Da ich keinen aktuellen Pistenplan im Internet gefunden habe, habe ich ihn vom Papier- Plänchen eingescannt.
Das Gebiet wird durch eine 4-er Gondelbahn erschlossen und umfasst ein sehr weitläufiges Areal. Bei der Bergstation auf der Saaseralp gibt es ein sehr grosses Kinderland (im Sommer wie auch im Winter) inkl. Baumhütten Hotel sowie eine Schlittelbahn nach Saas. Viel wichtiger ist aber das Skigebiet. Im vorderen Teil werden die Hänge durch insgesamt 5 Skilifte erschlossen. Im "hinteren" Teil gibt es noch einen Skilift sowie eine Sesselbahn.
Zum Bericht:
Anlagen:
[U1] 2-SL Schaffürggli 1 (Garaventa) offen
[U2] 2-SL Schaffürggli 2 (Garaventa) offen
[V] 1-SL Albeina 1 (Garaventa) offen
[VV] 2-SL Albeina 2 (Garaventa) offen
[W] 2-SL Glatteggen (Garaventa) geschlossen
[Y] 2-SL Madrisa (Garaventa) offen
[X] 2-SBF Zügenhüttli (BMF) offen
[Z] 4-MGD Madrisabahn (Doppelmayr- Garaventa) offen
Pisten:
1a Standard frisch präpariert
1b Obersäss frisch präpariert (schwarz markiert)
2 FIS frisch präpariert
4 Bärnet frisch präpariert
5 Glatteggen frisch präpariert
7 Trainer frisch präpariert
8 Madrisa frisch präpariert
9 Schafcalanda frisch präpariert (Teilweise schwarz markiert)
10 Schlappin Talabfahrt frisch präpariert/ Ab 14.30 gesperrt (Lawinengefahr)
12 Chüecalanda offen
F2 Boardercross frisch präpariert
S1 Schlittelweg nach Saas frisch präpariert / Ab 13.00 gesperrt (Lawinengefahr)
Wetter:
Meistens blauer Himmel, sehr warme Temperaturen
Pistenzustand:
Oft sulzig, manchmal auch richtig klebrig. Aber da können die Bergbahnen ja nichts dafür
Andrang:
Es hatte schon ziemlich Leute im Gebiet, aber an den Liften musste man nie mehr als 3 Bügel warten.
Farbeföteli:
Talstation der Madrisabahn. Diese ist übrigens sehr nahe beim Bahnhof Klosters Dorf. Allerdings halten dort viele Züge nicht (auch nicht auf Verlangen). Die Bushaltestelle ist aber direkt beim Eingang.
Bergfahrt mit dieser 4-er Gondelbahn. Ursprünglich war das eine typische Zweiseil- Umlaufbahn (System Wallmannsberger) von Bell mit 4-er Kabinen von Métalléger. => siehe hier
In den 1980-er Jahren wurde die Bahn dann von Von Roll modernisiert und mit neuen Glacier- Kabinen von CWA ausgerüstet. => siehe hier
2005 aber drängte sich ein Ersatz der Anlage auf, obwohl sie eigentlich noch ganz gut im Schuss gewesen wäre.
Da die Klosters-Madrisa Bergbahnen AG auch nicht gerade viel Geld haben, entschied man sich, so viel wie möglich von der alten Bahn zu übernehmen. Darum wurden ausser dem Kuppengerüst vor der Bergstation alle Bell- Stützen übernommen und darauf ein neuer Stützenkopf montiert, wie man hier gut sehen kann.
Weil die Bahn aber auf 2296 m Länge nur 10 Stützen besitzt, kann man nicht besonders viele Gondeln einsetzen. Und da die Bergstation übernommen wurde, musste man zwangsläufig auf 4-er Kabinen setzten. Übrigens sind es 55 solche Omega III - 4 + light- Modelle.
Neben 5 Fachwerkstützen gibt es auch noch 4 Rundrohrstützen.
Transportgehänge an der Madrisabahn
Das ist übrigens eine der wenigen Bahnen mit Agamatic- Klemmen in der Schweiz. Auch ein Seil von Teufelberger trifft man in unserem Land nicht so häufig an.
Oben angekommen
Um weiter nach oben zu kommen, ist eine Fahrt mit einem der beiden Schaffürggli- Skilifte nötig.
Vor allem der rechte Lift läuft sehr zügig (3.4 m/sek.) Der linke läuft etwas langsamer, dafür bekommt man dort den Bügel gereicht. Beide besitzen aber einen 300 PS starken Antriebsmotor
Würden beide Skilifte mit voller Geschwindigkeit fahren, könnte dieses Konstrukt 2'200 Personen in der Stunde transportieren.
Gerade aus geht die blaue Piste "Bärnet", recht abgebogen kommt man auf die FIS- Piste.
Weniger flach, aber meines Erachtens sicher nie schwarz, ist die FIS- Piste.
Der Schaffürggli- Lift ist eigentlich die wichtigste Anlage im Gebiet (erschliesst 6 Pisten und ist Zubringer zum Madrisa- SL sowie zu der Talabfahrt). Darum wurde bereits begonnen, Geld für einen Ersatz zusammenzutreiben.
Die Obersäss- Piste war letzte Saison immer geschlossen.
Heute Geschlossen: Der Glatteggen- Lift. Da alle seine Pisten vom Schaffürggli- Lift erschlossen werden, läuft diese Anlage nur an schönen Wochenenden und in der Hochsaison. Ich finde diese Lösung sehr gut, so etwas könnte man auf der Pischa auch machen, da dort ja eine sehr ähnliche Situation mit dem Mittelgrat- SL besteht.
Dieses Exemplar ist übrigens einer der ältesten Skilifte mit Garaventa (bzw. Doppelmayr)- Portalgitterstützen.
Der Antrieb des Skiliftes Albeina 1 mit einer beeindruckenden Leistung von 25 PS !
Fahrt mit dem Skilift Albeina 1. Mit stolzen 2,2 m/sek donnert dieser Lift den Berg hinauf.
Mit 58 Tellern, die an einem 12 mm dickem Seil befestigt sind, wird eine Förderleistung von 450 Pers./ h erreicht.
Endlich weg von diesem Krüppel- Lift!
Den Skilift Albeina 2 muss man noch 50 m länger aushalten.
Schweres Geschütz: Skilift Madrisa.
Technische Daten dieses Dreieck- Liftes
2007 löste diese Anlage den Skilift Zügenhüttli als steilster Skilift im Gebiet ab.
Der Lift bedient eine rote Piste sowie eine Anfahrtsroute, über die man direkt wieder ins Hauptgebiet zurück kommt.
Kurve am Skilift Madrisa
Niederhalter
Ein paar Impressionen am SL Madrisa
Jetzt noch zu der neusten Anlage im Skigebiet: Die SBF2 Donnerstein- Zügenhüttli von BMF.
Eine moderne, komfortable Sesselbahn. Leider ist sie aber nicht noch mit einem Förderband ausgerüstet, was ein bisschen schade ist.
Diese Sesselbahn ersetzt einen extrem steilen Skilift, wobei die Trassee noch ein wenig nach oben verlängert wurde.
Fischmaul. Das hat man extra markiert, obwohl es dort keine offizielle Anfahrt gibt
Die Anlage dient nur als Rückbringer vom Schafcalanda zurück ins Hauptgebiet. Eine Piste zu präparieren wäre aber im Prinzip ziemlich sicher möglich. Allerdings müsste man da immer mit Seilwinde präparieren und die Sesselbahn würde evtl. zu wenig Kapazität haben, um auch noch die Fahrer dieser neuen Piste zu transportieren.
Zügenhüttli
Bergstation mit Antrieb.
Weil man um halb drei die Talabfahrt sperrte, ging es wieder mit der Madrisabahn ins Tal
Ferig.