Beginnen wir unseren Rundgang im Gebiet an der Kreuzboden DSB.

Die Talabfahrt kommt ziemlich flach am Talboden daher und die Monate Jänner bis März wurden hier offenbar auch ausgelassen. Feinste Maschinenschneequalität auf grüner Wiese.

Steil geht es hinauf in der DSB, los ist nichts, am Parkplatz stehen vielleicht 20Autos. Nochmal im Bild, die Talabfahrt. Dank Lanzen immer noch offen, besteht aus 30 cm Maschinenschnee und ist pickelhart.


Im oberen Streckendrittel wird die Talabfahrt gekreuzt. Und kommt eine Gruppe von Schulkindern entgegen, die die Talabfahrt lieber mit der DSB antreten. Sollte sie so grausig sein?

An die DSB schließt etwas weiter nördlich der Waldalmlift an. Erst geht er der Piste entlang, verschwindet dann im Wald, um wieder zur Piste zu kommen. Oben gibt es dann faktisch keine Trennung zwischen Schlepptrasse und Piste mehr. Auf der anderen Seite sind schon ein paar Tiefschnee gefahren.

Piste Waldalm im oberen Bereich. 100 Höhenmeter unter der Bergstation fing es aber dann an, das Grauen. Bis hierher hat es offenbar geregnet und die Bergbahnen haben wohl versucht, die bereits durchgefrorene Piste zu präparieren. Kugellager ahoi... Die Piste wäre ganz nett, leider war der Zustand eher unterdurchschnittlich.

Der Kreuzboden - hier gibt es noch einen Übungslift (Tellerlift), welcher eine breite Schiwiese erschließt und heute von englischsprechenden Jugendlichen genutzt wird. Unterhalb des Kreuzbodens wird der Pistenzustand schlagartig besser. Hart, aber halbwegs griffig geht es ins Tal.

Und es offenbart sich nun auch, warum manche Leute die Talfahrt mit der Bahn bevorzugen. Der Hang ist steil, und unten kommt eine nette Kurve. Von dort aus geht es flach zur Talstation.
Dann ging es nochmal hoch. Wir wollten uns nun die andere Seite, die Hochalm anschauen. Um dorthin zu gelangen, muss man mit dem Waldalmlift hinauf, um dann einen ewigen Ziehweg bis zur Mittelstation der Hochalmbahn benützen zu müssen. Für die Verbindung okay, sonst ein pistenmäßiges no go. Da wir nun die Mittelstation erreicht hatten, beschlossen wir, ins Tal zu fahren, es gibt ja eine schwarze Piste...




Der obere Hang nett, aber nichts besonderes, es folgt ein kurzer Ziehweg, um dann den Blick auf einen netten Hang freizugeben. Da geht es runter. Nur leider ist dieser Hang ruppig und meiner Meinung nach mit einer mittelschweren Piste vergleichbar. Jedenfalls sieht man Rauris.



Rauris hat, neben See, in Österreich die einzige Wopfner 6 EUB.

Der untere Hangteil. Naja... So, und wo ist jetzt die schwarze Piste? Kommt die noch?

Noch schnell ein Foto von der Kirche zu Rauris, bevor wir uns am...

Ziehweg bis ins Tal vor tasteten... Schwarze Piste, wo bist du?!

Nach einigen Serpentinen kommt die Talstation in Sicht. Und immer noch keine schwarze Piste...

Wenigstens sind die letzten Meter kein Ziehweg mehr - die Piste war eine Enttäuschung auf ganzer Linie und eigentlich zu 3/4 ein Schiweg.

Der Talstationskomplex. Hier gibt es noch zwei Übungslifte.


Diese Enttäuschung mussten wir in der Gondel verarbeiten - die Talabfahrten sind für schwächere Skifahrer definitiv zum vergessen. Vielleicht schaut es ja oben besser aus? Also rauf mit der Hochalmbahn. Die Bahn ist interessant - eine EUB in zwei Sektionen, die offenbar nicht getrennt werden können. Antriebe findet man in der Mittelstation.

Hier jedenfalls die Bergstation auf der Hochalm.

Highlight auf der Hochalm ist aber dieses Ding hier - der Gratlift. Ein Kurzbügler mit Liftomat, einer fast schon kriminellen Schleppspur - Tipp an die Familien: wenn die Kinder böse sind, einfach mal statt EUB fahren dieses Ding hier benützen, daran verzweifeln die lieben Kleinen garantiert. Uns macht die nur teilweise präparierte Trasse nichts aus. Ist halt, dank Neuschnee etwas eng, aber es geht.

Blick gen Süden vom Gratlift aus.

Bergstation Gipfelbahn. Schade, dass das keine Sesselbahn geworden ist. Gut, bei den Bodenabständen aber verständlich.

Verglichen mit der Waldalm - Kreuzbodenpartie ist hier die Landschaft unendlich weit und passt gar nicht zu typischen Salzburger Skigebieten. Es erinnert entfernt an Tirol (Oberland).




Ein paar Bilder der Gipfelbahn dürfen auch nicht fehlen. War die Piste am Gratlift gut, so begannen die Buckeln ab der Einmündung in die Piste der Gipfelbahn. Neuschnee halt, dazu für meinen Geschmack fast zu viele Leute.


Pano Hochalm.

Mittlerweile gab es wieder Wolken (die ZAMG hatte etwas gepfuscht

Dennoch ging es nochmal rauf mit der Gipfelbahn.


Der obere Hang unter der Bergstation ist schon mal ganz nett. Leider war die südlichste Piste gesperrt. Keine Ahnung warum, es war kein Mensch zu sehen, ein paar Slalomstangen standen aber am Anfang der Piste herum...

Der Starthang am Gratlift auch.

Hier gut zu sehen, die ziehwegartige Passage an der Gipfelbahn. Hinter dem Hügel endet die 6 EUB.

Immer wieder kommt man bei der Abfahrt aus dem Gipfelbereich an der 6 EUB vorbei. Die Stationen sind in Magenta gehalten, damals eine Moderfarbe, wenn ich an die Zugspitze und ihre Bahn aufs Platt denke.




Interessanterweise wurde die Talstation der Gratbahn unter er Hochalmbahn platziert. Der Bahnhof verschwindet relativ unauffällig im Hang. Gut gelöst dafür, dass es kein Kellerbahnhof ist.
Nochmal der Hochalmbereich mit dem Gratlift.

Letztes Foto vom Bereicht - die zwei EUBs Seite an Seite. Danach ging es wieder über die flache Piste an den Jackalmliften zur Mittelstation und weiter zum Kreuzboden. Die Verbindung hinüber beginnt etwas besser, nämlich mit einem steilen Hang, der auf einem Schiweg umfahren werden kann. Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht, der Hang und der Ziehweg vereinigen sich zu eine, erraten, Ziehweg, der dann am Kreuzboden herauskommt.
Fazit zu Gebiet:
Kreuzboden
Pistentechnisch ist der Kreuzbodenbereich top. Mittelsteile Pisten in Waldschneisen. Leider oben heute nicht ideal erwischt. Anlagentechnisch sollte hier aufgerüstet werden, besonders, was die zweite Sektion betrifft. Keine guten Anfängerpisten!
Hochalm:
Pistentechnisch ist die Talabfahrt ein Flop. Von der Hochalm runter der Mittelstation ganz nett, aber ziemlich flach. Für Familien gut geeignet. Von der Mittelstation führen noch die beiden Jackalmschlepper auf die Hochalm. Im Grunde aber redundante Anlagen, da selbe Strecke von der EUB erschlossen wird.
Gipfelbahn auch gut für schwächere Schifahrer, teilweise kann es aber etwas eng werden.
Gartlift was für Schlepperprofis oder für schwache Schifahrer, die leiden wollen. Ein echter Masochismuslift für den schwachen Schifahrer, eine Augenweide für den versierten Schifahrer. Endlich mal eine richtig krasse Trasse! Dazu ein Liftomat 2000. Nostalgie pur. Die Piste wäre für schwache Schifahrer geeignet.
Verbindung Hochalm - Kreuzboden und umgekehrt:
Der absolute Schwachpunkt im Gebiet. Zwei fast endlos lange Ziehwege. Nichts zum dauernd wechseln, aber immer noch besser als ein Schibus.
Fazit: 3 von 6 Punkten.
Eigentlich sollte seitens der Bergbahnen etwas aufgeräumt werden.Gerade der Kreuzboden würde nach einem Ausbau schreien. Unten eine Kombibahn (4/6), oben eine 4 KSB/B. Auch die Hochalm wirkt etwas verplant. Die 6 EUB ist zwar schön und gut, eine KSB täte dem Bereich aber irgendwie nicht schlecht. Fragt sich nur, wohin...
MFG Dachstein