erschließt sich dem Skifahrer zwar so Einiges, aber dennoch denke ich, dass hier noch für die Betreiber des Skigebiets Handlungsbedarf beseht.

Die vielen Ziehwege im Bereich Alpspitze gefielen mir auch nicht sonderlich, da man bei dem Nebel insbesondere nie erkennen konnte, ob man es nun „laufen lassen“ kann/muss oder nicht. Immerhin gab es einige moderne Sessellifte, die einem die Auffahrten etwas versüßten.

Meine endgültige Bewertung findet ihr bei meinem Bericht „Erfahrungsbericht Garmisch, Teil 3“
Oecher Carver
- Kühtai/Hochötz: 18.-25. März 2023 -

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