Haupt-Saison, Schulferien, Weihnachts-Woche, Schneemangel und die Wettervorhersage ließ einen auch nicht zu Jubel-Stürmen hinreißen.
Und es sollte ein oder zwei neue Gebiete von meiner "To-Do-Liste" sein, aber in Bayern fiel fast alles flach, da es aber in Tirol noch bischen mehr Schnee hatte, ging ich am Mittwoch nachmittag auf die Suche, nach dem Schnee und dem besten Wetter. Fündig wurde ich dann an der Grenze vom Mittleren zum Unterren Inntal und nachdem auch der Münchner zusagte, konnte am Mittwoch morgen die gemeinsame Fiescher- und Müncherische Skilift-Exkursion gegen 7:45 Uhr in Lenggries beginnen....
Über den Sylvenstein ging es in Richtung Achental und an der Abzweigung kurz vor dem Achenpass fuhren uns erstmal 5 Auto´s mit Münchner Kennzeichen vor die Nase, aber es war dann auf die Landeshauptstädter verlass und eins nach dem anderen setze kurz vor dem M-Preis in Achenkirch den Blinker und bog um kurz nach 8 Uhr in Richtung Christlum ab. Viel Spaß haben wir natürlich durch die Windschutzscheibe gewünscht und so hatten wir freie Bahn durch Maurach und Jenbach auf die Inntal-Autobahn.
Weerberg - Hüttegglift - Überraschendes hoch droben über dem Inntal!
Anfahrt:
Wolfratshausen - Lenggries - Sylvenstein - Achental - A 12, Vomp - Weer - Weerberg - Haustatt in 1,5 Stunden
Wetter: Sonnig und leichte Bewölkung, später etwas Hochnebel über dem Inntal und den südlichen Hängen
Schneehöhe:
20 - 60 cm
Schneezustand:
Pulver-harter Kunst- und Naturschnee
Geöffnete Anlagen:
Skilift Hüttegg
Förderband im Talstationsbereich
Wartezeiten:
von 9 bis 11 Uhr waren wir fast alleine, dann max. 5 Minuten, als die ganzen Einheimischen hoch auf den Berg kamen
Gefallen:
Straße von Weer hoch bis nach Hausstatt (sehr viele Serpentienen)
Ein langer Schlepper hoch über dem Inntal
Panorama-Blicke ins Inntal und Karwendel
Perfekte Pistenverhältnisse
Interessante und lange Piste
Nicht gefallen:
Es gibt leider bis auf eine kleine Waldvariante nur 1 Piste
Fazit:
Nach Weerberg, welches auf einem Plateau in ca. 900 Meter Höhe zwischen Schwaz und Wattens oberhalb des Inntals liegt führen schon einige Serpentinen, aber vom Dorfzentrum, mit der markannten doppeltürmigen Kirche, fährt man nochmals gut 300 HM weiter in unzähligen Serpentinen durch die ganzen Weerberger Weiler, bis dann irgendwann mal am Straßenrad eine Schneekanone und ein Skilift-Schild auftaucht. Da wir aber weder den Lift noch einen gescheiten Parkplatz fanden, fuhren wir die Straße weiter, wo man dann direkt neben der Piste in Parkbuchten für 2 Euro pro Tag sein Auto abstellen kann.
Also rein in die Montur und dann ab auf die Piste, lautete das Credo, denn der Hüttegg-Lift stand bei mir schon seit ein paar Jahren ganz weit oben auf der Liste der Tiroler Einzel-Lifte.
Unter der Straße führt die Piste zur Talstation wo wir uns für 16 Euro um 9 Uhr eine Halbtageskarte gönnten. Der Hüttegglift ist seit dieser Saison auch Mitglied im Freizeit-Ticket, aber wegen der Axxes-Anlage muss der Benutzer hier eine kostenlose Tageskarte sich abholen.
Hier oben schnurrt seit 1982 ein von "de Pretis" aus Villach erbauter 1350 Meter langer T-Stützen-Lift und erschließt eine rassige und Top beschneite 1,5 Kilometer lange Abfahrt.
Hier geht´s aus dem Wald raus und rechts kommt die Piste ins Blickfeld
Morgens um kurz nach 9 Uhr war die Welt noch in Ordnung und das Wetter weitaus besser als seine Vorhersage (die vorherigen Bilder sind später entstanden)
Direkt vor dem Ausstieg mit Bergstation und Umlenkung!
Und dann vor der ersten Abfahrt diesen wundervollen Ausblicken auf die Umgebung....
Die Piste vom Zwischeneinstieg aus gesehen
Ein wunderbarer Blick ins Inntal und man beachte die vielen Leute auf der Piste
Stütze 4 mit Zwischeneinstieg?
Kurz unterhalb der Stütze 4 geht dann noch eine Waldvariante rechts von der Hauptpiste ab
Mittelteil der Abfahrt mit einem der 6 vorhandenen verteilt liegenden Parkplätze, die am Mittag alle gefüllt waren.
Ski-Kindergarten mit Sun-Kid-Förderband vor der Talstation mit dem SB-Restaurant
Ab 11 Uhr wurde es dann voller und die Skikurse kamen auch aus dem "Tal" hinauf, während wir uns eine Brotzeit gönnten und vor dem Gebiets-Wechsel paar Abfahrt wagten
Blick von der Terrasse vom Restaurant ins weihnachtslich grüne Inntal!
Talstationsgebäude und Bombardier-Raupe bei unserer letzten Fahrt. Die Wartezeit betrug da ca. 3 bis 5 Minuten
Zum Schluß noch ein Seitenblick ins Rofan-Gebirge, ist die Schneise in der Bildmitte die Abfahrt am Rofan, oberhalb von Maurach?? Ich würde schon drauf tippen, oder??
Und über die Schneiteich an der Bergstation in welche Berggruppe?? Von der Richtung würde ich sagen, geht der Blick in Richtung Wipptal??
Münchner und ich waren sehr positiv von diesem "Gebiet" überrascht und werden sicher hier nicht zum letzten Mal gewesen sein. Denn die lange Abfahrt macht Spaß und man kann es hier ein paar Stunden, abseits vom großen Mainstream und Trubel für ein paar nette Stunden krachen lassen. Und grade der Blick ins Inntal bis nach Wattens und Hall, und ins Karwendel und die Stubaier Alpen?? über dem Rangger Köpfl wissen zu begeistern. Und einen "de Pretis" - Schlepplift hätten wir beide überall, aber nicht im Tiroler Inntal erwartet.
Um 12:30 Uhr gaben wir dann die Skipässe ab und machten uns wieder nach der letzten Lift-Fahrt auf den Weg zum Auto und auf den Rückweg ins Tal um dort dann den 2. Teil unseren Tages, sofern denn möglich unter die Bretter zu nehmen...