Anfahrt: Lenggries - Mittenwald - Inntalautobahn - Arlbergtunnel - Feldkirch - Landquart ca. 3:30 h; Landquart - Glarus ca. 0:30 h
Wetter: Bewölkt, +3 bis +5 °C
Schnee: ca. 40-100 cm Feuchtschnee, off-Piste oberhalb 1500 m Bruchharsch
Anlagen in Betrieb: Beide
Wartezeit: Keine
Gefallen: Engagiert geführtes Kleinskigebiet in landschaftlich toller Lage, interessante Liftanlagen
Nicht gefallen: Überdominante Werbeschilder am Skilift Ranegg, teils gewöhnungsbedürftige Pistenführung
Bewertung: 4 von 6 Punkten
Internet: http://www.skilift-schilt.ch, http://www.fronalp.ch (Naturfreundehaus Fronalp), http://www.stockhus.ch (Berggasthaus Fronalpstock)
Pistenplan: http://www.skiliftschilt.ch/typo3temp/p ... 7d0d44.jpg
Webcam: http://nfh2008.dyndns.org/record/current.jpg
Dieser Bericht ist Teil meiner Skifahrt Oberbayern-Schweiz vom 7.-10. März 2013. Die Stationen:
Aschau / Kampenwand 7. März 2013
Osterhofen / Wendelstein 7. März 2013
Oberaudorf / Hocheck 7. März 2013
Spitzingsee / Stümpfling & Taubenstein 8. März 2013
Lenggries / Brauneck 8. März 2013
Mollis / Schilt 9. März 2013
Amden / Mattstock & Arvenbüel 9. März 2013
Blatten / Belalp 10. März 2013
Rothwald / Wasenalp 10. März 2013
Beim Eintreffen im Glarnerland scheint tatsächlich die Sonne. Auch hier stecken die meisten Bergspitzen in der Bewölkung, daher erweist sich die Wahl etwas niedriger gelegener Skigebiete als gut. Aus Mollis lässt sich das Skigebiet Schilt von unten in Teilen einsehen. Die Lage an der Flanke des 2124 m hohen Glarner Fronalpstocks (es gibt auch einen Schwyzer Fronalpstock am Vierwaldstättersee) sieht vielversprechend aus. Von Mollis im Talboden gilt es 6 km schmale Bergstraße bis zum Liftparkplatz auf 1150 m zu bewältigen. Natürlich verschwindet bei der Ankunft am Parkplatz die Sonne hinter hohen Wolken, was sich den ganzen Tag lang leider nur wenig ändern wird. Erfreulicherweise bleiben Kontursicht und Niederschlagsfreiheit erhalten. Das Skigebiet ist vom Parkplatz aus kaum zu sehen. Man muss zunächst zum Ochsenberglift, einer unbesetzten, tellerbestückten Baco-Anlage abfahren, die den Skifahrer zur Liftkasse an der Talstation des "großen" Ranegglifts bringt. Die beiden Liftanlagen erschließen ein Gebiet zwischen 1110 und 1620 m. Beim Ranegglift handelt es sich um eine alte Brändle-Anlage, die sicherlich zwischenzeitlich von einem Spezialisten revisioniert wurde. Sie wäre eigentlich schön anzusehen, wenn der Skilift Schilt AG nicht eingefallen wäre, sämtliche Portalstützen bis auf die am Ausstieg von oben bis unten mit Werbetafeln lokaler Sponsoren zu pflastern. So wird die Anlage arg unansehnlich - Liftfotos macht man hier besser von oben. Der Ranegglift erschließt eine rote und eine blaue Piste, zwischen deren Teilen man über kurze Wegstücke wechseln kann. Das steile oberste Hangstück wird nicht präpariert. Entsprechend werden weniger fortgeschrittene Skifahrer per Hinweistafel gebeten, vorher abzubügeln. Der obere Teil des Skigebiets wird von einer Hochspannungsleitung gequert. Verblüffenderweise ist sie mir erst zuhause auf den Fotos aufgefallen und beim Skifahren überhaupt nicht. D.h. so prägnant und störend wie die im Skigebiet Marienberg von Biberwier ist sie bei weitem nicht. Am Ranegglift gibt es mit dem Berggasthaus Fronalpstock auf der Piste und dem per Wegschleife angebundenen Naturfreundehaus Fronalp zwei Einkehrmöglichkeiten, außerdem gibt es an der Liftbergstation eine Pausenstation mit Sitzbänken.
Bei meinem Besuch ist im obersten, unpräparierten Bereich der nächtliche leichte Regen angefroren und hat die Schneeoberfläche in Bruchharsch verwandelt. Erst als dieser von genügend Skifahrern "präpariert" worden ist, entspannt sich dort die Situation. Des Ausblicks wegen fahre ich trotzdem stets bis zur Bergstation, auch wenn es anfangs Überwindung kostet.
26 Fotos:
Blick von Mollis hinauf zum Glarner Fronalpstock und dem rechts darunter befindlichen Skigebiet.
Liftparkplatz mit Fronalpstock. Von hier aus sieht man vom Skigebiet erst mal überhaupt nichts.
Erst nach der Abfahrt über eine Geländekante erkennt das geübte Auge vor der Waldkante unter den Wänden des Glärnisch eine minimalistische Liftstation.
Pistenplan Mollis-Schilt. Warum das rechte Steilhangstück oben am Ranegglift schwarz sein soll und das linke nicht, hab' ich nicht verstanden.
Ranegglift, Brändle-Stütze ohne Werbetafeln am Ausstieg. Blick auf Mollis und Niederurnen im Linthtal. Knapp unterhalb der Bildmitte ist sogar ein Stück Walensee zu erkennen.
Querung vom Ausstieg des Ranegglifts in den Steilhang. Unpräparierter Bereich.
Rote Piste Ranegglift. Das Rennen fand erfreulicherweise erst nach meiner Abreise statt.
Trasse Ranegglift. Am Bergrücken hinten im Bild liegt auch das Amdener Skigebiet, mein Nachmittagsziel, allerdings weiter rechts, also verdeckt.
Unpräparierter Steilhang im oberen Bereich des Ranegglifts. Bei meinem Besuch war's Bruchharsch ... bezeichnen wir es es mal als Herausforderung.
Schöner Blick von der Bergstation Ranegglift aufs Glärnischmassiv. Links davon das obere Linthtal, rechts davon der Klöntalersee. Wo links vom Glärnisch eine Wolke auf dem Hang klebt, befindet sich ein Teil des Skigebiets von Braunwald.
Parkplatzzubringer Ochsenberglift, eine Baco-Anlage. Mit den Pisten beider Lifte kommt das Skigebiet auf rund 500 Höhenmeter.
Kassengebäude zwischen Bergstation Ochsenberglift und Talstation Ranegglift. Der Ochsenberglift hat übrigens einen der selten gewordenen Totpunktausstiege.
Piste Ochsenberglift, nicht langweilig.
Unbesetzter Einstieg Ochsenberglift.
Ochsenberglift mit Fronalpstock.
Ochsenberglift.
Ausstieg Ranegglift. Am Lifthäuschen gibt's Sitzgelegenheiten für die Pause.
Von der Bergstation des Ranegglifts führt auch ein Winterwanderweg zu Tal, der eigentlich Tourengehern und Schneeschuhläufern vorbehalten ist. Er passiert diese hübsche Almsiedlung, auch sie durch ein großes Schild entstellt.
Talstation Ranegglift, die Schaltzentrale im Gebiet.
So sieht hier fast jede der schweiztypischen Brändle-Stützen aus: Vollgehängt mit Werbetafeln.
Ausstieg Ranegglift mit Fronalpstock.
Übergang vom unpräparierten in den präparierten Abfahrtsbereich am Ranegglift. Hinten der Glärnisch.
Rote Piste Ranegglift.
Zwischenausstieg Ranegglift vor dem unpräparierten Bereich.
Naturfreundehaus Fronalp, idyllisch und aussichtsreich gelegen.
Das Rennen ist fertig ausgesteckt. Für mich geht es weiter nach Amden.
Nächster Bericht: Amden / Mattstock & Arvenbüel 9. März 2013