Mit einem Minus von knapp 16% an Logiernächten (in absoluten Zahlen über 10‘000 Logiernächte weniger als im Vorjahresvergleich) schlägt die Krisenzeit und die nachteilige Währungssituation in Arosa zu Buche
Bittere Sache! Aber schon richtig erkannt, auch die Schweizer selbst fahren eben gerade in Massen nach Österreich. Würde ich auch nicht anderst machen.
Die Währungsproblematik hat sicher auch einen Anteil an den rückgängigen Übernachtungszahlen, aber man sollte nicht vergessen, dass vielerorts in der Schweiz das Gesamtangebot (nicht nur im Vergleich zum Preis) nicht mehr stimmt. Jetzt macht sich doppelt bemerkbar dass in der Schweiz in den vergangenen 20 Jahren deutlich weniger investiert wurde als beispielsweise in Österreich.
Der durchschnittliche Gast ist anspruchsvoller geworden, das hat man in der Schweiz vielfach ignoriert.
Sehe ich genauso, so sehr ich die Schweiz liebe zum skifahren, das Hotelangebot ist einfach deutlich im Rückstand vs. Österreich. Gutes Beispiel sind Grindelwald und Arosa, die beide mit alter Glorie versuchen im Wettbewerb zu bestehen aber eben nicht viel investieren, sowohl in Infrastruktur als auch in Hotellerie. Es teilt sich eben in Spitzendestinationen (Zermatt, Engadin) und der Rest.
Ein Problem von Arosa ist auch, das es von den Skigebietsgrösse im nirgendwo steht. Weder klein noch gross. Früher war Arosa ein In-Ort. Das hat sich über die Jahre geändert. Das Problem ist, das die Klientel von früher nicht mehr kommt, sei es altersbedingt oder aus sonstigen Gründen. Um aber neue Kunden zu gewinnen, muss das Gesamtpaket stimmen, so wie Ihr das richtig seht.
Wobei, gerade in Arosa dünkt mich ja die Hotellerie gar nicht mal so zurück geblieben? Da sind also andere Orte wesentlich schlimmer!
Das Problem ist in der CH wirklich, dass viele Hotels zwar auf dem Papier in Ordnung sind (von den Sachen die sie bieten), die Infrastruktur aber aus den 1970ern stammt. Ich geh lieber in ein modernes 2*-Hotel (das gibt in der CH aber eigentlich fast nur in Ausnahmefällen) als in einen angegrauten 5*-Schuppen, der dann auch noch teuer ist...
Ich frage mich einfach wo das Problem liegt. Die CH ist ja schon teuerer. Aber wenn es teuer und (oft!) schlechter ist, dann geht das irgendwie nicht auf. Gibt aber auch löbliche Ausnahmen, nur stolpert man da oft nur zufällig darüber...
Gut, dass Schweizer nach Österreich in die Skiferien fahren, ist ein alter Hase... Habe Kollgen + Verwandte, die praktizieren das sicher schon 10 Jahre. Aber das reizt mich gar nicht. Dann schon eher in die Westalpen (Italien und Frankreich) - da ist das Preisleistungsverhältniss m.W. dann aber auch nicht mehr so hervorragend.
Das Problem ist sicher nicht Öserreich, es spielt ja schließlich keine Rolle in welches Land der Gast fährt wenn schon nicht in die Schweiz. Für mich als nicht Schweizer stellt sich folgendes Problem 1 die Preise sind schon aufgrund der höheren Lebenshaltungkosten hoch, 2 der Kurs, 3. die Hotels, 4. die Skigebiete wobei bei den Punkten 3 und 4. dies nicht mehr uneingeschränkt zutrifft da hier in den letzten Jahren einiges getan wurde. Das Tragische daran ist meiner Meinung nach dass davon im Ausland nur wenig bekannt ist immer wenn ich mit leuten rede heist es in der Schweiz sind alle Hotels alt und die Lifte sind veraltet, beschneit wir so gut wie gar nicht und die meisten Gebiete stehen kurz vor der Pleite ..... Die Tourismusbranche müsste an der Öffentlichkeitsarbeit arbeiten, wenn ich Beispielsweise Berichte über die Alpen im Fernsehen sehe wird über Österreich von der Modernsten Bauwerken und Liftanlagen berichtet und dass man innerhalb von wenigen Stunden alle Pisten beschneien kann oder z.B. das Medienspektakel von Ende November 2011 von Ischgl zur Saioneröffnung fast ohne Naturschnee ( darüber kann man denken wie man will aber die Werbung war unbezahlbar ), über die Schweiz wird dann von Hotels mit 100 jähriger Tradition berichtet bei welchen bei starkem Wind die Wände knirschen oder wie in Sörenberg Tagesgäste mit Strafzetteln abgezockt werden( Ausdruck kommt nicht von mir kam so in der Presse ), im Meiringen aufgrund Volksabstimmung die Beschneiungsanlage nicht ausgebaut wird und und und . Sorry aber das ist mein Eindruck als Ausländer welcher bis vor 4 jahren regelmäßig in der Schweiz Skigefahren ist.