Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

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jens.f
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von jens.f »

ATV hat geschrieben:Nur als vergleich, die Gipfelbahn auf den Gemsstock wurden diesen Sommer das Zug und Gegenseil von Bau 1991 ausgewechsekt. Und die Bahn wird beileibe viel benutzt. Im Winter ist sie die Hauptbeschäftugungsanlageund fährt von früh bis Spät.
Ja, aber die hat auch nur eine Kapazität von 760 Personen / Stunde - also nicht mal 1/3 der Galzigbahn.
Kommt also im Prinzip hin: 1/3 der Kapazität - dafür haben die Seile 3 mal länger gehalten..
Im Winter ist sie die Hauptbeschäftugungsanlageund fährt von früh bis Spät.
Kommt drauf an - ich war auch schon des öfteren in Andermatt - wenn nicht gerade Ferienzeit/Wochenende war, mußte ich öfter 5-10 Minuten in der Gondel bis zur nächsten Fahrt warten...

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ATV
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von ATV »

Kapazität gegen Lebensdauer zu rechnen ist MA Käse. Ausschlaggebend für die Lebensdauer ist die Anzahl biegungen, sowie externe Einflüsse wie Blitzeinschläge, Seilentgleisungen usw.

Btw kann man auf der Webseite von Fatzer unter Referenzen Suchen und naxh Seilbahnsystemen filtern. Vielleich macht sich ja mal einer den Spass und führt eine Statistik oder rechnet den Durchschnitt.
-> meine Fotos könnt ihr weiterhin auf meiner Webseite --> www.stahlseil.ch ansehen.
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Mt. Cervino
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Mt. Cervino »

Weiss jemand wie oft bei den ältesten Funitels z. B. Crans Montana, oder Verbier schon die Seile ausgewechselt wurden?
Bei diesen Anlagen müsste ja schon der dritte Seilwechsel stattgefunden haben oder demnächst anstehen, wenn die 6 Jahre als realistische Lebensdauer gelten würden...
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k2k
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von k2k »

Weder das Funitel noch die 3S konnten sich erfolgreich weltweit etablieren (verglichen mit anderen Seilbahntypen).
Naja, ich weiß nicht ob man das so stehen lassen kann. Sowohl das Funitel als auch die 3S haben sich meiner Meinung nach sehr wohl etabliert, nur halt als Nischenprodukt und nicht als Massenware. Das liegt aber in der Natur der Sache, denn für windstabile Umlaufbahnen mit hoher Förderkapazität ist der Markt logischerweise wesentlich kleiner als für 08/15-EUBs.
Für einen Bahntyp, der ursprünglich als Einzelstück auf Initiative eines Skigebietsbetreibers konzipiert und von einem Maschinenbaukonzern ohne Erfahrung im Seilbahnbau gebaut wurde, hat sich das Funitel-System erstaunlich gut behauptet in den letzten 20 Jahren.
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k2k
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von k2k »

Mt. Cervino hat geschrieben:Weiss jemand wie oft bei den ältesten Funitels z. B. Crans Montana, oder Verbier schon die Seile ausgewechselt wurden?
In den Referenzen von Fatzer tauchen beide jedenfalls nur einmal auf...
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Dachstein
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Dachstein »

Sicher hast du hier recht, dass es Nieschenprodukte sind. Es stellt sich jetzt halt die Frage, ob man ein Nieschenprodukt (Speziallösung) als etabliert bezeichnen kann. Das ist reine Definitionssache, und das muss nun jeder für sich entscheiden wie er das sieht. Ich denke, man kann sagen, dass sich die Lösungen Funitel und 3S für bestimmte Problemstellungen anbieten und sich in dieser Niesche etabliert haben. Ob sie sich dadurch generell am gesamten Seilbahnmarkt etabliert haben, steht auf einem anderen Blatt.
k2k hat geschrieben:In den Referenzen von Fatzer tauchen beide jedenfalls nur einmal auf...
Was wiederum nichts heißen muss, weil so wurde ja auch das dritte Seil bei der DUB von Sölden von einem anderen Hersteller geliefert, wenn ich mich recht entsinne.

MFG Dachstein
terestric
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von terestric »

Kapazität gegen Lebensdauer zu rechnen ist MA Käse. Ausschlaggebend für die Lebensdauer ist die Anzahl biegungen, sowie externe Einflüsse wie Blitzeinschläge, Seilentgleisungen usw.
Das kommt auf die Sichtweise an: Den BWLer interessiert die Kennzahl "Seilersatzkosten zu beförderten Personen" sicher sehr.

MfG terestric
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Ram-Brand
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Re: Spleisen des neuen Seiles der Galzigbahn

Beitrag von Ram-Brand »

Die ersten Seile der 24-DLM Gaislachkogl waren von Austria Draht.
Die letzteren Seile kamen von Fatzer.
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