Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
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Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
http://sport.orf.at/stories/2109328/
Im ZDF war der Sturz zu sehen.
Der Läufer hatte beim Zielsprung die falsche Richtung und flog am Zieleinlauf vorbei in die Absperrungen neben der Piste und blieb dort regungslos liegen.
Eine Pressekonferenz ist für 15.00 Uhr angesetzt.
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Konrad Adenauer
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Schlimme Sache! Wenn ich mir die Videos dazu auf YouTube ansehe verstehe ich aber nicht, wieso die Zieleinfahrt so eng ist und direkt daneben die Begrenzungen anfangen. Da kann bei einem verkorksten Sprung schnell was passieren. Man muss die Richtung schon 100% richtig treffen.
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Martin_D
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Das habe ich mir auch gedacht. Es gab keinen Kontakt mit dem Gegner, die Richtung hat nicht ganz gepasst, deswegen landet er zwei, drei Meter außerhalb der präparierten Strecke. Eine Rennstrecke muss doch so gebaut werden, dass ein Fahrfehler dieser Art nicht solch gravierende Folgen haben kann.vs_ski_vt hat geschrieben:Schlimme Sache! Wenn ich mir die Videos dazu auf YouTube ansehe verstehe ich aber nicht, wieso die Zieleinfahrt so eng ist und direkt daneben die Begrenzungen anfangen. Da kann bei einem verkorksten Sprung schnell was passieren. Man muss die Richtung schon 100% richtig treffen.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Man wird untersuchen wieso die Netzte so nahe am Pistenrans waren. Wenn man die Strecke mit anderen Weltcupabfahrten vergleicht ist sie eigentlich recht harmlos vom verlauf her ... diese Piste (Grindel) sind wir als Jugendliche auch in gerader Schussfahrt runter.
Jede Sportart kann gefährlich sein wenn was schief läuft ... und mit diesem Risiko geht jede/r an den Start.
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Kakadu
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Das müsste man eigentlich vom Schiff aus sehen, wieso die Netze so einen Spickel in die Piste rein machen: nebendran steht ein Gebäude, und zwischen Gebäude und Piste hat es einen Absatz oder eine Stufe - und die Netze sollten eigentlich davor schützen, dass keiner dort hineinfährt. Zudem steht dort auf jener Höhe ja das Zieltor - da sollte doch jeder zwischen den Zielpfosten und nicht nebendran durch (wollen). Von daher war doch gar nicht erwartet worden, dass überhaupt jemand so eine Flugbahn nehmen würde, die neben dem Ziel durchführt - die wollen ja ins (resp. durch's) Ziel kommen.missyd hat geschrieben:Man wird untersuchen wieso die Netze so nahe am Pistenrand waren.
Dass aber schon ein Sprung "innerhalb der Fahr-/Flugbahn" direkt in die Netze gehen würde und dass dieser dann sogar tödlich sein würde, hat doch niemand erwartet. Wenn man das entschärfen will, könnte man wohl sicher etwas tun - die Frage ist aber, was: vielleicht die Piste vor dem Sprung etwas nach rechts ziehen, so dass der Sprung selbst etwas weiter nach links gehen würde (sofern das überhaupt möglich ist - und ob sich die Fahrer dann daran halten, ist nochmals eine andere Frage); oder vor dem Sprung die Flugrichtung anzeigen, oder das Ziel breiter stecken (was hier aber eben nicht wirklich möglich ist), oder ..., oder ..., oder ..., etc. ... jaja - "man könnte" noch viel ...
Sprünge, bei denen man den Landebereich vor dem Absprung gar nicht einsehen kann, sind immer etwas heikel - das liegt in der Natur der Sache (derartiger Sprünge). Sind die aber doch nicht auch einer der Reize selbst (vom Skicross als Sport) - um die Fahrer auch dahingehend etwas zu fordern? Solange der Zielbereich auch wirklich "innerhalb der Piste" ist, sollten diese ja auch kein Problem darstellen. Dass ein Sprung direkt in die Fangnetze - und erst noch neben den Zieltoren durch führt (Zoricic hätte ja wieder zurücklaufen müssen, um dann überhaupt noch durch's Ziel zu kommen), dürfte eigentlich wirklich nicht sein; das doofe ist aber, dass das Gelände dort aber gar nicht so leicht eine breitere Zieleinfahrt erlaubt. Die Pistenleger haben doch gar nicht erwartet, dass da einer nebendurch springt - und die Pistenleger haben noch viel weniger erwartet, dass sogar eine "einigermassen gerade" Sprungspur direkt neben dem Ziel landen würde.
Zudem sind Skicrossler doch von Natur aus eher hart im Nehmen - sprich: die motzen nicht gleich, wenn irgendwo die Piste nicht mindestens 800% nach Vorschrift ist, sondern zum Sport selbst gehört doch auch, dass man eben durchkommen muss, auch wenn's mal nicht ganz so elegant geht - und da nimmt man die Piste eben wie sie ist, und denkt gar nicht daran, wie nahe man öfters mal an heiklen Situationen vorbeischrammt; sind ja nicht die Teletubbies, die da runterfahren - aber genausowenig einfach nur Draufgänger.
Im nachhinein zu spekulieren, was alles hätte anders gemacht werden müssen, ist natürlich immer ein Herumstochern - ich würde aber mal nicht ausschliessen, dass als Konsequenz aus diesem Vorfall zum einen die Zielflugrichtung bei der Pistenlegung von Sprüngen sicher ein Thema sein wird. Dass zudem bei heiklen Sprüngen im Absprungbereich mit der blauen Pistenstreifenfarbe einigermassen die Sollflugrichtung angezeigt werden könnte (Konjunktiv!), oder dass die Zieltore mit bis vor dem Absprung einsehbaren Antennen verlängert werden könnte (noch mehr Konjunktiv!), wäre zwar theoretisch vorstellbar - ob das aber was bringen würde, ist natürlich eine andere Frage, und ob das vom Verband und den Fahrern auch gewollt ist, noch mehr. Aber dann kommt unweigerlich die Frage: was sind heikle Sprünge und was nicht, und Zielsprünge sind spektakulär - die gehören doch auch dazu.
Fazit: ein Restrisiko bleibt leider immer - und wenn "man" dazu auch noch Pech hat und doof landet, kann's wirklich übel ausgehen. Aber eben: unbedingt immer dem Spruch "Life is dangerous - let's ban it!" genüge zu tun, kann's ja nicht sein.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Im Nachinein betrachtet:
1. Der Sprung war zu kurz vorm Ziel bzw ging zu weit in einen zu schmalen Bereich
2. Die Begrenzung hätte vielleicht eine dieser Luftkissenzäune sein sollen
Aber im Nachhinein ist man halt immer gscheiter.
1. Der Sprung war zu kurz vorm Ziel bzw ging zu weit in einen zu schmalen Bereich
2. Die Begrenzung hätte vielleicht eine dieser Luftkissenzäune sein sollen
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Kakadu
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Werna76 hat geschrieben:Im Nachinein betrachtet:
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Distanz zum Ziel war sehr kurz und der Sprung sehr weit (Zoricic ist ja direkt neben dem Zielpfosten gelandet) - und die Breite es Bereichs war zwar schon nicht besonders breit, sollte eigentlich aber noch passabel sein.Werna76 hat geschrieben:1. Der Sprung war zu kurz vorm Ziel bzw ging zu weit in einen zu schmalen Bereich
Aber die Himmelsrichtung stimmt definitiv nicht! Die kommen ja alle drei am rechten Rand resp. rechts von der rechten blauen soll-Landezone runter. Das dürfte eigentlich gar nicht sein, dass alle so weit am Rand runterkommen, schon gar, wenn sie gar nicht (besonders) schräg in den Sprung hineinfahren, was hier ja nicht der Fall war - Fahrer können ja nicht im Flug die Richtung ändern. Die Richtung des "Anlaufs" dieses Sprungs passt nicht mit der Landezone zusammen. Sowas müsste den Veranstaltern eigentlich auffallen, dass das zu schräg und alles andere als unproblematisch ist - und zwar bevor sowas passiert.
Die Frage darf gestellt werden, ob dort wirklich die Fangnetze so weit in die Piste reingezogen werden müssen und nicht eher der Schneehaufen dahinter gar nicht dort sein sollte (und man den auch nicht mit Fangnetzen oder Luftkissenzäunen schützen müsste) - mal abgesehen von der Flugrichtung; und dann stehen da auch noch die Zielpfosten (die zwar wohl einfach wegklappen werden, aber schon nach etwas aussehen, dem der Fahrer - so möglich - allenfalls noch ausweichen wollen würde; oder was passiert, wenn einer direkt in einen Zielpfosten reinknallt?).Werna76 hat geschrieben:2. Die Begrenzung hätte vielleicht eine dieser Luftkissenzäune sein sollen
Fangnetze werden ja in mehreren "Lagen" gesteckt, damit sicher niemand bis über die dritte rausfliegen sollte. Neben dem Zielpfosten kann aber die Richtung des Fahrers kaum direkt senkrecht ins Netz erfolgen, sondern wird aus der Fahrtrichtung fast längs sein; und da stellt sich die Frage, ob diese wirklich bis neben den Zielpfosten gezogen werden mussten. Im konkreten Fall waren ja die Fangnetze selbst das Hindernis, in das Zoricic gefahren war. Wäre es etwas kürzer gewesen, oder nicht so weit in die Piste hinein gezogen, wäre er möglicherweise gar nicht gestürzt, hintendran war ja wieder Piste. Aber klar ist auch eine Situation vorstellbar, bei der ein Fahrer im Zieleinlauf (von unten gesehen) von rechts quer den Bereich traversiert und dann genau dort im Netz landen würde - und genau deshalb waren sie wohl so weit in die Piste gezogen.
Klar, alles reine Spekulation - mehr nicht. Aber so ein Vorfall gibt natürlich schon zu denken.
Leider - das ist bei zu vielem so ...Werna76 hat geschrieben:Aber im Nachhinein ist man halt immer gscheiter.
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- TPD
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Vielleicht müsste man sich auch die Frage stellen ob dieser tragische Unfall vermeidbar gewesen wäre, wenn jeder Fahrer den Parcours einzeln befährt. 
Irgendwie werde ich anhand der Videoaufnahmen den Eindruck nicht los, dass sich die Fahrer gegenseitig in die Quere gekommen sind und der Zoricic gar keine Chance mehr hatte, vor dem Absprung die Flugrichtung zu korrigieren.
Natürlich gehört der Parallelstart gerade zum Kick des Skicross. Aber man sollte das Unfallrisiko bei einer Parallelfahrt nicht unterschätzen.
Immerhin muss sich da der Fahrer sowohl auf die Piste und seine Kollegen konzentrieren.
Irgendwie werde ich anhand der Videoaufnahmen den Eindruck nicht los, dass sich die Fahrer gegenseitig in die Quere gekommen sind und der Zoricic gar keine Chance mehr hatte, vor dem Absprung die Flugrichtung zu korrigieren.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Durchaus - nur würde damit dem Sport ein Teil seiner Seele genommen. Der Sport lebt davon, dass eben mehrere parallel da runterkommen (wollen) - und da gehört "ellbögeln" eben auch dazu. Da muss jeder mit sich selbst ausmachen, ob er bei so einem Sport mitmachen will oder nicht.TPD hat geschrieben:Vielleicht müsste man sich auch die Frage stellen ob dieser tragische Unfall vermeidbar gewesen wäre, wenn jeder Fahrer den Parcours einzeln befährt.![]()
Das sieht hier aber noch einigermassen harmlos aus. Die müssen zwar alle ihre eigene Fahrspur finden - gegenseitig in die Quere kommen sie sich an dieser Stelle aber nicht wirklich; in diesem Sport gibt es öfters mal ganz böse Szenen, in denen aktiv versucht wird, die anderen aus der Bahn zu werfen - und das sieht dann noch viel übler aus. Hier sieht es nicht danach aus, dass genau das kurz vor dem letzten Sprung ausschlaggebend gewesen sein dürfte - dazu sind die drei nicht sooo besonders nahe aufeinander.TPD hat geschrieben:Irgendwie werde ich anhand der Videoaufnahmen den Eindruck nicht los, dass sich die Fahrer gegenseitig in die Quere gekommen sind und der Zoricic gar keine Chance mehr hatte, vor dem Absprung die Flugrichtung zu korrigieren.
Klar besteht ein erhöhtes Unfallrisiko, wenn man so nahe aufeinander fährt. Aber genau das ist Teil (und Herausforderung) dieses Sports - ob man das nun gut finden will oder nicht.TPD hat geschrieben:Natürlich gehört der Parallelstart gerade zum Kick des Skicross. Aber man sollte das Unfallrisiko bei einer Parallelfahrt nicht unterschätzen. Immerhin muss sich da der Fahrer sowohl auf die Piste und seine Kollegen konzentrieren.
Dennoch darf es nicht sein, dass einer neben den Zielpfosten durchfliegt und sich derartige Verletzungen holt. Irgendwo sind Grenzen - und hier wurden sie klar überschritten.
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- Theo
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Es spielt doch gar keine Rolle wo auf der Strecke dass das passiert ist. Fakt ist doch dass im Zielbereich die Netze noch am weitesten von der Strecke weg sind da man dort beidseitig noch einen separaten Durchgang für die Streckenarbeiter braucht um bei den Qualiläufen nicht die Zeitnehmung zu irritieren.
Schaut euch doch nur an wo die Fahrter teilweise hinfliegen wenn es sie aus dem Kurs haut. Da wird nach den gröbsten Abflügen hinterher noch gelacht, leider ist es jetzt mal anders ausgegangen. Genickbrüche gibt es auch bei Skifahrern wo auf blauen Pisten ohne Fremdeinwirkung zu Fall kommen und bis zum Stillstand gar nichts treffen, einmal mit dem Kopf im falschen Winkel auf dem Schnee aufschlagen reicht halt wenn die Zeit um ist.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
In der Tat, ein äusserst tragischer UNFALL. Wieso man jetzt wieder die ganze Sportart oder deren Art der Ausführung anzweifeln muss, erschliesst sich mir nicht wirklich.
Es grüsst der Oli
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Im Prinzip zwar schon nicht, aber auch wenn der Zielbereich etwas enger sein darf (das Zieltor steht ja nicht kilometerweit offen), muss auch in jenem Bereich auch seitlich genügend Auslauf sein resp. darf ein letzter Sprung ohne offensichtlichen Fahrfehler nicht neben dem Zieltor landen.Theo hat geschrieben:Es spielt doch gar keine Rolle wo auf der Strecke dass das passiert ist.
Im Prinzip müsste das zwar so sein - aber schau Dir mal das Video an: da sieht man ganz deutlich, dass das hier eben NICHT der Fall war.Theo hat geschrieben:Fakt ist doch dass im Zielbereich die Netze noch am weitesten von der Strecke weg sind, ...
Erklärt das, weshalb die Fangnetze in einem leichten Bogen zu Zielpfosten hin gezogen waren? Es kann einfach nicht sein, dass aus so einem Sprung direkt im Fangnetz ausserhalb des Zielpfostens gelandet wird.Theo hat geschrieben:... da man dort beidseitig noch einen separaten Durchgang für die Streckenarbeiter braucht um bei den Qualiläufen nicht die Zeitnehmung zu irritieren.
Ich kommentiere diese Verharmlosung nun nicht weiter - bei einem Rennen gelten aber höhere Ansprüche an die Pistenleger als für "einfache Pistenfahrer".Theo hat geschrieben:Schaut euch doch nur an wo die Fahrter teilweise hinfliegen wenn es sie aus dem Kurs haut. Da wird nach den gröbsten Abflügen hinterher noch gelacht, leider ist es jetzt mal anders ausgegangen. Genickbrüche gibt es auch bei Skifahrern wo auf blauen Pisten ohne Fremdeinwirkung zu Fall kommen und bis zum Stillstand gar nichts treffen, einmal mit dem Kopf im falschen Winkel auf dem Schnee aufschlagen reicht halt wenn die Zeit um ist.
Jeder Unfall hat mehrere missliche Faktoren, die dazu geführt haben - und so gut wie immer sind da jeweils auch vermeidbare darunter.ChaosB99 hat geschrieben:In der Tat, ein äusserst tragischer UNFALL.
Es geht nicht darum, die Sportart zu diskreditieren - im Gegenteil: gerade eine Sportart, bei der auch "Körperkontakt" Teil der Herausforderung ist, hat besonders sorgfältig derartigen potentiellen Gefahrenstellen zu begegnen. Fehler können immer mal passieren - sie sollen aber jeweils nicht gleich fatal werden!ChaosB99 hat geschrieben:Wieso man jetzt wieder die ganze Sportart oder deren Art der Ausführung anzweifeln muss, erschliesst sich mir nicht wirklich.
Skicross lebt von einem anspruchsvollen Parcours, wie auch davon, dass sich die Fahrer eben manchmal gegenseitig in die Quere kommen können - aber sicher nicht davon, dass es inkaufzunehmen sein soll, dass sich dabei einer das Genick bricht. Pech haben kann jeder einmal - aber dass gleich alle drei Fahrer ohne offensichtlichen Fahrfehler (vor dem Absprung) dann rechts der vorgesehenen Linie auf das Zieltor zufahren und einer erst noch rechts neben dem rechten Zieltorpfosten (ausserhalb des Zieltores) durchfliegt, ist ein gravierendes Indiz, dass der Streckenverlauf im Zielbereich wohl nicht wirklich dem entsprechen dürfte, was von so einem Parcours auf diesem Wettkampfniveau zu erwarten sein müsste.
Andere Frage: wieso wurde die Lauberhornabfahrt um den Zielsprung kastriert? Genau wegen einem Problem, das durchaus gewisse Parallelen zu diesem hier hat.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Das Problem war dort ein anderes. Die Abfahrt befindet sich am oberen Anschlag was die Länge betrifft und die Fahrer hatten nicht mehr die Kraft den Sprung zu stehen.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
?Seilbahnjunkie hat geschrieben:Das Problem war dort ein anderes. Die Abfahrt befindet sich am oberen Anschlag was die Länge betrifft und die Fahrer hatten nicht mehr die Kraft den Sprung zu stehen.
Hä?
Wasn das für ein Unsinn, hast du das Video gesehen?
EDIT:
Sorry, dachte dabei gehts um den Skicross-Unfall.
Zuletzt geändert von Werna76 am 16.03.2012 - 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Er meinte wohl die normale Weltcupabfahrt der Alpinen...
Da sind ja wirklich einige auf dem Allerwertesten ins Ziel gerutscht.
Da sind ja wirklich einige auf dem Allerwertesten ins Ziel gerutscht.
Danke Schweiz und Bulgarien !
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Am alten Zielsprung sind viele Fahrer (grad die Schnellen) verdammt nah an die Absicherung gesprungen. Nachdem der arme Reinstadler hängengeblieben, sich die Hauptschlagader abgerissen und verblutet ist, wurde der Zielsprung umgebaut.
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Kakadu
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Eben - die Situation ist also durchaus in einem gewissen Sinne vergleichbar; hier wie dort ist einer in den Fangnetzen hängengeblieben und hat das dann nicht überlebt. Und wie immer gibt es mehrere Ansatzpunkte, zukünftig sowas vermeiden zu versuchen: entweder den Parcours so stecken, dass keiner in die Fangnetze fliegt - oder die Fangnetze (von der Technologie her) entschärfen. Es könnte sich bei letzterem durchaus auch die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll sein könnte die innerste Lage Fangnetz an neuralgischen Stellen wesentlich feinmaschiger zu wählen (so dass die Skier gar nicht einhängen können) oder gar eine Art Langborstenbürsten (oder was auch immer) zu entwickeln, so dass die erste Lage im wesentlichen primär die Geschwindigkeit eine Stufe reduzieren, aber den Fahrer noch nicht wirklich abfangen soll; das können dann die "echten" Fangnetze in den hinteren Lagen (die erst dann zum Zug kommen sollen, wenn die Geschwindigkeit nicht mehr so hoch ist). Klar, alles Theorie - aber am meisten Ehre und Respekt wird Zoricic dann gebührt, wenn es gelingt, es so einzurichten, dass nie wieder einer auf diese Art zu Tode kommen muss - und das beginnt als erstes damit, dass diskutiert wird, was mögliche Probleme gewesen sein könnten.Fab hat geschrieben:Am alten Zielsprung sind viele Fahrer (grad die Schnellen) verdammt nah an die Absicherung gesprungen.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Oh scheiße
Das ist echt heftig. Hoffentlich kann man daraus irgendwas lernen, sodass man sowas nie wider erleben muss
"Ein Leben ohne Alpinforum ist möglich, aber sinnlos"
- Theo
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Ich glaube nicht dass ich in meinem Beitrag etwas verharmlost habe, eher das Gegenteil.
Andere Absperrmittel können nützlich sein, hätten aber hier nichts genützt. Der Fahrer ist nicht durch das hängenbleiben im Netz tötlich verunglückt sondern durch einen der Aufschläge auf den Kopf.
Dass Blachen auch nicht der weisheit letzter schluss ist sah man in Wengen 2000. Da wurden die Blachen nach dem Unglück von Reinstadler installiert und diese haben dann den Beltrametti regelrecht in die Luft katapultiert. Der Aufprall auf den Kopf hätte ebensogut tötlich sein können wie nun beim Zoricic.
Andere Absperrmittel können nützlich sein, hätten aber hier nichts genützt. Der Fahrer ist nicht durch das hängenbleiben im Netz tötlich verunglückt sondern durch einen der Aufschläge auf den Kopf.
Dass Blachen auch nicht der weisheit letzter schluss ist sah man in Wengen 2000. Da wurden die Blachen nach dem Unglück von Reinstadler installiert und diese haben dann den Beltrametti regelrecht in die Luft katapultiert. Der Aufprall auf den Kopf hätte ebensogut tötlich sein können wie nun beim Zoricic.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Das bezweifle ich im hier konkreten Fall. Wäre dort kein Netz, sondern eine Blache gewesen, wäre Zoricic wohl nicht hängengeblieben und nicht derart in Rotation versetzt und auf den Kopf geschleudert worden, sondern einfach durchgerutscht. Aber das ist Spekulation.Theo hat geschrieben:Andere Absperrmittel können nützlich sein, hätten aber hier nichts genützt.
Die aber durch das Hängenbleiben im Netz verursacht waren, da sein Körper durch das Hängenbleiben im Netz ganz übel in Rotation versetzt worden war, die dann seinen Kopf auf dem Boden aufgeschlagen hatte.Theo hat geschrieben:Der Fahrer ist nicht durch das Hängenbleiben im Netz tödlich verunglückt, sondern durch einen der Aufschläge auf den Kopf.
Ich denke weniger nur an rutschige Blachen, sondern eher an eine Konstruktion aus einer Art Netz aus oder mit Klettverschluss-Schaufen, die aufreissen und so die gröbste Energie auffangen, den Fahrer aber nicht gleich stoppen und ihn zwingend übel stürzen lassen - im Stil der neueren Steinschlagnetze, die mit Zugschaufen ausgerüstet sind, die die erste ganz grosse Energie abfangen. Aber das wäre eine längerfristige Angelegenheit.Theo hat geschrieben:Dass Blachen auch nicht der Weisheit letzter Schluss sind, sah man in Wengen 2000. Da wurden die Blachen nach dem Unglück von Reinstadler installiert, und diese haben dann den Beltrametti regelrecht in die Luft katapultiert.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
...ohne hier mit diskutieren zu wollen.
Er war schon ordentlich "neben der Piste".
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Aber auch seine Kollegen sind extrem nahe oder sogar ausserhalb der blauen Markierung....ohne hier mit diskutieren zu wollen.
Er war schon ordentlich "neben der Piste".
Von dem her ist meine Theorie immer noch nicht so abwegig, dass der Zoricic gar keine andere Wahl hatte, als in die falsche Richtung zu springen. Denn sonst hätte er vermutlich seinen Nachbarn über den Haufen gefahren.
Da stellt sich die Frage ist er wegen dem Netz gestürzt, oder hat das Netz den Sturz aufgefangen ?Der Fahrer ist nicht durch das hängenbleiben im Netz tötlich verunglückt sondern durch einen der Aufschläge auf den Kopf.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Eben - aber sie sind zum einen voneinander nicht sehr weit auseinander, sondern in einem in diesem Sport durchaus üblichen seitlichen Abstand, nämlich fast ineinergeraden Linie hintereinander - und zum anderen sieht es nicht danach aus, dass sie sich gleich vor dem Sprung noch gegenseitig die Fahrspur streitig machen.TPD hat geschrieben:Aber auch seine Kollegen sind extrem nahe oder sogar ausserhalb der blauen Markierung.Er war schon ordentlich "neben der Piste".
Wobei keiner der drei sich vor dem Sprung bewusst war, dass die Landung so weit am Rand der Piste sein wird - und genau das ist doch das Problem: es darf nicht sein, dass ein Sprung in "normaler" (zu erwartender) Fahrlinie nicht nur am Rand der Piste (d.h. ausserhalb der blauen Markierung), sondern gleich neben die Piste - und sogar neben dem Zieltor vorbei, zur Landung kommt.TPD hat geschrieben:Von dem her ist meine Theorie immer noch nicht so abwegig, dass der Zoricic gar keine andere Wahl hatte, als in die falsche Richtung zu springen. Denn sonst hätte er vermutlich seinen Nachbarn über den Haufen gefahren.
Und genau das ist auch der Unterschied einer Skicrosspiste im Vergleich zum "normalen Skirennen"; bei letzterem kommt immer nur ein Fahrer allein runter, von dem erst noch zu erwarten ist, dass er die schon vorgespurte optimale Linie nutzen wird - bei Skicross aber jeweils mehrere; wobei a priori berücksichtigt werden muss, dass eben nicht nur eine einzige Fahrspur genutzt werden wird, sondern die volle Pistenbreite. Und das liegt klar in der Verantwortung der Pistenleger, dahingehend genügend Raum vorzusehen.
Ist auf dem Video nicht leicht zu erkennen. Ich habe den Eindruck, dass er noch vor dem Netz erkannte, dass er erst im "Holperschnee" und dann im Netz landen wird, und möglicherweise deswegen in die Knie gegangen war, um nicht gesichtsvoran im Netz hängenzubleiben, sondern mit dem zusammengekauerten Körper hineinzukullern, und so versucht, mit dem Rücken im Netz aufzutreffen. Gekommen ist es dann etwas anders. Von daher sieht es durchaus danach aus, dass das Netz auf jeden Fall mit involviert war - und zwar wohl mehr in schädlicher als in nützlicher Funktion; davon, dass das Netz den Sprung aufgefangen hätte, kann nicht wirklich die Rede sein; zwar könnte es Geschwindigkeit etwas zurückgenömmen haben, wirft ihn aber auch in die Höhe - und die Landung danach ist eben auch eines der Hauptprobleme. Ob eine Blache ihn weniger in Rotation versetzt haben würde, bleibe mal dahingestellt, in die Luft geworfen (und dann auf dem Kopf gelandet) wäre er dadurch vielleicht noch etwas mehr. Möglicherweise hat er mit dem Gesicht einen Pfosten getroffen und war dadurch einen Moment weg. Es ist aber auf jeden Fall auch zu bemängeln, dass jener Bereich in der Landezone des letzten Sprungs gar nicht richtig gepistet war.TPD hat geschrieben:Da stellt sich die Frage: ist er wegen dem Netz gestürzt, oder hat das Netz den Sturz aufgefangen?Der Fahrer ist nicht durch das hängenbleiben im Netz tötlich verunglückt sondern durch einen der Aufschläge auf den Kopf.
Fazit: an erster Stelle ist klar eine derartige Streckenführung zu bemängeln - und zwar bzgl. zwei Faktoren: zum einen führt die normale Absprungrichtung nach viel zu weit rechts - und zum anderen war genau dort dann auch nicht einmal gepistet und erst noch ein Fangnetz zum Tor hin gezogen. Beschaffenheit und Verhalten von Fangnetzen ist dann ein anderes Thema, das langfristig anzugehen wäre und hier nur am Rande mit hineinspielt. Hingegen wurde die Fahrspur (nach zu weit rechts) von allen Fahrern vor dem Absprung weder als in die falsche Richtung gehend erkannt, noch durch "Behinderungsquerelen" provoziert. Die Fahrer sind dort genügend voneinander weg, dass sie sich nicht soweit in die Quere kommen, dass eine Fahrspur sichtbar auf die Seite gehen würde - im Gegenteil: die haben alle drei erwartet, ziemlich mittig über den Sprung zu kommen - was aber dann eben nicht der Fall war. D.h.: die Gegenseitige Behinderung war an dieser Stelle untergeordnet - primäres Problem war die Streckenführung. Und da stellt sich die Frage, ob es sich mit "blauen Bodenpfeilen" o.ä. einrichten liesse, den Fahrern vor einem unübersichtlichen Sprung eine Sollflugrichtung anzuzeigen (im Stil wie in Skifahr-Videospielen).
Dass die Fahrer als Einzelfahrer eine andere Spur genommen haben würden, ist zu erwarten - das würde aber am Wesen von Skicross kratzen, wo eben gegenseitige Behinderungsmöglichkeit auch dazugehört.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Sorry, aber das ist jetzt so nicht richtig. Die Fahrer haben vor der Quali Trainingsfahrten auf der Strecke und die Quali wird als Einzelzeitfahren ausgetragen. Da weis also jeder ganz genau wo es hingeht. Ich war schon bei einigen rennen dabei und kenne daher die Abläufe ein bisschen.Wobei keiner der drei sich vor dem Sprung bewusst war, dass die Landung so weit am Rand der Piste sein wird - und genau das ist doch das Problem: es darf nicht sein, dass ein Sprung in "normaler" (zu erwartender) Fahrlinie nicht nur am Rand der Piste (d.h. ausserhalb der blauen Markierung), sondern gleich neben die Piste - und sogar neben dem Zieltor vorbei, zur Landung kommt.
Ob er keine ander Wahl hatte oder es extra tat lässt sich schwer sagen. Fakt ist doch, dass wenn man so einen Sport macht mehr als nur ein klein wenig verrückt sein muss. Was ich da mal an den JO-Weltmeisterschaften der Snowboarder erlebt habe war jenseits aller Kaone. Wir haben alle Bewerbe ausgerichtet, aber an 4 Tagen haben wir nicht weniger als 8 Fahrer mit dem Heli abtransportiert. Speziell was da im Snowboardcross abging kann man eigentlich gar nicht mehr beschreiben. Die sind da teilweise auf einander drauf gesprungen, fürchterlich.Von dem her ist meine Theorie immer noch nicht so abwegig, dass der Zoricic gar keine andere Wahl hatte, als in die falsche Richtung zu springen. Denn sonst hätte er vermutlich seinen Nachbarn über den Haufen gefahren.
Der Sport gefällt aber vielen und so heisst es: The show must go on.
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Re: Tödlicher Sturz bei Skicross-Weltcup-Finale
Sorry, das "darf" war als moralischer Imperativ (i.S.v. "kann doch nicht" oder "darf doch nicht" sein) gemeint - und nicht als in Stein gemeisselte Regelauslegungsvorschrift; nicht, dass das falsch verstanden wird. Es ist m.E. klar die Aufgabe der Pistenleger, solche Situationen entweder zu vermeiden - oder dann den Fahrern die potentielle Gefahr erkenntlich zu machen, so dass sie diese auch wahrnehmen können (auf welche Art auch immer).Theo hat geschrieben:Sorry, aber das ist jetzt so nicht richtig. Die Fahrer haben vor der Quali Trainingsfahrten auf der Strecke und die Quali wird als Einzelzeitfahren ausgetragen. Da weis also jeder ganz genau wo es hingeht. Ich war schon bei einigen rennen dabei und kenne daher die Abläufe ein bisschen.Wobei keiner der drei sich vor dem Sprung bewusst war, dass die Landung so weit am Rand der Piste sein wird - und genau das ist doch das Problem: es darf nicht sein, dass ein Sprung in "normaler" (zu erwartender) Fahrlinie nicht nur am Rand der Piste (d.h. ausserhalb der blauen Markierung), sondern gleich neben die Piste - und sogar neben dem Zieltor vorbei, zur Landung kommt.
Eben - in der Folge sind die Pistenleger doch auch gefordert, potentielle Gefahrenstellen erst gar nicht entstehen zu lassen - und der Zielsprung ist doch so eine neuralgische Stelle, die sowieso erhöhte Beachtung zu finden hat; und zwar auch (resp. schon gar), da die -Crosser wirklich hart im nehmen sind.Theo hat geschrieben:Fakt ist doch, dass wenn man so einen Sport macht mehr als nur ein klein wenig verrückt sein muss. Was ich da mal an den JO-Weltmeisterschaften der Snowboarder erlebt habe war jenseits aller Kaone. Wir haben alle Bewerbe ausgerichtet, aber an 4 Tagen haben wir nicht weniger als 8 Fahrer mit dem Heli abtransportiert. Speziell, was da im Snowboardcross abging, kann man eigentlich gar nicht mehr beschreiben. Die sind da teilweise auf einander drauf gesprungen, fürchterlich.
Schon klar - aber dennoch sollte das nicht überborden ...Theo hat geschrieben:Der Sport gefällt aber vielen und so heisst es: The show must go on.
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