Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

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vovo
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Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von vovo »

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In Österreich gibt es noch so einige außerhalb der Reichweite von Tagesausflügen liegende Ziele und die Gegend um Bad Kleinkirchheim steht schon seit zig Jahren auf meiner Liste. Noch hat es dort ja etliche alte Schlepper und weitere interessante Bahnen und bevor der Modernisierungswahn oder das LSAP-Virus diesen Liften ein Ende bereiten wird, lauerte ich seit geraumer Zeit ungeduldig auf eine Möglichkeit...

Die ergab sich anhand der Wettervorhersage für den vorherigen Samstag und so machte ich mich schon am Freitag im Morgengrauen auf den Weg von München nach Kärnten...

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Aber leider musste ich mich wie fast an jedem Skitag in dieser Saison erst einmal mit schlechtem Wetter und glatten Strassen herumärgern. Dass es so extrem werden würde, hätte ich nicht gedacht. In Oberbayern war der Schnee über Nacht auf den Straßen liegen geblieben und so ging es erst einmal recht langsam über die lastwagenverseuchte A8 bis Salzburg. Beim Chiemsee herrschte dickes Schneetreiben und man kam sich vor, als würde man mit dem Auto über eine Skipiste fahren – während links auf der Überholspur aggressive LKW-Fahrer vorbeidonnerten und für zusätzliches Vergnügen sorgten.

Eben einen dieser Truck-Rowdies (aber die haben halt wahrscheinlich auch einen entsprechenden Druck von oben, schnell zu fahren...) drehte es bei Salzburg auf der A10 um die eigene Achse und es gab 10 km totalen Stau. (Ein „bisschen“ Diesel lief auch noch aus...) Dort wurde ich dann in der Schlange beim „stop and go“ von meinem Hintermann unentwegt bedrängt, so dass ich in Höhe Golling erst mal eine Pause brauchte, um auszuschnaufen. Aber wenigstens sollte es dann ab Flachau weniger Verkehr werden und nach dem Katschbergtunnel war die Strasse trocken.

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Nach über 5 Stunden erreichte ich am späten Vormittag Bad Kleinkirchheim. Die Sonne schien und ich war längst wieder guter Dinge – doch dann liefen fast alle Bahnen nicht wg. eines Sturms! Nur die Maibrunn-4KSB bewegte sich, die beiden DSBen gegenüber verharrten still, ebenso die Nockalmbahn weiter hinten im Tal. Ich hielt nach einer versteckten Kamera Ausschau – aber leider war das die bittere Realität. 5 Stunden fährst du da hinunter, durch Schneetreiben und vorbei an total wahnsinnigen LKW-Fahrern und dann so was! Ich überlegte, was ich tun sollte und zoomte erst mal noch zur leeren Trasse des abgebauten Lärcheggschleppers...

Am nächsten Tag sollte es ja perfektes Wetter geben und so würde ich noch genug Zeit haben, Bad Kleinkirchheim und St. Oswald zu erkunden. Aber wohin an diesem angebrochenen Freitag? Falkert? Keine gute Idee bei diesem Wind. Hochrindl? Ich versuchte es mal damit und zunächst sah es viel versprechend aus. Die Sonne schien hinter einem dünnen Wolkenschleier und wenn auch der Sturm kräftig wehte, so war doch die Strecke trocken.
Doch als ich von der Bundesstrasse Richtung Turracher Höhe abzweigte und Kurs nach Hochrindl nahm, versuchte das Schicksal erneut, mich von Skifahren abzuhalten. Der geschmolzene Schnee hatte Pfützen auf der schmalen Strasse den Berg hinauf hinterlassen, die nun wieder gefroren waren. Kein Vergnügen, da mit dem Auto hinaufzufahren, während sich der Wald im Wind nur so schüttelte und dann auch noch Lastwägen entgegen gerast kamen, die mit Baumstämmen beladen waren. Doch ich blieb tapfer und fuhr immer weiter die mir völlig unbekannte Strasse hinauf und hoffte, in Hochrindl Skibetrieb vorzufinden. Endlos zog sich das Gekurve durch den Bergwald.

Als auf einmal über der Strasse Vierersessel regungslos verharrten und an einem Traumhang dahinter ein langer Schlepper still stand bzw. dessen Bügel lediglich im Wind schaukelten, anstatt hinauf und hinunter zu fahren, schlug ich erst mal mit der Faust aufs Lenkrad und fluchte. Das durfte doch nicht wahr sein!

Ich wollte schon umkehren und zur Maibrunnbahn zurückkehren, als sich auf einmal das Blatt wendete. Ich bekam das nicht gleich sofort mit, aber im Nachhinein gesehen geschah es genau zu diesem Zeitpunkt dort oben hinten, als ich mit laufendem Motor verzweifelt auf der vereisten und schneeverwehten Höhenstrasse stand. Kein Mensch war zu sehen, niemand schien nach Hochrindl zu wollen und der Sturm pfiff mir um die Motorhaube...

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Ich fand keine Stelle zum Wenden und fuhr die Strasse weiter, als ich auf einmal meinen Augen nicht traute. Weiter vorne in einem Waldstück ging ein Schlepper über eine Brücke rüber und war in Betrieb! Ich hatte keine Ahnung, ob das jetzt ein Einzellift war oder wie viele Anlagen es sonst noch da oben hinten gibt. Ich hatte mich im Internet eigentlich nur vorab über die Anfahrt informiert und wollte den Rest einfach auf mich zukommen lassen. So fuhr ich auf einen Parkplatz zwischen Lift- und Pistenbrücke. Ich kletterte einen Abhang hinauf, um Ausschau zu halten, doch man konnte keine anderen Leute oder weitere Lifte sehen. Einsam stand ich da und sah dem Schlepper zu, wie dessen Bügel unverrichteter Dinge den Wald hinauf schwebten. Ich zog meine Ski an und beschloss, auf gut Glück einfach mal zur Talstation hinabzufahren, die aber von hier oben auch nicht zu sehen war.

Schlimmer konnte es ja nicht werden, also los!

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Auf der anderen Seite einige Häuser im Wald – aber kein weiterer Lift, geschweige denn andere Menschen. Dazwischen ging die frisch präparierte Abfahrt hinunter und im Hintergrund konnte man einen weitläufigen Blick auf bewaldete Bergrücken genießen.

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Nochmals der Blick zurück. Ich überlegte mir schon, mit den Skistöcken zu versuchen, einen Bügel zu angeln, doch dann fuhr ich doch auf der Piste nach unten.

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Auf der Piste – gespannt fuhr ich der Talstation des unbekannten de Pretis-Schleppers entgegen, der da irgendwo zwischen den Lärchen und eben diese Brücke den Wald hinauf führte.

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Der Liftler meinte, dass drei lange Schlepper in Betrieb seien – der Tellerlift, die 4SB und eben der dahinter liegende lange Lift würden leider aus bleiben. Karten konnte man hier unten allerdings nicht erwerben, aber ich durfte freilich umsonst nach oben. Das war doch mal was! Meine Verzweiflung verflog wie die sturmgetriebenen Wolken am Kärntner Mittagshimmel und als ich im Schlepper durch den Lärchenwald hinaufgezogen wurde, war ich wieder bester Laune.

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Doch erst mal noch ein paar Fotos...

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Unterhalb der Bergstation an der Strasse steht diesen Haus – hmmm... Ich denke, dass das eher zufällig nach ner LSAP-Talstation aussieht. Ich glaube nicht, dass der alte de Pretis-Schlepper nen Vorgänger hatte. Da fehlte auch eine entsprechende leere Schneise im Wald weiter oben...

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Das finde ich immer recht aufregend – in einem unbekannten Gebiet irgendwo hinunter zu fahren, ohne zu wissen, was einen erwartet und wie weit der Lift hinunterreicht...

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Ich war hier Anfangs komplett alleine unterwegs und nach dem Kauf einer 4 Stunden-Karte für 23 EUR sollte ich auch nicht recht vielen anderen Skifahrern begegnen. Doch erst mal fuhr ich ja noch einsam im Kegellift hinauf...

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De-Pretis-Lift und Lärchenwald...

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Oben geht es lange recht flach dahin, aber ich fand den Kegellift trotzdem sehr nett...

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Links vom Ausstieg steht weiter hinten die Bergstation der 4SB, doch die war ja außer Betrieb.

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Ich war auf die beiden anderen Schlepper gespannt...

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Ausblick vom Skigebiet Hochrindl....

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Da vorne steht die Bergstation der langen Stoichartlifts...

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Hier blies der Wind ziemlich stark, während ich ihm mutterseelenallein entgegenrutschte, um zur Abfahrt zu gelangen. Allerdings nicht zum Stoichartlift, sondern zum anderen Schlepper, wo ich ja an der Talstation noch eine Liftkarte zu kaufen hatte. Den Namen hab ich bloß wieder ganz vergessen...Ach! Zirbenlift 1 und am Anfang begleitet ihn parallel noch ein Tellerlift, der Zirbenlift 2.

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Jedenfalls auch er ein de Pretis – Lift mit schrägen T-Masten wie alle Schlepper hier oben.

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Hier der Ausblick vom Ausstieg der Zirbenlifts1 auf die Hauptpiste im Gebiet. Das Bild entstand später, denn bei meiner Ankunft war hier außer mir niemand und er Wind blies so stark, dass ich die Nikon lieber im Rucksack ließ.

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Weiter hinten fällt dieses Bergmassiv auf....

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Unten im Ortszentrum ;) von Hochrindl angelangt – ich kaufte bei der sehr freundlichen Kassiererin eine Liftkarte und es ergab sich noch ein ganz nettes Gespräch übers Wetter. Hinter mir wunderten sich ein paar hinzugekommene Einheimische, dass ich bis von München bis hier hinter gefahren bin – wegen ein paar alten Schleppern...

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Da geht der flache Zirbenlift 1 an der Pension Karoline vorbei den Berg hinauf, wo er recht bald in einem Waldstück verschwindet...

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Der Zirbenlift 2 recht daneben war nicht in Betrieb, aber das konnte ich im Gegensatz zum langen Schlepper gegenüber der 4SB locker verschmerzen...

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Der Liftler passte ganz gut in dieses urige, abgelegene Areal – verzweifelt versuchte er, sich im Wind seile Malboro anzuzünden....

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Liftler der Saison? Kommt fast hin. Letztes Jahr gewann den Titel der Typ mit langen Haaren, Spiegelsonnenbrille und ständig wechselnden Sprüchen am Buchberglift in Bad Tölz...

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Im Zirbenlift 1...

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Blick zurück...

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Was war das nur für ein wahnsinniger Tag! Erst das große Chaos, dann die Verzweiflung und nun das hier! Bester Schnee, fast keine Leute und drei Schlepper irgendwo im Nirgendwo....

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Der Stoichartlift erwies sich als recht langer Lift mit allerbester Piste daneben!

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Der Sturm umtoste mich, trieb immer wieder Schneewindhosen über die Piste und wirbelte allerlei Geäst auf. Anfangs war kein Mensch hier und nur der leise surrende Schlepper erinnerte mich daran, nicht irgendwo in totaler Wildnis zu stehen...

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Ein paar einzelne Leute kamen nach meiner ersten Abfahrt dann nachgefahren, aber Anstehen war an jenem verrückten Freitag ein Fremdwort.

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Der untere Hangabschnitt war der Beste, wobei eigentlich die komplette Stoichartabfahrt 1A ist..

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Die Talstation – anscheinend mal erneuert...

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Mit starkem Rückenwind ging es dann im milchigen Sonnenschein nach oben...

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Blick zurück – geht ganz gut weg...


Fortsetzung folgt!
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von vovo »

Fortsetzung....

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Irgendwann brauchte ich mal vom Sturm eine Pause und kehrte hier ein...

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8 EUR – das fand ich für dieses gute Cordon bleu wirklich nicht viel. Dazu frische Pommes...

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Später versuchte ich mich dann noch auf der blauen Abfahrt im Wald rechts des Stoichartlifts (von unten aus gesehen)

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Privatskipiste...

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Bei einer Berghütte stieß ich auf dem daneben liegenden Spielplatz auf einen weiteren Lift ;) Der war leider außer Betrieb. In den 80ern hatte es an einem Kindespielplatz bei mir daheim auch so ein Teil – ist wahrscheinlich schon längst LSAP...

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Ich dachte wirklich, da oben Schlepperstützen gesehen zu haben und tippte schon auf Falkert. Doch ich habe mich wohl getäuscht.

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An jenem Tag waren hier hinten noch nicht viele Leute hinuntergefahren...

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Wieder an der Hauptpiste neben dem Stoichartlift angelangt. Links hinten am Gegenhang hätte irgendwie noch ein Kurzbügler hin gepasst....

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Erneut versuchte eine Windhose, mich von der Piste zu fegen...

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Kurz juckte bei diesem Blick die LSAP-Nase, aber da war wahrscheinlich nie ein Lift.

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Blick nach oben auf die leere Piste.

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Hier noch mal der 1A-Hang im untersten Abschnitt des Stoichartlifts.

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Ich fuhr am Nachmittag selbstverständlich auch noch mal zum Cowboy-Liftler...

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Der Ausblick vom Skigebiet hatte was – mal anders als üblich, wie ich fand.

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Am Zirbenlift 1 – der Cowboy hatte sich gerade vom Acker gemacht, als ich auf der Bildfläche erschien.

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Den Kegellift und den Stoichartlift fand ich von der Länge und Lage her besser.

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Später gab es im Kegellift noch was zu sehen...

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Hier unternahm ich bis 16 Uhr noch ein paar Fahrten und kehrte dann zutiefst zufrieden zu meinem in der Liftmitte geparkten Wagen zurück. Die Fahrten an diesen drei Schleppern, irgendwo ganz hinten oben in Kärnten unten hatten mir wirklich gut gefallen – ein Kleingebiet genau nach meinem Geschmack! Dazu diese Stimmung - das trübe Sonnenlicht, der böige Sturmwind, die einsamen Auffahrten durch die Lärchenwälder, dabei beste, wirklich allerbeste Pistenverhältnisse... Wäre doch der ganz lange Schlepper hinter der 4SB noch gelaufen! Aber gut, ich war heilfroh, diesen Chaostag noch irgendwie ganz gut geretten zu haben.

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Hier sieht man den Guten – ja, das war echt ein Tritt in die Weichteile, dass ich den nicht fahren durfte. Aber genausogut hätten ja die anderen drei auch stehen können, tröstete ich mich...

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Zusammen mit diesem vierten langen Lift kann man es hier locker einen halben Tag aushalten. Es fand sich später noch eine bessere Perspektive, doch an jener kurvigen Stelle wollte ich nicht halten, zumal schon ein Wiener hinter mir näher gerollt kam. Beim Rückweg kam mir die Strecke dann irgendwie viel kürzer vor.

In einem Spar-Supermarkt an der Bundesstrasse unten im Tal kaufte ich mir noch eine Brotzeit ein und stellte mit Schrecken fest, keinen Flaschenöffner mitgenommen zu haben. Dort kaufen konnte ich auch keinen, weil sie aus waren. Da schenkte mir die Kassiererin glatt den hauseigenen und ich hatte nun wirklich keinen Grund mehr, den 15.03.2013 in irgendeiner Form zu verfluchen! Bevor ich in Bad Kleinkirchheim den Berg zur vorab gebuchten Pension hinauffuhr, beschloss ich, noch in der Abenddämmerung ein wenig auf die Lifte-Pirsch zu gehen.

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Erste Station – die 1985 erbaute 4KSB Maibrunn von Girak. Eine Wahnsinns-Talstation, wenn man die heutigen Bauten sich daneben im Kopfe vorstellt.Vorfreude auf den nächsten Tag stieg auf – irgendwie eine interessante Bahn...

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Schaut kurz aus, ist aber 2.690 Meter lang! Einen Vorgänger gab es nicht, war damals eine Neuerschließung und seinerzeit sicherlich eine Sehenswürdigkeit, da die Vierersesselbahen noch eine Ausnahmeerscheinung waren. (1984 die Jungereralmbahn in Bad Gastein war ja eine der ersten in Österreich, dann wurde in dieser Zeit ja auch bereits der Bäreckschlepper an der Steinplatte durch so eine KSB ersetzt...)

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Am Parkplatz hängt auch noch ne alte Panoramakarte – hier sieht man unter Nr. 7 den leider längt abgebauten langen, überaus steilen Lärchegglift. Nr. 1 ist die 1. Sektion der Kaiserburgbahn, einer 6EUB, die 1986 eine Girak-DSB auf leicht veränderter Trasse ersetzt hat. Nr. 5 ist die steile Strohsack-DSB von 1993, die einen Schlepper ersetzt hat. (Den man offenbar auf der anderen Hangseite stark verkürzt als Sonnenlift wieder aufgestellt hat?) Nr. 11 ist der alte Bachlift, der wohl noch aus den 50ern stammt, Nr. 8 die eben gezeigte Maibrunnbahn, Nr. 13 ein kurzer Verbindungslift und gegenüber als Nr. 14 die Sonnwiesenbahn I, einer alten Girak-DSB mit den Uraltsitzen der 70er-Jahre. (Die II ist gleicher Bauart, aber mit roten Sitzen und 3 x so lang.)

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Weiter drüben Richtung St. Oswald... (Hab den Priedröflift unterschlagen, aber im Bericht über den nächsten Tag wird er enthalten sein, genauso die DSB Sonnwiesen II...)
Nr 18 die 4EUB Nockalm (ganz links) von 1977, dürfte baugleich der alten 4EUB Gasselhöhe I an der Reiteralm sein.
Nr. 19 der flache Höhenlift, Nr. 20 ein steiler Schlepper, der seit 2005 trassengleich durch eine 4SB ersetzt wurde, Nr. 21 steht auch nicht mehr und wurde auf neuer Trasse durch eine 4SB ersetzt.
Nr. 22 der alte Spitzegglift, steht noch und die Nr. 23 u. 24, zwei alte ESL, wurden 2001 leider von einer EUB auf neuer Trasse ersetzt. Den Tallift Nr. 25 bin ich am nächsten Tag auch noch gefahren, den anderen hab ich gar nicht gesehen – entweder LSAP oder so ein unwichtiger Seillift. („Aber das ist doch ein Leitner von 1965....“ ;) )

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Nr. 28, 29 u. 30 kamen bei jenem Trip auch noch dran...

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Trasse der Maibrunnbahn – ich fühlte mich wie zu Kinderzeiten an jedem 23.12. …

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Blick in die Talstation...

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Ich wanderte noch weiter durch den Ort, wo man weiter hinten Richtung Zentrum zwischen einzelnen Hotels und Ferienhäusern einen Lift sehen konnte – der besagte Bachlift...

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War da nicht auch gleich nebenan wo der Beginn des abgebauten Lärchegglifts? Da wollte ich doch gleich mal auf LSAP-Schau gehen...

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Nochmals der Bachlift...

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Und ein Zoom hinüber zur DSB Sonnwiesen II – die kürzere und flacher Ier kann man am Bildrand unten sehen. Anscheinend wurde hier auch die abgebaute DSB Scheibenberg aus Hollenstein an der Ybbs (LSAP-Gebiet Gamsstein) wiederverwendet. Diesen Lift hatte man ja um 1981 nach etwa drei Jahren wieder abgerissen. Hier wurden die beiden DSBen dann im Jahre 1988 errichtet.

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Die Schneise des LSAP-Lärchegglifts ließ sich leicht finden. Ein paar Tschechen gingen derweil mit ihren Hunden neben mir spazieren und wunderten sich sicherlich, warum denn der Mann da den Wald knipste...

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Ein kleines Stück weiter unten am anderen Ende der Wiese hat es noch die ehem. Talstation direkt vor einem Hoteleingang. Wirklich sehr schade. DER Lift hätte mich definitiv gereizt!

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Blick vom Einstieg auf die alte Trasse...

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Trasse des Lärchegglifts von der Strasse nach St. Oswald aus gesehen...

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Der wahnsinnige 15. März dämmerte langsam weg und ich entschloss mich, zu guter Letzt noch einen Abstecher zu den abendlichen Girak-DSB-Oldtimern zu unternehmen. (Erst mal die ISO-Schraube nach oben drehen ;) )

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Zoom zur Kaiserburg, wo auch die 6EUB endet – darunter auch noch der Muldenlift.

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Dazwischen ergab sich noch ein Zoom zur Maibrunn-4KSB...

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Eine Wahnsinnsanlage! (Meine neue Lieblings-4KSB) Fast so gut, wie die beiden alten Klapper-Sesselbahnen gegenüber....

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DSB Sonnwiesen II in der Dämmerung...

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Warst Du mal in Hollenstein?

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Gleich nebenan endet die kurze 1. Sektion...

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Diese rot-grüne Koalition gefiehl mir....

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Irgendwo im Forum habe ich gelesen, eine der Bahnen habe noch ein altes Schild aus Hollensteiner Zeiten, aber ich sollte auch am nächsten Tag bei meinen zahlreichen Fahrten hier leider nichts finden.

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Da ich seit 5 Uhr morgens unterwegs gewesen war, machte sich nun deutlich die Müdigkeit bemerkbar. Ich setzte mich ins Auto und musste noch ein ganzes Stück den berg hinauf kurven, ehe ich meine Pension hoch über Bad Kleinkirchheim erreicht hatte.
Eine überaus freundliche Wirtin – sie sah irgendwie der früheren Landesministerin u. Strauß-Tochter Monika Hohlmeier recht ähnlich - empfing mich und klärte mich darüber auf, dass die 50 EUR pro Nacht auch einen Zweitagesskipass fürs ganze BKK-Skigebiet beinhalten. Irgendeine Aktionswoche oder so. Da freute ich mich natürlich sehr und der 15. März wandelte sich endgültig zu einem guten Tag. Im Zimmer trank ich noch gemütlich ein Augustiner, sah den Pistenraupen am Berg gegenüber beim Präparieren zu und legte mich sehr früh schlafen...

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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von Widdi »

Also Respekt, dass du dir die Tour angetan hast. Da wär ich eher nach Bad Kleinkirchheim, aber anscheinend bist du da einem sauberen Föhnsturm aufgesessen. Muss ja wenn so viel zu war, einen brutalen Nordföhn gehabt haben.
Zum Glück hatte ich sowas nur 2x dann aber mit Südföhn und kürzerer Anfahrt. Bei so einer Ochsentour wie die deinerseits nach Kärnten, muss ich das ned haben. Mir hat letzten April der Föhnbedingte fast-Totalausfall der EUB am Kaunertaler gereicht (zu dem Gletscher brauch ich auch meine gut 3 Stunden (Und der ist der sturmsicherste, deswegen diesen ja aus den möglichen Zielen gewählt). Und vor wenigen Jahren mal Zillertalarena, kam aber da nur bis Gerlos und nicht weiter, dank starkem Föhn, zum Glück rettete mir die Gerlosplatte so halbwegs den Tag, aber ich wär lieber zur Schnitzelhütte in Zell!

BKK muss da wohl ähnlich empfindlich sein wie Kitzbühel (da gibts bei Starkem Föhn auch Ausfälle), während es in der Schiwelt noch geht und in St. Johann eher der Schnee wegschmilzt, als, dass da was ausgeschalten wird (das Horn schirmt das Gebiet wohl etwas vom Föhnwind ab. Bloss so schnell werd ich wohl nimmer nach Kärnten, (war aber bisher nur am Mölltaler und da gurkt man ewig durch die Gegend, bis man mal da ist) Ausser vllt. irgendwann mal für ein langes Wochenende in der Gegend, weil >300km pro Richtung (von mir weg, ca. 30km nördlich von München) ist mir zu viel. Der Mölltaler damals ging absolut an meine Schmerzgrenze mit 320km (Erstmal durch die ganzen Kitzbühler durch, übern Felbertauern nach Lienz und dann waren es "nur" noch 50km bis ans Ziel. Und die Entfernung auch nur, weil man ja nachm Felbertauern noch ein gutes Stück um die Hohen Tauern herum muss

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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von Zottel »

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Du bist also lernfähig, diesmal ist die leere Ketchuppackung nicht im Ascher gelandet :wink: :P (oder ist das dann abseits des Bildes geschehen?)
Persönliche Neuentdeckungen find ich auch immer am spannendsten! Leider kommt man viel zu selten dazu.
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von Philipp2 »

Aaach.. Endlich mal ein Hochrindl Bericht. Das Skigebiet kenn ich auswendig-ich wohne ja nur ca. 20 km weit entfernt. Die Lifte sind ALLE von de Pretis, der Stoichart-(ausgetauscht wurden Stützenjoche, Berg- und Talstation) und der Kegellift (Stützenjoche und Bergstation) wurden von de Pretis generalsaniert, der Vorgänger der de Pretis 4er Sesselbahn Sonnenlift war ein de Pretis-Schlepplift, der unten an der Straße anfing und etwas weiter links des Sessellifts verlief (Die Schneise sieht man heute noch!). Vom Gashaus Alpl ging bis zur Talstation des Kruckeliftes (Der"lange Schlepper") der Alpltellerlift, ebenfalls von de Pretis, runter (ist im Pistenpanorama noch eingezeichnet). Auch der Tellerlift neben dem Zirbenlift (heißt Zirbenlift 2) ist von de Pretis. Am Zirbelift 1 war als ich 6 Jahre alt war (also 2006) noch eine Sommerrodelbahn.
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von Schwoab »

Interessanter bericht. Vielen Dank.

Wann kommt die Fortsetzung aus Bad Kleinkirchheim und warst du auch auf dem Falkert?
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vovo
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von vovo »

Schwoab hat geschrieben:Wann kommt die Fortsetzung aus Bad Kleinkirchheim und warst du auch auf dem Falkert?
Danke für das Interesse - aber bis nächste Woche wird es noch dauern. Der zweite Analogfilm muss auch erst noch entwickelt werden, denn ich hab meine alte Kamera seit längerer Zeit wieder mal mitgenommen.

Falkert habe ich auch besucht - war absolut genial, auch wenn der ganz untere Schlepper nicht lief.
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von Philipp2 »

Hie mal ein Link von Google Bilder, da sieht man auf einem Bild weiter oben die Talstation des Alpllifts gleich neben der Talstation des Kruckenliftes:
https://www.google.at/search?hl=de&rlz= ... B453%3B200
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von becks7 »

Wann wurde der Lärchegglift abgebaut? Der muss ja wirklich ein Erlebenis gewesen sein, ich musste jetzt fast minutenlang auf die leere Trasse am Bildschirm schauen und ein bisschen vor mich hin träumen. :oops:

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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von Dieter WISSEKAL »

becks7 hat geschrieben: 12.03.2018 - 16:26Wann wurde der Lärchegglift abgebaut?
1993 war er jedenfalls noch in Betrieb.
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Re: Hochrindl | 15.03.2013 | Was für ein Tag!

Beitrag von vovo »

becks7 hat geschrieben: 12.03.2018 - 16:26 Wann wurde der Lärchegglift abgebaut? Der muss ja wirklich ein Erlebenis gewesen sein, ich musste jetzt fast minutenlang auf die leere Trasse am Bildschirm schauen und ein bisschen vor mich hin träumen. :oops:
Gut zu wissen, dass auch andere Leute genauso wie man selbst drauf sind....so ging es mir damals, als ich an der ehemaligen Talstation gestanden bin auch.
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