Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
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Wombat
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Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Bericht in der NZZ
Btw wundert mich nicht. Es gibt nämlich Bergbahnen die Dividenden auszahlen, obwohl sie das Geld eigentlich für Investitionen auf die Seite legen müssten. Das ist ein Typischer Fall von: Gewinne Privatisieren und Verluste sozialisieren.
Auch müssten sie, um die Rentabilität zu erhöhen das Sommerangebot erweitern. Die meisten Bergbahnen in Nordamerika haben Bike-Strecken mit unterschiedlich Schwierigkeitsgraden.
Nicht zu vergessen das die Konkurrenz nicht kleiner wird. In China, der ehemaligen Sowjetunion, in der Türkei, in West Kanada entstehen neue Skigebiete oder werden erweitert.
Btw wundert mich nicht. Es gibt nämlich Bergbahnen die Dividenden auszahlen, obwohl sie das Geld eigentlich für Investitionen auf die Seite legen müssten. Das ist ein Typischer Fall von: Gewinne Privatisieren und Verluste sozialisieren.
Auch müssten sie, um die Rentabilität zu erhöhen das Sommerangebot erweitern. Die meisten Bergbahnen in Nordamerika haben Bike-Strecken mit unterschiedlich Schwierigkeitsgraden.
Nicht zu vergessen das die Konkurrenz nicht kleiner wird. In China, der ehemaligen Sowjetunion, in der Türkei, in West Kanada entstehen neue Skigebiete oder werden erweitert.
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leiter
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Guter Artikel. Die Dividende ist halt oft notwendig um die Aktionäre bei Laune zu halten und neue zu locken. Ich möchte es nicht verteidigen, Du hast recht dass die Investitionen wichtig(er) sind, aber es ist ein Konflikt zwischen Investition in den Kunden und die eigenen Aktionäre.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Vielleicht ist das auch ein guter Ansatz um neue Investitionen zu fördern, mehr Gelder fürs Marketing zu haben und somit Gäste anzulocken z.B. mit Skipass inklusive-Aktionen. So viel ich weiss hat die Silvretta-Seilbahn AG in Ischgl seit bestehen der Untgernehmung keinen Rappen (resp. Cent) Dividende den Aktionären ausbezahlt. Der Erfolg des Skigebietes ist riesig.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Naja, den ökonomischen Erfolg (bzw. dessen Wahrscheinlichkeit) auf die Frage, ob Dividende oder nicht zu reduzieren ist schon mutig leichtsinnig. Das greift viel zu kurz. Die "Problematik" Dividende vs. Investitionen ist ja nicht branchenspezifisch, sondern der Corporate Governance von AGs imanent. Ein Gedanke dahinter ist ja auch, leichtsinnige oder unnütze Investitionen zu verhindern, da die Aktionäre so einen größeren Anreiz bekommen, auf solche Dinge zu achten.
Ich halte es auch für fragwürdig, die Seilbahnbranche in einem globalen Wettbewerb zu sehen. Die Märkte sind sicherlich eher regional, max. kontinental zu sehen.
Ich halte es auch für fragwürdig, die Seilbahnbranche in einem globalen Wettbewerb zu sehen. Die Märkte sind sicherlich eher regional, max. kontinental zu sehen.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Nur selbst hier ist es ein Problem. Denn auch bei sehr regionalen Märkten gibt es das Problem, dass einige die Dividende nicht ausschütten (Silvretta Arena) und damit investieren können, während Andere die Dividende ausschütten und somit am Stand treten. Die die investieren stehen auch lokal besser da als die, die es nicht tun.thun hat geschrieben: Ich halte es auch für fragwürdig, die Seilbahnbranche in einem globalen Wettbewerb zu sehen. Die Märkte sind sicherlich eher regional, max. kontinental zu sehen.
Ist ja gut und schön, nur wenn so alle Investitionen verhindert werden, so ist der Spalt irgendwann zu groß, um aufholen zu können. Das Problem ist aber nicht schweizspezifisch, sondern auch in anderen Alpenländern zu finden.thun hat geschrieben:Ein Gedanke dahinter ist ja auch, leichtsinnige oder unnütze Investitionen zu verhindern, da die Aktionäre so einen größeren Anreiz bekommen, auf solche Dinge zu achten.
MFG Dachstein
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Richtig, man sollte das regional sehen und das Beispiel vom Dani mit Silvretta ist ideal. Der Hotelier, der eine Aktie dort hält, profitiert eher von dem wirtschaftlich positiven Umfeld, dass die AG schafft, als von den Dividenden.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Na, man muss den Aktionären schon das Recht lassen, selbst zu entscheiden, was sie wollen. Wenn das kurzfristige Einkünfte durch Dividenden statt langfristige durch Investitionen (und evtl. Steigerung des Aktienkurses) sind, dann ist daran nichts auszusetzen. Problematisch wird es dann durch den ganzen Schwanz an Unternehmen, die lokal an den Bergbahnen dranhängen (Hotels, Skischulen, Handwerker, etc.). Aber auch das ist ein Problem, das sich unter CG-Gesichtspunkten nicht so einfach ändern lässt.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Die im Artikel beschriebene Situation ist das Ergebnis einer Entwicklung, die vor mindestens schon 15 -20 Jahren begonnen hat: Seither sind viele Schweizer Gebiete mit ihrer Infrastruktur gegenüber den österreichischen Konkurrenten massiv ins Hintertreffen geraten. Trotzdem ist für den Kunden das Schweizer Angebot immer teurer geblieben, das Preis-Leistungsverhältnis hat sich immer weiter verschlechtert. Und dazu kommt jetzt auch noch die Wechselkursproblematik. Wir haben diesen Preisunterschied ja schon oft diskutiert und ich will mich auch gar nicht weiter darüber auslassen, sondern dazu abschließend nur noch sagen: Selbst bei einer großen Liebe zu den zweifellos schönen Schweizer Alpen sind sie absolut unerschwinglich geworden; und das bei einer Infrastruktur (Bahnen, Beschneiung, viele Beherbergungsbetriebe), die oftmals einfach nicht mehr zeitgemäß ist.
Das Beispiel mit der Silvretta Seilbahn AG ist natürlich wunderbar, allerdings glaube ich nicht, dass das ein Modell für viele andere ist. Ischgl ist, was Wachstum und Entwicklung betrifft, in jeder Hinsicht ein Ausnahmefall. Dazu kommt noch, dass die SSAG fast ausschließlich lokale Anteilseigner hat (Talbewohner und Talgemeinden). Nur bei diesen Bedingungen kann man es sich leisten, jahrzehntelang auf Kapitalerträge zu verzichten (!), weil sich dieser Verzicht durch gesteigerte Erlöse aus dem Beherbergungsgeschäft rentiert. Das ist natürlich ex post ein tolles Modell, man wusste damals, als viele Ihr ganzes Privatkapital in die Seibahn AG gesteckt haben, aber keineswegs, ob das eine Erfolgsstory wird.
Wegen der Sonderstellung Ischgls ist dieses Modell meiner Meinung nach kaum für andere Regionen denkbar: Wer heute ein veraltetes Gebiet aufpeppeln will, der braucht schon sehr große Summen, um den jahrzehntelangen Investitionsstau aufzulösen. Dass jemand dieses Kapital ohne Aussicht auf Dividenden o.Ä. zur Verfügung stellen will und auch kann, ist unwahrscheinlich. Und diese Summen sind auch nicht zu stemmen, indem man mit der Sammelbüchse bei den örtlichen Beherbergungsbetrieben herumgeht. Ich befürchte, dieser Zug ist abgefahren.
Das Beispiel mit der Silvretta Seilbahn AG ist natürlich wunderbar, allerdings glaube ich nicht, dass das ein Modell für viele andere ist. Ischgl ist, was Wachstum und Entwicklung betrifft, in jeder Hinsicht ein Ausnahmefall. Dazu kommt noch, dass die SSAG fast ausschließlich lokale Anteilseigner hat (Talbewohner und Talgemeinden). Nur bei diesen Bedingungen kann man es sich leisten, jahrzehntelang auf Kapitalerträge zu verzichten (!), weil sich dieser Verzicht durch gesteigerte Erlöse aus dem Beherbergungsgeschäft rentiert. Das ist natürlich ex post ein tolles Modell, man wusste damals, als viele Ihr ganzes Privatkapital in die Seibahn AG gesteckt haben, aber keineswegs, ob das eine Erfolgsstory wird.
Wegen der Sonderstellung Ischgls ist dieses Modell meiner Meinung nach kaum für andere Regionen denkbar: Wer heute ein veraltetes Gebiet aufpeppeln will, der braucht schon sehr große Summen, um den jahrzehntelangen Investitionsstau aufzulösen. Dass jemand dieses Kapital ohne Aussicht auf Dividenden o.Ä. zur Verfügung stellen will und auch kann, ist unwahrscheinlich. Und diese Summen sind auch nicht zu stemmen, indem man mit der Sammelbüchse bei den örtlichen Beherbergungsbetrieben herumgeht. Ich befürchte, dieser Zug ist abgefahren.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
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NeusserGletscher
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Die Schwierigkeit liegt für die Schweizer darin, dass sie nunmehr bei schwindenden Einahmen mehr investieren müssten, um die Attraktivität ihrer Skigebiete zu steigern, aber ohne die Ticketpreise noch weiter anzuheben. Das gleicht der Quadratur des Kreises und offenbar hat sich die Notwendigkeit noch nicht überall dazu herumgesprochen.
Im direkten Preis-Leistungsvergleich mit Italien oder Österreich schneidet die Schweiz oftmals deutlich schlechter ab. Oft entsteht der Eindruck der Abzocke und man fragt sich, wo eigentlich die Touristengelder versickern, wenn man andererseits die vielen meist ausländischen (billigeren) Hilfkräfte in der Gastronomie oder den Bergbahnen sieht.
Laut Preisliste 2011/2012 kostet z.B. der Skipass International in Zermatt für die Saison 763 Schweizer Franken oder 635 Euro. Der selbe Skipass kosten in Cervinia 464 Euro. Oder eben fast ein Drittel weniger. Für die gleiche Leistung! Und dabei habe ich noch die teuerste Saison in Cervinia zugrundegelegt, während in Zermatt der Skipass über die gesamte Wintersaion gleich teuer ist. Natürlich muss die erste Fahrt am Tag mit dem italienischen Pass in Italien begonnen werden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Wie schmerzfrei muss man eigentlich sein, um nicht auf so eine Preisdifferenz zu reagieren? Zumal in Zermatt bei Anreise mit dem PKW auch noch die Kosten für das Parkhaus und die Pendelbimmelbahn hinzukommen. In Samnaun hat man darauf reagiert und bietet den Skipass umgerechnet zum selben Preis an wie in Ischgl bzw. rechnet gleich in Euro. Warum nicht auch in Z? So voll und ausgebucht schien es mir bei meinem letzten Aufenthalt nicht zu sein.
Und dann die Hotels! Da ich mir einen Aufenthalt in *.palace oder *.hof nicht leisten kann oder mag, wähle ich halt eine Kategorie darunter. Wobei dies durchweg auch noch immer so 200+x Franken pro Nacht kostet, incl. Frühstück, ausserhalb der Saison auch mal mit HP. Darf man dafür beim Frühstück keine frisch zubereiteten Eierspeisen erwarten? Muss ich dafür Rührei aus der Wärmebox oder halbgares Frühstücksei akzeptieren? Wenn ich Hotel in Italien oder Österreich der gleichen Kategorie miteinander vergleiche, dann erhalte ich in der Schweiz oft weniger Leistung für deutlich mehr Geld. Dabei gibt durchaus auch in der Schweiz Hotels, die ihr Geld wert sind. Erst recht unter Berücksichtigung des derzeit ungünstigen Wechselkurses. Aber manchmal fühle ich mich einfach nur noch abgezockt und kann mich über die mittelmäßige Auslastung überhaupt nicht wundern. Da denke ich nur, "selbst schuld", wenn man sich zu sehr auf den guten Ruf eines Skigebiets verlässt und glaubt, diess alleine rechtfertige einen Preisaufschlag von einem Drittel. Der Servicegedanke kommt in der Schweiz einfach oft zu kurz.
Uberhaupt, die "Nebenkosten". Die machen bei einem Hotelurlaub in Z mit ÜF bald 50% des Reisepreises aus. Bergbahnen, Parken, Mittag- und Abendessen. Da kostet dann der Espresso am kleine Matterhorn mal locker 4 Franken und 10 Rappen (aus dem Vollautomaten), während er in Italien für einen Euro zu haben ist. Natürlich aus einer Siebträgermaschine. Von den Hüttenpreisen wollen wir besser erst gar nicht reden. Teuer ist es in Z überall, aber nicht überall gibts dafür auch eine akzepatble Qualität (mir persönlich gefällt noch immer Rothorn und Othmar am besten, ist zwar beides teuer, aber gut).
Der einzige Vorteil, den ich da momentan sehe, ist der, dass nur wenige noch bereit sind, den Exclusivzuschlag für weniger Service zu bezahlen und die Skigebiete dementsprechend selbst zur Hauptsaison viel leerer sind als sonst.
Im direkten Preis-Leistungsvergleich mit Italien oder Österreich schneidet die Schweiz oftmals deutlich schlechter ab. Oft entsteht der Eindruck der Abzocke und man fragt sich, wo eigentlich die Touristengelder versickern, wenn man andererseits die vielen meist ausländischen (billigeren) Hilfkräfte in der Gastronomie oder den Bergbahnen sieht.
Laut Preisliste 2011/2012 kostet z.B. der Skipass International in Zermatt für die Saison 763 Schweizer Franken oder 635 Euro. Der selbe Skipass kosten in Cervinia 464 Euro. Oder eben fast ein Drittel weniger. Für die gleiche Leistung! Und dabei habe ich noch die teuerste Saison in Cervinia zugrundegelegt, während in Zermatt der Skipass über die gesamte Wintersaion gleich teuer ist. Natürlich muss die erste Fahrt am Tag mit dem italienischen Pass in Italien begonnen werden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Wie schmerzfrei muss man eigentlich sein, um nicht auf so eine Preisdifferenz zu reagieren? Zumal in Zermatt bei Anreise mit dem PKW auch noch die Kosten für das Parkhaus und die Pendelbimmelbahn hinzukommen. In Samnaun hat man darauf reagiert und bietet den Skipass umgerechnet zum selben Preis an wie in Ischgl bzw. rechnet gleich in Euro. Warum nicht auch in Z? So voll und ausgebucht schien es mir bei meinem letzten Aufenthalt nicht zu sein.
Und dann die Hotels! Da ich mir einen Aufenthalt in *.palace oder *.hof nicht leisten kann oder mag, wähle ich halt eine Kategorie darunter. Wobei dies durchweg auch noch immer so 200+x Franken pro Nacht kostet, incl. Frühstück, ausserhalb der Saison auch mal mit HP. Darf man dafür beim Frühstück keine frisch zubereiteten Eierspeisen erwarten? Muss ich dafür Rührei aus der Wärmebox oder halbgares Frühstücksei akzeptieren? Wenn ich Hotel in Italien oder Österreich der gleichen Kategorie miteinander vergleiche, dann erhalte ich in der Schweiz oft weniger Leistung für deutlich mehr Geld. Dabei gibt durchaus auch in der Schweiz Hotels, die ihr Geld wert sind. Erst recht unter Berücksichtigung des derzeit ungünstigen Wechselkurses. Aber manchmal fühle ich mich einfach nur noch abgezockt und kann mich über die mittelmäßige Auslastung überhaupt nicht wundern. Da denke ich nur, "selbst schuld", wenn man sich zu sehr auf den guten Ruf eines Skigebiets verlässt und glaubt, diess alleine rechtfertige einen Preisaufschlag von einem Drittel. Der Servicegedanke kommt in der Schweiz einfach oft zu kurz.
Uberhaupt, die "Nebenkosten". Die machen bei einem Hotelurlaub in Z mit ÜF bald 50% des Reisepreises aus. Bergbahnen, Parken, Mittag- und Abendessen. Da kostet dann der Espresso am kleine Matterhorn mal locker 4 Franken und 10 Rappen (aus dem Vollautomaten), während er in Italien für einen Euro zu haben ist. Natürlich aus einer Siebträgermaschine. Von den Hüttenpreisen wollen wir besser erst gar nicht reden. Teuer ist es in Z überall, aber nicht überall gibts dafür auch eine akzepatble Qualität (mir persönlich gefällt noch immer Rothorn und Othmar am besten, ist zwar beides teuer, aber gut).
Der einzige Vorteil, den ich da momentan sehe, ist der, dass nur wenige noch bereit sind, den Exclusivzuschlag für weniger Service zu bezahlen und die Skigebiete dementsprechend selbst zur Hauptsaison viel leerer sind als sonst.
Was Du selber richtig machst können andere nicht falsch machen
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leiter
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Ich gebe Dir weitgehend recht mit allem was Du sagst. Nur ein Kommentar:
Das Problem aus CH Sicht ist hier natürlich dass die Kosten für die "gleiche Leistung" um ein vielfaches höher sind. Die Personalkosten in der Schweiz sind um ein vielfaches höher als in Italien, und ein Einheimischer Beschäftigter der Bergbahnen will sich halt auch eine Mietwohnung in Zermatt leisten und auch mal essen gehen. Als ein Anhaltspunkt: Meine Putzfrau in Zürich nimmt 34 CHF/Stunde, also >EUR 28, und man wird schwer jemand finden der für weniger arbeitet! Ich kenne die Zahlen nicht, aber es müssten hunderte sein die jeden Tag bei den Bergbahnen arbeiten. Auch müssten die Investitionskosten für die Anlagen durch Preisniveau und Lohnkosten wiederum deutlich höher sein. Es wäre undenkbar aus Schweizer Sicht den Skipass auf ein IT-Niveau abzusenken und dabei profitabel zu sein, geschweige denn die Investitionen der nächsten Jahre zu schultern. Mir ist es bewusst dass das aus einer EU-Sicht natürlich egal ist weil man da nur das "gleiche" Produkt sieht, aber für die CH ist das ein echtes, unlösbares Problem.NeusserGletscher hat geschrieben:Laut Preisliste 2011/2012 kostet z.B. der Skipass International in Zermatt für die Saison 763 Schweizer Franken oder 635 Euro. Der selbe Skipass kosten in Cervinia 464 Euro. Oder eben fast ein Drittel weniger. Für die gleiche Leistung!
- 3303
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Das ist wohl wahr. Momentan hält die SNB ja die 1,20, was aber ja eigentlich noch viel zu niedrig ist. 1,60CHF müssten mindestens für einen Euro zu bekommen sein, damit der Kurs halbwegs realistisch ist. Und das ist in der Tat für die CH selbst unlösbar. Je mehr SFr auf den Markt geschüttet werden, desto günstiger steht zwar zunächst mal der Kurs - aber damit steigt auch das Inflationsrisiko. Und eine Inflation höbe den Effekt dann wieder auf, womit ein Teufelskreis entstünde.leiter hat geschrieben:.... für die CH ist das ein echtes, unlösbares Problem.
Generell ist in der Schweiz nach meinen Erfahrungen aber die Tendenz, Einnahmeeinbußen entweder durch Preiserhöhungen oder Angebotsverschlechterungen auszugleichen größer als in anderen Ländern. (siehe meine Kritik an der BEST AG) Das verstärkt nochmal die verschlechterung des Preis-Leistungsverhältnisses. Und in dem liegt dann wiederrum das Problem der Abwanderung von Touristen begründet, was ebenfalls einen Teufelskreis darstellt.
Kreative, intelligente Konzepte müssen dringend her, um auch für die Zukunft eine positive Entwicklung zu generieren.
Wenn ich nach Ostern eine 4-Personen Ferienwohnung für 100CHF miete, die 4 Leute zusammen aber fast 300CHF für die Tageskarten an der Bergbahn, bei der fast alles geschlossen ist zahlen müssen, dann ist dan nicht mehr vermittelbar.
Wie gesagt, vernünftige Gesamtkonzepte, Ferienwohnungen, Hotels + Skipass + gutes Angebot oÄ wären da mal ein erster Schritt, um die Strukturen besser auszulasten.
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leiter
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Ja, das sehe ich genauso. Das ist der "hausgemachte" Teil des Problems. Da gibt es einfach nicht genug Initiative und Weitsicht.3303 hat geschrieben:Generell ist in der Schweiz nach meinen Erfahrungen aber die Tendenz, Einnahmeeinbußen entweder durch Preiserhöhungen oder Angebotsverschlechterungen auszugleichen größer als in anderen Ländern. (siehe meine Kritik an der BEST AG) Das verstärkt nochmal die verschlechterung des Preis-Leistungsverhältnisses. Und in dem liegt dann wiederrum das Problem der Abwanderung von Touristen begründet, was ebenfalls einen Teufelskreis darstellt.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Für Z kann ich, als langjähriger Gast sagen, dass einige Aussagen nicht zutreffen.
"Neusser Gletscher" hat einerseits schon recht mit seiner Zusammenfassung (Skipass+Nebenkosten+Parkhaus+Hotelkosten +++), andererseits hat Z nicht mit Leistungsminderung reagiert und einen Investitionsstau gibts in Z auch nicht. In meinem Hotel "Antares" **** war ich, was die Restaurantleistung betrifft, immer herrvorragend bedient. Die Eierspeise früh wurde auch frisch zubereitet.
"Neusser Gletscher" war einfach im falschen Hotel.
Die Kritik an der Gastronomie im Skigebiet ist ungerecht. Die Höhengastronomie in Z ist, pauschal gesagt, hervorragend.
Self - Abfütterungsstationen wie Trockener Steg, Sunegga o. Riffelberg können sich, wie ich im Feb. vergleichen konnte, an vergleichbaren Plätzen in Saalbach-Hgl. ein Beispiel nehmen. Die Massengastronomie in Österreich ist besser u. kreativer.
Es stimmt aber leider schon, dass die Gesamtkosten einen Skiurlaub für einen Skifahrer mit Normalgeldbeutel langsam unerschwinglich machen.
So wird Z z. B. mit Qualitätsverbesserung reagieren und vor allem Gäste eines höheren Preissegmentes ansprechen.
Für schweizer Skigebiete mittlerer Größe und ohne Besonderheit im Angebot sieht die Lage sicher kritischer aus.
"Neusser Gletscher" hat einerseits schon recht mit seiner Zusammenfassung (Skipass+Nebenkosten+Parkhaus+Hotelkosten +++), andererseits hat Z nicht mit Leistungsminderung reagiert und einen Investitionsstau gibts in Z auch nicht. In meinem Hotel "Antares" **** war ich, was die Restaurantleistung betrifft, immer herrvorragend bedient. Die Eierspeise früh wurde auch frisch zubereitet.
Die Kritik an der Gastronomie im Skigebiet ist ungerecht. Die Höhengastronomie in Z ist, pauschal gesagt, hervorragend.
Self - Abfütterungsstationen wie Trockener Steg, Sunegga o. Riffelberg können sich, wie ich im Feb. vergleichen konnte, an vergleichbaren Plätzen in Saalbach-Hgl. ein Beispiel nehmen. Die Massengastronomie in Österreich ist besser u. kreativer.
Es stimmt aber leider schon, dass die Gesamtkosten einen Skiurlaub für einen Skifahrer mit Normalgeldbeutel langsam unerschwinglich machen.
So wird Z z. B. mit Qualitätsverbesserung reagieren und vor allem Gäste eines höheren Preissegmentes ansprechen.
Für schweizer Skigebiete mittlerer Größe und ohne Besonderheit im Angebot sieht die Lage sicher kritischer aus.
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NeusserGletscher
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
^^^^
Meine Kritik richten sich keineswegs pauschal gegen alle touristischen Einrichtungen in Z. Ich stelle nur fest, dass ich, auch gemessen am Preis, Tiefen erlebt habe, die ich so eben in einem Ort mit diesem exklusiven Anspruch nicht erwartet hätte. Wobei es in Z nicht einmal eine Frage des Preises ist, sondern oft der Leitung durch den Hotelier oder Gastwirt. Aber erst einmal war ich jetzt gerade 3x vor Ort und hatte daher nicht die Gelegenheit, alle Restaurants und Hotels zu besuchen. Generell verschaffe ich mir vor der Buchung einen Überblick in den entsprechenden Portalen, aber auch da schneiden, insbesondere in den englischen Kommentaren, manche (4****) Häuser nicht wirklich gut ab.
Dazu passt auch folgende Annekdote. In einigen Skiressorts gehört es mittlerweile zum guten Service der Touristenbüros, den Gästen im Vorverkauf eine verbilligte Karte für die Lötschberg Autoverlad anzubieten. Einige Hotels schicken diese ihren Gästen mittlerweile auch vorab per Post nach Haus, so auch einige Häuser in Samnaun (Vereina). Ich also ins Z-Touri-Office und nach dem BLS Ticket gefragt. Hammse nich. Auf meine höfliche! Frage, ob man dies als Verbesserungsvorschlag aufnehmen könnte wurde mir ersthaft empfohlen, ein Beschwerdeformular auszufüllen. Ich habe dankend drauf verzichtet. Wer keine zufriedenen Gäste will, der hat offenbar schon genügend.
Was die Pisten-Gastronomie anbelangt: In Cervinina / Valtournenche bin ich bislang noch nie reingefallen. Und das meist zum halben Preis, den ich für eine vergleichbare Mahlzeit in Z bezahlt hätte. Nur die Apfelschorle muss ich mir immer selbst mischen.
Kein Invstitionsstau in Z? Naja, ich warte immer noch auf die schnellere Verbindung auf kleine Matterhorn. Jede Fahrt dauert leider immer noch inclusive Laden und Auspendeln 10 Minuten. Staut sich die Schlange bis vor den Flur mit der Rolltreppe zum Restaurant dann heisst das nichts anderes als 30 - 40 Minuten Wartezeit. Wenn es nicht gerade kachelt dann nehme ich da lieber die Schlepper.
Gruss
Peter
Meine Kritik richten sich keineswegs pauschal gegen alle touristischen Einrichtungen in Z. Ich stelle nur fest, dass ich, auch gemessen am Preis, Tiefen erlebt habe, die ich so eben in einem Ort mit diesem exklusiven Anspruch nicht erwartet hätte. Wobei es in Z nicht einmal eine Frage des Preises ist, sondern oft der Leitung durch den Hotelier oder Gastwirt. Aber erst einmal war ich jetzt gerade 3x vor Ort und hatte daher nicht die Gelegenheit, alle Restaurants und Hotels zu besuchen. Generell verschaffe ich mir vor der Buchung einen Überblick in den entsprechenden Portalen, aber auch da schneiden, insbesondere in den englischen Kommentaren, manche (4****) Häuser nicht wirklich gut ab.
Dazu passt auch folgende Annekdote. In einigen Skiressorts gehört es mittlerweile zum guten Service der Touristenbüros, den Gästen im Vorverkauf eine verbilligte Karte für die Lötschberg Autoverlad anzubieten. Einige Hotels schicken diese ihren Gästen mittlerweile auch vorab per Post nach Haus, so auch einige Häuser in Samnaun (Vereina). Ich also ins Z-Touri-Office und nach dem BLS Ticket gefragt. Hammse nich. Auf meine höfliche! Frage, ob man dies als Verbesserungsvorschlag aufnehmen könnte wurde mir ersthaft empfohlen, ein Beschwerdeformular auszufüllen. Ich habe dankend drauf verzichtet. Wer keine zufriedenen Gäste will, der hat offenbar schon genügend.
Was die Pisten-Gastronomie anbelangt: In Cervinina / Valtournenche bin ich bislang noch nie reingefallen. Und das meist zum halben Preis, den ich für eine vergleichbare Mahlzeit in Z bezahlt hätte. Nur die Apfelschorle muss ich mir immer selbst mischen.
Kein Invstitionsstau in Z? Naja, ich warte immer noch auf die schnellere Verbindung auf kleine Matterhorn. Jede Fahrt dauert leider immer noch inclusive Laden und Auspendeln 10 Minuten. Staut sich die Schlange bis vor den Flur mit der Rolltreppe zum Restaurant dann heisst das nichts anderes als 30 - 40 Minuten Wartezeit. Wenn es nicht gerade kachelt dann nehme ich da lieber die Schlepper.
Gruss
Peter
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Stimmt!, mach ich genau so.Kein Invstitionsstau in Z? Naja, ich warte immer noch auf die schnellere Verbindung auf kleine Matterhorn. Jede Fahrt dauert leider immer noch inclusive Laden und Auspendeln 10 Minuten. Staut sich die Schlange bis vor den Flur mit der Rolltreppe zum Restaurant dann heisst das nichts anderes als 30 - 40 Minuten Wartezeit. Wenn es nicht gerade kachelt dann nehme ich da lieber die Schlepper.
Behaupte ja nicht, dass alles in Z optimal sei. Aber seit der Fusion der Bergbahnen wurde viel investiert. Die Teilgebiete nicht ideal, aber immerhin verbunden.
Rothorn Richtung Gornergrat könnte besser sein.
Seit 2002 hat die Zermatt Bergbahnen AG total CHF 320 Mio. investiert:
* CHF 170 Mio. in Transportanlagen
* CHF 75 Mio. in Pisten und Schneianlagen
* CHF 23 Mio. in Pistenfahrzeuge
* CHF 52 Mio. in weitere Anlagen
Bauen im hochalpinen Gelände ist immens teuer.
Die neue 3S-Bahn 2015 aufs KlMh. hat die Talstation bei 2900m, die Bergstation auf 3820m.
Mir gings jetzt nicht so um Z, sondern um die Tendenz in diesem thread, dass in der Schweiz die Bahnen a priori unmodern sind.
Nebenbei bemerkt - Wenn ich woanders zum Skifahren war, hab ich die Zermatter Verhältnisse sehr schnell vermisst.
Wenn ich nur an den Februar denke, wo die topmodernen Anlagen von Saalbach/Hinterglemm/Leogang Unmengen von Leuten auf die Pisten gestopft haben.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
^^^^
Das ist genau des Pudels Kern. Gebiete wie Ischgl können es sich mal eben leisten, für eine Million Euro den Winteranfang 2 Wochen vorzuverlegen. Das zahlen die aus der Portokasse, weil die relativ zur Grösse viel mehr Personen ins Skigebiet befördern. Aber dementsprechend sind halt auch die Pisten viel voller. Der günstigere Eintrittspreis bewirkt, dass man sich das Skivergnügen mit mehr Gleichgesinnten teilen muss. Was an sich nicht schlimm wäre, wenn damit nicht auch die Zahl derer steigen würde, die auf Pisten unterwegs sind, die deutlich sichtbar über ihren technischen Möglichkeiten liegen. Von deutlich alkoholisierten Skifahrer mal ganz zu schweigen.
Andererseits war ich vor Jahren in Latemar. Ein kleines, aber feines Skigebiet. Hotel zwar etwas in die Jahre gekommen, aber sauber, grosses Schwimmbad, Sauna, super Essen und Service, Zimmer renoviert, direkt an der Piste. Auch im März hatte ich praktisch keine Wartezeiten, voll war es auf der Piste auch nie und dreimal in der Woche gab es als kostenlose Zugabe noch Flutlichtskifahren. Für die Preisdifferenz zu Z kann ich mir sogar noch eine Fototapete mit dem Matterhorn leisten
Gruss
Peter
Das ist genau des Pudels Kern. Gebiete wie Ischgl können es sich mal eben leisten, für eine Million Euro den Winteranfang 2 Wochen vorzuverlegen. Das zahlen die aus der Portokasse, weil die relativ zur Grösse viel mehr Personen ins Skigebiet befördern. Aber dementsprechend sind halt auch die Pisten viel voller. Der günstigere Eintrittspreis bewirkt, dass man sich das Skivergnügen mit mehr Gleichgesinnten teilen muss. Was an sich nicht schlimm wäre, wenn damit nicht auch die Zahl derer steigen würde, die auf Pisten unterwegs sind, die deutlich sichtbar über ihren technischen Möglichkeiten liegen. Von deutlich alkoholisierten Skifahrer mal ganz zu schweigen.
Andererseits war ich vor Jahren in Latemar. Ein kleines, aber feines Skigebiet. Hotel zwar etwas in die Jahre gekommen, aber sauber, grosses Schwimmbad, Sauna, super Essen und Service, Zimmer renoviert, direkt an der Piste. Auch im März hatte ich praktisch keine Wartezeiten, voll war es auf der Piste auch nie und dreimal in der Woche gab es als kostenlose Zugabe noch Flutlichtskifahren. Für die Preisdifferenz zu Z kann ich mir sogar noch eine Fototapete mit dem Matterhorn leisten
Gruss
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Ich würde das Thema moderne Anlagen auch nicht pauschal auf jedes Gebiet und jede Kundengruppe übertragen.Fab hat geschrieben:
Mir gings jetzt nicht so um Z, sondern um die Tendenz in diesem thread, dass in der Schweiz die Bahnen a priori unmodern sind.
Nebenbei bemerkt - Wenn ich woanders zum Skifahren war, hab ich die Zermatter Verhältnisse sehr schnell vermisst.
Wenn ich nur an den Februar denke, wo die topmodernen Anlagen von Saalbach/Hinterglemm/Leogang Unmengen von Leuten auf die Pisten gestopft haben.
Die Leute aus meinem Bekanntenkreis, die nicht mehr in die Schweiz fahren, tun das in der Regel rein aus Kostengründen. Die Alternativziele sind von den Dolomiten bis ins Allgäu oder nach Österreich verstreut - je nach Geschmack. Moderne Anlagen sind da kaum Thema. Man schätzt die gewisse Gemütlichkeit der Schweizer Gebiete und deren Ambiente.
Man hört auch immer wieder, dass viele auch mal gerne nach Z möchten, das Gesamtpaket an Kosten aber einfach über der Akzeptanzgrenze liegt. Für Viele, die im Anstellungsverhältnis arbeiten (und die nicht mehr von den Gehältern und Verträgen aus den 70er-80er Jahren profitieren) wird das in vielen Branchen auch für Akademiker langsam unbezahlbar, besonders mit Kindern.
Ich sehe das Problem für die Schweiz eigentlich eher mittel- bis langfristig. Wenn der unrealistische Wechselkurs bleibt, wird die Situation zumindest hinsichtlich der Deutschen Touristen sich kaum entspannen. Die Gehaltssituation lässt das bei Vielen nicht mehr zu. Und wenn die Kinder nicht an ein Land/Gebiet herangeführt werden, bleiben diese dort oft auch als Kunden für die Zukunft aus.
Sicher werden Gebiete mit herasragenden Merkmalen davon teilweise weniger betroffen sein. Aber die vielen eher durchschnittlichen Gebiete schon eher.
Es bleibt abzuwarten, ob die Schweiz irgendwann doch wie zB Italien in die massive Subventionspolitik einsteigt, denn neben dem Wechselkurs gibt es ja auch in dieser Hinsicht ein Ungleichgewicht.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
^^^
Anzumerken ist noch, dass ein Skiurlaub in vielen Regionen wie Z oder St.M selbst für Schweizer Familien unbezahlbar geworden ist. In Arosa haben gerade in den letzten Jahren 2 oder 3 Mittelklassehotels für immer geschlossen. Und für Einheimische oder Saisonarbeitskräfte, die dort zwingend leben müssen, wird bezahlbarer Wohnraum auch immer knapper.
Mit der Umwandlung von Hotels in teuere Appartements oder mit der Freigabe von Bauland für Ferienwohnungen können zwar einige wenige für einen begrenzten Zeitraum ein gutes Geschäft machen, mittelfristig aber sägen die Orte damit am eigenen Ast.
Denn nur von Pelzjäckchen- und Goldketchenträgern alleine kann man IMHO ein Skigebiet nicht wirtschaftlich betreiben. Erst recht nicht dann, wenn die maximal 3 Wochen im Jahr die Wohnung belegen, die ansonsten den Rest des Jahres leer steht.
Anzumerken ist noch, dass ein Skiurlaub in vielen Regionen wie Z oder St.M selbst für Schweizer Familien unbezahlbar geworden ist. In Arosa haben gerade in den letzten Jahren 2 oder 3 Mittelklassehotels für immer geschlossen. Und für Einheimische oder Saisonarbeitskräfte, die dort zwingend leben müssen, wird bezahlbarer Wohnraum auch immer knapper.
Mit der Umwandlung von Hotels in teuere Appartements oder mit der Freigabe von Bauland für Ferienwohnungen können zwar einige wenige für einen begrenzten Zeitraum ein gutes Geschäft machen, mittelfristig aber sägen die Orte damit am eigenen Ast.
Denn nur von Pelzjäckchen- und Goldketchenträgern alleine kann man IMHO ein Skigebiet nicht wirtschaftlich betreiben. Erst recht nicht dann, wenn die maximal 3 Wochen im Jahr die Wohnung belegen, die ansonsten den Rest des Jahres leer steht.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Das ist kein spezifisch schweizerisches Problem, sondern in den ganzen Alpen, denke ich, gegeben. Ich weiß es z.B. aus Alta Badia.NeusserGletscher hat geschrieben:Und für Einheimische oder Saisonarbeitskräfte, die dort zwingend leben müssen, wird bezahlbarer Wohnraum auch immer knapper.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Die Schweiz ist eine extreme Hochpreisinsel, das ist meines Erachtens das grösste wirtschaftliche Problem überhaupt welches wir haben. Natürlich ist alles auch miteinander verknüpft: Weil die Preise so hoch sind, sind es auch die Löhne. Im Ausland meint man immer, wir hätten traumhafte Gehälter. Rein von den Zahlen her stimmt das auch. Aber wenn man nun die Lebenskosten mit ins Spiel bringt, dann verschwindet der schöne Schein blitzartig! Rein von der Kaufkraft gesehen stehen wir Schweizer nicht besser da als die Nachbarländer. Doch es macht die Schweiz für den Export (Der Tourismus zählt auch dazu) unattraktiv teuer! Darum gibt es eigentlich nur eines: Die Preise müssen runter, damit auch die Löhne auf europäisches Niveau angepasst werden können! Eigentlich ist diese Forderung unbestritten, aber es profitieren halt immer noch zu viele (vor allem multinationale Konzerne) zu sehr von der aktuellen Situation.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Das seh ich ebenso und wir hatten in Österreich in Vor - EU - Zeiten dasselbe Problem; aufgrund der offenen Grenzen und auch dank des Internets zum Preisvergleich mußten sich viele Handelsunternehmen ihre Abzockmentalität sehr rasch abgewöhnen wobei ich Hofer (Aldi Österreich) hier lobend erwähnen muß weil der bei den Diskontern sofort mit entsprechenden und deutlichen Preisanpassungen reagierte hingegen sich die Mitbewerber noch einige Zeit ziemlich "zierten".
Ein gewisses Preisgefälle gibt es allerdings immer noch denn in den Tourismusgebieten sind aufgrund der geringen inneralpin zur Verfügung stehenden Bebauungsmöglichkeiten die Immobilien knapp und daher Wohnungskosten im Vergleich zu Ostösterreich unverschämt hoch; der Tourismus hält leider auch die Lebensmittelpreise auf etwas höherem Niveau aber die Löhne relativ niedrig sodaß die Westösterreicher bei den realen Lebensbedingungen leider am unteren Ende der österreichischen Statistik stehen.
Ich denke es rächt sich generell, daß sich viele kommunale und lokale Eigentümer aus dem Bergbahngeschäft zugunsten eines einmaligen Verkaufsertrages und ohne irgendwelche Auflagen an Investoren zurückgezogen haben. Ich erinnere mich, daß früher viele Lifteigentümer gemeinde - oder tourismusvereinsnahe Gesellschaften waren die keine oder nur ne geringe Dividende zahlten. Diejenigen die überschüssiges Geld sinnvoll investierten, stehen heute nicht nur auf gesünderen Füßen sondern steigerten auch den Unternehmenswert durch den Infrastrukturausbau dementsprechend sodaß ich nichtmal unbedingt daran glaube, das Anteilseigner letzterer Unternehmen langfristig schlechter aussteigen.
Ein gewisses Preisgefälle gibt es allerdings immer noch denn in den Tourismusgebieten sind aufgrund der geringen inneralpin zur Verfügung stehenden Bebauungsmöglichkeiten die Immobilien knapp und daher Wohnungskosten im Vergleich zu Ostösterreich unverschämt hoch; der Tourismus hält leider auch die Lebensmittelpreise auf etwas höherem Niveau aber die Löhne relativ niedrig sodaß die Westösterreicher bei den realen Lebensbedingungen leider am unteren Ende der österreichischen Statistik stehen.
Ich denke es rächt sich generell, daß sich viele kommunale und lokale Eigentümer aus dem Bergbahngeschäft zugunsten eines einmaligen Verkaufsertrages und ohne irgendwelche Auflagen an Investoren zurückgezogen haben. Ich erinnere mich, daß früher viele Lifteigentümer gemeinde - oder tourismusvereinsnahe Gesellschaften waren die keine oder nur ne geringe Dividende zahlten. Diejenigen die überschüssiges Geld sinnvoll investierten, stehen heute nicht nur auf gesünderen Füßen sondern steigerten auch den Unternehmenswert durch den Infrastrukturausbau dementsprechend sodaß ich nichtmal unbedingt daran glaube, das Anteilseigner letzterer Unternehmen langfristig schlechter aussteigen.
Petz setzt seine Aktivitäten mit Ende Juni 2020 stark zurück. Ich bleibe aber bis auf weiteres in Ausnahmefällen und per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. noch aktiv.
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
In obigen beiträgen wird gerne Ischgl als erfolgreiches Modell erwähnt.
Ich frage mich denn dann doch: Kann es eine Ortsgemeinde aktiv herbeisehnen, die gleiche profitable Massenbanalität wie Ischgl anstreben zu wollen? Ich meine in einer Talschaft leben nicht nur Bierwirte und Hoteliers, eine Talgemeinschaft das sind alle Menschen.
Irgendwie erscheint mir das Ischgler Modell als überholt, sowas soll man doch nicht wegen des Geldes anstreben...
Auch zu denken geben soll, dass man zwar die Kunden wie grosse Tierherden erfolgreich herbeilocken, vergnügen und handeln kann.... aber diese absurden Massen und diese Industrialisierung?
Ich meine dieses ausschliessliche(!) Messen an den doch sehr reduzierenden monetären Werten sollte langsam dert Vergangenheit angehören...
Etwas die eigene Bevölkerung mehr respektierende Staaten oder Organisationen ziehen als "Modernitätsmassstab" nicht mehr alleine die monetäre Wertschöpfung heran, sondern bedienen sich ausgetüfteltere Metriken wie zB. dem Glücksindex welcher versucht, die Zufriedenheit der Bevölkerung anhand messbarer Parameter zu erheben
http://www.derwesten.de/gesundheit/oecd ... 86760.html
Ich meine derartige Ansätze sollten die Zukunft darstellen. Über den lukrativen jedoch auch die Bevölkerung in die Banalisierung mitreissenden Industrieskitourismus à la Tirol sollte man doch langsam hinweg kommen!
Menno, das nahezu reichste Land der Welt sollte doch hier in der Lage sein, weisere Wege zu beschreiten (wie es CH ja in einigen Bereichen wie Verkehr in bester Weise vormacht).
In Sölden würde der Glücksindex zB. keinesfalls besonders gut ausfallen, die Selbstmordrate unter den Jugendlichen dort ist bzw. war überdurchschnittlich hoch....kann sich jemand vorstellen weshalb?
Ich frage mich denn dann doch: Kann es eine Ortsgemeinde aktiv herbeisehnen, die gleiche profitable Massenbanalität wie Ischgl anstreben zu wollen? Ich meine in einer Talschaft leben nicht nur Bierwirte und Hoteliers, eine Talgemeinschaft das sind alle Menschen.
Irgendwie erscheint mir das Ischgler Modell als überholt, sowas soll man doch nicht wegen des Geldes anstreben...
Auch zu denken geben soll, dass man zwar die Kunden wie grosse Tierherden erfolgreich herbeilocken, vergnügen und handeln kann.... aber diese absurden Massen und diese Industrialisierung?
Ich meine dieses ausschliessliche(!) Messen an den doch sehr reduzierenden monetären Werten sollte langsam dert Vergangenheit angehören...
Etwas die eigene Bevölkerung mehr respektierende Staaten oder Organisationen ziehen als "Modernitätsmassstab" nicht mehr alleine die monetäre Wertschöpfung heran, sondern bedienen sich ausgetüfteltere Metriken wie zB. dem Glücksindex welcher versucht, die Zufriedenheit der Bevölkerung anhand messbarer Parameter zu erheben
http://www.derwesten.de/gesundheit/oecd ... 86760.html
Ich meine derartige Ansätze sollten die Zukunft darstellen. Über den lukrativen jedoch auch die Bevölkerung in die Banalisierung mitreissenden Industrieskitourismus à la Tirol sollte man doch langsam hinweg kommen!
Menno, das nahezu reichste Land der Welt sollte doch hier in der Lage sein, weisere Wege zu beschreiten (wie es CH ja in einigen Bereichen wie Verkehr in bester Weise vormacht).
In Sölden würde der Glücksindex zB. keinesfalls besonders gut ausfallen, die Selbstmordrate unter den Jugendlichen dort ist bzw. war überdurchschnittlich hoch....kann sich jemand vorstellen weshalb?
>> Die unaufhaltsame Industrialisierung des Skiraums führt zu Banalisierung und somit zum Verlust der magischen Skisportfreude<<
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Re: Bei den Bergbahnen rächen sich die Versäumnisse
Sicher geht es nicht an, dass die Schweizer bei den Importgütern mit fragwürdigen Ausreden schamlos abgezockt werden. Preisdifferenzen von über 20% lassen sich nun mal nicht mit glaubwürdigen Argumenten erklären.Die Preise müssen runter, damit auch die Löhne auf europäisches Niveau angepasst werden können!
Jedoch eine Anpassung der Löhne nach unten ist wirtschatspolitisch brand gefährlich. Da müsste schon eher Deutschland seine, in gewissen Branchen viel zu tiefen, Löhne anheben.
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