Imst | 30.01.2012 | Kuppelbar in die Sonne (Teil1)
Während der Mittagspause auf einer der Hütten auf der Kampenwand am Vortag überlegten vovo und ich, welches Skigebiet man am nächsten Tag zusammen ansteuern könnte. Es sollte etwas kleineres sein, etwas, was beide noch nicht kannten (was hauptsächlich durch vovos ausgiebige Touren "erschwert" wurde
Früh Morgens holte vovo mich an der FeWo ab und mangelns Vignette ging es vorbei an Obsteig über Stock und Stein Richtung Imst. Sehr schade, dass ich den dortigen ESL genau um eine Saison verpasst habe (genauso wie den am Patscherkofel und um ein paar Saisons mehr auch den zur Hohen Munde...). Für den Tag hätte es sich einfach perfekt angeboten noch einen interessanten Lift für 1-2 Stunden mitzunehmen, was sich dann aber halt nicht ergab. Die Auffahrt zur Talstation der DSB Untermarkter Alm von Imst erfolgt über eine sehr steile Straße, die wir wohl bei Schnee und Eis nicht bewältigt hätten. Aufgrund der (noch) angenehmen Temperaturen und des fehlenden Neuschnees gelangten wir aber ohne Probleme zu Parkplatz und Kasse. Kannte ich bisher auf meine Frage nach einem Studentenrabatt nur die Antworten "JA" und "NEIN", machte ich in Imst eine neue Erfahrung, nämlich: "JA, aber nur für Studenten bis 23 Jahre" Zählt man für die Imster ab 24 schon zu den nichtsnutzigen Langzeitstudenten oder sind Imster Studenten einfach fleißiger und schließen ihr Studium nach 3 Jahren bereits ab?
^Erscheint das Gebiet auf dem Pistenplan zunächst etwas uninteressant, bietet es für den gemeinen Liftinteressierten doch einige Besonderheiten. Bei der ersten Sektion handelt es sich um eine kuppelbare DSB aus dem Hause DM von 1991, parallel dazu verläuft ein Rodellift (der die Rodel ohne Personen nach oben befördert).^
^Stellenweise schaut der Rodellift aufgrund der Bäume etc. ein wenig nach lsap aus.^
^Jeder dritte (?) Sessel ist hier mit Bubble ausgestattet.^
^An der Bergstation der ersten DSB steigt man direkt in die zweite Sektion um. Die Alpjochbahn ist von Wopfner, ebenfalls kuppelbar und laut liftworld von 1996. Hierbei handelt es sich wohl um eine Occasion, die ein paar Jahre lang in Scharnitz stand. Mehr Infos und Bilder dazu finden sich hier.^
^Rechts der DSB gibt es diese schwarze Piste, eine leichtere Umfahrung gibt es aber auch. Noch froren vovo und ich und ärgerten uns ein wenig über das bescheidene Fotowetter...^
^...wenige Momente später zeichnete sich dann aber langsam Sonne und blauer Himmel ab
^Die Stimmung schlug von einem Moment zum anderen zu absoluter Begeisterung ob des Wetters aber auch ob der tollen Piste hier oben um. Leider war das auch der Zeitpunkt oder besser der Bereich des Gebietes, in dem meine Kamera den ganzen Tag über die Bilder brutal überbelichten sollte, was ich dann erst zuhause bemerkte. Das Bild hier ist einigermaßen etwas geworden, die restliche Dokumentation von dort oben werde ich aber vovo in seinem Bericht überlassen.^
^Im Anschluss an einige Fahrten an der absolut traumhaften Piste an der Bergstation der Alpjochbahn fuhren wir noch die dritte Anlage im Gebiet an. Der Malchbachlift, ebenfalls von Wopfner, ist eine kleine Beschäftigungsanlage in Höhe der Mittelstation an den beiden DSBen und wurde hauptsächlich von Anfängern und Skikursen genutzt.^
^An der Talstation tat sich dann eine nervige Warteschlange auf. Zu den DSBen hätten wir etwas aufsteigen müssen und so entschieden wir uns doch dazu uns anzustellen. Nervig war es nicht aufgrund unserer Intoleranz gegenüber Anfängern und Skikursen oder dass der Lift alle 30 Sekunden aufgrund herausfallender Kinder stillstand. Nervig war es einfach dadurch, dass fast jeder allein im Bügel nach oben fahren zu wollen schien, wodurch dann eben die Warteschlange entstand und der Liftler keinerlei Anstalten machte, etwas daran zu ändern...^
^Blick hoch zur schwarzen Piste, links davon verläuft die obere DSB.^
^Einzelfahrer die Erste.^
^Einzelfahrer die Zweite.^
^Einzelfahrer die Xte.^
^Endlich bei der Auffahrt, nachdem vovo und sein Rucksack noch ein kurzes Vergnügen mit dem Liftler hatten...^
^Nach dieser einen Auffahrt mit dem SL beließen wir es dabei und waren ganz froh, dass der Lift seine Aufgabe als Anfängermagnet bestens erfüllte.^
^Direkt nach der Abfahrt am SL hatte sich die Warteschlange dort verflüchtigt. Manchmal stimmt das Timing dann halt einfach nicht
^Die nächsten Stunden verbrachten wir dann fast ausschließlich an der oberen DSB, die Piste oben war einfach ein Traum und die Anlage dazu die einzige, die zumindest teilweise in der Sonne lag.^
^Leider konnte sich die Sonne nie bis zur Mittelstation oder gar vollständig durchsetzen.^
^Die Farbgebung der ersten Sektion ist gelinde gesagt interessant, aber da ich bisher sonst kaum kuppelbare DSBen kannte (sonst z.B. die DSB Hahnenköpfle am Ifen), war dies schnell verziehen.^
^Talstation der Wopfner-DSB^
^Die Kanonen brauchte es zum Glück nicht.^
^Wopfner-Schild an der Bergstation, links unten grüßt der Liftler
^Noch eines der brauchbar-gemachten überbelichteten Bilder. Zu sehen ist die Bergstation der Alpjochbahn.^
^Nach der Stärkung auf der Hütte, in der sehr nette Einheimische an ihrem Tisch noch für uns zusammenrückten, ansonsten aber überhaupt nicht zu verstehen waren, probierten wir dann mal die Talabfahrt zur ersten DSB. Am SL hatte man mittlerweile auch den Betrieb eingestellt, wechseln die Skikurse hier nach dem Mittagessen in ein anderes Gebiet?^
^Hier sieht man einen der Bubbles.^
^Talstationen^
^Die erste DSB-Sektion ersetzte wohl auch mal eine Anlage, weiss da jemand mehr zu?^
^Nett ist jedenfalls, dass das alte Stationsgebäude mittlerweile als Garagierung genutzt wird.^
^Die Talabfahrt war im letzten Drittel nicht so gut zu fahren, zu sehr merkte man den Unterschied zwischen dem tollen Naturschnee oben und dem Kunstschnee unten.^
^Da ist die Erklärung auf der Homepage auch nicht untertrieben
^Bergstationen Rodellift links und die der Untermarkter Alm Bahn rechts.^
^Als kleinen Vorgeschmack auf vovos Bilder habe ich dann noch ein paar Aufnahmen mit dem Handy gemacht
Als die Sonne immer mehr hinter den Bergen verschwand, wurden die Temperaturen sehr schnell unangenehm kalt. Rund eine Woche später wäre ich für diese Temperaturen sicher überaus dankbar gewesen, aber als Großstadt-Weichei reichte es mir dann irgendwann und wir beendeten in beidseitigem Einverständnis einen gelungenen Skitag. Auf der Rückfahrt hielten wir zum Tanken in Telfs. Als ich Kaugummis kaufen wollte, schaute mich der nette Herr an der Kasse so an, als wollte ich gleich die ganze Zapfsäule samt Tankstelle mitnehmen... Ein Einzellift auf der Rückfahrt hätte den insgesamt tollen Tag sicher abgerundet, allein die Abfahrt an der oberen DSB war die Anfahrt aber wert!