Lawinenairbags
- beatle
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Lawinenairbags
Hallo,
ich plane mir einen ABS Rucksack zuzulegen zum Freeriden.
Hat da jemand vielleicht schon Erfahrungen oder sich informiert über die verschiedenen Produkte, Lösungen usw.? Preislich liegen die Rucksäcke mit Erstausstattung zwischen 500 und 700 Euro soweit ich das gesehen habe bis jetzt.
Mir ist klar, dass die Wirksamkeit der Rucksäcke bei ordnungsgemäßer Funktion sehr gut ist und die Überlebenschancen im Ernstfall stark erhöhen kann.
Klar ist natürlich auch, dass die Basicausrüstung vorhanden sein muss (Helm, Protektor, Sonde, Schaufel, LVS-Gerät) - besitze ich alles bis auf einen ABS Rucksack.
Natürlich ist die erste Voraussetzung die Information und Lektüre (Lawinen 3x3 oder ähnliches) für Einsteiger und Fortgeschrittene bzw. geeignete Kurse zum Verhalten im freien Skiraum.
ich plane mir einen ABS Rucksack zuzulegen zum Freeriden.
Hat da jemand vielleicht schon Erfahrungen oder sich informiert über die verschiedenen Produkte, Lösungen usw.? Preislich liegen die Rucksäcke mit Erstausstattung zwischen 500 und 700 Euro soweit ich das gesehen habe bis jetzt.
Mir ist klar, dass die Wirksamkeit der Rucksäcke bei ordnungsgemäßer Funktion sehr gut ist und die Überlebenschancen im Ernstfall stark erhöhen kann.
Klar ist natürlich auch, dass die Basicausrüstung vorhanden sein muss (Helm, Protektor, Sonde, Schaufel, LVS-Gerät) - besitze ich alles bis auf einen ABS Rucksack.
Natürlich ist die erste Voraussetzung die Information und Lektüre (Lawinen 3x3 oder ähnliches) für Einsteiger und Fortgeschrittene bzw. geeignete Kurse zum Verhalten im freien Skiraum.
18/19: 30 Qulität statt Quantiät Åre , Narvik, Lofoten, Tromsø
17/18: 34 Kaukasus
16/17: 17 u. A. Lech-Zürs 19.-21.4.
15/16: 28 u. A. Skitouren Allalingletscher, Saas Fee, Gulmarg mit Heliski und Nordstau I, Nordstau II 100cm, Respekt.
14/15: 27 u. A. Japan, Arlberg, Stuben-Lech-Zürs.
13/14: 33 u. A. Sonnenkopf, St. Moritz, Canada Road Trip, Vialattea, Serre Chevalier, La Forêt Blanche. 12/13: 38 u. A. Kitzsteinhorn Mai, Utah, Kössen 11/12: 25 10/11: 19 u. A. Colorado Road Trip 09/10: 17 08/09: 29
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- OliK
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Re: ABS Rucksack vs. Automatikschwimmweste
Beatle,schau doch mal im FS.net vorbei. Da gibts ein eigenes Sicherheitsforum und fast nur Freerider, neben den Parkratten (liebe Gutmenschen, die wissen dass sie so heissen)
. Da findest sehr viele infos:
http://www.freeskiers.net
Bei Powderguide.com gibts auch nen Haufen Infos.
Ich werd mir nen ABS-Rucksack zulegen. Hatte letztens einen auf und fand den bequemer als nen Snowpulse den ich mal probiert hatte.
http://www.freeskiers.net
Bei Powderguide.com gibts auch nen Haufen Infos.
Ich werd mir nen ABS-Rucksack zulegen. Hatte letztens einen auf und fand den bequemer als nen Snowpulse den ich mal probiert hatte.
Es grüsst der Oli
- beatle
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Re: ABS Rucksack vs. Automatikschwimmweste
Hi,
Vielen Dank für die Hinweise und Links!
Werde mich mal genauer informieren und die verschiedenen Produkte auch mal live vergleichen.
Vielen Dank für die Hinweise und Links!
Werde mich mal genauer informieren und die verschiedenen Produkte auch mal live vergleichen.
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- Tripelmayr
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Re: Lawinensaison 2008/09
(Vorab: Sehe ich das richtig, dass es bisher kein spezielles Thema zu Lawinenairbags gibt? Vielleicht sollte man die relevanten Beiträge hier in einen eigenen Threat auslagern? )
Ich habe mir jetzt ein ABS Vario System gekauft. Da ich mich vorher etwas in das Thema eingelesen habe, fasse ich hier die Kaufgründe mal zusammen. Am wichtigsten für die Entscheidung, überhaupt ein Airbag System anzuschaffen, war die neuere Versuchreihe des SLF, hier zu finden:
http://www.slf.ch/praevention/verhalten ... Harvey.pdf
Dann blieb noch die Entscheidung zwischen ABS und Snowpulse. Die anderen Systeme habe ich ausgeklammert, einen guten Überblick gibt es hier:
http://www.wildsnow.com/5014/avalanche- ... -overview/
Die SLF Testreihe hat das "Kopf bleibt oben" Versprechen von Snowpulse, was durch den Kragen Airbag ermöglicht werden soll, nicht wirklich bestätigt. Bei ABS sollen dagegen die beiden seitlich angebrachten Airbags eine horizontale Lage des Lawinenopfers herbeiführen, so dass kein "Anker" Effekt Eintritt, d.h. der Verunglückte bei Stillstand der Lawine von nachfließendem Schnee überspült wird, anstatt weiter an der Oberfläche geschoben zu werden. Bei beiden Airbag Systemen gab es im Versuch aber keine signifikaten Unterschiede in Verschüttungstiefe oder Körperlage. Was dennoch für Snowpulse spricht, sind die geringeren Erschütterungen des Kopfes der Test Dummies. Das Kragen System hat da offenbar Vorteile: Die von hinten schiebende Lawine trifft auf den Airbag, nicht auf Nacken / Kopf des Skifahrers. Außerdem soll bei Snowpulse folgender Vorteil bestehen: Selbst bei einer Ganzverschüttung (Blockierung der Atemwege) soll die Form das Entstehen einer Atemhöhle begünstigen. Außerdem entweicht die Atemluft im Airbag wohl nach einiger Zeit, so dass dem Verschütteten mehr Platz und Luft zur Verfügung steht (siehe hier: http://www.snowsafe.co.uk/abs-vs-snowpulse.php). Bei ABS sind die Airbags bekanntlich auf dem Rücken und enthalten Stickstoff, so dass dieser Vorteil entfällt. Aber da nun auch die neuen europäischen Patronen von Snowpulse mit Stickstoff gefüllt sind, gilt das Argument nur eingeschränkt.
Ich habe mich -bei einer knappen Entscheidung- trotzdem für ein ABS System entschieden, weil:
-für das System die meisten Erfahrungswerte vorliegen und die langjährigen Statistiken des SLF auch auf diesem System basieren, siehe z.B. hier: http://www.slf.ch/praevention/lawinenun ... tik-de.pdf, Abschnitt 6; http://www.slf.ch/praevention/verhalten ... _02_08.pdf. Dieses System funktioniert. Das andere höchstwahrscheinlich auch, möglicherweise sogar besser, aber es gibt noch nicht so viele Daten über tatsächliche Unfälle.
-das Gesamtvolumen der Airbags am größten ist (170l vs. 150 l bei Snowpulse). Ob der viel beworbene Umstand, dass es zwei Kissen sind, wirklich von Vorteil ist, kann ich nicht sagen. Wenn so ein Ding wirklich wegen mechanischer Einwirkung platzt, dann ist der mitgerissene Skifahrer doch wahrscheinlich auch schon längst geplatzt?
-regelmäßige Testauslösungen vorgesehen sind, insbesondere bei Kauf kann einmal ohne Aufpreis im Laden probegezündet werden, so dass man das System (auch das Falten des Airbags, Tausch der Patrone etc.) kennenlernt. Zieht man am Griff, blasen sich in ca. 3 Sekunden beide Airbags auf, das geht also recht zügig.
-die Verbreitung des Systems im deutschsprachigen Raum am höchsten ist (so meine Beobachtung). Ich habe einen Händler direkt um die Ecke.
-es bei Snowpulse laut einigen Berichten hier und da wohl Qualitätsmängel gab, siehe etwa hier, wo beide System umfangreich verglichen werden:
http://www.larsonweb.com/backcountryskigear/id1.html --> manche Systeme wurden z.Bb. mit defekten Manometern ausgestattet. Überhaupt ist das Kartuschen System etwas unübersichtlich. Es gab eine Rückrufaktion seitens Mammut (http://www.snowpulse.com/de/recall/ ). Die bauen Snowpulse nun als RAS (Removable Airbag System) in ihre Rucksäcke ein. Der Mammut Airbag hat jedoch nicht die "Kragenform" des Snowpulse Systems und war deswegen weniger interessant für mich. Wenn ich Snowpulse gekauft hätte, dann das "Lifebag System", davon den Prorider 15 Rucksack -(http://www.snowpulse.com/de/rubrique/pr ... orider-15/). Zurück zu den Kartuschen: Derzeit gibt es eine im Tauch- oder Paintballladen selbstbefüllbare Variante für den US-Markt und die europäische Variante, die über den Fachhandel getauscht wird (wie ABS). Die erste Variante wird für den US-Markt als Vorteil beworben, da so die Kartuschen (leer) auch im US Flugverkehr transportiert werden dürfen.
-mir die pyrotechnische Zündung von ABS intuitiv überzeugender erscheint, als die per Bowdenzug.
-ich als Linkshänder den Auslösegriff bei ABS einfach ummontieren kann. Bei Snowpulse scheint mir das nicht möglich, da der Reisverschluss für den Auslösegriff nur auf einer Seite der Rucksackgurte ist.
-das Vario System von ABS verschieden große Packsäcke je nach Tagesbedarf ergmöglicht. Bei Snowpulse gibt es zwar auch den Mammut Abkömmling RAS, der variabel in verschiedene Rucksäcke eingebaut werden kann. Der hat wie gesagt aber nur eine Kissen, keine Kragenform.
-angeblich die beiden kleineren Airbags bei ABS nach Auslösung leichter zu packen sind, als bei Monosystemen (habe selbst bisher nur ABS gepackt, das geht recht zügig).
Es war wie gesagt eine knappe Entscheidung. Hätte ABS auch die Snowpulse Airbag Form im Angebot, hätte ich womöglich den gekauft, auch wenn ABS selbst den Mono-Airbag für altmodisch und überkommen hält, sie hatten den bis '96 auch selbst im Programm, siehe http://abs-airbag.de/fileadmin/default/ ... eutsch.pdf
Der Lawinenball war keine Option. Er verringert die Verschüttungstiefe nicht (siehe SLF Versuchsreihe). Zudem ist mir die Marketing Strategie dieser Firma unsympathisch.
Ich habe mir jetzt ein ABS Vario System gekauft. Da ich mich vorher etwas in das Thema eingelesen habe, fasse ich hier die Kaufgründe mal zusammen. Am wichtigsten für die Entscheidung, überhaupt ein Airbag System anzuschaffen, war die neuere Versuchreihe des SLF, hier zu finden:
http://www.slf.ch/praevention/verhalten ... Harvey.pdf
Dann blieb noch die Entscheidung zwischen ABS und Snowpulse. Die anderen Systeme habe ich ausgeklammert, einen guten Überblick gibt es hier:
http://www.wildsnow.com/5014/avalanche- ... -overview/
Die SLF Testreihe hat das "Kopf bleibt oben" Versprechen von Snowpulse, was durch den Kragen Airbag ermöglicht werden soll, nicht wirklich bestätigt. Bei ABS sollen dagegen die beiden seitlich angebrachten Airbags eine horizontale Lage des Lawinenopfers herbeiführen, so dass kein "Anker" Effekt Eintritt, d.h. der Verunglückte bei Stillstand der Lawine von nachfließendem Schnee überspült wird, anstatt weiter an der Oberfläche geschoben zu werden. Bei beiden Airbag Systemen gab es im Versuch aber keine signifikaten Unterschiede in Verschüttungstiefe oder Körperlage. Was dennoch für Snowpulse spricht, sind die geringeren Erschütterungen des Kopfes der Test Dummies. Das Kragen System hat da offenbar Vorteile: Die von hinten schiebende Lawine trifft auf den Airbag, nicht auf Nacken / Kopf des Skifahrers. Außerdem soll bei Snowpulse folgender Vorteil bestehen: Selbst bei einer Ganzverschüttung (Blockierung der Atemwege) soll die Form das Entstehen einer Atemhöhle begünstigen. Außerdem entweicht die Atemluft im Airbag wohl nach einiger Zeit, so dass dem Verschütteten mehr Platz und Luft zur Verfügung steht (siehe hier: http://www.snowsafe.co.uk/abs-vs-snowpulse.php). Bei ABS sind die Airbags bekanntlich auf dem Rücken und enthalten Stickstoff, so dass dieser Vorteil entfällt. Aber da nun auch die neuen europäischen Patronen von Snowpulse mit Stickstoff gefüllt sind, gilt das Argument nur eingeschränkt.
Ich habe mich -bei einer knappen Entscheidung- trotzdem für ein ABS System entschieden, weil:
-für das System die meisten Erfahrungswerte vorliegen und die langjährigen Statistiken des SLF auch auf diesem System basieren, siehe z.B. hier: http://www.slf.ch/praevention/lawinenun ... tik-de.pdf, Abschnitt 6; http://www.slf.ch/praevention/verhalten ... _02_08.pdf. Dieses System funktioniert. Das andere höchstwahrscheinlich auch, möglicherweise sogar besser, aber es gibt noch nicht so viele Daten über tatsächliche Unfälle.
-das Gesamtvolumen der Airbags am größten ist (170l vs. 150 l bei Snowpulse). Ob der viel beworbene Umstand, dass es zwei Kissen sind, wirklich von Vorteil ist, kann ich nicht sagen. Wenn so ein Ding wirklich wegen mechanischer Einwirkung platzt, dann ist der mitgerissene Skifahrer doch wahrscheinlich auch schon längst geplatzt?
-regelmäßige Testauslösungen vorgesehen sind, insbesondere bei Kauf kann einmal ohne Aufpreis im Laden probegezündet werden, so dass man das System (auch das Falten des Airbags, Tausch der Patrone etc.) kennenlernt. Zieht man am Griff, blasen sich in ca. 3 Sekunden beide Airbags auf, das geht also recht zügig.
-die Verbreitung des Systems im deutschsprachigen Raum am höchsten ist (so meine Beobachtung). Ich habe einen Händler direkt um die Ecke.
-es bei Snowpulse laut einigen Berichten hier und da wohl Qualitätsmängel gab, siehe etwa hier, wo beide System umfangreich verglichen werden:
http://www.larsonweb.com/backcountryskigear/id1.html --> manche Systeme wurden z.Bb. mit defekten Manometern ausgestattet. Überhaupt ist das Kartuschen System etwas unübersichtlich. Es gab eine Rückrufaktion seitens Mammut (http://www.snowpulse.com/de/recall/ ). Die bauen Snowpulse nun als RAS (Removable Airbag System) in ihre Rucksäcke ein. Der Mammut Airbag hat jedoch nicht die "Kragenform" des Snowpulse Systems und war deswegen weniger interessant für mich. Wenn ich Snowpulse gekauft hätte, dann das "Lifebag System", davon den Prorider 15 Rucksack -(http://www.snowpulse.com/de/rubrique/pr ... orider-15/). Zurück zu den Kartuschen: Derzeit gibt es eine im Tauch- oder Paintballladen selbstbefüllbare Variante für den US-Markt und die europäische Variante, die über den Fachhandel getauscht wird (wie ABS). Die erste Variante wird für den US-Markt als Vorteil beworben, da so die Kartuschen (leer) auch im US Flugverkehr transportiert werden dürfen.
-mir die pyrotechnische Zündung von ABS intuitiv überzeugender erscheint, als die per Bowdenzug.
-ich als Linkshänder den Auslösegriff bei ABS einfach ummontieren kann. Bei Snowpulse scheint mir das nicht möglich, da der Reisverschluss für den Auslösegriff nur auf einer Seite der Rucksackgurte ist.
-das Vario System von ABS verschieden große Packsäcke je nach Tagesbedarf ergmöglicht. Bei Snowpulse gibt es zwar auch den Mammut Abkömmling RAS, der variabel in verschiedene Rucksäcke eingebaut werden kann. Der hat wie gesagt aber nur eine Kissen, keine Kragenform.
-angeblich die beiden kleineren Airbags bei ABS nach Auslösung leichter zu packen sind, als bei Monosystemen (habe selbst bisher nur ABS gepackt, das geht recht zügig).
Es war wie gesagt eine knappe Entscheidung. Hätte ABS auch die Snowpulse Airbag Form im Angebot, hätte ich womöglich den gekauft, auch wenn ABS selbst den Mono-Airbag für altmodisch und überkommen hält, sie hatten den bis '96 auch selbst im Programm, siehe http://abs-airbag.de/fileadmin/default/ ... eutsch.pdf
Der Lawinenball war keine Option. Er verringert die Verschüttungstiefe nicht (siehe SLF Versuchsreihe). Zudem ist mir die Marketing Strategie dieser Firma unsympathisch.
Zuletzt geändert von TPD am 10.12.2012 - 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Beitrag wurde abgetrennt und verschoben
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- OliK
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Re: ABS Rucksack vs. Automatikschwimmweste
Also wenn hier schon ein sehr informativer Beitrag so unsinnig an einen abstrusen Thread verschoben wird, könnte man ja wenigstens dieses wichtige Thema in Diskussionen zu Lawinen-Aibrags umbenennen.
Ich frag mich, was Triplmayrs Ausführungen mit einer Schwimmweste zu haben!?
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Re: ABS Rucksack vs. Automatikschwimmweste
Ich denke auch, dass ein separater "Lawinen Airbag Systeme" Threat gerechtfertigt wäre, die Dinger sind ein relevantes Stück Sicherheitsausrüstung.
Hier ein Video mit Testauslösungen der verschiedenen aktuellen Hersteller, Stand 2012:
Im Video sieht es mir so aus, dass der Snowpulse "Airbag Kragen" Versuche, seitlich aus einer Lawine herauszufahren, durchaus behindern kann. Man hat ein eingeschränktes Sichtfeld und freien Blick nur noch nach vorne.
Hier fährt jemand Testweise mit aufgeblasenem Snowpulse Airbag herum. Er meint, es störe nicht mehr als eine Kaputze:
http://www.skiingthebackcountry.com/ski ... lse_vision
Hier ein Video mit Testauslösungen der verschiedenen aktuellen Hersteller, Stand 2012:
Direktlink
Im Video sieht es mir so aus, dass der Snowpulse "Airbag Kragen" Versuche, seitlich aus einer Lawine herauszufahren, durchaus behindern kann. Man hat ein eingeschränktes Sichtfeld und freien Blick nur noch nach vorne.
Hier fährt jemand Testweise mit aufgeblasenem Snowpulse Airbag herum. Er meint, es störe nicht mehr als eine Kaputze:
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Re: Lawinenairbags
Ich habe mir auch einen ABS Vario gekauft. Praktisch finde ich, dass man verschieden große Rucksackaufsetzer dranzippen kann - momentan hab ich den kleinen mit 15 Litern (der reicht für LiftraufGeländerunter), aber sollte ich doch mal Ski mit Behaarung kaufen, dann wäre der 40l Aufsatz sehr praktisch.
Warum ABS? Den gibts schon lange und ich hab mich eigentlich gar nicht um die anderen Systeme umgeschaut. Vorteil ist halt Ersatzteile gibts wohl überall, Nachteil den ich sehe ist die eingeschränkte Mitnahme im Flugzeug. Passen tut er mir auch gut (hab L).
Warum ABS? Den gibts schon lange und ich hab mich eigentlich gar nicht um die anderen Systeme umgeschaut. Vorteil ist halt Ersatzteile gibts wohl überall, Nachteil den ich sehe ist die eingeschränkte Mitnahme im Flugzeug. Passen tut er mir auch gut (hab L).
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Re: Lawinenairbags
Ich habe dem Mammut RAS Airbag. Ganz einfach deshalb, weil ich ihn für einen unschlagbaren Preis bekommen habe.
Bei mir ist jetzt die kleine, mit Stickstoff gefüllte Falsche dabei, kann nicht selbst wiederbefüllt werden:
Das System mit dem Bodenzug gefällt mit recht gut (Rechtshänder), man kann auch probeweise abziehen ohne angeschraubte Flasche.
Dadurch bekommt man ein gefühl wie fest man Ziehen muss, anschließend wird die Feder des Auslösemechanismus wieder mit einem "Gwindeschlüssel" gespannt.
Der Airbag - Teil im Rucksack ist recht klein und nimmt nicht viel Platz weg.
Hoffentlich brauche ich ihn nie...
Bei mir ist jetzt die kleine, mit Stickstoff gefüllte Falsche dabei, kann nicht selbst wiederbefüllt werden:
Das System mit dem Bodenzug gefällt mit recht gut (Rechtshänder), man kann auch probeweise abziehen ohne angeschraubte Flasche.
Dadurch bekommt man ein gefühl wie fest man Ziehen muss, anschließend wird die Feder des Auslösemechanismus wieder mit einem "Gwindeschlüssel" gespannt.
Der Airbag - Teil im Rucksack ist recht klein und nimmt nicht viel Platz weg.
Hoffentlich brauche ich ihn nie...
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Re: Lawinenairbags
Ich hätte da eine andere Hoffnung, falls ich mal so ein Teil kaufen sollte: "Hoffentlich denk ich dran, ihn zu benützen, wenn ich ihn mal brauchen sollte."jack90 hat geschrieben:Hoffentlich brauche ich ihn nie...
Das ist das, wo ich immer meine Zweifel hab. Da passiert dann das unausweichliche, du kriegst einen Schock und musst aber insofern cool reagieren, dass du dir bewusst wirst, du hast einen Airbag-Rucksack und musst ihn auslösen und die Auslösung finden ...
Oder hat man im Ernstfall genügend Zeit?
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Re: Lawinenairbags
Das ist ein weiterer Vorteil von ABS, den ich oben vergessen habe: Man kann für die Rucksäcke Fernauslösesysteme nachrüsten. So kann ich z.B. alle Airbags in einer Gruppe gleichzeitig zünden oder nur den eines bestimmten Kollegens. Ein Spaß in jeder Gondel, oder eben hilfreich, wenn jemand im Ernstfall die Auslösung nicht hinbekommt.
Siehe hier: http://abs-airbag.de/shop/konfigurator/?sku=GR1501WL
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- falk90
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Re: Lawinenairbags
Naja, mit der Zeit hat man ein Gefühl - hier ist es sicher, oder hier ist ein Risiko mit dabei. Wenn man sich schon nicht mehr 100% sicher ist, ob es gut geht oder nicht, ist man eh schon angespannt wie eine Feder und geht schon davor alles nochmals durch (so geht es mir zumindest). Dass man so richtig überrascht wird (wie z.B. bei einem Spaltensturz) kommt eher seltener vor.starli hat geschrieben: Das ist das, wo ich immer meine Zweifel hab. Da passiert dann das unausweichliche, du kriegst einen Schock und musst aber insofern cool reagieren, dass du dir bewusst wirst, du hast einen Airbag-Rucksack und musst ihn auslösen und die Auslösung finden ...
Ich habe letztes Jahr einen kleineren Abgang mit beobachtet, der hat den Airbag recht schnell geöffnet bekommen und wurde nur Teilverschüttet. Ob er jetzt ohne Airbag komplett verschüttet gewesen wäre kann ich natürlich nicht sagen, der Anriss war aber über einen halben Meter tief (Lawinenwarnstufe 4, ca. 40°Steile Rinne nach Norden ausgerichtet)
- chianti
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Re: Lawinenairbags
Produktwarnung - ABS Wireless Activation möglicherweise fehlerhaft (http://www.abs-airbag.de)
Im Rahmen von Testauslösungen trat ein Fehler beim Fernauslöse-System Wireless Activation auf. Derzeit läuft eine intensive Fehleranalyse. ABS-Kunden, welche einen Rucksack mit Wireless Activation besitzen, sind dringend angehalten, bis auf Widerruf auf die Fernauslöse-Technik zu verzichten.
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Julie
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Re: Lawinenairbags
Wir haben in der Familie auch schonmal über Lawinenairbags diskutiert und fanden eigentlich alle dass die Dinger schon nützlich sind. Haben uns bis jetzt aber noch keinen einzigen gekauft, sind noch am überlegen.
- whiteout
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Re: Lawinenairbags
Ich und mein Vater gehen gerne und viel Freeriden,haben uns letztes Jahr beide einen ABS Rucksack zugelegt,und ich muss sagen es gibt schon ein gewisses Sicherheitsgefühl-falls was runterkommt jederzeit den Griff zu ziehen und sich zu retten.Was das Fahren mit Rucksack angeht:Ich hab den Basic S-da passen die wichtigsten Dinge wie Schaufel und Sonde und was zum drinken rein-und der stört beim Fahren nicht,falls es größer sein muss gibts ja diese ZipOn Teile.
Aber die Dinger sind natürlich kein Ersatz für die andere Sicherheitsausrüstung wie LVS und Co.Freeride ist nunmal teuer...aber sein Geld aufjedenfall wert
Sehr nützlich,ich und mein Dad fahren niewieder ohne.Eine Lawine geht schneller ab als man denkt (Schon selbst erlebt dass sich oberhalb von uns plötzlich ein Schneebrettanriss von 20m länge gebildet hat und abgegangen ist,wir konnten noch umdrehen und den Gefahrenbereich verlassrn),und da ist diese Sicherheit sicherlich die 500€ Wert!!Julie hat geschrieben:Wir haben in der Familie auch schonmal über Lawinenairbags diskutiert und fanden eigentlich alle dass die Dinger schon nützlich sind. Haben uns bis jetzt aber noch keinen einzigen gekauft, sind noch am überlegen.
Aber die Dinger sind natürlich kein Ersatz für die andere Sicherheitsausrüstung wie LVS und Co.Freeride ist nunmal teuer...aber sein Geld aufjedenfall wert
Saison 2016/2017: 24 Skitage
5x Pitztal - 4x Kleinwalsertal - 5x Stubai - 2x Fellhorn - 2x Nebelhorn - 2x Flumserberg - 1x Bolsterlang - 1x Ofterschwang - 1x Laax - 1x SkiArlberg - finished!
5x Pitztal - 4x Kleinwalsertal - 5x Stubai - 2x Fellhorn - 2x Nebelhorn - 2x Flumserberg - 1x Bolsterlang - 1x Ofterschwang - 1x Laax - 1x SkiArlberg - finished!