sueddeutsche.de hat geschrieben:Lesetipp aus der aktuellen SZ: Schnee von gestern
Skifahren in Niedersachsen? Tolle Idee, sagen die Leute in Braunlage. Sie hauen das größte Pistengebiet Norddeutschlands in den Harz. Und machen alte Fehler neu.
Seite Drei gibt es nur in der Print- bzw. E-Paper-Ausgabe der SZ.
Wahnsinn das man wegen einer solchen Kleinigkeit so einen Artikel schreiben kann.
Im "Tal" werden täglich x "Fachmarktzentren" mit unzählingen Discountern gebaut - und da wird sich über einen Vierersessel inkl. Beschneiung aufgeregt.
Das ganze hätte schon in den 90ern gebaut werden müssen.
Und das mit dem Parkplatz dort oben hätte man vielleicht auch anders lösen können, aber dann hätte wo anders halt Wald dran glauben müssen.
Es ist außerdem klar, dass wenn gerade gebaut wird, es noch wüßt aussieht. Aber die "geschliffene Kuppe" oben ist ja definitiv durch Sturmschaden entstanden.
Lustig finde ich auch, dass im Artikel immer mit den Alpen verglichen wird.
Aber am Bocksberg und in St. Adreasberg im Harz gibt es auch Beschneiungsanlagen.
Ich bin der Meinung der richtige Weg liegt in der Mitte.
Weder alles abholzen und riesige Pisten bauen, noch alles so lassen wie es ist und am besten zurückbauen.
Der Wurmberg lebt ja auch vom Sommertourismus. Da sehen künstlich grüne Pisten nicht so schön aus.
baeckerbursch hat geschrieben:Im "Tal" werden täglich x "Fachmarktzentren" mit unzählingen Discountern gebaut - und da wird sich über einen Vierersessel inkl. Beschneiung aufgeregt.
Die Zeiten sind auch vorbei - die Städte und ihre Bewohner haben durchaus gemerkt, dass der immense Flächenverbrauch auf der grünen Wiese nur zur Verödung der Innenstädte und zu mehr Autoverkehr auf Kosten der Allgemeinheit führt. Hier ein Beispiel: http://www.bayreuth-guide.de/fachmarkt.html
Gibt es für den Wurmberg ein touristisches Gesamtkonzept? Setzt man auf Tagestouristen, die in der Hochsaison und an Wochenenden eine Dreiviertelstunde und länger anstehen müssen oder will man auch Übernachtungsgäste? Gibt es in Braunlage Unterkünfte, die Standard 21. Jahrhundert haben oder nur solche, die in den 1970er oder 1980er Jahren errichtet wurden und seitdem keine Renovierung erfahren haben? Offensichtlich will ja auch die "Gegenseite" in Sachsen-Anhalt was vom Kuchen abhaben und eine gemeinsame Planung ist nicht ersichtlich - oder? Für wen und wofür waren die 2 Millionen vergebliches Wahlgeschenk, äh Subvention vom Land Niedersachsen?
chianti hat geschrieben:
Gibt es in Braunlage Unterkünfte, die Standard 21. Jahrhundert haben oder nur solche, die in den 1970er oder 1980er Jahren errichtet wurden und seitdem keine Renovierung erfahren haben?
chianti hat geschrieben:
Offensichtlich will ja auch die "Gegenseite" in Sachsen-Anhalt was vom Kuchen abhaben und eine gemeinsame Planung ist nicht ersichtlich - oder?
Das gemeinsame touristische Konzept für den Harz vom Land Niedersachen, Sachsen Anhalt und Thüringen ist im Touristisches Zukunftskonzept Harz 2015 beschrieben.
Bzgl. des Projektes in Schierke gibt es einen regen Austausch zwischen Braunlage und Wernigerode. Das geplante Skigebiet in Schierke wird nicht als Mitbewerber sondern als Ergänzung angesehen. Schau z.B. hier, die Informationen aus gut informierten Kreisen (Wurmberg-Alm):
[...]
Auch plant der Ort Schierke in Sachsen Anhalt eine Liftanlage bzw. Gondelbahn ins Skigebiet zum Wurmberg. Der Ort soll mit dem großen Ski Gebiet Braunlage verbunden werden um die Auslastung der Hotels im Winter zu erhöhen. 4 Neue Abfahrten sind hier geplant. In welchem Stadium sich die Planungen befinden konnte nicht genau ermittelt werden.
Wenn alles einmal fertig gestellt ist könnte das Skigebiet über 13 Abfahrten mit insgesamt 30 Pisten km verfügen. Auch die Gastronomie zieht nach. Die Wurmberg Alm plant jetzt schon eine Erweiterung ihrer Kapazitäten im neu entstehenden Skigebiet.
[...]
chianti hat geschrieben:
Für wen und wofür waren die 2 Millionen vergebliches Wahlgeschenk, äh Subvention vom Land Niedersachsen?
Die Wurmbergseilbahn hat am 16.09.2011 einen Förderantrag gestellt. Der Förderbescheid von 2 Mio. Euro aus Mitteln der EU Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ wurde am 10.10.2012 erteilt.
Auch in Schierke werden die Infrastrukturmaßnahmen primär (Förderquote 90%) durch EU-Fördermittel und nicht durch Landesmittel finanziert.
Die Bedingungen zur Förderung werden durch die EU festgesetzt nicht von den jeweiligen Regierenden eines Bundeslandes.