16. - 19. FEB. 2012
TAG 1 : LEYSIN - COL DES MOSSES (16.2.)
Jeden Winter fahre ich aus familiären Gründen einmal westwärts zum Skifahren . So als Abwechslung zum Arlberg, wo ich weitaus die meisten Skitage verbringe .
Schon am Vorabend konnte ich nach Leysin anreisen, locker und bequem im Zug von Zürich über Lausanne bis Aigle, dann mühsam das letzte kurze Stück bis Leysin . Der Zug zuckelt im Schritttempo durchs Städtchen, hält für jedes Auto das noch rasch durch will oder einparken etc., macht dann beim Depot eine unnötige Spitzkehre, und bei der Kreuzungsstation mitten im Wald muss der Zugführer aussteigen und durch den Schnee stapfen um die Weiche zu stellen . Die wollen auch noch die nächsten hundert Jahre so weitermachen...
Ankunft im Schneetreiben, das macht ja Hoffnung !
Blick aus dem Fenster am Morgen
Talstation : ein etwas seltsames Pistenende in der Gondelgarage, rechts der Durchgang zur Sesselbahn
Ausfahrt
Dann die Ernüchterung oben : keine Sicht, scharfer Wind . Die Versuche, im Wald vielleicht bessere Verhältnisse anzutreffen, scheitern, es ist alles Grau in Grau, man kann keine Unebenheit erkennen . Ganz hinten angelangt beschliesse ich, die erste Navette nach Col des Mosses zu nehmen . Ich bin der einzige Fahrgast .
Zwischen hohen Schneemauern kurvt der Bus auf schmalen Strässchen in knapp 15 Minuten zum Col des Mosses . Er wendet beim allerersten Skilift, etwas unterhalb des „Zentrums“.
Skilift Les Parchets 1
Ein veritables Talstationsgebäude für einen Poma-Lift! Man muss durch die Hütte durch zum Katapultstart .
Aus nicht ersichtlichen Gründen ist der oberste Hang gesperrt . Wäre Lawinengefahr - warum läuft dann der Lift ?
Klassische Poma-Bergstation, dahinter die drohenden Gleitschneelawinen .
Unweit daneben die neuere Ausführung, mit Auskuppelstelle .
Kurve
Und Talstation Skilift Dorchaux 1 + 2
Talstation L`Arsat, der nördlichste Lift an diesem Hang . Von WSO .
Wie alles hier, sehr flach, nur andeutungsweise Steigung
Am Gegenhang stehen noch drei kurze Lifte, sieht auch nicht gerade spannend aus
Col des Mosses, das sogenannte Zentrum, mit dem total zugeschneiten Caravan-Platz . Links steht das ehemalige Talstationsgebäude der Pic Chaussy-Gondelbahn .
Irgendwie macht dieses Gebiet einen extrem trostlosen Eindruck auf mich . Kein Dorf, kein Panorama, die Lifte an einem immergleichen Hang, die Abfahrten kurz und langweilig, egal ob Blau oder Schwarz, sie sind genau gleich, und dann die Passstrasse quer durch . Relativ zügig trete ich den Rückzug Richtung Leysin an .
Von der Haltestelle der Navette ganz zuhinterst im Skigebiet von Leysin nach vorne gehangelt und wieder in der Gondel hoch zur Berneuse
Blick Richtung Wallis, die Sicht wird besser
Die Sonne versucht durchzukommen
Schon eine recht steile Ausfahrt . Dahinter die Sesselbahn
Ein Bild der Standseilbahn im Ort darf nicht fehlen
TAG 2 : LEYSIN (17.2.)
Wieder der Blick aus dem Fenster, kurz vor Sonnenaufgang
Oben auf der Berneuse
Blick zum Chaux de Mont, der nach zwei Tagen wieder geöffnet wird
Mont Blanc
Glacier du Trient
Genfersee
Rhone-Tal
Variante Col du Luissel
Derrière les Tours, verschiedene Varianten können da gemacht werden
Sesselbahn mit Kurve und Mittelstation
Ganze Strecke von oben
Blick Richtung Jura, mit dem Schatten des Tour d`Ai
Meine Spur - der Tag beginnt gut
Drehrestaurant Kuklos
Dann war fertig mit fotografieren, jetzt war skifahren angesagt . Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Möglichkeiten Leysin bietet . Zudem ist es eines der letzten Gebiete wo man sich ungehindert in anspruchsvollem, coupierten und steilem Waldgelände austoben kann . Nur grad die Lawinenschutz-Aufforstungen unter der Gondelbahn sind Sperrgebiet, der Rest ist frei zugänglich . Für Liebhaber ruppiger Angelegenheiten ein Paradies !
Auf der lahmen Sesselbahn Solepraz ist wieder mal zeit für ein Bild
Schnee hats genug
Eingang Restaurant Les Fers
Buvette Mayen
alte Talstation und erste Stütze der TMA - das wird beharrlich stehen gelassen . Der Skilift Plan Praz wurde nach Jahren des vor sich hin rosten auf diesen Winter hin komplett abgerissen .
Am Abend Wechsel nach Gryon
Meine neue Aussicht, unten im Tal Monthey
TAG 3 : PORTES DU SOLEIL (18.2)
Wir beginnen unseren Tag in Les Crosets . Zuerst eine kurze Aufwärmfahrt an der Pointe des Mossettes, dann zum ersten Mal mit der neuen 6-er Grand Conche
Talstation
Bergstation
Piste von der Pointe des Mossettes - hier mitten drin soll die Bergstation des wiederaufzubauenden Skilifts Cuboré zu stehen kommen ?
Die Uhr an bei der ehemaligen Talstation funktioniert, vom Skilift sind allerdings keine Überbleibsel mehr zu sehen . Pfosten im Schnee deuten die Strecke an, ich habe das Gefühl, die ist mehr links als früher und ohne Kurve . Kommt da nicht vielleicht eine Sesselbahn hin ? Übrigens : der Hang war super zum fahren, schönster Pulver
Brochaux hat neue Sessel bekommen, der bleibt uns also noch ein bisschen erhalten . Schade, fand ihn im Originalzustand viel schöner
Die Strecke hat zum Teil recht lange Durchhänge
Der oberste Hang ist nie überlaufen, obwohl fast mitten drin im Gewusel
Der Blick von der Bergstation auf Avoriaz . Rechts der neue Empfangsterminal, in der Mitte „l`Aquariaz“, ein tropischer Badepark, Eröffnung im Juli
Im Tele : neuer Terminal und dahinter Häuser im Bau
der ältere Teil
nochmals der neue Terminal, dahinter ein Teil des Quartiers Falaise
wir fahren ostwärts nach Plaine Dranse
Der Lift Chaux-des-rosées erschliesst interessante Varianten
Danach zurück nach Avoriaz, zum futtern
Blick zum „Hausberg“
recht eigentümliche Beleuchtung
Blick Richtung Genf . Von hier startet eine grossartige 1200 Höhenmeterabfahrt, die alles beinhaltet was man sich wünschen kann . Oben grosse weite Hänge, dann etwas flacher mit Büschen, dann kurz knackige Passagen mit Bach und Felsen, danach Wald . Beste Schneeverhältnisse von oben bis unten und fast gar kein Mensch . Fünfhundert Meter nebendran fahren sie sich über den Haufen
Nach dem steilsten Abschnitt
Abschiedsbild . Nach 45 Jahren Dienst wird sie nun abgerissen
Grandes Combes
Mur Suisse
Wir mussten den ganzen Tag nie anstehen . Warum sich die Massen am Abend hier in Les Crosets so stauen ist uns ein Rätsel . Richtung Frankreich ist die Kapazität ja mehr als verdoppelt worden . Gut, die 8-er verkehrt im Pannenmodus, ruckeln und zuckeln und stehen, aber trotzdem
Bahnhof Aigle
Die TPC haben eine Grünstich, aber heftig
Anzeigen Weiss auf Grün und ein unsäglich doofes Logo
Der Höhepunkt : alphabetisch geordnete Abfahrtsanzeige ! Die Leute stehen ungläubig davor - niemand versteht dieses Chaos
Abend in Gryon
Blick Richtung Portes du Soleil
4.TAG : GRYON - VILLARS (19.2.)
La Barboleuse . Der „Bahnhof“ befindet sich mitten auf der Strasse . Wenn sich zwei Züge kreuzen sind die Autofahrer völlig überfordert ; sie können es nicht fassen, dass es kein Durchkommen gibt . Das ist aber noch harmlos im Vergleich zu Villars, dort ist tiefster Wilder Westen, wer das grösste Auto hat gewinnt, egal ob falsch fahrend oder falsch parkend .
Der Tag sieht nicht gerade verheissungsvoll aus, trotzdem fahren wir los, zuerst mit der Gondelbahn nach Les Chaux
In der Bergstation drin kann man wenigstens etwas sehen, was man von draussen nicht behaupten kann
Immer nur die Talstationen sind unterhalb des dichten Nebels, hier Sodoleuvre
Die neue Petit Chamossaire . Der Nebel ist so dicht, man sieht kaum die Füsse . Geschweige denn, wo`s durchgehen könnte . Es ist ein mühsames ertasten entlang des Pistenrandes
Bretaye, schon fast gute Sicht . Die Begeisterung der Ankommenden hält sich aber in Grenzen .
Das macht gar kein Spass, wir beschliessen aufzuhören . Eine sehr öde „Abfahrt“ über einen Golfplatz (!) bringt uns nach La Rasse, wo wir wieder auf die Gryon-Seite wechseln können . Die „Talabfahrt“ Les Chaux - Barboleuse ist auch beeindruckend öde : flach, langweilig, mindestens dreimal über eine apere Strasse ohne Matten, der ganze untere Teil einfach zwischen Chalets hindurch .
Schade konnte ich die interessanten Teile dieses Gebietes weder sehen noch fahren .
Bahnhof Gryon . Da hängt noch so Verschiedenes rum, unter anderem ein Aushang aus den siebziger Jahren, der besagt, dass parkieren auf den Geleisen eine Strafe von 5 Franken zur Folge hat, sofern man sofort dem Bahnhofvorstand bezahlt . Der wurde jedoch schon längst abgeschafft...
Da kommt mein Zug, mitten auf der Hauptstrasse .
Fahrt hinunter ins Tal nach Bex, dort kein Anschluss, danach zügig via Lausanne nach Zürich .
Noch eine Anmerkung : die Gastronomie in diesen Gebieten (Frankreich ausgenommen) ist absolut unterirdisch . So durchgehend katastrophal schlecht, das ist unfassbar . Hier ist der Rückstand zum Ausland nur noch in Lichtjahren zu erfassen .