Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

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piano
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Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von piano »

Rätia-Tour 1/3

Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf



Am Eingang ins Prättigau gelegen, ist Grüsch-Danusa ein ideales Skigebiet für den Anreisetag ins Bündnerland. Erst recht bei Bewölkung und klirrender Kälte, wo dann die tiefe Höhenlage vom Nach- zum Vorteil wird. Am Nordhang führt die erste Achtergondelbahn der Schweiz von der spartanischen Talstation aus in zwei Sektionen den Bergrücken hinauf zur flachen Hochebene Schwänzelegg. Während das Skigebiet an Wochenenden dank der schnellen Anreise durchaus bevölkert ist, war es an diesem Wochentag ziemlich leer, trotz Ferienzeit.

Pistenplan Skigebiet Grüsch Danusa

Neben der Gondelbahn gibt es noch eine flache Sesselbahn auf der Schwänzelegg sowie drei Skilifte, die zusammen einen zweiten Haupthang rechts der Gondelbahn erschliessen. Die Pisten liegen oft etwas versteckt, einzelne waren nicht präpariert, so war das Skigebiet trotz der überschaubaren Grösse nicht allzu übersichtlich. Und auch die Pisten selbst überzeugen vorerst nicht: zahlreiche Schiebestücke und vereiste Traversen, so kam kein Fahrrhythmus auf. Die beissende Kälte voin minus 20 Grad trug ihr Übriges dazu - an flüssiges Fahren war nicht zu denken.

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Talstation Grüsch

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Pisten an der Gondelbahn

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am Skilift Schwendi

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Skilift Vacca

Die rote Piste Vacca war die erste, die mir Spass machte - also gleich eine Wiederholungsfahrt. Ernüchterung dann sogleich bei der darauffolgenden roten Talabfahrt. Viele Schiebestücke und vereiste Traversen, dazu besteht sie mehrheitlich aus dem Abhang neben einer Fahrstrasse. Seitlich abfallende Piste, kaum Gefälle in Fahrtrichtung: da kommen sich Snowboarder recht unbeholfen vor. Nach der Bergfahrt mit der Gondelbahn gabs zwei Fahrten an der 4SB Danusa. Viel zu flache Pisten, viel zu langsamer Lift; ebenfalls nichts Begeisterndes.

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ein Blick zurück auf der roten Talabfahrt

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Hänge an der 4SB

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auf der 4SB Danusa

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Strecke Skilift Schwendi. Hat eine nette, aber zu kurze direkte Piste.

Mittag war es längst gewesen, die Talabfahrt hatte ordentlich Zeit gefressen. Der kurze Skilift Bündä ist Zubringer zur Herbstgaden-Piste. Als erste Piste sagte mir sie richtig zu. 600 Höhenmeter hinunter zum Skilift Vacca, und dabei immerhin nur ein Schiebestück, einige knackige Steilhänge. Nach und nach wurde es sonniger und ein wenig milder. So begann der Tag allmählich Spass zu machen.

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Blick zum kurzen Bündä-Skilift

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Piste Herbstgaden

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charakteristische Schräglagen

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Piste Herbstgaden

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Skilift Vacca, macht 474 Höhenmeter auf 1738 Metern Länge

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Blick nach rechts zur Herbstgaden-Piste

Recht viele Pistenvarianten gibt es an der zweiten Gondelbahnsektion, abgesehen von der schwarzen Piste Fuchs starten sie leider erst so richtig nach einer längeren Traversen, welche man zuerst überwinden muss, quasi als "Einstiegsportal". Besonders die schwarze FIS gefiel mir immer besser mit ihren Steilhängen. Bei der nun guten Sicht war es auch einfacher, mit den hart-eisigen Schneeverhältnissen klar zu kommen.

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Alp Turneri an der Gondelbahn

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einer der Steilhänge an der schwarzen 4

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Pisten kurz vor der Mittelstation

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Mittelstation Cavadura auf etwa 1200 NN

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Winterimpression an der Bergstation Schwänzelegg

Die Gondelbahn hatte als Beschäftigungsanlage den Vorteil, dass man sich während der Bergfahrt wieder etwas aufwärmen konnte. Dennoch beendete ich den Tag etwas früher als sonst üblich. Noch zwei, drei Fahrten an den besten Pisten, dann auf der schwarzen Talabfahrt ganz hinunter. Im oberen Teil erneute Schiebestücke, unten meist vereist... nicht wirklich toll, aber immer noch besser als ihre rote Schwester.

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Piste Vacca

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Blick in Richtung Westen

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schwarze Piste Fuchs an der Gondelbahn

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etwas weiter unten

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Streckenübersicht der zweiten Sektion - insgesamt geht die Bahn von 600 auf 1800 m.ü.M.

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schwarze Talabfahrt nach Grüsch

Nachdem ich am Mittag eine frühe Abreise in Betracht zog, hatte sich der Besuch doch noch gelohnt. Auch wenn die Mittelgebirgs-Kulisse in Grüsch-Danusa etwas mau und eintönig ist (wie auch bei anderen Nordhang-Gebieten), gibt es diverse ansprechende und interessante Pistenabschnitte. Leider, und das ist aus meiner Sicht der grosse Nachteil, sind es nur Abschnitte; längere Pisten aus einem Guss sind in Grüsch leider die Ausnahme (in Form der Vacca-Piste). Und darum gibt es an schönen Wintertagen auch bessere Ziele in Graubünden...

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Re: Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von hegauner »

Danke für den schönen Bericht.

Grüsch Danusa ist ein klassisches Familienskigebiet. Für Familien mit Kindern wird einiges geboden. Als Kind haben wir da öfters unseren Winterurlaub verbracht. Da fand ich es echt super. Damals gab es noch keine Sesselbahn (die kommt übrigens aus Laax) und die Gondelbahn war eine klapprige Sesselbahn die teilweise nicht ungefährlich war. Vor der hatte ich als Kind großen Respekt.

Für Snowboarder und gute Skifahrer ist das Skigebiet wirklich schnell langweilig. Zuletzt war ich ca. vor 10 Jahren da. Als Skiausfahrt mit meinem damaligen Arbeitgeber war es wiederum genial da man seine "Kollegen" natürlich ständig wieder getroffen hat aufgrund der überschaubaren Größe des Skigebietes. Außerdem steht da Skifahren nicht wirklich im Vordergrund :-)
Zudem haben die Betreiber doch einges für uns möglich gemacht und abends wurde extra nochmal die Gondelbahn für uns angeworfen damit auch wirklich alle wieder heil den Berg runterkommen.

Aktuell fahre ich natürlich an Grüsch vorbei weil mich das Gebiet wirklich schnell langweilt. Falls die Familienplanung mal ein Thema ist werde ich mich aber bestimmt wieder an Grüsch erinnern..... :-)
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Re: Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von piano »

hegauner hat geschrieben:Grüsch Danusa ist ein klassisches Familienskigebiet. Für Familien mit Kindern wird einiges geboden.
Kann ich mir gut vorstellen. An der Bergstation stehen ja alleine vier Förderbänder für die Kinder, zusammen in einem grossen "Kinderpark" mitsamt Bimmelbahn.
Für Snowboarder und gute Skifahrer ist das Skigebiet wirklich schnell langweilig.
Langweilig fand ich das Gebiet (für einen Tag) nicht, mMn gibt es genügend interessante Pistenabschnitte. Sehe das Problem eher anderswo...
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Re: Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von intermezzo »

Schöner Bericht. Grüsch scheint - ich selber war zwar noch nie dort, habe das Gebiet aber auch das eine andere Mal schon auf meinem to-do-Ticker gehabt - ein klassisches Tagesausflugsziel zu sein. Nach Durchsicht Deiner Bilder und Deiner Infos reizt mich dieses Gebiet aber nach wie vor. Klar gibt es in Graubünden wesentlich spannendere Destinationen, aber die voralpine Landschaft spricht mich an.

Lustig finde ich die schwarzen Pisten - die sind in anderen Gebieten höchstens rot...
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piano
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Re: Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von piano »

intermezzo hat geschrieben:Lustig finde ich die schwarzen Pisten - die sind in anderen Gebieten höchstens rot...
Das kommt im Bericht nicht so zur Geltung, da ich nicht gerade die steilsten Stücke verwendet habe. Z.B. ist der erste Steilhang der Fuchs-Piste (linke Schwarze) sicher schwarz, ebenso die schwarze zum Schwendi-Lift, die aber weder markiert noch präpariert war.
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Re: Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von Ammerland »

Sehr schöner Bericht, wie übrigens alle deine drei Bündner Berichte.
Sag mal, hast du ein Programm, mit dem man Skifahrer von Pisten wegretuschieren kann?
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Re: Grüsch Danusa | 7.2.2012 | Steigerungslauf

Beitrag von Schwiiiiiz »

War letzte Woche auch das erste mal dort. Für mich auch ein typisches Familienskigebiet.

Die schwarzen sind teilweise schon "anspruchsvoll" bzw. also schwarze zu kennzeichnen.

Wirklich ärgerlich war die rote Talabfahrt (Schieben, schieben und noch mal schieben, hinzu kommt viel Dreck auf der Piste aufgrund der Parallel verlaufenden Straße) und sowohl bei der roten als auch schwarzen Talabfahrt die geschätzten gesamt 12 Straßenquerungen. Bei meinen Besuch war starkes Tauwetter weshalb auf der Straße kein Schnee mehr lag was wiederum abschnallen bedeutete....mit der Zeit mühsam!
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