Und ich bin gespannt, ob eine bewirtschaftete Ferienwohnung schlussendlich besser ausgelastet ist, als eine private Zweitwohnung.
Fest steht in der Hauptsaison wird es eh zu wenige freie Bette haben und in der Randsaison wird man auch eine Ferienwohnung nicht vermieten können.
TPD hat geschrieben:
Und ich bin gespannt, ob eine bewirtschaftete Ferienwohnung schlussendlich besser ausgelastet ist, als eine private Zweitwohnung.
Fest steht in der Hauptsaison wird es eh zu wenige freie Bette haben und in der Randsaison wird man auch eine Ferienwohnung nicht vermieten können.
Genau so ist es.
Zur Hauptsaison könnte man vielerorts deutlich mehr Wohnungen vermieten, als baulich vorhanden sind (und die nicht Vermieteten werden zu Hochsaisonzeiten relativ stark von den Eigentümern genutzt) - aber in den überwiegenden Teilen des Jahres stehen fast alle Ferienwohnungen leer, selbst wenn sie zum halben Preis der Höchstaison zur Vermietung angeboten werden. Deshalb würde auch beispielsweise ein "Vermietungszwang" für neu gebaute Wohnungen, die nicht als ganzjährige Einheimischenwohnungen geplant und genutzt werden, sehr wenig bringen.
Die einzige Lösung, Leerstände signifikant zu mindern ist wohl tatsächlich, die (neu zu bauenden) Wohnuneinheiten nicht als Ferienwohnung, sondern (was ja auch in Zukunft möglich sein wird) als ganzjährig genutzte Wohnung auszuweisen.
Bei den nicht vermieteten Zweitwohnungen gibt es natürlich starke Unterschiede von komplettem Leerstand über Wochenendnutzung bis zu häufig genutzten Wohnungen durch Ruheständler etc..
Für das ortsansässige Baugewerbe und die Planungsbüros wird es jedenfalls schwierig und man sollte sich von politischer Seite wirklich Alternativen überlegen, wie man ganzjährig genutzte Strukturen ausbauen, neu planen oder erweitern kann, so dass der Auftragseinbruch wenigstens abgemildert wird und gleichzeitig die Chance ergriffen wird, mehr ganzjährige Nutzungen zu schaffen. Ich kann mir vorstellen, dass es durchaus Potentiale gibt, die bislang aufgrund der starken Focussierung auf Zweitwohnungen nicht ausgeschöpft wurden. Und vielleicht ergibt sich ja wenigstens die eine oder andere Perspektive, über die bisher kaum anchgedacht wurde und die etwas mehr Ganzjahresbetrieb in die Destinationen bringt.
Insgesamt also in jedem Fall schwierig, aber dort wo, kluge Köpfe das sagen haben, vielleicht auch mit Chancen verbunden.
Zuletzt geändert von 3303 am 14.03.2012 - 10:31, insgesamt 1-mal geändert.
Eigentlich richtet sich die ja gegen Bonzen die sich für 3 Wochen im Jahr eine Wohnung in den Bergen kaufen und damit sinnlos die Landschaft verschandeln, aber es könnte jetzt auch einen Stopp für Ferienwohnungen geben die kommerziell vermietet werden.
pilatus hat geschrieben:Und diese Aussage ist sowas von sau doof, die zeugt von schweren Neidkomplexen
Genau der Gedanke schoss mir auch durch den Kopf. Alleine der Ausdruck "Bonzen" sagt doch schon alles aus.... das warn früher im Kindergarten schon immer die Neider, die alle anderen als Bonzen bezeichneten... Mist wo warn jetzt noch mein roten Socken?
Zuletzt geändert von OliK am 14.03.2012 - 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
Die einzige Lösung, Leerstände signifikant zu mindern ist wohl tatsächlich, die (neu zu bauenden) Wohnuneinheiten nicht als Ferienwohnung, sondern (was ja auch in Zukunft möglich sein wird) als ganzjährig genutzte Wohnung auszuweisen.
Problem wird eher sein, dass man auch noch die Leute finden muss, die bereit sind dauerhaft in einem solchen Ort zu leben.
Die einzige Lösung, Leerstände signifikant zu mindern ist wohl tatsächlich, die (neu zu bauenden) Wohnuneinheiten nicht als Ferienwohnung, sondern (was ja auch in Zukunft möglich sein wird) als ganzjährig genutzte Wohnung auszuweisen.
Problem wird eher sein, dass man auch noch die Leute finden muss, die bereit sind dauerhaft in einem solchen Ort zu leben.
Zumindest im Engadin gibt es viele dort Tätige Menschen, die aufgrund von extrem hohen Preisen und knappen Einheimischenwohnungen entweder nichts finden oder es sich nicht leisten können, dort zu wohnen.
Ferner zielt mein Posting mit den ganzjährigen Alternativen zum reinen Tourismus ja darauf ab, sich über Beschäftigungsmodelle und Nutzungen Gedanken zu machen, die ganzjährigen Betrieb für ein ganzfähriges Auskommen sorgen könnten.
Zumindest im Engadin gibt es viele dort Tätige Menschen, die aufgrund von extrem hohen Preisen und knappen Einheimischenwohnungen entweder nichts finden oder es sich nicht leisten können, dort zu wohnen.
Unbestritten, in diesem Bereich besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.
Aber um dieses Problem zu lösen braucht es keine 4/5 Quote. Da würden vermutlich auch schon 1/5 ausreichen.
Ferner zielt mein Posting mit den ganzjährigen Alternativen zum reinen Tourismus ja darauf ab, sich über Beschäftigungsmodelle und Nutzungen Gedanken zu machen, die ganzjährigen Betrieb für ein ganzfähriges Auskommen sorgen könnten.
Halten wir fest, dass sich viele Randregionen auf den Tourismus konzentriert haben, um überhaupt überleben zu können.
Und ich denke da wird es sehr schwierig neue Industrie oder Gewerbe anzusiedeln. Vorallem wenn man schon an den Ausbaustandard der Verkehrswege denkt.
TPD hat geschrieben:
Unbestritten, in diesem Bereich besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf.
Aber um dieses Problem zu lösen braucht es keine 4/5 Quote. Da würden vermutlich auch schon 1/5 ausreichen.
Kann sein, aber bei der genauen Quote für spezifische Regionen kann ich nicht mitreden, da ich die genauen Strukturen nicht kenne.
Halten wir fest, dass sich viele Randregionen auf den Tourismus konzentriert haben, um überhaupt überleben zu können.
Und ich denke da wird es sehr schwierig neue Industrie oder Gewerbe anzusiedeln. Vorallem wenn man schon an den Ausbaustandard der Verkehrswege denkt.
Industrie und Gewerbe sind natürlich nicht unbedingt sinnig im Gebirge, sondern sind entweder dort, wo sie gebraucht werden oder eben an Standorten mit entsprechender Verkehrsanbindung.
Ich glaube auch natürlich nicht, dass man auf Tourismus verzichten soll oder kann - der wird fast immer das Hauptstandbei sein.
Fakt ist allerdings zunächst mal, dass der Status Quo an Zweitwohnungen bereits da ist. E gibt also vielerorts teils eine beachtliche Masse an Ferienwohnungen. Aber gerade diese und ihr häufiger Leerstand sind ja auch vielen Gemeinden ein Dorn im Auge, da sie zwar kurzfristig Kaufpreiserlöse und Aufträge in der Baubranche bringen, aber langfristig fast nichts für den Tourismus bzw. irgendwann sogar Nachteile durch irreversible Verunstaltung des Hauptpotentiales Landschaft.
Generell fand ich einfach den Ansatz, beispielsweise über Bildungsstätten nachzudenken interessant, auch wenn es vermutlich nur ein sehr kleiner "Markt" ist. Ich wollte das auch nur als Beispiel dafür anführen, dass man auch in anderen Richtungen denkt oder denken kann.
Was ich an der ganzen Angelegenheit übrigens besonders bedenklich finde ist, dass Gemeinden, die behutsam und überlegt Quartiere ausgewisen haben und jetzt zB bei 20% sind, gegenüber denen, die exzessiver geplant haben und bereis zb bei 60% sind, benachteiligt werden.
Warum soll die Beschränkung der Zweitwohnungen zum Strukturwandel führen?
Im Wallis heisst es von behördlicher Seite oft: Tirol ist ein Vorbild. Auslastung und Rentabilität von Betten und Bahnen seien dort viel besser. Gleichzeitig verdrängt man, dass es in Tirol eine 8-Prozent-Klausel gibt. In Tirol kann man auch lernen, wie eine solche Klausel mit Augenmass angewendet wird.
Glauben Sie, dass die 8-Prozent-Klausel zum florierenden Tiroler Tourismus beiträgt?
Ist doch logisch. Die Betten sind vorab in Hotels oder hotelähnlichen Strukturen. Wir haben genug Betten. Vielleicht sogar zu viele. Wir müssen diese besser und wärmer machen. Das beste Beispiel dafür ist das Plateau von Crans-Montana. Ein wunderschönes Plateau mit 40'000 Betten. Trotzdem sind die Bahnen nicht rentabel. Die Leute kommen für 10 bis 15 Tage pro Jahr und tragen so viel zu wenig zu den Infrastrukturkosten bei.
Mitlerweile sind nun fast zwei Wochen seit der Abstimmung vorbei und was da von der Baulobby zusammen interpretiert wird wird von Tag zu Tag grotesker.
Im Wallis glaubt man im 2012 noch alles bewilligen zu dürfen und falls man es nicht schaft bis in 2 Jahren die Ausführungsbestimmungen in kraft zu setzen ( was als das wahrscheinlichste Szenario gilt ) eben noch ein bisschen darüber hinaus. Am besten gleich für immer und ewig.
Die neueste Lachnummer lieferte das Bümdner Parlament: Das will allen ernstes Waohnungen die vor dem Zeitpunkt der Unterscheidung zwischen Erstwohnungen und Zweitwohnungen erstellt wurden nicht in die Berechnung mit einbeziehen. Fragt sich jetzt nur noch wer entscheidet wann erstmals zwischen diesen beiden Wohnunfstypen unterschieden wurde. So richtig ein Thema wurde das glaube ich mitte der 90er Jahre.
So wie es ausschaut werden in der Baubranche in nächster zeit mehr Anwälte als Betonmischer im Einsatz sein.
Naja man hat die Zeichen der Zeit nicht ganz erkannt. Genau diejenigen die jetzt mit allen Mitteln nacht Schlupflöchern suchen, sind nämlich schuld an diesem Abstimmungsresultat und man erkennt wieder nicht, dass das der nächsten Initiative, welche ja nächstes Jahr zur Abstimmung kommt einen gewaltigen Aufschub gibt.
Fab hat geschrieben:Herr Constantin der Vorsitzende des FC Sion und ohnehin Querulant des Jahres , hat den Austritt des Wallis aus der Schweiz angeregt.
Wir könnten ja das Wallis gegen Griechenland tauschen, allemal besser wärs
Hat CC jetzt das gemeit um mit seinen 36 Punkten Abzug doch noch Landesmeister zu werden oder etwa doch darum weil sein Architekturbüro im Jahr einen dreistelligen Millionenumsatz macht der nun etwas schrumpfen dürfte?
Zugegeben, das Wallis profitiert stark vom Fianzausgleich. Jetzt fragt sich nur wie viel vom MWST-Betrag wo zuerst mal nach Bern fliesst wieder ins Wallis zurück kommt?
Ansonsten ist heute keine weitere Schnapsidee wie man das Gesetz umgehen könnte aufgetaucht, vielleicht gibts morgen wieder was zu lachen.
Das gescheiteste wäre jetzt halt schnellstmöglich die von der Initiative verlangten Sachen um zu setzen und nicht die zwei Jahre zu warten und zu hoffen dass Bundesbern dann nichts mache. Eine von Bundesbern erlassene gesetzgebung könnte dann noch wesentlich strenger sein als man heute glauben will.
Naja, abwarten. Und wenn man die Definition von "Zweitwohnung" behalten will wie gehabt, dann muss man eben Ausnahmen formulieren.
Bei dem knappen Abstimmungsresultat müsste den Initianten schon klar sein, was die Leute wollten und was nicht (nämlich keine Ferienwohnungen, die nur kurzfristig Wertschöpfung generieren). Naja, und das mit den Studentenwohnungen... welche Stadt bekäme da schon ein Problem? Fribourg vielleicht...
Kommt wohl ein bisschen drauf an welche Zeitung was schreibt und wie die Redaktoren politisch gepolt sind. Da kommen dann beim gleichen Pressetext total unterschiedliche Schlussfolgerungen raus.
Gestern gab es dazu auch Artikel im WB-Online und in 20minuten, welche ich aber beide grad nicht mehr finden kann.
In diesen Artikeln stand dass Herr Chiffele gesagt hat: Zweitwohnungen sind Wohnungen wo nicht dauerhaft genutzt werden. Das tönt ganz anders als das was in der Berner Zeitung geschrieben ist. Diese Aussage sollte eigentlich klar und deutlich vertändlich sein, ausser für Leute wo halt grad mal nicht verstehen wollen. Das gilt für beide Seiten.
Aktiv und auf Wochenbasis vermietete Ferienwohnungen und Studentenwohnungen werden dauerhaft genutzt. Man kann keinen Vermieter zwingen 52 Wochen im Jahr Gäste aus dem Hut zu zaubern und Studenten verbieten übers Wochenende nach Hause zu fahren.
Was ist eigentlich eine Wohnung in einer Stadt wo durch Mieterwechsel nur in einem Jahr nur 10 Monate vermietet wurde, nicht dauernd genutzt und daher eine Zweitwohnung?
In dieser Sache ist unser Bundesrat gefordet schnell eine verbindliche Definition auf den Tisch zu legen. Aber nein, solche Sachen sind den noblen Herren und Damen anscheinend zu wenig wichtig und damit findet man im Ausland keine Beachtung. Den UNO-Sicherheitstrat reformieren und über Atombomben referieren bringt mehr Beachtung für die Person. Gut, man wird eher ausgelacht als dass man Beachtung findet, aber das ist ja für Schweizer Politiker eigentlich nichts Neues. Hauptsache man ist im gespräch und somit das eigene Ego befriedigt.
Theo hat geschrieben:....und über Atombomben referieren bringt mehr Beachtung für die Person.
Naja immerhin ist das ein Thema bei dem die Schweiz mitreden kann, denn neben diversen Atomschmuggelfällen war die Schweiz auch Jahrelang eines der Länder welches Heimlich an A-Bomben rumgebastelt hat.
Ich weiß nicht wie das bei euch in der Schweiz ist, aber in Deutschland muss man seinen ersten Wohnsitz dort nehmen wo man seinen Lebensmittelpunkt hat. Bei Studenten wäre das der Studienort, nicht die Wohnung der Eltern. Ich weiß schon, dass das viele auch bei uns nicht so ernst nehmen, aber ich seh da garkein Problem seinen Wohnsitz zu verlegen, ich habe das auch gemacht. Kann natürlich sein, dass ihr in der Schweiz irgendwelche anderen Regeln habt, das weiß ich nicht.