Heute fand die Eröffnung der neuen 8er-Sesselbahn "Zweitausender" der Bergbahn Kitzbühel AG im Skigebiet Resterhöhe / Pass Thurn / Jochberg statt. Die von Leitner gebaute Bahn ersetzt die legendäre Girak-DSB aus dem Jahr 1977.
Bei der heutigen Eröffnungszeremonie wurde es prägnant zusammengefasst: "Doppelt so viele Leute doppelt so schnell auf den Berg". In der kommenden Hauptsaison wird sich zeigen, ob sich ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen der jetzt massiv erhöhten Transportkapazität und dem "Fassungsvermögen" der zwar großzügig ausgebauten, aber eben doch nur einen, sehr attraktiven Wiederholungspiste 75 einstellt. Die "Hintenrum"-Variante 75a bringt da keine Entlastung, weil sie ja auch in den großen Schlusshang einmündet.
Ich wage auch mal zu behaupten, dass sich an einem Winter-Skitag wie heute die Mehrzahl der Nutzer nicht nur über die Fahrtzeitverkürzung, sondern auch ein bisschen über die Komfortverbesserung gefreut haben:
Die Hardcore-Fraktion kann ja nach wie vor an den benachbarten Liften Schnee und Wind im Direktkontakt auskosten.
Jetzt ein paar Bilder von der neuen Bahn: Der Talstationsbereich wurde umgestaltet, und nach meinem Gefühl ist das recht gut gelungen.
Die Einmündung der Verbindungspiste vom Gauxjoch und Trattenbach ist jetzt ziemlich weit nach Westen verlegt. Eventuell entsteht dort allerdings ein gefährlicher Bereich, den man bei viel Betrieb mit Leitzäunen entschärfen muss. Sonst gibt's dort irgendwann mal schlimme Zusammenstöße. Zur Trattenbach-Talstation geht es unterhalb der Ausfahrtstütze der Zweitausender-Bahn.
Die Strecke verläuft nach meiner Erinnerung fast exakt auf der Trasse der Vorgängerbahn, mit entsprechend den heutigen Möglichkeiten reduzierter Stützenzahl:
Der Ausstiegsbereich wirkt ziemlich wuchtig, zumindestens bei trübem Wetter wie heute. Da erdrückt einen das Schwarz der Kitzbüheler Bergbahn "Corporate Identity"-konformen Farbgebung fast.
Für die Bilder von der Eröffnungsfeier mach ich einen getrennten Beitrag.