Erfahrungsbericht Mittenwald(Dammkar) 03/2011, Oecher Carver

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Oecher Carver
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Erfahrungsbericht Mittenwald(Dammkar) 03/2011, Oecher Carver

Beitrag von Oecher Carver »

Bericht aus dem Jahr 2011 (!!!!!)


Oecher Carver in GAP, Tag 4: Dammkar/Mittenwald

Datum: 03. März 2011 (Donnerstag)
Dauer: 12:52-16:15 (Anwesenheit), 13:50-14:30 (Skiroute)
Wetter: sonnig
Schnee: oben sehr schöner, tiefer Schnee, unten aper

Pistenplan
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Vorgeschichte

Da die Teilnehmer der Aktivwoche dank der Exklusiv-Karten die Karwendelbahn in Mittenwald gratis nutzen konnten und ihnen von denLeitern der Aktivwoche ein Besuch Mittenwalds sehr ans Herz gelegt wurde, wollte auch meine Freundin unbedingt Richtung Dammkar.

Daher holte ich sie, nachdem ich einige Stunden im Gebiet Garmisch-Classic war, in Garmisch am Bahnhof ab und wir fuhren nach Mittenwald.
Dort wollte ich eigentlich gemeinsam mit meiner Freundin nur die schöne Aussicht genießen und die Skier im Auto lassen. Aber nach der Ankunft wies mich die Infotafel darauf hin, dass hier auch eine Skiroute ins Tal führt.

Ich hatte bereits Einiges über die Skiroute, die oft auch als Freeride-Abfahrt bezeichnet wird, gelesen. Da aber dazu geraten wurde, die Skiroute nur mit geeigneter Lawinenausrüstung abzufahren, hatte ich mich nicht weiter mit der Sache beschäftigt.

Ich fragte zwei Skifahrer, die unten an der Talstation saßen, wie gut die Skiroute zu befahren ist und ob man dafür eine entsprechende Ausrüstung benötigt. Auch bei der Kasse fragte ich nach. Beide Auskünfte sprachen dafür, die Skiroute auszutesten („Wenn sie die Ausrüstung dabei haben, dann ist das gut … wenn nicht, auch kein Problem“).

Ich entschloss mich daher, die Skier aus dem Auto zu holen und fuhr nun gemeinsam mit meiner Freundin nach oben.

Erlebnisbericht Karwendelbahn

Die Auffahrt mit der Karwendelbahn ist bereits ein Erlebnis. Man hat einen tollen Ausblick auf den Ort Mittenwald und auf umliegende Berge. Nicht nur bis zur Zugspitze kann man hier blicken …
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Oben angekommen fanden wir neben dem Berggasthof ein Gebäude, das wie ein riesiges „Fernglas“ aussieht.
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Hier kann man einige Informationen visueller und akustischer Art über die Region erhalten.
Im tieferen Stockwerk befindet sich auch ein kleines Kino.

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Von hier aus konnte man einige Fotos schießen. Die Qualität bei meinen Fotos war dank der gestreiften Scheibe nicht so besonders. Bei meiner Freundin dagegen sah man die Streifen nicht, seltsam.

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Naja, ich schoss dann noch draußen noch ein paar Fotos …

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… bevor wir durch einen langen Tunnel zur Skiroute gelangten

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Erlebnisbericht Skiroute

Im oberen Bereich der Skiroute war der Schnee so, wie man es von einer klassischen Skiroute in dieser Jahreszeit erwartet. Einige Buckel, je nach Sonnenlage hart gefroren oder ein wenig aufgesulzt.
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Die Skiroute war schon recht anstrengend zu fahren, so dass ich mir schon Gedanken machte, wie und vor Allem in welcher Zeit ich die 7 km Abfahrt bewältigen würde.


Auf dem Plan hatte ich gesehen, dass man sich recht weit links halten soll, weil rechts die Gefahr von Lawinen größer sei.
Obwohl die beiden anderen Skifahrer sich sehr weit nach rechts orientierten, versuchte ich, weit links zu bleiben. Das hatte aber den Nachteil, dass ich im Flachen in recht tiefen Schnee gelangte und relativ weit zu Fuß stampfen musste.

Auch kurz danach verlor ich ein wenig die Orientierung und musste einige Meter zurück fahren.


Irgendwann verkam die Skiroute irgendwann zu einer Art Skiweg. Leider ließen auch die Schneebedingungen recht schnell nach, so dass ich über weite Strecken die Skier auf der Schulter tragen und zu Fuß hinunter musste.
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Weiter unten musste ich eine Straße überqueren. Nur musste ich auch hier erst einmal nach dem Weg suchen. Wer kann auch schon ahnen, dass man zunächst einmal zwei Törchen öffnen und eine steile Steintreppe hinunter muss, um wieder am Parkplatz der Karwendelbahn auszukommen.

Naja, ich deponierte meine Skier im Auto und muss leider noch eine ganze Zeit warten, bis ich wieder noch oben konnte, da die Karwendelbahn leider nur alle 30 Minuten fährt.
Also rief ich meine Freundin an und erfuhr, dass sie mit einigen anderen Teilnehmern der Aktivwoche an einem Tisch im Bergrestaurant saß.

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Da es sich wohl noch lohnte, nach oben zu fahren, nahm ich die nächste Möglichkeit und traf meine Freundin oben, wo sie mir dann diese Fotos von ihrer Wanderung zeigte.
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Wir blieben noch ein wenig und fuhren dann mit der nächsten Fahrt nach unten.

Fazit Skiroute Dammkar-Mittenwald

Leider waren an diesem Tag die Schneeverhältnisse recht bescheiden, so dass der untere Teil der Skiroute echt zur Qual wurde. Zudem war ich nur mit Slalom-Skiern unterwegs, was die Abfahrt natürlich sehr erschwerte.

Bei guten Bedingungen dürfte man hier herrliche Tiefschneeabschnitte finden. So dass ein Besuch für Freerider interessant sein dürfte. Positiv ist auch, dass ein mühsamer Aufstieg nicht erforderlich ist, da man die Karwendelbahn nutzen kann.

Aufgrund der längeren Anreise und vor Allem dem Umstand, dass dort halt sonst keine anderen Pisten zu befahren sind, werde ich es wohl bei der einen Abfahrt belassen.
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Re: Erfahrungsbericht Mittenwald(Dammkar) 03/2011, Oecher Ca

Beitrag von Harzwinter »

Danke für den Bericht über den Test der Skiroute bei so schwachen Schneeverhältnissen!
Hätte nicht gedacht, dass es aktuell überhaupt sinnvoll ist, auch wenn man sich mit einem Teil-Fußmarsch im unteren Bereich abfindet.
Zumindest dem Schneereste-Hopping kann man ja noch ein Stück Spaßfaktor abgewinnen. :D
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Re: Erfahrungsbericht Mittenwald(Dammkar) 03/2011, Oecher Ca

Beitrag von 3303 »

Einmal bin ich die Route vor ca. 10 Jahren auch gefahren. Bei ähnlichen Verhältnissen.
Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, dass die Orientierung problematisch war.
Es war damals schon eine Route und nicht mehr die schwarze Piste.
Weiß jemand, ob die Route früher (besser) markiert war, (als heute)?
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Oecher Carver
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Re: Erfahrungsbericht Mittenwald(Dammkar) 03/2011, Oecher Ca

Beitrag von Oecher Carver »

Hätte nicht gedacht, dass es aktuell überhaupt sinnvoll ist
Der Bericht stammt aus dem Jahr 2011 (03.11.2011).
Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, dass die Orientierung problematisch war.
Was heißt problemtisch ... ich hätte mich an einer Stelle weiter links halten müssen. Es sah so aus, als ob es egal ist, ob man sich links oder rechts hält (glaub das war kurz vor diesem kleinen Gebäude), weil die beiden Passagen später wieder zusammenkommen. Dem war halt nicht so und so musste ich einige Meter zurückstiefeln, um wieder nach links zu kommen.
Seltsamer fand ich den Übergang an der Straße. Vielleicht habe ich irgendwas übersehen.

"Sehen" ist wohl auch ein allgemeines Problem bei mir. Dieses Jahr hatte ich bei schlechter Witterung deutlich mehr Probleme als meine Freundin und habe mich in Heiligenblut auf der Skiroute 1 auch total verfahren ... (bin übrigens Kontaktlinsenträger ...)
Musste also nicht an der Markierung liegen ...
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Re: Erfahrungsbericht Mittenwald(Dammkar) 03/2011, Oecher Ca

Beitrag von Kosmo »

Ach, mir geht das Herz auf wieder vom Dammkar zu lesen.
Im extrem schneereichen Winter 1986/87 war die Abfahrt sehr oft geöffnet. War damals bei den Gebirgsjägern in Mittenwald und konnte dann sehr oft fahren. Die Piste war ab dem eigentlichen Dammkar präpariert, was für die Pistenbullys nicht ungefährlich war. Einer ist mal abgeschmiert und musste für den Rest des Winters aufgegeben werden. Der obere Teil nach dem Tunnel war schon damals ordentlich heftig weil extrem steil, unpräpariert und verbuckelt und das noch mit den alten, Sprungski-ähnlichen Latten.
Der Ziehweg im unteren Teil war schon immer recht zäh und verlangte nach Stockeinsatz und Schlittschuhschritt. Man durfte auch den Punkt nicht verschlafen, ab dem man im mittleren Teil die Ski laufen lassen musste.
Eindrucksvoll war auch die verschneite Dammkarhütte, von der nur noch ein letzter Fetzen vom Giebel herausschaute, auf dem man sich eine Pause sitzend genehmigen konnte.
Dammkar war eine meiner eindruckvollsten Skierlebnisse überhaupt. Mehr wie 4-5 Abfahrten pro Halbtag waren aber fast nicht möglich. Und ein halber Tag hat auch gereicht.
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