"Der Skicircus dreht sich!"
Skicircus-...das klingt nach Spaß...nach Freude...nach Sensationen...das klingt aber auch vielen Menschen...nach Rummel.
Die Saison 2008/2009 begann für mich mit einer Woche Skicircus. Schon lange vorher studiere ich den Pistenplan und lese die Berichte hier im Alpinforum (die Folge war, dass ich nie einen Skiplan benutzen musste
Hier sind erst einmal die Daten:
Pistenplan:
http://intermaps.feratel.com/skimaps/saalbach/
Wetter:
Das beste, was man in einem Urlaub haben kann: Jeden Tag strahlenden Sonnenschein!
Einzige Ausnahme war der Neujahrstag mit leichtem Schneefall und Nebel.
Temperatur:
Kalt! Der Durchschnitt lag wahrscheinlich bei -5°C. In den ersten Tagen hatte es am Berg manchmal sogar -10°C, später aber wegen der Inversionswetterlage auch mal 0°C.
Schneehöhe:
Laut Homepage 30-150cm. Ich habe es nicht nachgemessen aber am Berg müsste es gestimmt haben. In Leogang und Vorderglemm waren die Südhänge aber schon teilweise schneefrei (nicht aber die Pisten). Im Laufe der Woche ist aber kaum Schnee geschmolzen.
Schneezustand:
War so ziemlich alles dabei: Pulver- mit ein bisschen Maschinenschnee oberhalb von 1500m, eine angenehm zu fahrende Mischung auf den Hängen unterhalb von 1500m, hartgefrorene Nordhänge (z.B. Zwölferkogel Nord) und eisige Kunstschnee-Talabfahrten (Jausernabfahrt, Schönleiten und die Talabfahrten vom Asitz unterhalb der Mittelstation).
Geöffnete Anlagen:
Alle
Geschlossene Anlagen:
Einmal war die 8-KSB Asitz-Gipfelbahn wegen eines Defektes bis 12:00 Uhr geschlossen.
Offene Pisten:
Fast alle (Ausnahme: Nicht beschneite Talabfahrten an den Südhängen)
Wartezeiten:
Es sind Ferien, das war nicht zu übersehen: Von 0-35min war alles dabei. Die schlimmsten Wartezeiten entstanden morgens an der 8-EUB Asitz-Kabinenbahn. Da sie auch von vielen Tagesgästen genutzt wird, lagen die Wartezeiten zu Stosszeiten manchmal bei 35 Minuten. Hier muss dringend eine zweite Bahn gebaut werden!
Auch an der 3-KSB Bernkogel (15 Minuten) und an der DSB Reiterkogel Ost (25 Minuten) waren längere Wartezeiten. Deswegen bin ich später nur noch über die Nordseite nach Hinterglemm gefahren.
Keine oder kaum Wartezeiten fand man an der 4-KSB Sunliner, der 6-KSB Zehner, im Seekar und an den Kabinenbahnen vom Tal.
Gefallen:
- Das Kaiserwetter während den 8 Tagen
- Großes und abwechslungreiches Skigebiet
- Bernkogel Abfahrt und die Schwarze vom Schattberg
- Den Einzelfahrerzugang an allen Kabinenbahnen
- Die Menschenmassen haben sich sehr gut auf den Pisten verteilt, aber deswegen...
Nicht gefallen:
- ...entstanden Wartezeiten an den Liften
- Es war einfach sehr viel los (aber damit muss man rechnen)
- Verbindung beider Skigebietsteile
Es gibt noch noch zwei Dinge, die mir aufgefallen sind:
Die Markierung der Pisten ist meiner Meinung nach etwas ungünstig gewählt. Viele blaue Pisten sind relativ steil und würden in anderen Gebieten eher als rote Pisten ausgewiesen.
Die Verbindung zwischen beiden Teilen des Skigebiets ist nur in Vorderglemm und Lengau optimal. Ich habe nichts gegen ein bisschen Laufen, aber in Saalbach und in Hinterglemm sollten doch bitte mehr Hinweisschilder stehen. Ich bin z.B in Hinterglemm von der Westabfahrt zur Reiterkogelbahn gelaufen, ohne ein einziges Hinweisschild gesehen zu haben. Wenn man nicht immer die Station der anderen Bahn vor Augen hat, läuft man schnell einen Umweg.
Doch trotzdem ist SBH eines der Topskigebiete der Alpen- wenn auch nicht mein Favorit.
Fazit: 5,75 von 6 Maximalen
P.S: Laut meiner Skiline hab ich am besten Tag 13089 Höhenmeter gemacht. Viel mehr war bei dem Andrang nicht möglich, es sei denn man fährt den ganzen Tag nur am Schattberg
Ich habe die Bilder nach den 4 Skigebietsteilen geordnet:
1) Asitz (Leogang):
Gewohnt haben wir in Leogang, was nicht den besten Einstieg in den Skicircus bietet, da es auch von vielen Tagesgästen angesteuert wird und man erstmal einen längeren Weg bis nach Saalbach zurücklegen muss. In einer Woche lernt man das Skigebiet trotzdem komplett kennen. Außerdem hielt der Skibus direkt vor dem Haus und brachte einen zuverlässig im 15-Minuten Takt zur Talstation der 8-EUB Asitz-Kabinenbahn. Bei den vollen Parkplätzen ein echter Vorteil! Dort hieß es dann erst einmal anstehen oder lange anstehen (hab einmal den Fehler gemacht erst um 10:00 Uhr an der Gondel zu sein- nie wieder!). Aber wenn man einmal oben war beginnt das Skivergnügen und Wartezeiten fand man auf der Leoganger Seite keine mehr (wahrscheinlich wegen der neuen 8-KSB- ich möchte nicht wissen wie es mit der alten 4-SB war).
Die Lifte und Pisten am Asitz dienen als Zubringer nach Saalbach. Dennoch findet man hier einige schöne aber kurze Pisten wie z.B. die Talabfahrt bis zur Mittelstation und die roten Pisten am Großen Asitz. Da ich in Leogang gewohnt habe musste ich sie jeden Tag fahren.
+ Schnelle und moderne Bahnen (6-KSB und 8-KSB)
- Lange Wartezeiten an der 8-EUB Asitz-Kabinenbahn, hier muss etwas getan werden.
2) Schönleiten/Kohlmais:
Hier gibt es 3 moderne 6-KSB mit Bubbles und Sitzheizung die meistens eine Gondelbahn aus dem Tal doppeln. Mit seinen vielen Pistenvarianten ist dieser Bereich sehr abwechslungsreich und die Pisten sind nie zu voll. An den Liften kommt es allerdings zu längeren Wartezeiten. Ein Highlight für mich war die Fahrt mit der GUB Kohlmais, die einen schnell nach oben bringt.
+ Breite, leere und planierte Pisten
+ Bahnen mit Sitzheizung und Bubbles (konnte man bei den Temperaturen gebrauchen)
- Wartezeiten, vor allem am Schönleiten 6er