Warum nach ...äh Pertisau? Nun, das Gebiet dort mag sehr klein sein und im Vergleich mit den großen Arealen vollkommen unterlegen. Jedoch ist die Lage direkt am See äußerst reizvoll und das Vorhandensein eines steileren Kurvenschleppers sowie eines Kurzbüglers wirkten wie ein zusätzliches Schmankerl. Zusammen mit der roten Talabfahrt auf den See zu kann man es in Pertisau locker drei Stunden aushalten. Nachmittags wechselte ich dann noch ins Gebiet Rofan in Maurach gegenüber.
Da man in dieser Zeit vor allem auch am Wochenende bekannter Weise z.B. das Zillertal oder die Gegend um Scheffau großräumig meidet, wollte ich lieber was „Kleines“ aufsuchen.
Eigentlich wäre ja jetzt die Zeit für Einzellifte perfekt, aber leider hat diesen Spaß der weihnachtliche Wärmeeinbruch verdorben. Aber vielleicht geht ja im Januar oder Februar da noch was.
Ankunft um 9 Uhr in Pertisau – dank des frühen Aufbruchs war auf dem Weg von München über Wolfratshausen, Bad Tölz und Lenggries hier her fast nichts los. Zwar zieht sich die Strecke schon ein bisserl hin, aber dank der schönen Landschaft ist sie ja ganz nett zu fahren. Leider war so ein Drängler mit dickem Audi von Bad Tölz bis Achenkirch (zur Christlum abgebogen) dicht hinter mir. Es muss halt immer einer nerven..
Auf der B11-Tangente, wo man von der Autobahnausfahrt Wolfratshausen zur eigentlichen B11 den Berg hinunterfährt, hatte es einen total schönen Ausblick auf das Morgenrot im Osten. Der Himmel war bedeckt, doch ganz weit am Horizont hinten glühte das Licht der aufgehenden Sonne recht spektakulär. Leider gab es keine Möglichkeit, da rechts ranzufahren. Weiter unten sah man das Ganze schon wieder nicht mehr. Dafür gab es diese kleine „Entschädigung“, als ich auf dem Parkplatz der Karwendelbahn eintraf.
Die Karwendelbahn – eine GUB von SSG, die 1990 einen ESL ersetzt hat, der parallel ein Stück weiter rechts verlief. 1.222 m lang und 528 m Höhendifferenz lt. Liftworld. Ich mag GUBs irgendwie gar nicht. Fand es 1991 schon schrecklich, als sie dieses Ding am Hochwurzen mitten hinein gepflanzt haben. (Wurde ja auch 1990 gebaut) 872 Personen pro h „schaufelt“ die Karwendelbahn weg. Doch in der Früh und ein wenig später nach der ersten Talabfahrt war noch recht wenig los.
Mit einer Gruppe lustiger Sachsen ging es dann nach oben.
Noch schnell am Einstieg geknipst. Rechts die ESL-Schneise.
Oben angekommen. Die Sonne versteckte sich anfangs noch hinter Wolken und kam dann kurz vor dem Wechsel nach Maurach heraus, um später wieder für kurze Zeit zu verschwinden. Aber insgesamt war es ein schöner Tag. Auch wenn es am Samstag natürlich noch mehr Sonne in Tirol gegeben hatte.
Bei den schönen Ausblicken war erst mal Knipsen angesagt!
An diesem Hang kommt der Jochlift, ein flacher Tellerlift, empor...
Bergstation neben der der GUB
Den ließ ich erst mal links liegen und machte mich zum Kurvenschlepper auf.
Gleich mal gezoomt, dann ging es hinüber! Ich habe mir in letzter Zeit keine Berichte mehr angesehen, um die Spannung zu erhalten – der Lift war besser, wie ich erwartet hatte.
Die Abfahrt im oberen Bereich. Aber direkt neben dem Lift ist sie noch steiler und besser...
Einfach super! Da schlägt das Schlepperfreunde-Herz höher!
Aber auch die Piste war gut – vor allem in der oberen Hälfte. Aber hier unten wurde der Schnee schlechter und einige Steine lagen herum. Aber es war noch im grünen Bereich.
Da kommt der Schlepper steil aus dem Wald herauf...
Talstation
Geht gleich mal steil rauf...
Im Lift...
Da hinten kommt neben der Kurve eine verdächtige Schneise im Wald. Offenbar ging der Vorgängerschlepper direkt gerade hinauf. Ich denke mir, man wird durch die Kurve den Steilhang dort oben entschärft haben.
Wer weiß da noch was darüber?
Nach der Kurve fährt man wieder in den Wald hinein.
Rechts startet der neue Gratlift, der einen Seillift ersetzt haben müsste. (Leider verpasst
Interessante Bergstation. War die des alten Lifts auch hier? Dann müsste es sich ja auch um einen Kurvenschlepper gehandelt haben, denn die alte Trasse kam viel weiter rechts oben an.
Hier nochmal im Zoom
Von oben sieht man, WIE steil man da früher hochgezogen worden ist. Das Bild ist aus dem neuen Tellerlift heraus geknipst worden.
Mit dem fuhr ich dann erst mal weiter zur roten Talabfahrt. Die blaue auf der anderen Seite des Berges habe ich ausgelassen.
Im nagelneuen Lift...
Kurz und flach das Ganze; hier die versteckte Bergstation.
Zoom zurück und schon sieht man alle drei Schlepplifte hier oben.
Auf ins Tal!
Einfach super! Das Filetpistenstück von Pertisau. Dann doch diese Aussicht. Das Aus-dem-Bett-Wälzen trotz Schi-Großkampftag 24 h zuvor hatte sich gelohnt.
Zoom zum See nochmal, ehe der Ritt losging...
Unten muss man dann auf einem Ziehweg am See entlang zur GUB zurück.
Nah am Wasser gebaut...
Ach, war das schön heute bzw. nun mehr gestern...
An der Bergstation des Kurzbüglers vorbei geht der Ziehweg weiter in Richtung GUB...
Da unten hat es auch noch ein paar Seillifte...
Wieder hinauf....
Noch mal ein wenig den Ausblick genossen. Das muss auch immer sein beim Skifahren...
Dann vergnügte ich mich noch ein paar Mal am Kurvenschlepper. Ich hatte für 26 EUR eine Stundenkarte gekauft und sollte dann 3 h später 8,xx EUR wieder zurückerstatten bekommen.
Wieder oben...
Hier noch mal der neue Tellerlift.
Nun kam hier so langsam die Sonne raus. Ich brach jedoch meine Zelte ab, da ich den Kurzbügler unten im Tal noch fahren wollte.
Da kommt man heraufgefahren.
Da fliegen die Bügel wieder retour.
Nach einer erneuten Talabfahrt musste ich am Ziehweg halten und den Steilhang zum Kurzbügler runterrutschen. Eine offizielle Anbindung gibt es nicht, denn der Planberglift ist nicht in der Karte enthalten. Eigentlich vollkommen bescheuert, aber ich wollte den Schlepper natürlich noch „mitnehmen“. Kurzbügler und Liftomat 2000 – das wäre ich Verbrechen gewesen
Kultiger Lift und eine steile, kurze Abfahrt.
Ich überlegte schon, ob ich im Pulk der Niederländer einfach so durchschlüpfen sollte. Doch dann konnte ich es nicht übers Herz bringen, einen Liftler zu besch.... und investierte 8 EUR in eine 10er Karte. So machte ich hier halt noch ein paar Fahrten...
An der GUB standen sie nun an, aber ich wollte ja nur meine Karte noch schnell abgeben. Vom Planberglift aus kann man hier rüber fahren. Am Ende muss man halt ein bisserl schieben.
Noch die Talstation des alten ESL besucht...
Leider um 23 Jahre verpasst.
Da ging es einst steil herauf...
Seitenblick...
Als ich zum Auto zurück ging – gaaanz vorsichtig über den zugefrorenen Parkplatz, musste ich mit Schrecken feststellen, dass mich ein Einheimischer total zugeparkt hatte. Grrrr! Aber der dachte wohl, ich bliebe bis 16 h oder er fasste seine Parkplatzwahl nach dem Lesen meines deutschen Nummernschildes... Jedenfalls musste ich ewig hin und her rangieren, ehe ich aus dem engen Loch zwischen den Fahrzeugen und dem blanken Eis herauskam. Ich war total froh, es geschafft zu haben. Kurz überlegte ich mir noch, dem Park-Rowdie einen Streich zu spielen, doch ich wollte lieber nach Maurach.
Pertisau – nun, ein nettes Kleingebiet, durch das ich positiv überrascht wurde. Ich hatte es mir langweiliger vorgestellt....