Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

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Pälzer85
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Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Pälzer85 »

hallo .Gerade auf youtube gefunden. Die Galzigbahn hat ein neues Förderseil verpasstbekommen . Intersanter bericht!

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k2k
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von k2k »

Nach so kurzer Zeit schon? Interessant...
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Pälzer85 »

naja ansichtssache.
Wie man sieht im Film sieht das alte Seil ziemlich mitgenommen aus , Sicherheit geht halt vor zum Glück!
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Christoph Lütz
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Christoph Lütz »

Nach nur 6 Jahren das Seil abgelegt, herzlichen Glückwunsch!
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von ATV »

Naja, das Funitel trägt nicht ganz zu unrecht den Spitznamen "Seilmörder" <-- Zitat nicht von mir sondern von einem Funitelbesitzer.
Das wievielte Seil ist in Ischgl drauf?
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von OliK »

Und woran liegt das? An den komplizierten Umlenkungen des Seils in den Stationen?
Es grüsst der Oli
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Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Dachstein »

Je öfter ein Seil stark umgelenkt wird, um so schlechter ist das für das Seil. Das hat man schon bei der Gaislachkoglbahn erleben müssen - diese Anlage hat ja einige Förderseile "gemordet", ebenso musste jetzt schon beim Quickjet in Winterberg das Seil getauscht werden, weil die Anlage relativ kurz ist, was dem Seil nicht zuträglich war / ist.

MFG Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von ATV »

Die Lebensdazer eines Seiles ist Abhängig von der X-Million Anzahl Biegungen. Beim Funitel sind es deren 4 pro Umlauf. :rolleyes:
Die Funitels in den Alpen über 6 Jahre haben alle mindestens das zweite Seil drauf.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.

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OliK
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von OliK »

Aha. Alles klar, danke :)
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Ram-Brand »

Bei der Gaislachkoglbahn konnte man sagen. Seilwechsel ca. alle 4 Jahre.
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von ATV »

Im Vergleich dazu, Lebenserwartung eines Zug und Gegeseiles einer Pendelbahn 20 Jahre bei Sommer und Winterbetrieb.
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msf
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von msf »

naja das wusste ich nicht, das kostet doch sicher ein Vermögen wenn das alle 4 Jahre ausgewechselt werden muss.
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CruisingT
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von CruisingT »

ATV hat geschrieben:Die Lebensdazer eines Seiles ist Abhängig von der X-Million Anzahl Biegungen. Beim Funitel sind es deren 4 pro Umlauf. :rolleyes:
Die Funitels in den Alpen über 6 Jahre haben alle mindestens das zweite Seil drauf.
ATV, kannst/darfst du verraten, ob derartiges in den Kalkulationen/Preisen seitens der Systemanbieter bereits berücksichtigt ist?

Ein vernünftiger Seilbahn-Betreiber wird bei der Projektierung ja wohl auch die laufenden Kosten, die Instandhaltung, die Wartung, den Verschleiß und Revisionen bedenken in seiner fiskalischen Planung, oder?
Sind Funitels & ähnlich kompliziert seilführende Systeme dann auch noch rentabel?
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Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Dachstein »

CruisingT hat geschrieben: Sind Funitels & ähnlich kompliziert seilführende Systeme dann auch noch rentabel?
Das habe ich mich auch schon gefragt - die Antwort schaut dazu wie folgt aus: wenn es um eine sturmsichere Umlaufanlage geht, dann ist das System Funitel immer noch erste Wahl, wenngleich die 3S etwas am Nimbus knabbern dürfte. Betrachtet man, wo Funitels stehen, dann kommt man schnell zum Schluss, dass man dort eine windsichere Anlage als Backup stehen haben will.

Hintertux - in einer Föhngasse
Kaprun: braucht auch was windsicheres, nachdem es die SSB nicht mehr gibt. Sonst stehen alle am Langwied, wenn nichts mehr geht.
St. Anton: War an gewissen Sturmtagen die einzige Anlage die noch lief, sogar die Rendl ZUB war da zu. Prestigegründe kommen hier dazu (Riesenrad).
Ischgl: langes Spannfeld übers Fimbatal, dementsprechend aufgrund des Bodenabstandes vermutlich windanfällig

Die Anlagen fahren halt dann noch, wenn alles andere schon steht. Und gerade in Kaprun und in Hintertux macht diese Eigenschaft bei Räumung des Gebietes schon Sinn. Und dann hätte man noch den Marketingwert einer solchen Anlage.

MFG Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von CruisingT »

Dank für die prompte Antwort!

Klingt zumindest auf den ersten Blick nachvollziehbar/einleuchtend (für mich als Laien).
Die Entleerungsfunktion erzwingt andere Notwendigkeiten und bringt ein derartiges System dann ja auch in Konkurrenz zu anderen Systemen - einer SSB zu Beispiel, welche wieder ganz anders eingepreist gehört und ihre eigenen Risiken birgt (Stichwort Kaprun).


Darf ich dann gleich noch zwei Fragen hinter her werfen?

- Ist denn ein Funitel (und vergleichbares/ähnliches) genauso windsicher wie eine Pendelbahn entsprechender Dimensionierung?
- Hab ich es recht in Erinnerung, dass ein Funitel eine höhere (theoretische) Kapazität per h hat als eine Pendelbahn?
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Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Dachstein »

Ich habe hier noch auf k2k Site was für dich gefunden, der erste Satz ist relevant:

http://www.funitel.de/entwicklung

Zur Windsicherheit: generell sind beide Systeme relativ windsicher, aber man muss eigentlich ähnliche Kabinengrößen miteinender vergleichen. Die Stabilität wird durch die breite Seilspur erreicht; bei einer PB wird die Kabine, sofern es sich um eine Zweiseil PB handelt durch das tieferliegende Zugseil stabilisiert.
Rein vom empfinden ist das Funitel vermutlich etwas windsicherer. ich erinnere mich hier immer gerne an eine Sturmfahrt mit der Feuerkogel PB (38er Kabinen), mit Wasser im Tank. Trotzdem musste vor den Stützen die Fahrt gestoppt werden, um die Kabine ausschwingen zu lassen. Mit einer Funitel wäre es einfach über die Stütze gegangen (aber nicht auf der Trasse - da würde es eine 2 oder 3 S brauchen). Allerdings ist eine PB auch vom Laufwerk bis zum Kabinenboden höher. Hat also eine größere Windangriffsfläche, als eine ZETA. Dafür ist die PB Kabine auch wieder schwerer - schwerer aus der Ruhe zu bringen (Massenträgheit), gleiches gilt aber auch, wenn es darum geht, die Kabine wieder in Ruhe zu bringen. Nicht umsonst fahren PBs langsam in Stationen ein, während ein Funitel durch die Stützenkombinationen vor den Stationen schon ziemlich genau auf das "Loch" ausgerichtet ist und quasi zwangsgeführt wird. ;)

Förderleistung: bei einem Funitel der Umlauftype ist die Förderleistung meistens bei weitem höher als bei einer PB. Die Silvrettabahn schafft 3440 P/h - ein Wert, den eine PB nicht erreichen könnte. Ein JigBack dürfte mit einer PB in Sachen Förderleistung vergleichbar sein, kommt aber auf dessen Ausführung an (Kabinengröße, Gondelgruppe oder einzelnes Fbm).

MFG Dachstein

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ATV
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von ATV »

Meiner Meinung nach wird die Windsicherheit eines Funitels gegenüber einer normalen Pendelbahn mit Doppeltragseil überschätzt. Das Problem ist, dass das dickere Förderseil in der Spannfeldern vom Seitenwind aus der Spur getragen wird, und so die Klemmen auf den Stützen die Bordscheiben zusammenschlagen und daher die Rollenbatterien welche ja auch alle Doppelt vorhanden sind sehr schnell ersetzt werden müssen.
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Christoph Lütz
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Christoph Lütz »

ATV hat geschrieben:Meiner Meinung nach wird die Windsicherheit eines Funitels gegenüber einer normalen Pendelbahn mit Doppeltragseil überschätzt. Das Problem ist, dass das dickere Förderseil in der Spannfeldern vom Seitenwind aus der Spur getragen wird, und so die Klemmen auf den Stützen die Bordscheiben zusammenschlagen und daher die Rollenbatterien welche ja auch alle Doppelt vorhanden sind sehr schnell ersetzt werden müssen.
Genau so sehe ich das auch. Die Windstabilität des Funitel ist teuer erkauft; die Rollbattereien werden bei Sturm regelrecht kaputtgefahren. Der Wechsel einer 40er-Batterie an einer Stütze in unzugänglichem Gelände ist extrem aufwendig und teuer. Bei diesem System wurden alle Fehler gemacht, die denkbar sind. Zwei Förderseile sind nur mit Nachteilen behaftet, beim Fahren und besonders beim Bremsen. Das haben Pendelbahnbetreiber bereits in den 1960er-Jahren lernen müssen. Die Schilthornbahn wurde 1980 auf ein Zugseil umgebaut. Dicke Litzenseile x-Mal umlenken, ebenfalls Irrsinn. Lange Förderseillängen, die am Stück gar nicht geliefert werden können und einen zweiten Spleiss erfordern, ebenfalls ein Problem, dass Zugeständnisse der Aufsichtsbehörden erforderte. Denis Creissels ist schon ein bisschen verrückt! Angesichts dieser Betriebskosten kommt es dann auf die Riesenräder auch nicht mehr an...

Kritische Funitel-Betreiber weisen schon seit jahren darauf hin, dass bei der Projektierung der Anlagen die Instandhaltungskosten viel zu wenig bis gar nicht berücksichtigt wurden. Von Roll hatte mit der 3-S-Bahn schon lange eine Alternative angeboten, aber gute Ideen bedeuten nicht unbedingt, dass man erfolreich damit Geld verdient. Erst nach Übernahme durch Doppelmayr konnte sich das 3-S-System weltweit (auch in Österreich) etablieren. Ich gehe nicht davon aus, dass noch eine nennenswerte Anzahl an Funitel gebaut werden.
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von k2k »

Mir war gar nicht bewusst dass die Bahn in St. Anton schon sechs Jahre alt ist, ich dachte die wäre jünger.
Es wäre mal interessant zu erfahren beim wievielten Seil die DMC-Funitels in Val Thorens inzwischen angekommen sind.
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mic
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von mic »

Christoph Lütz hat geschrieben: Kritische Funitel-Betreiber weisen schon seit jahren darauf hin, dass bei der Projektierung der Anlagen die Instandhaltungskosten viel zu wenig bis gar nicht berücksichtigt wurden.
Naja das sind halt keine Anlagen für Kleinskigebiete. Das bei solchen Projekten Geld fast keine Rolle spielt hat sich doch langsam rumgesprochen.
Dachstein hat es schon schön erklärt.
Stelle man sich mal vor Ischgl hätte als Silvrettabahn dort wieder ein PB stehen. Es sollten dann schon mal drei sein.... um 3440 Pers zu schaffen.
Und von GB3 wollen wir erst mal gar nicht reden.
Hier bin ich mir mal sicher das man sich ganz bewust für das System entschieden hat. Betriebskosten sich doch in Österreich auch abschreibbar oder?
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von jens.f »

ATV hat geschrieben:Im Vergleich dazu, Lebenserwartung eines Zug und Gegeseiles einer Pendelbahn 20 Jahre bei Sommer und Winterbetrieb.
Wenn da auf die Kapazität umlegt, steht das Funitel gar nicht so schlecht da.. Die Galzig Bahn hat immerhin 2200 Personen / Stunde.
Pendelbahnen mit grossen Kabinen liegen bei ca. 700 Personen pro Stunde - und ob bei den grossen Pendelbahnen die Seile 20 Jahre halten, wage ich auch zu bezweifeln.
Wenn man dazu noch bedenkt, das die Pendelbahn ja nur bei Bedarf fährt, während das Funitel ja dauerhaft fährt..
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Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Dachstein »

jens.f hat geschrieben:Pendelbahnen mit grossen Kabinen liegen bei ca. 700 Personen pro Stunde - und ob bei den grossen Pendelbahnen die Seile 20 Jahre halten, wage ich auch zu bezweifeln.
Warum sollten sie nicht? Ich kann mich jetzt beispielsweise nicht entsinnen, dass die Pfänderbahn neue Seile bekommen hat (Bj. 1995). Hat zwar nicht nicht ganz 20 Jahre am Buckel, aber die werden die Seile wohl halten. Oder als Extrembeispiel Predigtstuhl Reichenhall. Da sind die Tragseile original...
Die Windstabilität des Funitel ist teuer erkauft;
Keine Frage - das wurde sehr teuer erkauft. Dennoch scheinen die Vorteile des Systems Funitel in den Extremlagen der einzelnen Anlagen die erheblichen Nachteile zumindest auszugleichen, auch wenn sich die Wartung als teurer herausgestellt hat als teilweise ursprünglich veranschlagt.
Christoph Lütz hat geschrieben:Erst nach Übernahme durch Doppelmayr konnte sich das 3-S-System weltweit (auch in Österreich) etablieren. Ich gehe nicht davon aus, dass noch eine nennenswerte Anzahl an Funitel gebaut werden.
Weder das Funitel noch die 3S konnten sich erfolgreich weltweit etablieren (verglichen mit anderen Seilbahntypen). Es gibt ein paar Hand voll Funitels, und eine Hand voll 3S. Ich denke, der Grund hierfür ist, dass beide Anlagen bautechnisch und wartungstechnisch einen deutlichen Mehraufwand verglichen zu einfachen Umlaufbahnen haben, und ich werde mir als Betreiber weder ein Funitel noch eine 3S auf den Berg stellen, wenn es mit einer einfachen EUB auch geht.
In Österreich haben wir nur 2 3S, dafür um einiges mehr Funitels. Erst jetzt kommen in naher Zukunft zwei Anlagen hinzu, wobei sich die Anlage am Stubaier erst bewähren wird müssen - kommt man hier drauf, dass sie doch nicht so ganz windstabil ist wie gedacht, dann kann das schnell zu einem Bumerang werden (wenn beispielsweise der Fall tritt ein - grundsätzlich windstabil, aber ein Eigenresonanzproblem). Ischgl wird für mich in dieser Hinsicht besonders interessant - zwei an sich windsichere Anlagentypen in unmittelbarer Umgebung. Bei richtigen Sturmtagen können fast direkte Systemvergleiche angestellt werden.

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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von jens.f »

Dachstein hat geschrieben: Weder das Funitel noch die 3S konnten sich erfolgreich weltweit etablieren (verglichen mit anderen Seilbahntypen). Es gibt ein paar Hand voll Funitels, und eine Hand voll 3S. Ich denke, der Grund hierfür ist, dass beide Anlagen bautechnisch und wartungstechnisch einen deutlichen Mehraufwand verglichen zu einfachen Umlaufbahnen haben, und ich werde mir als Betreiber weder ein Funitel noch eine 3S auf den Berg stellen, wenn es mit einer einfachen EUB auch geht.
Das ist völlig klar - Es sind spezial-Bahnen für ganze besondere Anforderungen. Besonders gut sieht man das ja in Sölden:
Die alte Gaislachkogel-Bahn war auf beiden Sektionen eine DUB (wobei die Seile ja durchgehend waren - man könnte also auch von einer Bahn sprechen). Anstatt jetzt eine durchgehende 3S (oder 2 3S bahnen) zu bauen, hat man unten eine normale EUB gebaut und nur oben eine 3S. Das wird man auch nicht aus jux und dollerei gemacht haben, sondern hier man bestimmt ausgerechnet, wie viel günstiger die EUB ist und das auf der unteren Sektion eine EUB langt.

Dazu kommt noch, das EUBs was Spannweite und Winstablität angeht auch immer besser werden - dadurch werden die Strecken, wo sich Funitel/3S rechnen immer weniger.
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von ATV »

Nur als vergleich, die Gipfelbahn auf den Gemsstock wurden diesen Sommer das Zug und Gegenseil von Bau 1991 ausgewechsekt. Und die Bahn wird beileibe viel benutzt. Im Winter ist sie die Hauptbeschäftugungsanlageund fährt von früh bis Spät.

Anderer Vergleich, der Alpinexpress in Saas Fee hat meines Wissens immernoch die gleichen Seile drauf. Auch 1991.
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